#KBoM – Forderungen und Folgerungen

Die Initiative „Keine Bildung ohne Medien“ stellt zahlreiche Forderungen und beschäftigt sich in Arbeitsgruppen auch mit konkreten Handlungsnotwendigkeiten und Fragestellungen. Wir wollen uns zunächst einmal gemeinsam einen Überblick verschaffen über die Arbeitsfelder und Forderungen der Initiative:

  • Welche Handlungsnotwendigkeiten werden genannt?
  • Welche Begriffe werden verwendet und welche Bedeutung haben sie, z.B. Medienkomptenz, Medienbildung…?
  • An wen richten sich die Forderungen? Wer kann entsprechend auf die Forderungen reagieren und Entwicklungen anstoßen?
  • Was genau bedeuten die Forderungen für die Praxis, welche Herausforderungen ergeben sich daraus?

Danach erstellen Sie in Arbeitsgruppen von maximal vier Teilnehmer*innen eine „digitale Wandtafel“, in der Sie gut strukturiert und grafisch ansprechend gestaltet für einen konkreten Bereich zentrale Herausforderungen erarbeiten. Definieren Sie das Problemfeld, mit dem Sie sich beschäftigen, möglichst genau und mit Beispielen. Beschreiben Sie auch die aktuelle Situation und machen deutlich, wo Veränderungsbedarfe liegen. Machen Sie gemeinsam Vorschläge, wie man mit den von Ihnen genannten Herausforderungen umgehen könnte. Machen Sie auch deutlich, wo Probleme, Hindernisse, Schwierigkeiten etc. bei der Umsetzung Ihrer Vorschläge liegen könnten.

Nutzen Sie zur Darstellung und Präsentation Ihrer Arbeitsergebnisse Padlet.

Arbeitsauftrag in Padlet:

http://de.padlet.com/wall/4xtssirj20fi

 

Wie erlange ich Zugang zu Informationen?

Jan-Hinrik Schmidt analysiert in seinem Text zu „Medienöffentlichkeit und Journalismus“, wie Informationen in einer digital-vernetzten Gesellschaft aufbereitet, bereitgestellt, gefiltert, verbreitet und diskutiert werden. Die Filtermechanismen für die Verbreitung von Informationen haben sich im Gegensatz zur Buchkultur verändert.

Zentrale Frage in unserem Seminar ist, welche Herausforderungen sich aus den gesellschaftlichen Bedingungen für Bildung und Erziehung ergeben und welche möglichen Formen des Umgangs es gibt. Zu diesem Zweck ist es wichtig, ein Verständnis für die Strukturen der Informationsverbreitung und des Zugangs zu Informationen für das Individuum zu erlangen.

Erstellen Sie vor dem Hintergrund sich verändernder Formen der Verbreitung und Filterung von Informationen, wie sie Jan-Hinrik Schmidt beschreibt, ein Flow-Chart Ihres eigenen Zugangs zu Informationen.

  • Wie erlangen Sie täglich Zugang zu Informationen?
  • Welchen Ausgangspunkt nutzen Sie zur Informationsbeschaffung?
  • Welche Arten von Informationen lesen Sie über den Tag verteilt?
  • Welche Filtermechanismen nutzen Sie persönlich?
  • Welche Rolle spielen in diesen Zusammenhang Facebook, Twitter und Co.?
  • Welche Rolle spielen Massenmedien?
  • Wie beteiligen Sie sich aktiv an Diskussionen im Internet?
  • Teilen Sie aktiv Inhalte? Wenn ja, welche?

Bitte machen Sie dieses Flow-Chart auf Papier und stellen dieses als Foto in Ihrem Blog zur Diskussion bereit.

Privatsphäre und Big Data

Die Frage, was Privatsphäre ist, welche Rolle Privatsphäre spielt, wie wir unsere Privatsphäre schützen können und vor allem wie der Aspekt Privatsphäre und informationelle Selbstbestimmung in pädagogischen Prozessen berücksichtigt werden kann und muss, geht über die Frage hinaus, wie man mit Heranwachsenden über ihre Formen der Kommunikation und Selbstdarstellung im Social Web redet und sie hier begleitet.

Das Thema „Big Data“, die Frage nach Mechanismen des Tracking und Scoring, die Nutzung digital-vernetzter Geräte, das Internet der Dinge, politische Aspekte wie z.B. Vorratsdatenspeicherung etc. spielen hier ebenfalls eine große Rolle.

