Terminfindung für die Präsentationen

Ich habe eine Doodle-Umfrage erstellt für die Zeitplanung der Präsentationen. Bitte tragen Sie sich unter http://www.doodle.com/8c3i5dcbr9asyr5b für einen Termin ein. Es sind jetzt erstmal 10 Minuten pro Präsentation und damit 9 Präsentationen pro Termin veranschlagt, falls es insgesamt doch weniger Präsentationen werden, haben wir noch etwas mehr Luft für Diskussionen.

Wer noch letzte Fragen vor nächster Woche hat oder noch einmal Rückmeldung zu seinem Portfolio möchte, der/die melde sich bitte bis Freitag, 13.01.2012 per Mail bei mir.

Endspurt…

Das Ende der Arbeitsphase des Seminars nähert sich, ab dem 17. Januar beginnen wir mit den Präsentationen der Unterrichtskonzepte mit Portfolioarbeit. Wir haben insgesamt drei Sitzungen, um die Arbeitsergebnisse und die während der Konzeptionsphase entstandenen eigenen Portfolios vorzustellen und kurz zu diskutieren. Bitte bereiten Sie eine kurze (!), d.h. maximal 10-minütige Präsentation vor. Wie diese Präsentation gestaltet ist, ist vollkommen Ihnen überlassen. Versuchen Sie jedoch, in Ihre Ausführungen auch Ihren eigenen Weg mit einzubeziehen, d.h. auch ausgewählte Artefakte Ihres eigenen Portfolios vorzustellen. Ziel dieser Präsentation ist es, einen Einblick in die verschiedenen erarbeiteten Konzepte für die Portfolioarbeit zu erhalten und gleichzeitig noch einmal die wichtigsten Fragen, Überlegungen, Probleme und Lösungsansätze zusammenzutragen, die im Laufe eines Planungsprozesses für Portfolioarbeit aufgetreten sind.

Falls Sie vor dem 17. Januar noch einmal Ihr Konzept besprechen möchten, melden Sie sich bitte per Mail für den 10. Januar zur Sprechstunde von 10-12 Uhr an. Und auch, wenn Sie vor den Präsentationsterminen Rückmeldung zu Ihrem eigenen Portfolio möchten, schreiben Sie mir eine Mail, damit ich mir den jeweiligen Blog noch einmal anschauen kann. Meine Kommentare dazu erhalten Sie dann – falls möglich – direkt über die Kommentarfunktion in Ihrem Blog.

Selbstorganisation, Selbststeuerung, Selbstbestimmung

Nach der ersten Phase der praxisorientierten Auseinandersetzung mit Portfolioarbeit wollen wir uns noch einmal der theoretischen Ebene zuwenden.

In der nächsten Sitzung nehmen wir die Begriffe Selbstorganisation, Selbststeuerung und Selbstbestimmung unter die Lupe – wie werden diese Begriffe verwendet, welche Bedeutung haben sie in Bezug auf die Arbeit mit (e)Portfolios, welche Kritikpunkte lassen sich ausmachen…

Bitte lesen Sie folgenden Text: Gabi Reinmann, Selbstorganisation auf dem Prüfstand: Das Web 2.o und seine Grenzen(losigkeit). Augsburg, 2009.
http://medienpaedagogik.phil.uni-augsburg.de/denkarium/wp-content/uploads/2009/01/selbstorganisation_web20_artikel_jan09.pdf
(auch im CommSy-Raum zu finden)

…und sehen Sie sich den Vortrag von Thomas Häcker an: Entwicklungsportfolios – Bedrohung oder Mehrwert für angehende LehrerInnen? Vortrag im Rahmen des (e)Portfoliotages am Fachbereich Erziehungswissenschaft an der Universität Hamburg, 29.01.2009
https://life.epb.uni-hamburg.de/entwicklungsportfolios

Bitte fassen Sie die Kernpunkte beider Beiräge kurz zusammen und bereiten Sie Verständnisfragen und eigene Diskussionsfragen vor.

