am Ende?

Diese Überschrit kann doppelt hinterfragt werden.

Zum einen: bin ich mit dem Blog und der Idee am Ende, im Sinne von fertig sein. Zum anderen: bin ich nach oder schon während der Portfolioarbeit am Ende? Denn das soll sicherlich nicht passieren. Ich sollte mir, egal ob bei einem ePortfolio oder einem Portfolio, genau überlegen, was ich als Lehrkraft dort drin enthalten haben will, oder auch nicht. Wie frei oder geschlossen ich dieses Projekt gestalte und wie umfangreich es sein soll. Grade bei der Präsentation der Portfolios ist aufgefallen, dass zum Teil kritische Bemerkungen von Mitstudenten kamen, die einem selbst nicht unbedingt auffallen und die in der Praxis ein Problem oder zumindest ein Stolperstein sein könnten, der u.U. mehr Arbeit bedeutet.

Ich finde die Idee eines ePortfolios grundsätzlich gut, bin aber eher der “Papier Mensch”.  Ich glaube ich würde, wenn ich ein Portfolio einmal in einer Klasse gestalte, die klassische Form wählen, so dass die Schüler eine Mappe gestalten. Etwas das man anfassen kann und drin herumblättern. Ich glaube auch, dass mir dabei die Bewertung oder zumindest die Einsicht in die Schülerarbeiten leichter fällt. Vielleicht wäre es aber auch interessant, mit der gleichen Klasse erst ein klassisches Portfolio zu erstellen und dann eines am PC. Dabei kann ich selbst schauen, wie ich damit klar komme und auch die Schüler befragen womit sie besser zurecht gekommen sind. Vielleicht fällt mir ja doch leichter.  Ich vermuteg, dass vieles bei der ersten Portfolioarbeit noch ein Stück weit herumprobieren ist, und einem dabei Fehler auffallen, die man beim nächsten Mal anders machen kann. Der Umgang damit übt und lehrt.

Auch wenn ich eine Arbeitsweise habe, bei der ich z.B. erst auf Papier vorschreibe und dann abtippe, mich gegen das lesen von Onlinetexten sträube und lieber etwas in der Hand habe, so denke ich, dass ich mich dem Wandel der neuen Medien nicht ganz beugen kann und das ePortfolio zumindest einmal ausprobiert haben sollte, bevor ich mich dagegen entschließe. Wie ich oben schon schrieb, vielleicht liegt es mir ja doch.

sich zurücknehmen

Ich glaube, das man als Lehrperson später viel Organisationsarbeit zu erledigen hat und je nachdem welcher Typ man ist, kann man dies gut aus der Hand geben und sich helfen lassen – oder man meint es allein besser zu schaffen. Die Portfolioarbeit ist sicherlich eine gute Übung Verantwortung und Organisation aus der Hand zu geben. Ich glaube ich würde mir, bevor ich das Portfolio mit den Schülern beginne gut überlegen, wie es ablaufen soll, welche Dinge erfüllt werden soll, welcher Umfang was haben soll und wie mein eigenes Portfolio aussehen sollte. Dann erstelle ich eine Liste. Einen roten Faden, an dem sich die Schüler entlang hangeln können, lernen Aufgaben selbstständig zu bearbeiten und die Reihenfolge eigens zu bestimmen. Sich hierbei zurück zu nehmen und nicht immer alles kontrollieren wollen ist sicherlich eine nicht so einfache Aufgabe. Zumindest für mich nicht. Dennoch denke ich, dass das Erstellen eines Leitfadens noch nicht einmal Pflicht ist. Sind die Schüler geübt in der Portfolioarbeit und können eigenständig arbeiten so kann man sich als Lehrperson sicherlich auch einmal ganz herausnehmen und sich überraschen lassen, wie die Schüler in ganz eigener Arbeit ihr Portfolio erstellen, füllen und gestalten.

Ziel

In der letzten Seminarsitzung haben wir darüber gesprochen, was das Portfolio am Ende des Semesters beinhalten soll:

Wir sollen ein Portfolio erstellen, in dem wir unsere Gedanken zu einer Unterrichtsidee aufschreiben – wie sich diese Entwickelt und Form annimmt.  1. Weg und Idee zur Unterrichtssequenz. 2. (fertige) Unterrichtssequenz/ idee/ konzept.

