Resümee

Juni 27th, 2012

Dieses Essay soll als kurzer Rückblick auf unser Seminar dienen und die wichtigen Inhalte und offenen Fragen nocheinmal kurz zusammenfassen.

Zu Beginn des Seminars haben wir uns damit beschäftigt, warum ein wissenschaftliches Studium überhaupt sinnvoll für die pädagogische Praxis ist. Grundsätzlich haben wir das erziehungswissenschaftliche Studium als eine Art Grundlagenwissen, dass wichtig ist um im späteren Beruf mit Situationen umzugehen, verstanden. Es wurde aber bemängelt, dass die Praxis im Studium fehlt um erlerntes Wissen anzuwenden und zu reflektieren, denn oftmals sind vermittelte Theorien nicht 1 zu 1 auf den Alltag übertragbar.

Als wir dann zu den Sozialisationstheorien kamen, ging es darum die genannten drei Theorien kennenzulernen und sich auf eine zu spezialisieren. Ich hab mich mit der Milieutheorie beschäftigt. Beschrieben wird eine kollektive Einbindung des Individuums in ein Milieu. Es ist ein Raum in dem eigene “Selbstverständlichkeiten” verherrschen, die zum einen nur in ihrem Milieu ihre Geltung haben und zum anderen für “Milieu-Fremde” Personen wenig bis gar nicht zu verstehen sind.

In einem nächsten Schritt haben wir uns mit der Mediensozialisation beschäftigt. Laut Hurrelmann ist Mediensozialisation ein Prozess indem ein sich entwickelndes Subjekt aktiv mit der Medienwelt auseinandersetzt, sie interpretiert, aktiv mitwirkt und sich von ihr beeinflussen lässt. Es gibt verschiedene Arbeiten zum Thema mit verschiedenen Perspektiven und Sichtweisen. Die Wirkungsperspektive, der medienökologische Ansatz, der aneignungstheoretische Ansatz, die Strukturanalytische Rezeptionsforschung, die Selbstsozialisation und die konstruktivistische Sozialisationstheorie. Das Thema ist gerade deswegen wichtig, da es ein grundlegendes Thema für die Medienpädagogik ist!

Nachdem der Begriff Medium nun zum ersten Mal richtig aufgetaucht ist, haben wir uns in einer späteren Sitzung damit beschäftigt, was überhaupt ein Medium ist. Laut Mock gibt es keine eindeutige Definition für den Begriff Medium und er sagt man solle die verschiedenen Ansätze von Medien miteinander vergleichen und unterscheiden, anstatt den Begriff eindeutig festzulegen. Durch die geschichtlichen Veränderungen habe sich der alte Begriff Medium mehrfach neu definiert. Grundsätzlich ist ein Medium etwas, was Kommunikation ermöglicht.

Zum Schluss haben wir uns nun, mit dem Begriff des Lernens beschäftigt. Lernen beschreibt grundsätzlich den Erwerb von Fähigkeiten und ist vor allem in der Erziehungswissenschaft ein wichtiges Thema.

Grundsätzlich bleibe ich bei meiner Meinung, dass alle Theorien und Ansätze die wir in diesem Semester behandelt haben zwar als Hintergrundswissen nicht unwichtig sind, aber für die Praxis als Lehrer weniger effektiv sind, als durch eigene „Versuche“ und eigene Praxis Erfahrungen zu sammeln. Ich bleibe dabei, dass es dem erziehungswissenschaftlichen Studium gut tun würde, wenn die Studenten wenigstens einen Tag in der Woche an einer Schule Unterricht beobachten würden oder sogar schon im Unterricht der Lehrkraft als Hilfe dienen. Das Thema Medium ist ein ganz wichtiges Thema, auch im Hinblick auf unsere spätere Lehrertätigkeit. In meiner PE im ersten Semester hatte ich ein Seminar bei Prof. Breier, wo es um verschiedene Arten an neuen Medien für den Unterricht ging. Ich halte das Thema für die Zukunft für sehr wichtig. Man muss sich mit neuen Medien für den Unterricht beschäftigen und damit, was für gesellschaftliche Prozesse durch den Einsatz dieser Medien entstehen und die Verhältnisse zwischen den Menschen (Lehrer, Schüler, Eltern) verändern. Das ist eine Frage die mich interessiert: Wie verändern die Medien den Unterricht und das Verhältnis zwischen Lehrer, Schüler und Eltern?? Welche Vorteile gibt es, welche Nachteile??