 

Ideenfindung – Diskussion im Plenum

Zunächst noch mal ein allgemeiner Hinweis: Unter Ablauf finden Sie immer die aktuelle Planung aller Sitzungen. Falls die Sitzung nicht stattfindet, wird, dies zum einen hier bekannt gegeben, steht aber auch immer im Ablauf.

In den nächsten beiden Sitzungen am 22.11. & 29.11. werden wir die ersten Ideen diskutieren, die Sie nach der Recherche von Beispielen der Portfolioarbeit entwickelt haben. Das bedeutet, Sie alle stellen kurz vor, welche Beispiele Sie analysiert haben, was Sie dabei bemerkenswert, kritikwürdig, gut, schlecht, nachahmungswürdig etc. fanden und skizzieren kurz, in welche Richtung Ihre eigene Unterrichtsidee mit (e)Portfolios gehen soll. Nutzen Sie gerne für die Präsentation Ihr eigenes Portfolio, eigens erstellte Präsentationen für die Sitzung sind nicht notwendig – außer natürlich, Sie möchten das gerne als Teil Ihres eigenen Portfolios erstellen. Ziel der Präsentation und Diskussion der ersten Ideen ist es,  Rückmeldungen und Anregungen für die weitere Arbeit zu erhalten und evtl. offene Fragen zu klären.

Beispielportfolios und Ideenfindung

Am morgigen Dienstag findet keine Präsenzveranstaltung statt. Stattdessen recherchieren Sie selber nach Beispielen von Portfolioarbeit in Ihrem jeweiligen Unterrichtsfach und nutzen diese Beispiele, um erste Ideen für Ihre eigene Portfolioarbeit zu entwickeln.

Einige Beispielportfolios finden sich unter http://www.portfolio-schule.de/go/zum+Ansehen

Weitere Beispiele, die auch Beschreibungen der Unterrichtskonzeptionen enthalten, sind zu finden in Johanna Schwarz, Karin Volkwein, Felix Winter (Hrsg.): Handbuch Portfolioarbeit. Friedrich Verlag, 2008. (siehe im CommSy-Raum unter Materialien).

Bitte berücksichtigen Sie in Ihren Konzepten und den Überlegungen zur Konzeptentwicklung auch die Punkte, die in der Diskussion der letzten Seminarsitzung besprochen wurden. Begründen Sie alle Entscheidungen.

Texte zur Unterstützung der Konzeptentwicklung finden Sie im CommSy-Raum unter Materialien. Bitte recherchieren Sie aber je nach eigenem Interessensschwerpunkt auch nach eigenen Texten und Materialien.

Modelle der Portfolioarbeit

Modelle der Portfolioarbeit nach Oswald Inglin1

  1. Inglin, Oswald. Rahmenbedingungen und Modelle der Portfolioarbeit. In: Brunner, Ilse; Häcker, Thomas; Winter, Felix (Hrsg.), Das Handbuch Portfolioarbeit – Konzepte, Anregungen, Erfahrungen aus Schule und Lehrerbildung. Seelze-Velber: Klett Kall, 2009. []

Seminarsitzung fällt aus – Ersatzaufgaben

Wegen Krankheit fällt die heutige Seminarsitzung leider aus.

Bitte erarbeiten Sie die beiden Texte, die zu heute zu lesen waren, gemeinsam entweder in Gruppenarbeit oder auch online. Diskutieren Sie dabei den Zusammenhang von Leistungsbeurteilung und Unterrichtsgestaltung. Gehen Sie insbesondere ein auf die unterschiedlichen Zielsetzungen von Portfolios als Entwicklungsinstrument und als Instrument zur Leistungsbeurteilung. Was kann jeweils darunter verstanden werden und welche pädagogischen Vorstellungen sind mit den Konzepten verbunden? Welche Vor- und Nachteile sehen Sie jeweils bei den diskutierten Konzepten?