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Auswahlkriterien

Die Hausaufgabe zum 22.11.11 ist für mich ein knifflig umzusetzen. Von daher habe ich mich, wie in der Aufgabenstellung vorgesehen, mit verschiedenen Texten zur Portfolioarbeit auseinander gesetzt und mir die Beispielportfolios angeschaut. Da mir dabei noch keine schlüssige Idee kam, habe ich mir überlegt, was mir für eine Einführung in die Portfolioarbeit wichitg erscheint.

Zum einen habe ich Kriterien ausgewählt, zum anderen habe ich mir Gedanken zu den Rahmenbedingungen gemacht. Abschließen habe ich aufgeschrieben, welche Arten von Portfolio es gibt.

Kriterien:
- für welche Jahrgangsstufe wird das P. genutzt
- haben die SuS Vorerfahrungen?
Rahmenbedingungen:
1. Curriculare
- was ist durch den Rahmenlehrplan vorgeschrieben
2. Organisationsformen
- wie gestaltet sich der Unterricht?
- für welchen Zeitraum ist das P. angesetzte? Woche/ Monat/ Halbjahr/ Jahr
- P.arbeit während des Unterrichts, extra Stunden
3. Bedingungen
- arbeitet man in der Klasse
- im PC Raum (Informationsbeschaffung?)
– Bibliothek…
4. Lehkräfte
- sind sie vertraut im Umgang mit P.arbeit
- unerfahren?
- im Tandem arbeiten?
- eigener Zeitaufwand für die P.arbeit
- Gespräche mit den Sus während der P.arbeit
5. Gestaltung
- ist den SuS die Gestaltung des P. vorgegeben
- muss ich als L. bei der ersten Arbeit am P. den SuS Eingrenzungen geben?
- freie Gestaltung des P. ?
6. Benotung
- muss es Noten geben?
- Ja/ Nein
- Begründung für eine Entscheidung zur benotung
- Portfolio als was werten? Zusatzleistung, Klausur, mündl. mitarbeit…?
7. Präsentieren
- P. gespräch mit dem Lehrer
- in der Klasse
- beim Elternabend
- als Ausstellung in der Schule
- Tag der offenen Tür
8. Ziele
- welche Ziele sollen die SuS durch die P.arbeit erreichen?
- z.B. Eigenständigkeit, Recherechefähigkeit1.
Arten von Portfolio:
- Präsentations- oder Veröffentlichungsportfolio
- Lernwegportfolio
- Talent- oder Bewerbungsportfolio2.
Als Interessante Zitate habe ich die zwei folgenden gefunden. Das eine bezieht sich auf die Präsentation: ” Portfolios sind da, um gezeigt zu werden”3 und das andere ist ein ganz übergreifendes: “Ein Portfolio ist eine Mappe, die schützt, was man schätzt”4. Ich denke, dass dieses Zitat sich im Laufe der Zeit bei den Schülern bewahrheitet. Ich glaube, dass mit der Entwicklung und der Arbeit an dem eigenen Portfolio der eigene Stolz und die Wertschätzung für dieses ‘Produkt’ wächst. Insofern denke ich, dass den Schülern bald (viel) Herzblut an dem Portfolio liegt und sie dies gut aufgehoben wissen wollen. Von daher finde ich die Idee, dass die Portfolios in die Schule gehören und dort an einem Platz, der für die Schüler frei zugänglich ist, eine gute Idee ist. Die Portfolios sollen ja überwiegend in der Schule bearbeitet werden. Von daher sollen sie auch in den schulischen Räumen verbleiben um jederzeit bearbeitet werden zu können.
Um die Arbeit der Schüler wertzuschätzen und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Werke zu zeigen, sollten schön aufgebaute Vorstellungstage/ Stunden bereit gestellt werden.
Nach Abschluss dieser können die Portfolios für alle in der Schule sichtbar ausgestellt werden oder die Schüler dürfen sie mit nach Hause nehmen.
  1. Inglin, Oswald. Rahmenbedingungen und Modelle der Portfolioarbeit. In: Brunner, Ilse; Häcker, Thomas; Winter, Felix (Hrsg.), Das Handbuch Portfolioarbeit – Konzepte, Anregungen, Erfahrungen aus Schule und Lehrerbildung. Seelze-Velber: Klett Kall, 2009. []
  2. Engel, Anja; Wiedenhorn, Thomas: Ein Wort vorweg. In Endres, Wolfgang (Hrsg.), Das Portfolio in der Unterrichtspraxis: Präsentations-, Lernweg und Bewerbungsportfolio. Weinheim: Beltz, 2008. []
  3. Inglin, Oswald. Rahmenbedingungen und Modelle der Portfolioarbeit. In: Brunner, Ilse; Häcker, Thomas; Winter, Felix (Hrsg.), Das Handbuch Portfolioarbeit – Konzepte, Anregungen, Erfahrungen aus Schule und Lehrerbildung. Seelze-Velber: Klett Kall, 2009. []
  4. Fletcher Dubois in Engel, Anja; Wiedenhorn, Thomas: Ein Wort vorweg. In Endres, Wolfgang (Hrsg.), Das Portfolio in der Unterrichtspraxis: Präsentations-, Lernweg und Bewerbungsportfolio. Weinheim: Beltz, 2008. []