Klassische verhaltenstheoretisch ausgerichtete Theorien und Modelle

 

– Reiz und Reaktionsbasis

Der Lehrer kontrolliert und konditioniert das Verhalten der Schüler durch bestimmte Verhaltensmuster. Dadurch kann er bestimmtes Verhalten entweder bestätigen oder bekräftigen, als auch unerwünschtes Verhalten abschwächen oder korrigieren.

Der Lehrer hat verschiedene Möglichkeiten den Unterricht zu leiten, entweder er regt die Schüler zum weiteren Nachdenken an oder er erstickt die falsche Lösung im Keim.

Der Schüler hat verschiedene Möglichkeiten auf die Anweisungen des Lehrers zu reagieren, entweder er hinterfragt die Aussage des Lehrers („Warum ist das so??“) oder er nimmt eine unmotivierte Haltung ein.

In der Schule gibt es verschiedene Rituale, die vom Lehrer eingeführt werden, z.B. leise werden beim reinkommen, gemeinsames „Guten Morgen“, Melden dran nehmen reden, etc.

Positive Verstärkungen (Erfolg und Lob) oder negative Verstärkungen (Misserfolg und Strafe) entscheiden und steuern den Erwerb von Verhaltensweisen.

 

Lernen

Juni 20th, 2012

– wichtiges Thema auch in der Erziehungswissenschaft

– Lernen = Erwerb von Fähigkeiten

– zwei wichtige Bereiche

1. formelles Lernen

2. informelles Lernen

– drei Theorien

1. Behaviorismus

– Reiz und Reaktionsschema

– Gutes wird belohnt, schlechtes kritisiert

2. Konstruktivismus

– Handlung im Zentrum

3. Situativer Ansatz

– Situation zentral

Was ist ein Medium??

Juni 6th, 2012

Laut Mock gibt es keine eindeutige Definition für den Begriff Medium und er sagt man solle die verschiedenen Ansätze von Medien miteinander vergleichen und unterscheiden, anstatt den Begriff eindeutig festzulegen. Durch die geschichtlichen Veränderungen habe sich der alte Begriff Medium mehrfach neu definiert.

Grundsätzlich ist ein Medium etwas, was Kommunikation ermöglicht.

Das Medium ist Vorraussetzung für Kommunikation auf drei Ebenen:

Medium als Mittel der Verständigung

(Sprache, Schrift, Geräusche,…)

Medium als Mittel der Wahrnehmung

(Luft, elektromagnetische Felder,…)

Medium als Mittel der Verbreitung

(Brief, Telefon, E-Mail,…)

 

Kommunikation bedingt immer das ein Sender und Empfänger vorhanden ist, wodurch das Medium unverzichtbar für den Ablauf einer Kommunkation ist.

Mediensozialisation

Mai 9th, 2012

Das Thema der Mediensozialisation ist kein neues und wird schon sehr lange diskutiert. Speziell die neuen Medien (Kino, Radio, Fernsehen, etc.) sind verantwortlich für ganz besonders spezifische Sozialisationseffekte.