Möglichkeiten zur Bearbeitung der Fragen:

  1. Gruppenarbeit – gemeinsames Essay: Sie können sich in Gruppen zusammensetzen und die Texte unter Einbeziehung oben genannter Fragestellungen diskutieren und dann einen gemeinsamen Essay dazu verfassen, in dem die diskutierten Punkte strukturiert bearbeitet und begründet werden. Der Essay kann entweder jeweils in den einzelnen Blogs eingestellt werden, oder in einem etherpad o.ä. aufgeschrieben werden. Bitte senden Sie mir dann den Link und die Namen der Beteiligten zu.
  2. Gruppenarbeit – individuelle Essays: Sie können sich in Gruppen zusammen setzen und gemeinsam Stichworte sammeln, die Sie dann jeweils individuell in einem Essay strukturiert zusammenfassen und begründen.
  3. Online-Diskussion: Sie schreiben einen Essay, in dem Sie die oben genannten Fragestellungen diskutieren. Lesen und kommentieren Sie den Essay eines anderen Kommilitonen. Schreiben Sie dazu einen Kommentar mit dem Link zu Ihrem Artikel hier bei diesem Beitrag und zeigen auch kurz an, welchen Essay Sie kommentieren möchten.

Portfolios als Beurteilungsinstrument?!

In der nächsten Sitzung wenden wir uns – nach den ersten Annäherungen an die Vielfalt der Portfoliobegriffe – verstärkt dem Begriff der Portfolioarbeit zu. Dabei soll insbesondere der Aspekt der Bewertung und Beurteilung in Lern- und Bildungsprozessen genauer unter die Lupe genommen werden. Als Vorbereitung lesen Sie bitte folgende Texte:

  • Häcker, Thomas: Vielfalt der Portfoliobegriffe – Annäherungen an ein schwer fassbares Konzept. In: Brunner, Ilse; Häcker, Thomas; Winter, Felix (Hrsg.), Das Handbuch Portfolioarbeit – Konzepte, Anregungen, Erfahrungen aus Schule und Lehrerbildung. Seelze-Velber: Klett Kall, 2009. [PDF-Datei folgt bis Freitag...] Digitale Version wg. Krankheit nicht verfügbar.
  • Häcker, Thomas: Portfolio als Entwicklungsinstrument. Online verfügbar unter http://www.portfolio-schule.de/go/index.cfm?D497FE97E5534CAF95AF1D3E58626A8F (abgerufen am 26.10.2011)
  • Winter, Felix: Portfolio und Leistungsbewertung. In: Themenheft “Portfolio” der Zeitschrift: Informationen zur Deutschdidaktik (ide) 26, 2002, H. 1, S. 91-98. Online verfügbar unter: http://www.portfolio-schule.de/index.cfm?496D352DCC4E4076AF63B8D9AACA8C56

Bitte erarbeiten Sie die Kernaussagen der Texte und bereiten eigene Diskussionsfragen für die Seminarsitzung vor.

Portfolio – Annäherungen an das Konzept [Teil 2]

In der zweiten Seminarsitzung haben wir in Gruppen diskutiert und gesammelt, welche gemeinsamen oder verschiedenen Ansichten und Verständnisse des Konzepts bzw. des Begriffes (e)Portfolio im Seminar existieren. Es wurde auch vereinzelt angeschnitten, was mit dem Begriff Portfolioarbeit gemeint sein kann.

Die verschiedenen Punkte wurden in einer gemeinsamen Stichwortsammlung in einem etherpad (http://ietherpad.com/eportfolio-seminar) zusammengetragen. Diese Stichwortsammlung im etherpad soll im Laufe des Seminars weiter ausgearbeitet werden, um festzuhalten, was wir im Rahmen des Seminars unter einem (e)Portfolio und unter Portfolioarbeit verstehen – als Arbeitsgrundlage für die einzelnen Konzeptentwicklungen. Feel free to contribute and edit!

Einige der Punkte, die angesprochen wurden, werden im Laufe des Semesters noch vertieft betrachtet und diskutiert werden. Ziel dieser genauen Betrachtung der Begrifflichkeiten und zugehörigen Konzepte ist es, ein kritisches Verständnis des Portfolioansatzes zu entwickeln mit einem Bewusstsein für die Herkunft der Konzepte, für Einsatzmöglichkeiten & Chancen aber auch für Stolperfallen & Probleme.

