Der Begriff des Lernens spielt in der Erziehungswissenschaft eine wichtige Rolle in Zusammenhang mit Aneignung von Wissen. Lernen wird in zwei Bereiche unterteilt:
1. Das formelle Lernen, das das Durchlaufen von gewissen Lehrinstitutionen beinhaltet
2. Das informelle Lernen, das außerhalb dieser Institutionen von statten geht und sich somit über das gesamte Leben erstreckt
Es soll nun auf die in 4.6.2 Konstruktivistisch ausgerichtete Lerntheorien und Modelle etwas näher eingegangen werden. Dewey geh hier statt von einem Handlungsbogen eher von einem Handlungskreis aus. Es kommt dazu das Reiz und Reaktion mit einander im Einklang sind. Die beiden werden nicht bewusst wahrgenommen und so kommt es zu einer Handlung wie man sie gelernt hat. Wenn dieser Kreis jedoch unterbrochen wird, kommt es zu einer bewussten Lernsituation. Dieses Unterbrechung findet statt, wenn kein bewusster Reiz gegeben ist sondern die Reizfindung selbst bildet den Prozess bei dem ein Lernen stattfindet.
Lernen wird hier als ein Prozess dargestellt, der vom Individuum selbst gesteuert ist. Das Lernen wird nur dann Möglich sein, wenn das Individuum die Fähigkeit besitzt auf der Meta-Ebene über sich selbst zu reflektieren.
Marotzki spricht hier von einer Selbststeuerung, Reflexivität und Flexibilität des Lernens.