•• abgeschlossene Forschungsarbeiten

Isabel Küst: Symbol – Mimesis – Identität, die Kunst von Hasan und Husain Essop in religionspädagogischen Prozessen (Abschlussarbeit der ersten Staatsprüfung für das Lehramt Oberstufe, allgemeinbildende Schulen), 2010 Universität Hamburg

In der Arbeit wurde untersucht, wie sich der Images in Place-Workshop ästhetisch, pädagogisch und philosophisch verstehen lässt – genauer: auf welche Weise die Workshopteilnehmer den von den Essop-Brüdern gegebenen Stimulus umgesetzt haben beziehungsweise in welchem Maße von diesem Prozess als Mimesis ausgegangen werden kann.
Wie wird das Thema der Identität jeweils von den Essop-Brüdern und den Workshopteilnehmern behandelt und welche Rolle spielen Symbole dabei? Wie verändert sich die Aussage der Bilder durch die Verschiebung der Art von Identität?

Als Analysekriterien dienten die von Riceour skizzierten Elemente seiner Fabelkompositionstheorie Struktur, Symbol und Identität oder menschliche Zeiterfahrung, welche in seinem Konzept der dreifachen Mimesis eingebettet sind. Durch den damit geschaffenen Kontext der Hermeneutik wurde auch der Frage Beachtung geschenkt, inwiefern diese Art der Nachahmung eine Form von Interpretation ist, und wenn ja, ob sie effektiver als ein analytischer Blick hinter das Bild ist.

Regina Stober: Die Rolle von Religion in Prozessen der Friedenserziehung. Analyse eines Kunstworkshops (Erstes Staatsexamen), 2010 Universität Hamburg

Regina Stober beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit der Frage, welche Rolle Religion in Friedensprozessen spielt. Dabei konzentriert sie sich auf die Auswertung eines universitären Fotografie-Workshops im Wahlbereich „Friedensbildung/Peacebuilding“ innerhalb des Lernbereiches Religion. Im Speziellen analysierte sie exemplarisch drei ausgewählte Bilder mit der dokumentarischen Methode nach Bohnensack, die bei dem Kunstworkshop während der Prag-Exkursion des Seminars entstanden sind. Regina Stober hat dabei die Friedenserziehung hinsichtlich religiöser Aspekte untersucht und ist damit der in letzter Zeit zunehmenden öffentlichen Debatte um religiös motivierte Gewalt sowie dem eigentlich friedensstiftenden Charakter von Religion auf den Grund gegangen.

Anna-Christin Wright: „Das ist der Zauber der Kunst“ – Empowerment in der interkulturellen Performance- und Theaterarbeit (Magisterarbeit), 2008 Universität Hamburg

In dieser Arbeit zeigt Anna-Christin Wright durch eine interdisziplinäre Herangehensweise auf, wie es zu Empowerment in der transkulturellen Performance-Arbeit mit Jugendlichen kommt. In der theoretischen Auseinandersetzung werden die Aspekte aufgegriffen, die zum Verständnis des Sachverhalts benötigt werden: Die Darstellung der Transkulturalität und Hybridität in der Post-Moderne, die Entwicklung der Selbstkonzepte des Adoleszenten und die Phase der Neustrukturierungen seiner sozialen Beziehungen, die Einführung in die Performance-Kunst am Beispiel des „Environmental Theatre’s“ nach Richard Schechner, sowie die Ambiguitäten des Begriffes „power“. Die Arbeit liefert ebenfalls einen empirischen Bezug zum Verständnisprozess des Empowerment-Konzepts in der transkulturellen Performance-Arbeit. Es wurde in dieser Forschung bewiesen, dass die Nutzung des Mediums Kunst ein hohes Potenzial in sich birgt, den Empowerment-Prozess eines Menschen zu unterstützen.

Sofie Olbers: Ethnologische Perspektiven auf die Interkulturelle Kommunikation (Magisterarbeit), 2008 Universität Hamburg

Kurzfassung: Austausch mit Anderem – Kultur und Kompetenz. In: J.Bolten & S. Rathje (Hg.) (2009): Interkulturalität als Gegenstand in Lehre, Training, Coaching und Consulting. Interculture journal – Online Zeitschrift für interkulturelle Studien, Jahrgang 8/ Ausgabe 9, S.3-22 (http://www.interculture-journal.com/download/issues/2009_09.pdf)
Intercultural contact and training for intercultural competences have to deal with the question: what is culture? The following article recommends for getting more engaged with the topic of such a great complexity, one that is too complex to be dealt with in a course of just a weekend workshop. The
Article gives an overview of several anthropological concepts of culture and discussions, which are worth to study regarding intercultural communication and competences. There are several possibilities to define, describe and differentiate cultures. The article wants to show the perspective of seeing the potential of the growing and transforming process in culture.

Sofie Olbers: „Ist doch jedem klar was Rot ist!“ Kultur und Vorstellungswelten: Performancearbeit bei Hajusom – ein Spielraum für interkulturelle Kommunikation. In: mondial – SIETAR Journal für interkulturelle Perspektiven 2/2009, S.21-23

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Hajusom ist ein transnationales Kunst- und Performanceprojekt mit jugendlichen Flüchtlingen und Migranten, das bewusst mit den Prinzipien der Performancekunst arbeitet. Ein Konzept, das sich auf die Mittel der Improvisation und Intuition verlässt und jedem Mitwirkenden die Möglichkeit bietet, den gemeinsamen Arbeitsprozess nach eigenen individuellen Fähigkeiten und Interessen mitzugestalten. Am Anfang dieses Prozesses ist es noch nicht klar, wohin man kommen wird. Es gibt keine vorab komponierte Partitur, keinen vorgegebenen dramatischen Text, lediglich ein Thema, auf das sich alle Mitwirkenden geeinigt haben. So entsteht ein Raum, in dem zunächst kulturelles Wissen, individuelle Erfahrungen und alle unterschiedlichen Assoziationen zusammengebracht werden.

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