Insgesamt ist die Mediensozialisation, laut Hurrelmann, als ein sehr komplexer Prozess zu verstehen. Grundsätzlich gilt es an die allgemeinen Bestimmungen der Sozialisation anzuknüpfen und einen spezifischen Bezug auf die Medien in der Lebenswelt herzustellen. Dabei gibt es zwei Perspektiven:

Was machen die Medien mit dem Menschen?? (medienzentriert)

Was machen die Menschen mit den Medien?? (rezipientenzentriert)

Genauer noch ist es zu betrachten, wenn auf das Verhältniss von Subjekt und Medien geschaut wird. Hier gibt es drei Ansätze: Medien wirken auf Menschen ein, Menschen sind medienkompetent und selektieren das Medienangebot, Menschen und Medien interagieren miteinander und Einflüsse müssen in diesem Wirkgefüge gesehen werden.

 

Laut Hurrelmann ist Mediensozialisation ein Prozess indem ein sich entwickelndes Subjekt aktiv mit der Medienwelt auseinandersetzt, sie interpretiert, aktiv mitwirkt und sich von ihr beeinflussen lässt.

Es gibt verschiedene Arbeiten zum Thema mit verschiedenen Perspektiven und Sichtweisen. Die Wirkungsperspektive, der medienökologische Ansatz, der aneignungstheoretische Ansatz, die Strukturanalytische Rezeptionsforschung, die Selbstsozialisation und die konstruktivistische Sozialisationstheorie.
Grundsätzlich gibt es wenig Arbeiten zu diesem Thema und es stellt sich die Frage ob man überhaupt eine allgemeine Theorie verfassen könnte, da die Medien in ihrer Struktur doch recht unterschiedlich sind.

Die bisherigen Studien sind meist auf Kinder und Jugendliche bezogen und haben oft Werbung und Gewalt als Bezugsthemen. Es werden aber neue Studien durch die neuen Medien (Internet, etc.) erwartet. Das Thema ist gerade deswegen wichtig, da es ein grundlegendes Thema für die Medienpädagogik ist!

Sozialisationstheorie

Durkheim war der erste der die Sozialisation und die Erziehung in eine systematische Beziehung setzte.

 

Milieutheorie

Karl Mannheim und später Ralf Bohnsack beschäftigten sich mit dem Thema Sozialisation und ihre Ergebnisse sind die Grundlagen für die Aussagen der Milieutheorie.

Beschrieben wird eine kollektive Einbindung des Individuums in ein Milieu. So entstehen sozialisationsgeschichtliche Gemeinsamkeiten zwischen den Angehörigen eines Milieus. Grundsätzlich ist es so, dass Menschen in ein Milieu hineinwachsen. Es ist ein Raum in dem eigene „Selbstverständlichkeiten“ verherrschen, die zum einen nur in ihrem Milieu ihre Geltung haben und zum anderen für „Milieu-Fremde“ Personen wenig bis gar nicht zu verstehen sind.

In einem Milieu herrschen unterschiedliche Erfahrungsdimensionen vor, sodass es eine Mehrdimensionale Überlappung innerhalb der Gemeinschaft gibt. In der heutigen Welt ist nicht mehr klar davon zu sprechen, dass Milieus ungebrochen weiter existieren. Oft brechen die Milieus und die Menschen werden zu meist mehr oder weniger isolierten Individuen.

Grundsätzlich sind in der heutigen Welt mehr Milieus gleichartiger Erfahrungen in der virtuellen Welt existent. In virtuellen Communities oder in virtuellen Freundeskreisen herrschen genauso eigene „Selbstverständlichkeiten“ vor wie zuvor schon beschrieben.

Gruppenarbeit 19.04.2012

April 19th, 2012

Grundsätzlich sehen wir das erziehungswissenschaftliche Studium als eine Art Grundlagenwissen, dass wichtig ist um im späteren Beruf mit Situationen umzugehen.  Aus unserer Sicht fehlt die Praxis im Studium um erlerntes Wissen anzuwenden und später zu reflektieren. Wir denken aber, dass viele der vermittelten Theorien eine sehr alte Grundlage haben und nicht 1 zu 1 auf die heutige Zeit und die heutigen gesellschaftlichen Bedingungen zu übertragen sind. Neue mediale Techniken verändern den Unterricht und auch den Umgang von Lehrer zu Schüler (z.B. Blogs)

Ein Vorteil des erziehungswissenschaftlichen Studiums sehen wir aufjedenfall in der  Freiheit in der Kurswahl, die es in einer inhaltlich klar geregelten Ausbildung, so nicht geben würde.