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Leistungsbewertung durch Portfolioarbeit

Die Portfolioarbeit ist eine noch neuere Methode der Schülerarbeit und der Leistungsbewertung. Seit Jahren schon herrscht in den USA ein „boom“ der Portfolioarbeit, in Deutschland wird sie zuweilen noch kritisch beäugt. Thomas Häcker sagt, dass Portfolioarbeit an Zuspruch gewinnt, es aber „nur wenig Klarheit [...] [darüber herrscht], was sich hinter dieser Etikette im pädagogischen Bereich eigentlich verbirgt.“1

Eine einheitliche Definition für den Begriff Portfolio gibt es nicht, dennoch kann man ihn so umschreiben, dass es eine Sammlung von Dokumenten ist, um Arbeiten zu zeigen und sein Können im Laufe der Zeit weiterzuentwickeln.2

Durch die Arbeit an und mit Portfolios kann eine neue Art der Leistungsbewertung vorgenommen werden. Dennoch kann durch das Portfolio an sich noch keine Leistungsbwertung vorgenommen werden. Zunächst ist es eine Sammlung von Informationen und Dokumenten.3

Die Portfolioarbeit benötigt einen hohen Eigenanteil der Schüler, sie können sich eigene Themen aussuchen, die sie bearbeiten wollen, andererseits können sie gegebene Themen aufgreifen und bearbeiten. Durch die eigenständige Arbeit an Themen, können sie sich in Eigenverantwortung und Selbstkritik üben. Zudem erhöht die Portfolioarbeit den Erwerb/ Ausbau von Schlüsselqualifikationen. „Selbstständigkeit im Lernen, Methodenkompetenz und soziale Fähigkeiten.“4

Schüler müssen sich immer wieder mit ihren Portfolios auseinandersetzen und diese Entscheidungen begründen, sie lernen und setzen sich mit Dingen (kritisch) auseinander und reproduzieren nicht nur das vom Lehrer vorgegebene. Die „Portfolioarbeit basiert auf einer Vorstellung von Lernen als einem aktiven Konstruktionsprozess des Lernenden“.5

Das bedeutet für die Unterrichtsgestaltung, dass die Schüler„sammeln, auswählen, überprüfen, reflektiere.“6

Für den Lehrer bedeutet dies, dass er den Schüler besser unterstützen kann, da ihm teils mehr Zeit zur Verfügung steht. Zudem kann er eigens auf den Schüler eingehen. Die Portfolioarbeit kann für alle Fächer angewandt werden.

Ihre Präsentation erfolgt entweder öffentlich (z.B. Elternsprechtag. Da kann dann gleich auch über die Leistungsentiwcklung gesprochen werden7) oder privat. Nur im Rahmen zwischen Schüler und Lehrer.

Als Leistungsbewertung müssen die Schüler ihre Ergebnisse präsentieren und Fragen vom Lehrer beantworten. Eine Leistungsbewertung kann aber auch schon innerhalb der Arbeits-/ Entsehungsprozesse der Portfolios stattfinden, da die Veränderung, wie sich das Portfolio wandelt, auch bewertet/ begutachtet (vom Lehrer) wird. „Die erste Beurteilung eines abgelieferten Produkts durch den Lehrer muss nicht dem Anspruch folgen, umfassend, exakt oder gar bezifferbar zu sein.“8 Ein Portfolio ist wandel-/ veränder und verbesserbar. Leistungsnachweise können beispielsweise sein: „schriftliche Ausarbeitungen zu kleinen empirischen oder künstlerischen Projekten, Experimentberichte, Essays, Literaturanalysen oder Produkte kreativen Schreibens.“9 Die „Leistungsbwertung kann auch zeitlich nach hinten verlagert werden.“10 Es geht auch, dass Leistungen durch verschiedene/ mehrere Personen begutachtet werden. Für das Portfolio, wird nicht wie für eine Klausur gelernt. Wissen eignet sich durch den Umgang, das Erstellen eins Portfolios an.

