•• Heilige Texte in der interreligiösen Religionspädagogik 2016

 

Ziel des Seminars war die Entwicklung von hermeneutischer Kompetenz durch einen übergreifenden Austausch zu den Ansätzen der einzelnen Fachrichtungen. Es wurde mit vier verschiedenen exegetischen Konzepten durchgeführt:

  • Reading behind the text: Die Absicht des Autors bestimmt den Sinn des Texts.
  • Reading within the text: Der Sinn erschließt sich innerhalb des Texthorizonts.
  • Reading in front of the text: Die Bedeutung des Texts liegt in der Reaktion des Lesers. Der Schwerpunkt liegt hier in dem Horizont des Lesers.
  • Reading the text: Die Bedeutung des Texts wird erfahren

Dieses Modell, welches aus der Hermeneutik stammt, wurde adaptiert um damit die verschiedenen Auslegungspraktiken in unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften (und wissenschaftlichen Fächer)  beschreiben und im Rahmen einer interreligiösen Fachdidaktik auch vergleichen/nebeneinander stellen zu können. Daraus ergibt sich die Aufgabe wie sich einige dieser Auslegungspraktiken in den Klassenraum transferieren lassen. Ein solches Forschungsprojekt hat das Potential die bisherigen Methoden, mit denen an heiligen Texten gearbeitet wurde, signifikant zu erweitern und voranzubringen. Lernende an diese verschiedenen Möglichkeiten heranzuführen wie heilige Texte interpretiert werden können, bedeutet gleichzeitig hermeneutische und interkulturelle Kompetenz damit zu fördern. Wie jeder literarische Text oder jedes Kunstwerk sind heilige Texte auch offen für viele verschiedene Interpretationsmöglichkeiten. Diese  Interpretationen können  gruppenspezifisch sowie auch sehr individuell sein, weshalb es notwendig ist, die Fähigkeit zu entwickeln, Gründe für (s)eine bestimmte Interpretation artikulieren zu können. Das bedeutet, methodisch über die eigene Erfahrung mit dem Text reflektieren zu können. Dozent: Gordon Mitchell. GastdozentInnen: Monika Kaminska (Talmudische Exegese), Sadiq Rahman (Performance) und Ise Gainza (Kalligrafie). Zeitraum: 30. November- 14. Dezember 2016.

Die TeilnehmerInnen haben selbst die verschiedenen Konzepte nicht nur theoretisch erlernt, sondern auch durchlaufen, präsentiert, reflektiert und weitergegeben:

 






 



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