 

siehe Artikel: Warum ist ein wissenschaftliches Studium sinnvoll für die pädagogische Praxis?

Ein wissenschaftliches Studium – also auch die Auseinandersetzung mit Grundbegriffen, Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaft – ist in meinen Augen eine Grundlage die geschaffen werden muss, um später in der Praxis gut arbeiten zu können. Mit Hilfe dieser Grundlage ist es in der späteren Praxis leichter Situationen zu erkennen, zu verstehen und zu lösen.

Grundsätzlich denke ich aber, wäre es noch viel effektiver, wenn angehende Pädagogen wie wir die Möglichkeit hätten, während des gesamten Studiums mit Beginn des 1. Semesters, an einer „Partnerschule“ (o.Ä.) praktisch mitzuarbeiten bzw. den Unterricht zu beobachten. Wir wollen später mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und neben den Grundlagen ist nichts effektiver als die Praxis an der Basis um für das spätere „Lehrersein“ gut vorbereitet zu werden. Ich würde es für sehr sinnvoll halten, wenn jeder Student einen Tag in der Woche hat, an dem er an einer Schule unterricht beobachtet oder sich in Absprache mit der Lehrkraft sogar schon hier und da einmal praktisch versuchen darf. Neben den lehrreichen Vorteilen hat es auch den Vorteil, dass mit Sicherheit der ein oder andere frühzeitiger erkennen würde, dass ein pädagogischer Studiengang der für ihn persönlich falsche Weg ist und diese Erkenntnis nicht erst in späteren Semestern kommt, wenn es ins Praktikum geht.

Das Ziel meines Studiums ist es natürlich möglichst viele Fertigkeiten und Tricks kennenzulernen, die mir dabei helfen ein guter Lehrer zu werden. Damit ist es aber noch lange nicht getan, denn wie schon erwähnt sehe ich den praktischen Teil, den Umgang mit den Kindern und Jugendlichen für genauso, wenn nicht sogar wichtiger, als die wissenschaftlichen Grundlagen die während des Studiums in Form von Theorien und Methoden vermittelt werden. Ich kann der beste Theoretiker sein, alle wissenschaftlichen Elemente des Studiums verinnerlicht und verstanden haben, doch wenn ich nicht die Fähigkeit besitze mit den Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, sie zu verstehen und Probleme zu lösen, dann werde ich nie eine gute Lehrkraft. Und genau das kann ich nur herausfinden, wenn ich frühzeitig mit Kindern und Jugendlichen arbeiten darf.

Als Lehrer sehe ich meine Aufgabe den Schülern wichtige Lehrinhalte beizubringen und ihnen zugleich „Regeln“ für das gegenwärtige und spätere Leben näher zubringen. Meine Schüler sollen sich im Unterricht wohl fühlen, spaß haben und effektiv wichtige Elemente des Unterrichts mitnehmen und verstehen. Natürlich ist das Ziel vieler Lehrer und oft leichter gesagt als getan. Ich denke aber auch hier ist wieder von großer Bedeutung, wie der Umgang der Lehrkraft mit den Schülern ist. Bei einem Lehrer, bei dem sich die Schüler wohl fühlen, werden sie in den meisten Fällen auch effektiver und motivierter arbeiten und somit auch mehr Lerninhalte aus dem Unterricht mitnehmen.

 

Zusammengefasst halte ich das wissenschaftliche Studium für eine wichtige Grundlage, die frühen praktischen Erfahrungen aber für noch wichtiger um für das spätere Lehrersein vorbereitet zu sein, da ich Umgang mit Kindern und Jugendlichen für eine unverzichtbare Sache empfinde, die viele Studenten schon mitbringen bzw. noch erlernen müssen.