Alicia

"Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft ist blind." A. Einstein

Juni 20, 2012
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Lernen nach Marotzki

Der Begriff des Lernens spielt in der Erziehungswissenschaft eine wichtige Rolle in Zusammenhang mit Aneignung von Wissen. Lernen wird in zwei Bereiche unterteilt:

1. Das formelle Lernen,  das das Durchlaufen von gewissen Lehrinstitutionen beinhaltet

2. Das informelle Lernen, das außerhalb dieser Institutionen von statten geht und sich somit über das gesamte Leben erstreckt

Es soll nun auf die in 4.6.2 Konstruktivistisch ausgerichtete Lerntheorien und Modelle etwas näher eingegangen werden. Dewey geh hier statt von einem Handlungsbogen eher von einem Handlungskreis aus. Es kommt dazu das Reiz und Reaktion  mit einander im Einklang sind. Die beiden werden nicht bewusst wahrgenommen und so kommt es zu einer Handlung wie man sie gelernt hat. Wenn dieser Kreis jedoch unterbrochen wird, kommt es zu einer bewussten Lernsituation. Dieses Unterbrechung findet statt, wenn kein bewusster Reiz gegeben ist sondern die Reizfindung selbst bildet den Prozess bei dem ein Lernen stattfindet.

Lernen wird hier als ein Prozess dargestellt, der vom Individuum selbst gesteuert ist. Das Lernen wird nur dann Möglich sein, wenn das Individuum die Fähigkeit besitzt auf der Meta-Ebene über sich selbst zu reflektieren.

Marotzki spricht hier von einer Selbststeuerung, Reflexivität und Flexibilität des Lernens.

Mai 30, 2012
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Was ist ein Medium?

Der Begriff Medium lässt sich aufgrund seiner unbeständigen Geschichte nur sehr schwer definieren.

Eindeutig ist, dass ohne ein Medium keine Kommunikation statt finden kann, da diese immer eines Mittels zum Zweck bedarf. Ein Medium agiert als Verbindung zwischen Menschen, wodurch sie kommunizieren können, und kann je nach Fall sehr unterschiedlich sein: Gestik, Bilder, Internet, Luft, Briefe, Zeitung, Fernseher und nur einige davon zu nennen.

Was ein Medium zum Medium macht und welche Parameter zu befolgen sind um ein Medium als Medium zu bezeichnen, ist jedoch weitestgehend ungeklärt und hängt vom jeweiligen wissenschaftlichen Kontext ab.

Ist in der Medien- und Kommunikationswissenschaft die Rede von „Medium“ so werden hier vier Grundtypen identifiziert:

1. Medium als Mittel der Wahrnehmung
2. Medium als Mittel der Verständigung
3. Medium als Mittel der Verbreitung
4. Medium als Form von Kommunikation

Medien

Mai 23, 2012
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Mediensozialisation

Die Frage ob Medien eine Rolle beim Sozialisationsprozess eines Menschen spielen, scheint in unsere heutigen Gesellschaft mehr als überflüssig.Aber wer denkt, dass dieses Thema erst jetzt an Relevanz gewonnen hat, der irrt sich. Diese Diskution findet seit ein paar Jahrhunderten statt, aber erst jetzt im Zeitalter des Internets ist es präsenter denn je.

Der Text von Stefan Aufenanger  spricht die Problematik  „Mediensozialisation“  ohne eine negative Konnotation zu definieren an und welchen Einfluss Medien in diesem Prozess der Vergesellschaftung haben. Dieses wird in drei verschiedene Ansätze klassifiziert:

1. Medien wirken auf Menschen: Hier haben die Medien grossen Einfluss auf die Menschen. Dies wird aber in einem negativen Kontext gesehen.

2. Menschen sind Medienkompetent und selektieren das Angebot: In diesen Fall wird der Mensch als aktiver Nutzer gesehen, der sich bewusst ist, was er konsumiert und wird dadurch nicht  zum Opfer der Medien.

3. Menschen und Medien interagieren miteinander und Einflüsse müssen in diesem Wirkgefüge gesehen werden: In diesen Fall wird der Einfluss der Medien als positiv angesehen dadurch das Menschen sich mit manchen Charakteren identifizieren (z.B. Figuren aus Fernsehprogrammen) und so ihre Probleme Lösen können.

Der letzte Ansatz, ist der weiterführende Gedanke der Mediensozialisation und wird als Medienkompetenz bezeichnet. Die Medienkompetenz ist somit die Fähigkeit, dass sich Menschen in einer aktiven und verantwortungsvollen Art und Weise mit der Nutzung von Medien auseinandersetzen.

Weiterhin unterteilt er den Begriff der Mediensozialisation wie folgt:

  1. Die ‚Wirkungsperspektive‘ die sich mit dem Einfluss des Fernsehens auf Kinder beschäftigt.
  2. Der ‚medienökologische Ansatz‘, der besonders den Umgang der Familie des Kindes mit den Medien fokussiert.
  3. Der ‚aneignungstheoretische Ansatz‘, der davon ausgeht, dass Medieninhalte durch die aktive Auseinandersetzung mit diesen in das eigene Leben integriert werden.
  4. ‚Die Strukturanalytische Rezeptionsforschung‘, die sich mit der Medienrezeption im familiären Alltag beschäftigt und die
  5. Selbstsozialisation mit berücksichtigt, bei der die Jugendlichen Medien nicht passiv sonder aktiv nutzen.