Folgende Fragen wollen wir daher heute gemeinsam bearbeiten:

  • Was ist denn eigentlich tatsächlich Privatheit? Welche Funktion hat Privatheit?
  • Was ist den eigentlich Big Data?
  • Welche Spuren hinterlassen wir im Netz, wie transparent sind wir eigentlich? Und ist es problematisch oder nicht, wenn wir Spuren hinterlassen?
  • Wie gehen wir um mit der zunehmenden Transparenz, mit den Spuren, die wir im Netz hinterlassen und mit dem, was Behörden, Unternehmen, Institutionen etc. damit machen oder machen könnten?
  • Welche Konsequenzen hat das für die pädagogische Praxis?
https://www.youtube.com/watch?v=qKySz7eFi3E

 

Podiumsdiskussion „Ich im Netz“

Für die heutige Sitzung nehmen wir den vorbereiteten Text von Jan-Hinrik Schmidt „Selbstdarstellung und Privatsphäre in digitalen Medien“1 als Grundlage für eine Diskussion zum Thema „Ich im Netz – Pädagogische Herausforderungen an das Aufwachsen im digital-vernetzten Medium“.

Dabei übernehmen Sie verschiedene Rollen (Medienpädagog_in, Lehrer_in, Journalist_in, Elternteil – die Rollenbeschreibungen werden im Seminar ausgeteilt), die sie in der Diskussion vertreten. Die Rollen übernehmen jeweils unterschiedliche Perspektiven (normativ & bewertend, analytisch & deskriptiv, pädagogische Praxis). Bitte überlegen Sie genau, was das bedeutet und erarbeiten Sie entsprechend Ihre Diskussionsbeiträge. Nutzen Sie zur Vorbereitung den Text und Ihre eigene Zusammenfassung um Aussagen, Argumente, Kritikpunkte, Bewertungen, Fragen etc. aus ihrer Rollenperspektive heraus zu entwickeln, die Sie im Laufe der Diskussion mit einbringen können. Bitte versuchen Sie während der Diskussion, sich so nah wie möglich an Ihre Vorbereitung und Ihre Rolle zu halten. Nutzen Sie, neben dem aktuellen Text, auch gerne die Inhalte des Textes aus den letzen beiden Sitzungen, um Ihre Argumente zu stützen.

Ein_e Kommiliton_in wird die Moderation übernehmen. Als Moderation haben Sie die Aufgabe im Vorfeld, Leitfragen zu entwickeln, so dass alle Perspektiven auch zu Wort kommen.

Die Diskussion wird zusätzlich von vier Protokollant_innen dokumentiert. Diese habe unterschiedliche Schwerpunkte, d.h. es wird insgesamt vier Protokolle geben:

  • Welche Fragen tauchen auf und für wen sind sie relevant?
  • Welche Analysen und Beschreibungen gesellschaftlicher Prozesse werden genannt?
  • Welche Bewertungen und normativen Setzungen werden genannt und diskutiert?
  • Welche Handlungsnotwendigkeiten und Handlungsempfehlungen für die pädagogische Praxis tauchen auf?

Alle, die nicht auf dem Podium sitzen oder Protokollieren, erhalten trotzdem eigene Rollen und können sich aus dem Publikum heraus Fragen stellen oder zum Mitdiskutieren den freien Stuhl auf dem Podium nutzen.

 

 

  1. Jan-Hinrik Schmidt. Social Media. Wiesbaden: Springer VS, 2013. S. 23-42 []

Diskussion – Leitfragen, Moderation, Dokumentation

Um die Diskussion zu dem zweiten Teil des Textes von Torsten Meyer trotz der großen Gruppe etwas lebhafter zu gestalten, arbeiten wir diese Woche in vier kleineren Gruppen.

Ziel der Arbeit in den Gruppen ist es zum einen, ein gemeinsames Textverständnis zu entwickeln sowie den Text zu bewerten und gemeinsame Diskussionsfragen zu entwickeln, die für Sie in Bezug auf Ihre Zukunft als Pädagog_innen von Bedeutung sind. Folgende Leitfragen können als Stütze für Ihre Gruppenarbeiten dienen – nutzen Sie aber gerne auch Ihre eigenen Vorbereitung in Ihren Blogs:

  • Was sind die Kernaussagen des Textes?
  • Was haben Sie verstanden, was nicht?
  • Warum ist die Mediologie und der medienkulturhistorische Blick ein wichtiges Thema für die Behandlung von aktuellen erziehungswissenschaftlichen Fragen?
  • Was sind die Mediosphären? Finden Sie Beispiele, um die einzelnen Mediosphären begreifbar zu machen.
  • Wie ist die aktuelle Mediosphäre zu beschreiben?
  • Welche Herausforderungen stellen sich vor dem Hintergrund einer „mediologischen Revolution“ an Bildungsinstitutionen, Lehrer_innen, Pädagog_innen etc.?
  • Was kann „Bildung im digitalen Medium“ bedeuten?

