•• Death and Dying 2016

Financed by: Gustav Prietsch – Stiftung 

Facilitated by PD Dr. Monika Pietrzak-Franger, Prof. Dr. Gordon Mitchell and Ida Roscher (artistic support).

Time has its marks on everything. We usually try to avoid thinking too much about personal decay. Nevertheless, it is a challenge addressed in various ways by science, religion, literature, and art. This workshop was held at the University of Hamburg in the winter of 2016/17. The idea behind encouraging an interaction between different ways of thinking is inspired by the work of Ernst Cassirer (1874-1945). He distinguishes between mythic space, aesthetic space and theoretical space, in a way that each has its own legitimacy. Systematic reflection can be a means of consolidating such diverse learning experiences. The short quotations below were written by participants, in essays intended to foster such reflection. Think about human transience might be unpleasant, but at least according to Buddhists and many other wise people it can be very good for our mental well-being. As one of the major philosophical questions, it certainly has its place in the university. (Prof. Dr. Gordon Mitchell)

„Durch die Auseinandersetzung mit dem eigenen körperlichen Verfall und den Tod, sollten sich neue Wege entdecken lassen, um sich selbst und unsere Mitmenschen besser wahrzunehmen. Die Idee dabei war, dass sich Inklusion demzufolge nicht auf die Gegenüber bezieht, sondern stattdessen auf mögliche Gestalten unserer selbst. Ich habe mich wie eine La Catarina geschminkt und durch eine Kommilitonin fotografieren lassen. Als meine Kommilitoninnen und ich uns für unsere jeweiligen Fotoideen vorbereiteten, war die Atmosphäre noch etwas verhalten. Infolgedessen, dass wir völlig frei zu diesem Thema arbeiten durften, entwickelten sich die sozialen Prozesse doch sehr rasch. Durch die selbstverständliche Offenheit und Begeisterung meiner Kommilitoninnen für meine Idee mich als La Catarina zu schminken, war die Arbeit angenehm und das anfängliche Misstrauen verschwunden. Insgesamt bin ich mit meiner Arbeit und Kunstwerk sehr zufrieden. Durch die positive Resonanz und der Würdigung als Plakat-Foto ausgewählt worden zu sein, stieg meine Zufriedenheit noch mehr. In der gleichen Seminareinheit haben wir uns unsere Werke gegenseitig vorgestellt. Ich fand die unterschiedlichen Arbeiten der anderen sehr beeindruckend und es hat mich überrascht wie differenziert die Fotografien von einander waren. Ferner fällt es einem leichter sich mit der Thematik Tod und Vergänglichkeit auseinanderzusetzten mit Kunst, da durch diese Arbeitsweise ein gewisser Abstand zwischen dem Thema und einem Selbst bestehen bleibt.“ (Laura Wunderlich)

„Being unfortunately rather lacking in artistic talent, however, I felt the prospect of having to create art in such a limited period of time to be daunting. The idea of allowing others to see so much of my views on this personal subject was even frightening.“ (Denise Ammann)

„Der Lauf des Lebens“ (Nicole Krause)

„#suicideselfie“ (Michel Hastedt)

Mein erster Gedanke war, den Entwicklungsprozess eines Baumes oder einer Pflanze dokumentieren. In Anbetracht der Jahreszeit und des Zeitrahmens des Projektes, beschränkte ich mich auf ein Stadium: den Übergang eines Blattes vom Lebendigen zum Verfall.
Ich wählte ein einzelnes Blatt mitten im Zerfallsprozess. Farbe und Form unterschieden sich schon deutlich von einem in Blüte stehenden Blattes. Auch hier sind eher dunkle, kühle Farben zu betrachten. Ich legte das Blatt bewusst auf den Weg, um es besser hervorzuheben. Im Nachhinein betrachtet, wäre es auch eine Möglichkeit gewesen, das Blatt auf dem Waldboden zu lassen, um so noch mehr den (symbolischen) Übergang in den Vordergrund zu rücken. Das Blatt wird sozusagen nach dem vollständigen Zerfall wieder eins mit der Erde, ein ewiger Kreislauf. Dies lässt sich meiner Ansicht nach gut auf das Menschliche übertragen und empfinde ich als einen schönen Grundgedanken. (Lisa Weppler)

The exhibition in the Gipsabgusssamlung.

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