Alicia

"Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft ist blind." A. Einstein

Warum ist ein erziehungswissenschaftliches Studium wichtig für pädagogische Berufe?

In pädagogischen Berufen ist man einem sehr breiten Handlungsspektrum ausgesetzt. Um auf dieses in der pädagogischen Praxis angemessen reagieren zu können, bedarf es einem ebenso umfangreichen Fundament an pädagogischer Kenntnis. Diese erlangt man im Verlauf eines erziehungswissenschaftlichen Studiums wo man ein möglichst großes Spektrum an Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaft kennenlernt.

Wichtig ist hierbei zu erwähnen, dass in der Erziehungswissenschaft Probleme und Aufgaben aus der Praxis aufgegriffen werden, um dann zu versuchen, diese  mit Hilfe von wissenschaftlichen Methoden zu lösen oder zu verbessern. In der Erziehungswissenschaft findet also ein reger Austausch zwischen Theorie und Praxis statt. Man erhofft sich hierbei ein praxisnahes Wissen zu generieren. Durch diesen Praxisbezug haben sich auch im Laufe der Zeit mehrere Teildisziplinen wie z.B. Sozial-, Sonder-, Medien oder Berufspädagogik ergeben.

Bei der Frage, ob nun ein wissenschaftliches Studium wichtig für pädagogische Berufe sei trifft man in der Gesellschaft oft auf verschiedene Standpunkte. Häufig wird die Meinung vertreten, dass eine gute Erziehung kein theoretisches und fachliches Wissen benötigt, sondern vielmehr die Persönlichkeit und die soziale Kompetenz des “Erziehenden”im Vordergrund steht.

Ich bin jedoch der Meinung, dass ohne ein theoretisches und fachliches Grundgerüst, bei dem man sich mit den Theorien der Erziehung und Bildung, der Sozialisation von Individuen, der pädagogischen Psychologie sowie den verschiedenen Formen des Lernens und den  komplexen gesellschaftlichen Bedingungen von Lernen auseinandersetzt, nicht die ausreichende Kompetenz hat um den Alltag eines Pädagogen gerecht zu werden.

 

 

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