 

Vorgehen

Alle Fragen die aufkommen – Verständnisfragen oder inhaltlich weiterführende Fragen – sowie Kritikpunkte, Diskussionsanregungen, Praxisbeispiele zur Verdeutlichung, Thesen etc., die Sie an Ihrem Tisch diskutieren, dokumentieren Sie bitte in einem von allen Gruppen geteilten Google-Doc.1 Sie können immer sehen und mitlesen, was die anderen Gruppen schreiben.

Bitte bestimmen Sie jeweils eine_n Moderator_in sowie eine_n Schriftführer_in in Ihrer Tischgruppe. Der/die Moderator_in hat die Aufgabe, die Diskussion zu strukturieren und immer wieder zu versuchen, wahrzunehmen, ob die Fragen und Diskussionbeiträge dem reinen Textverständnis dienen oder ob der Text auf einer inhaltlichen Ebene diskutiert wird und sollte auch benennen, auf welcher Ebene die Diskussion sich bewegt, so dass der/die Schriftführer_in die Diskussionsbeiträge auch bereits sortiert und strukturiert in das Google Doc übernehmen kann. Außerdem muss der/die Moderator_in darauf achten, dass die Diskussion möglichst sachlich und fachlich am Text orientiert bleibt. Man landet allzu häufig bei Beispielen und Anekdoten aus dem eigenen (Medien-)Alltag und kann diese auch meist irgendwie bewerten – Ziel der Diskussion ist es jedoch, den Text zu diskutieren und ggf. mit passenden Beispielen verständlicher zu machen sowie die Perspektive des Autors zu übernehmen, um diese Beispiele zu bewerten und zu analysieren.

 

Sie diskutieren intensiv in ihrer Gruppe für 50 Minuten, danach besprechen wir noch einmal gemeinsam die wichtigsten von Ihnen erarbeiteten Standpunkte und Diskussionsfragen im Plenum. Die jeweiligen Moderator_innen tragen dazu ihre wichtigsten Erkenntnisse und Diskussionsfragen aus der Gruppe in das Plenum.

 

 

 

  1. https://docs.google.com/document/d/1mV0_cwSU9Gl_a1Zl0_KbiNsntF7074HUnWWgwAzvqyg/edit?usp=sharing []

Wer sind wir und was wollen wir hier machen?

Hallo und herzlichen Willkommen im Seminar „Gesellschaftliche Bedingungen von Bildung und Erziehung – Bildung im digitalen Medium“.

In der ersten Sitzung würde ich Sie gerne alle kennenlernen und erfahren…

  • was Sie studieren,
  • wie Sie digitale Medien nutzen, welche Webanwendungen, Hardware, Software etc. Sie gerne nutzen – und auch wozu und warum (Freizeit? Studium? Zu Hause? Unterwegs? …)
  • ob Sie ein Smartphone, Tablet, Notebook etc. besitzen,

Setzen Sie sich dazu mit Ihrer Gruppe zusammen – suchen Sie dazu in der Gruppe alle diejenigen, die die gleichen Süßigkeiten haben.

Zum Kennenlernen interviewen Sie sich jeweils paarweise gegenseitig zu den oben kurz angerissenen Fragen. Zeichnen Sie BLIND ein schnelles Portrait Ihres Nachbarn – blind bedeutet, dass Sie nur auf Ihr Gegenüber, nicht aber auf das Papier sehen dürfen. Erstellen Sie dann einen kurzen Steckbrief mit Namen, Studienfach und Mediennutzung, so ähnlich wie diesen hier:

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Wenn die Steckbriefe fertig sind, lesen Sie sich in Ihrer Gruppe noch einmal den Ankündigungstext zum Seminar durch. Diskutieren Sie, um was es Ihrer Meinung nach in dem Seminar gehen wird und welche Erwartungen Sie an das Seminar haben. Was möchten Sie am Ende des Semesters in diesem Seminar gelernt haben? Sie können auch gerne konkrete Themenvorstellungen formulieren.

Notieren Sie Ihre Erwartungen auf Kärtchen. Diese werden dann im Plenum gesammelt. Außerdem stellen Sie im Plenum kurz den- oder diejenigen vor, die Sie interviewt und portraitiert haben.