TAGUNGEN

Übertragungen. Zur Politik der Beziehungen
Tagung der Hamburger Forschungsgruppe für Psychoanalyse in Kooperation mit dem Fachbereich 1 an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg vom 6.- 8. November 2015 an der Universität Hamburg

Final_Flyer_webSeit der Tagung zum Über-Ich in 2011 hat sich die Hamburger Forschungsgruppe für Psychoanalyse (HaFPa) mit der Frage auseinandergesetzt, wie sich das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft denken lässt.
Aktuell steht vor diesem Hintergrund das psychoanalytische Konzept der Übertragung im Mittelpunkt unserer Arbeit. Uns beschäftigt die Frage, was und wie es dazu beitragen kann, das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft begrifflich aufzuschließen. Uns interessiert dabei sowohl die Befragung vorliegender psychoanalytischer Konzeptionen als auch eine disziplinär plurale Annäherung an das Problem des Sozialen.
Vom Individuum ausgehend versucht das Konzept der Übertragung zu beschreiben, wie es seine Grenzen zum anderen und zum Anderen hin beständig überschreitet und wie diese Überschreitung selbst wiederum seine Grenzen konstituiert. Aus genetischer Perspektive wird Übertragung als eine das Subjekt formierende Wirkung des Unbewussten bemerkbar, welches selbst wiederum über das individuelle Subjekt hinausgeht.
Als Frage nach dem Sozialen ist dies – in Kultur und in Klinik – auch immer eine politische Frage nach der Beschaffenheit und den Wirkungen des sozialen Bandes, welches das Ge-meinwesen genauso wie das Individuum verschnürt und mal fest aber oft nur prekär zusammenhält.
Mit der Tagung möchten wir unsere Arbeit fortsetzen, dieses soziale Band, dieses Medium mitsamt seinen libidinösen Strömen, energetischen Übergängen und körperlichen Passagen begrifflich zu umkreisen und in der Öffentlichkeit als dem Raum des Politischen diskutieren.

/////

Bildungen und Wirkungen des Über-Ich in Kultur und Klinik
Tagung vom 27. bis 29. Mai 2011 in Hamburg

HAFPA – Hamburger Forschungsgruppe für Psychoanalyse – ist der Name für eine Arbeitsgruppe, die sich mit der Psychoanalyse ›nach‹ Freud unter der Maßgabe der Klinik wie unter der der Kulturtheorie beschäftigt. Entsprechend diesem von der Psychoanalyse entworfenen Feld ist die Arbeitsgruppe zusammengesetzt: Sie besteht aus Psychoanalytikern und Psychoanalytikerinnen sowie Studenten, Promovenden
und Lehrenden aus verschiedenen Disziplinen wie Erziehungswissenschaften und Literaturwissenschaften. Ist die Arbeitsgruppe grundsätzlich an Kooperation mit anderen Freudianischen und lacanianischen Zusammenschlüssen und Institutionen interessiert, so ist im Blick auf die Frage des Über-Ich eine Zusammenarbeit mit der AFP – Assoziation für die Freudsche Psychoanalyse – und dem Psychoanalytischen
Kolleg von besonderer Wichtigkeit. Denn beide Institutionen sind ihrerseits in diese Problemstellung verwickelt.
Die Arbeitsgruppe veranstaltet für den Mai 2011 unter dem Titel „Bildungen und Wirkungen des Über-Ich in Kultur und Klinik“ eine Tagung, welche die Struktur dieser von Freud erschlossenen Instanz in den Dimensionen der Klinik, der Wissenschaften, der Kunst und der Politik zu erkunden sucht. Die Tagung ist als Arbeitstagung konzipiert mit dem Ziel, einen regen Austausch zwischen den vortragenden Gästen und den
Mitgliedern der Arbeitsgruppe in Gang zu bringen.
Aufgrund unserer Vorarbeiten und Interessen ist an eine Gliederung der Tagung in vier Schwerpunkte gedacht:
– Das Über-Ich und die Frage der Schuld
– Das Über-Ich und die Frage der Tradition (Wissen, Kunst, Politik)
– Das Über-Ich und die Frage der Klinik
– Techniken und Apparaturen des Über-Ich (Medialität – Materialität – Sensualität)

Ort: Jüdischer Salon im Café Leonar, Grindelhof 59, 20146 Hamburg
Zeit: Freitag, 27. Mai bis Sonntag, 29. Mai 2011

Flyer zur Über-Ich-Tagung (PDF)

Impressum und Nutzungsbedingungen