Medien, Medium, Erziehungswissenschaft und pädagogische Praxis

Um die Diskussionen im Seminar und Ihre Gedanken aus der Sitzung nicht zu vergessen, ist es sinnvoll, wenn Sie sich als Nachbereitung zur Sitzung in Ihrem Blog noch einmal kurz auch mit der Frage auseinandersetzen: Warum ist es denn eigentlich wichtig, dass ich mich als angehende_r Pädagog_in mit der Frage beschäftige, was eigentlich ein Medium ist und welche Zusammenhänge zwischen Medien und Kultur bestehen? Und welche Auswirkungen auf mein pädagogisches Handeln kann/soll die Auseinandersetzung mit Fragen einer „Pädagogischen Medientheorie“ haben?

Meyer: Zwischen Kanal und Lebensmittel

SIMG_1717.JPGetzen Sie sich bitte in 3er Gruppen zusammen und gehen Sie gemeinsam den Text abschnittsweise durch, den Sie zu heute vorbereitet haben. An der Stelle, an der einer ein Fragezeichen hat, versuchen die anderen, die an der gleichen Stelle ein Plus haben, ihre Sichtweise darzustellen und die offenen Fragen zu klären. Notieren Sie Fragen, die offen bleiben für die Diskussion im Plenum.

 

Mediologische Bedingungen von Bildung und Erziehung

Nachdem die Blogs alle eingerichtet sind, steigen wir in die inhaltliche Arbeit ein. Bitte lesen Sie zur Vorbereitung auf die nächste Sitzung den Text von Torsten Meyer: Zwischen Kanal und Lebens-Mittel: pädagogisches Medium und mediologisches Milieu1

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Schreiben Sie in Ihr Blog einen kurzen (!) Absatz zur generellen Aussage des Textes in eigenen Worten. Fassen Sie außerdem ebenfalls kurz und in eigenen Worten die Kernaussagen der einzelnen Kapitel zusammen. Markieren Sie im Text alle Passagen, die Sie verstanden haben (+), die sie nicht verstanden haben und bei denen noch Fragen offen sind (?) sowie die Passagen, wo sie anderer Meinung sind (!). Nutzen Sie dafür die Symbole wie hier im Bild dargestellt. Diese Symbole sind wichtig für die gemeinsame Arbeit am Text in der kommenden Seminarsitzung.

Wenn Sie einzelne Begriffe nicht verstanden haben, so notieren Sie diese ebenfalls in Ihrem Blog und versuchen Sie nach passenden Definitionen zu recherchieren.

Hier finden Sie ein paar Hinweise zum Lesen wissenschaftlicher Texte

 

 

 

 

  1. In: Johannes Fromme, Werner Sesink (Hrsg.): Pädagogische Medientheorie. Wiesbaden: VS Verlag, 2008. S. 71-94 []

Hinweise zum Lesen wissenschaftlicher Texte

Wenn Sie wissenschaftliche Texte lesen, so empfiehlt es sich, ein paar Dinge zu beachten. Grundsätzlich gilt: Lesen Sie den Text nicht nur einmal, sondern mehrmals. Es ist normal, dass man einen Text nicht sofort versteht. Für das Verständnis ist es immer sinnvoll, während der Lektüre Themen und Begriffe nachzuschlagen, sich ggf. über den Text hinausgehend in eine Thematik einzulesen, Probleme und Fragen mit anderen zu besprechen, Unklarheiten und Widersprüche aufzuschreiben etc.

Folgende Vorgehensweise kann dabei hilfreich sein:

  1. Kontext erfassen:
    • Wer ist der/die Autor_in des Textes?
    • Zu welcher Fachdisziplin ist der Text zuzuordnen, was sind die spezifischen wissenschaftlichen Interessen der Autor_in?
    • Wo ist der Text veröffentlicht (welche Zeitschrift, Sammelband, Buch…)?
    • Um welche Art von Text handelt es sich (Theorietext, Forschungsbericht– empirisch, qualitativ, quantitativ?, normativ oder analytisch…)?
  2. Überblick verschaffen und Begriffe klären:
    • Wenn Sie den Text zum ersten Mal lesen, notieren Sie sich alle Begriffe, die Ihnen (noch) nicht klar sind. Versuchen Sie, passende Definitionen für diese Begriffe zu finden (hier ist Wikipedia sehr nützlich – schauen Sie aber ggf. auch mal darüber hinaus) und notieren Sie diese Definitionen ebenfalls.
  3. Kernaussage des Textes erfassen:
    • Versuchen Sie, in eigenen Worten ganz kurz (!) aufzuschreiben, was die Kernaussage des gesamten Textes ist. Was ist die grundlegende Fragestellung, worum geht es, was ist die Zielsetzung, was ist die Hauptaussage…?
  4. Detailliertes Lesen und Verstehen:
    • Lesen Sie den Text noch einmal und markieren Sie nun alle Passagen, die Ihnen unklar sind und, wenn Sie mit anderen an dem Text arbeiten wollen, auch diejenigen Passagen, die Ihnen klar sind.
    • Notieren Sie in eigenen Worten die Fragen, die bei Ihnen mit Blick auf das Textverständnis offen sind.
    • Schreiben Sie – wieder in eigenen Worten und kurz – die Kernaussage jedes Kapitels auf.
    • Wenn ein Text keine Kapitel hat, so versuchen Sie selber, den Text in sinnvolle Abschnitte zu unterteilen und diese ggf. mit zusammenfassenden Überschriften zu versehen, um den Text für sich zu strukturieren.
  5. Kritik und Diskussion des Textes:
    • Markieren Sie – zusätzlich zur Kenntlichmachung von Passagen, die Ihnen unklar/klar sind – alle Passagen, an denen Sie dem Text widersprechen würden oder wo Sie Diskussionsbedarf haben.
    • Formulieren Sie Fragen an den Text und darüber hinaus, die Sie im Seminar diskutieren möchten.
    • Sie können auch versuchen, den Text insgesamt zu beurteilen und das schriftlich festhalten (Was war gut? Wo sehen Sie Widersprüche? Wie ist der Text aufgebaut? Ist der Text in sich stringent? Ist die Argumentation logisch aufgebaut? …)
  6. Einordnung in den persönlichen Kontext:
    • Schreiben Sie für sich auf, welche Bedeutung der Text für Sie und Ihr Studium hat.

Erste Schritte im eigenen Blog

  1. Legen Sie einen eigenen Blog an und richten Sie diesen ein. Hierzu gehören
    – Aussagekräftiger Titel und Untertitel
    – Design und evtl. eigenes Titelfoto (auf Lizenz achten!)
    – Seitenleisten über Widgets gestalten
    – Notwendige Plugins aktivieren (Fotogalerie: Lightbox2, Fußnoten: WP-Footnotes, Zugangsbeschränkung: Authenticate)
  2. Legen Sie eine About-Seite an, in der Sie kurz sagen, um was es in dem Blog geht und wer die Autor_in ist. Laden Sie hierzu Ihr Portrait hoch, dass in der ersten Sitzung entstanden ist. Die Portraits sind als PDF oder Jpeg im EduCommSy-Raum zu finden, oder Sie machen ein Foto mit Ihrem Handy und laden das Bild dann hoch – ggf. über die WordPress-App.
  3. Erstellen Sie einen Beitrag, in dem Sie kurz noch einmal Ihre Erwartungen an das Seminar erläutern – überarbeiten Sie diesen Beitrag ggf. noch später zu Hause. Veröffentlichen Sie diesen Beitrag erst, wenn er fertig ist. Bis dahin bleibt der Eintrag als Entwurf gespeichert. Vergessen Sie nicht die Nutzung von Kategorien und Tags.
  4. Erstellen Sie einen privaten Eintrag, den Sie als Übungsfeld nutzen, um unterschiedliche Medientypen einzubinden (Videos, Präsentationen von Slideshare, Bilder, Audios, Links, Dateien…)
  5. Überlegen Sie sich insgesamt eine Struktur für Ihr Blog:
    – Wann nutzen Sie Kategorien, wann Schlagwörter?
    – Welche Kategorien sind sinnvoll für die Arbeit während des Semesters?
    – Welche Seiten benötigen Sie?
    – Welche Inhalte wollen Sie als Beiträge einstellen?
    – Welche Beiträge werden öffentlich gemacht, welche bleiben privat?
    – Wann ist ein Passwortschutz sinnvoll?