Portfolio – Annäherungen an das Konzept

Hier eine kleine Zitatesammlung, was ein (e)Portfolio ist bzw. sein kann:

Portfolios dienen der mehr oder weniger selbstbestimmten Darstellung des eigenen Könnens (Kompetenzdarstellung) und der eigenen Entwicklung anhand (selbst) ausgewählter Leistungsprodukte.1

Portfolios verbinden Produkt und Prozess. Sie gestatten den Autoren und Betrachtern, die Lernprodukte und den Lernprozess gemeinsam in den Blick zu nehmen und zu beurteilen. Die Verbindung von Produkt- und Prozessdarstellung erfordert ein Höchstmaß an Reflexion und eröffnet die Möglichkeit, Leistungsbeurteilung zum integralen Bestandteil des übergreifenend, fortlaufenden Lernprozesses zu machen (formative (Selbst-)Evaluation).2

Der Begriff Portfolio kann je nachdem eine besondere alternative Methode der Leistungsbeurteilung bezeichen und/oder ein umfassenderes Unterrichtskonzept. Im einen Fall akzentuiert der Begriff stärker die Frage der angemessenen Leistungsbeurteilung. Im anderen Fall geht es vor allem um eine Veränderung des Unterrichts in Richtung auf erhöhte Lernförderlichkeit und Schülerorientierung (die allerdings über die Veränderung der Leistungsbeurteilungsprozeduren initiiert werden).3

Ein Portfolio ist eine zielgerichtete Sammlung von Arbeiten, welche die individuellen Bemühungen, Fortschritte und Leistungen der/des Lernenen auf einem oder mehreren Gebieten zeigt. Die Sammlung muss die Beteiligung der/des Lernenden an der Auswahl der Inhalte, der Kriterien für die Auswahl, der Festlegung der Beurteilungskriterien sowie Hinweise auf die Selbstreflexion der/des Lernenden einschließen.4

E-Portfolio ist eine digitale Sammlung von “mit Geschick gemachten Arbeiten“ (=lat. Artefakte) einer Person, die dadurch das Produkt (Lernergebnisse) und den Prozess (Lernpfad/Wachstum) ihrer Kompetenzentwicklung in einer bestimmten Zeitspanne und für bestimmte Zwecke dokumentieren und veranschaulichen möchte. Die betreffende Person hat die Auswahl der Artefakte selbstständig getroffen, und diese in Bezug auf das Lernziel selbst organisiert. Sie (Er) hat als Eigentümer(in) die komplette Kontrolle darüber, wer, wann und wie viel Information aus dem Portfolio einsehen darf.5

Kategorisierung zur Charakterisierung von Portfolioarbeit6

  1. Häcker, Thomas: Vielfalt der Portfoliobegriffe – Annäherungen an ein schwer fassbares Konzept. In: Brunner/Häcker/Winter (Hrsg.), Das Handbuch Portfolioarbeit – Konzepte, Anregungen, Erfahrungen aus Schule und Lehrerbildung. Seelze-Velber: Klett/Kallmeyer 2006. S. 33-45. | S. 34. []
  2. ebd., S. 35 []
  3. ebd., S. 36 []
  4. Paulson/Paulson/Meyer: What Makes a Portfolio a Portfolio) Eight thougthful guidelines will help educators encourage self-directed learning. In: Educational Leadership 48/1991, issue 5, S. 60-60. Zitiert in Häcker 2006., S. 36 []
  5. Hornung-Prähauser et. al.: Didaktische, organisatorische und technologische Grundlagen von E-Portfolios und Analyse internationaler Beispiele und Erfahrungen mit E-Portfolio-Implementierungen an Hochschulen. Salzburg Reserach Forschungsgesellschaft 2006, S. 14 []
  6. Darstellung aus Thomas Häcker: Portfolio revisited – Über Grenzen und Möglichkeiten eines vielversprechenden Konzeptes. In: Meyer/Mayrberger/Münte-Goussar/Schwalbe, Kontrolle und Selbstkontrolle – zur Ambivalenz von ePortfolios in Bildungsprozessen. Wiesbaden: VS Verlag 2011. S. 161-184. | S. 168 []