Portfolios stellen die Möglichkeit der Verbesserung von Lernen und Unterricht dar.11 „Der Zweck der Portfolioarbeit bestimmt maßgeblich seinen Inhalt [...]. Zweck und Ziel sind vor Beginn jeder Portfolioarbeit offen zu besprechen, zu vereinbaren und verbindlich festzulegen“.12 Bei Portfoliokonferenzen tauschen sich die Lehrer über die Portfolios ihrer Schüler aus. Sie sammeln zunächst erste Eindrücke und bewerten dann. Dies bedarf eines guten, und vertrauten Klima untereinander.

Dennoch sollte man sich bewusst sein, dass Leistungsbewertung durch Portfolioarbeit ein langer Weg ist. Dieser kann nicht sofort umgestellt werden; man muss sich erst damit vertraut machen und den Umgang lernen. Zudem muss auch die eigene Denkweise von Leistungsbwertung überdacht werden, da Portfolioarbeit „erweiterte Ziele der Leistungsbwertung und ein verändertes Verständnis von Leistung“13 benötigen.

Abschließend kann gesagt werden, dass „[d]as Portfolio [...]zunächst eine alternative Methode der Leistungsbewertung [ist[, die dem Unbehagen vieler Lehrenden darüber entspringt, sich durch punktuelle Test kein valides Bild von den tatsächlichen Kompetenzen ihrer Schüler machen zu können.“14

Ich glaube aber, wenn ein Lehrer oder ein Kollegium, selbst mit der Arbeit an Portfolios vertraut ist, er dies den Schülern gut übermitteln kann und die Vorteile der Arbeitsmethode und der Leistungsbewertung sieht. Denn, wie Häcker sagt, so ist „Portfolioarbeit [...] die Erhöhung der (Selbst-)Reflexivität der Beteiligten hinsichtlich des Lern-Lehr-Prozesses.“15 Zudem sehe ich den Vorteil in der Leistunsgbewertung darin, dass sich die Schüler auf die mündliche Prüfung vorbereiten und diese dann auch Steuern können. Somit verläuft eine mündliche Prüfung nicht willkürlich und biete dem Schüler u.U. kaum eine Chance, sondern erhöht so seine Chance, sein Wissen unter Beweis zu stellen.

1. Häcker, Thomas: Portfolio als Entwicklungsinstrument.http://www.portfolio-schule.de/go/index.cfmD497FE97E5534CAF95AF1D3E58626A8F (Zugriff am 27.10.11 um 9.08 Uhr), S. 1
2. vgl. Winter, Felix: Portfolio und Leistungsbewertung. In: Themenheft “Portfolio” der Zeitschrift: Informationen zur Deutschdidaktik (ide) 26, 2002, H. 1, S. 91-98.http://www.portfolio- schule.de/index.cfm496D352DCC4E4076AF63B8D9AACA8C56 (Zugriff am 27.10.11 um 9.11 Uhr), S.1
3. vgl. Winter, S.3
4. vgl. Winter, S.3
5. Häcker, S.2
6. Winter, S.1
7. vgl. Winter, S.3
8. Winter, S.2
9. Winter, S.1
10. Winter, S.2
11. vgl. Häcker, S.2
12. Häcker, S.3
13. Winter, S.4
14. Häcker, S.1
15. Höcker, S.1

 

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Was ist Portfolio?

Was verstehe ich unter den Begriffen Portfoio, ePortfolio und Portfolioarbeit?

Die Arbeit an einem Portfoilio ist für mich völlig neu und unbekannt. Gearbeitet habe ich mit dieser Methode nocht nicht, und bin gespannt, was sich hier neues für mich eröffnet.
Mit dem Begriff Portfolio verbinde ich eine nicht digitale Arbeitsweise, in der verschiedene Sammlungen erstllet werden.
Eportfolio ist die gleiche Arbeit wie beim Portfolio, nur werden die Sammlungen online gesammelt, so dass jeder jederzeit, sofern er Internet hat, darauf zurückgreifen kann.
Portfolioarbeit ist das zusammenstellen einer oder mehrerer Sammlungen von z.B. Arbeitsblättern, verschiedenen Lernmethoden.

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