Das Problem bleibt die große Vielfältigkeit der Medien, die es verhindert, eine allgemein gültige Theorie zu entwickeln und damit in der Praxis zu einseitigen Ansichten führt. Dieses stellt für Aufenanger einen wichtigen Kritikpunkt dar. Weiterhin bemängelt er, dass die medienpädagogischen Forschung sich nur unzureichend mit der Mediensozialisation beschäftigt hat obwohl diese einen wichtigen Bestandteil der Medienpädagogik darstellt.

Mai 23, 2012
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Sozialisation nach der „Milieutheorie“ von Karl Mannheim

Zum besseren Verständnis soll zunächst der Begriff der Sozialisation noch einmal kurz definiert werden:

„Sozialisation: Prozess der Einordnung des heranwachsenden Individuums in die Gesellschaft und die damit verbundene Übernahme gesellschaftlich bedingter Verhaltensweisen“ (Duden Fremdwörterbuch 2001: 933).

Mannheim spricht hierbei von der „Milieutheorie“ und diesem Prozess genauer erklären zu können und definiert diese wie folgt:

„Sozialisation findet nicht nur in Interaktionssituationen und in Auseinanderset- zung mit institutionellen Rollenerwartungen statt, sie vollzieht sich auch in der kollektiven Einbindung des Individuums in ein Milieu.“

Dabei spricht er davon, dass die Zugehörigkeit eines Individuums zu einem Milieu unbewusst stattfindet. Die Individuen wachsen in das Milieu hinein. Ein solches Milieu ist durch Gemeinsamkeiten von Individuen, wie z.B. Sprache und Esskultur, gekennzeichnet, denen man sich nicht willentlich entziehen kann. Diese Gemeinsamkeiten werden innerhalb des Milieus auch nur von den teilhabenden Individuen verstanden. Bei der Kommunikation mit Individuen aus anderen Milieus muss daher eine Anpassung stattfinden oder es kommt zu Missverständnissen. Mannheim spricht zudem von einer Mehrdimensionalität der Milieus, die durch verschiedene Erfahrungsdimensionen der Individuen zustande kommt. Die Beständigkeit dieser Milieus ist nicht unendlich und so entstehen einerseits sogenannte Freiheitspotentiale, die durch Bildung neuer Milieus gekennzeichnet sind sowie Risiken, die zur Isolation von Individuen führen können. Ein Milieu muss nicht unbedingt durch bestimmte Personengruppen  real repräsentiert werden sondern kann auch virtuell existieren.

 

April 19, 2012
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Gruppenarbeit

Ergebnisse der Gruppenarbeit vom 19.April

In der Gruppenarbeit haben wir unsere Standpunkte erläutert, warum ein wissenschaftliches Studium wichtig für zukünftige Pädagogen sei und wir sind zu folgende Ergebnisse gekommen:

Aufgrund der Auseinandersetzung mit Theorien und Methode der Erziehungswissenschaft ist es möglich sich sein eigenen Standpunkt zu bilden. Somit kann man durch das erworbene fundierte Wissen verschiedene Arten von Problemen  besser lösen, und nicht zu letzt ist auch die Vorbildfunktion von Pädagogen ein wichtiger Bestandteil im späteren Beruf.

 

 

April 11, 2012
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Warum ist ein erziehungswissenschaftliches Studium wichtig für pädagogische Berufe?

In pädagogischen Berufen ist man einem sehr breiten Handlungsspektrum ausgesetzt. Um auf dieses in der pädagogischen Praxis angemessen reagieren zu können, bedarf es einem ebenso umfangreichen Fundament an pädagogischer Kenntnis. Diese erlangt man im Verlauf eines erziehungswissenschaftlichen Studiums wo man ein möglichst großes Spektrum an Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaft kennenlernt.

Wichtig ist hierbei zu erwähnen, dass in der Erziehungswissenschaft Probleme und Aufgaben aus der Praxis aufgegriffen werden, um dann zu versuchen, diese  mit Hilfe von wissenschaftlichen Methoden zu lösen oder zu verbessern. In der Erziehungswissenschaft findet also ein reger Austausch zwischen Theorie und Praxis statt. Man erhofft sich hierbei ein praxisnahes Wissen zu generieren. Durch diesen Praxisbezug haben sich auch im Laufe der Zeit mehrere Teildisziplinen wie z.B. Sozial-, Sonder-, Medien oder Berufspädagogik ergeben.

Bei der Frage, ob nun ein wissenschaftliches Studium wichtig für pädagogische Berufe sei trifft man in der Gesellschaft oft auf verschiedene Standpunkte. Häufig wird die Meinung vertreten, dass eine gute Erziehung kein theoretisches und fachliches Wissen benötigt, sondern vielmehr die Persönlichkeit und die soziale Kompetenz des „Erziehenden“im Vordergrund steht.

Ich bin jedoch der Meinung, dass ohne ein theoretisches und fachliches Grundgerüst, bei dem man sich mit den Theorien der Erziehung und Bildung, der Sozialisation von Individuen, der pädagogischen Psychologie sowie den verschiedenen Formen des Lernens und den  komplexen gesellschaftlichen Bedingungen von Lernen auseinandersetzt, nicht die ausreichende Kompetenz hat um den Alltag eines Pädagogen gerecht zu werden.

 

 

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