Archive for Oktober, 2011

Felix Winter – Portfolio und Leistungsbewertung

Welche Möglichkeiten zur Veränderung der Leistungsbewertung sind mit dem Instrument Portfolio gegeben?

  • – bisher vermehrt Klausuren oder klausurartige Arbeiten als Leistungsbewertung
  • – im Portfolio steht der Prozess der Erarbeitung bestimmter Sachverhalte  im Vordergrund
  • – Wiederholte, vielfältige und mehrperspektivische Beurteilung ist jederzeit möglich
  • – Projekte in Form von Portfolios fördern Selbständigkeit im Lernen, Methodenkompetenz und soziale Fähigkeiten
  • – eignen sich für Leistungspräsentationen gegenüber Dritten (z.B. auf Elternabenden)
  • – Schüler stehen bei dieser Form von Leistungsbewertung nicht so sehr unter Druck wie zum Beispiel in mündlichen Prüfungen oder Klausuren

Thomas Häcker – Portfolio als Entwicklungsinstrument

Im Folgenden möchte ich die Kernaussagen von Thomas Häckers Text in Stichpunkten zusammenfassen:

  • – zuerst taucht der Begriff in der Kunst auf und bezeichnet eine Mappe des jeweiligen Künstlers, in der er alle seine Arbeiten hat
  • – dadurch konnte man nicht nur die Qualität verschiedener Arbeiten des Künstlers beobachten, sondern auch seine Entwicklung
  • – in der Schule stellt das Portfolio kein festes Konzept dar, sondern variiert je nach Land/Fach/Altersstufe etc.
  • – das Portfolio fand seinen Weg aus den USA in die deutschen Schulen
  • – ist zunächst eine alternative Leistungsbeurteilung, um den Schüler nicht punktuell zu beurteilen, sondern den Lernprozess
  • – außerdem soll durch die Portfolio-Arbeit die Qualität von Lernen und Unterricht steigen
  • – hohe Eigenverantwortung der Schüler
  • – „Ein Portfolio ist eine zielgerichtete und systematische Sammlung von Arbeiten, welche die individuellen Bemühungen, Fortschritte und Leistungen der / des Lernenden in einem oder mehreren Lernbereichen darstellt und reflektiert. Im Portfolioprozess wird die / der Lernende an der Auswahl der Inhalte, der Festlegung der Beurteilungskriterien sowie an der Beurteilung der Qualität der eigenen Arbeit beteiligt“
  • – also: das Portfolio dokumentiert den Lernprozess

Vereinbarungen zwischen Schülern und Lehrern:

  • – Augangspunkt für ein Portfolio ist ein Problem/offene Fragestellung/Aufgabe
  • – schriftliches Fixieren der Lernziele im Vorfeld
  • – als nächster Schritt: Arbeits- und Sammelphase
  • – mitwachsendes Inhaltsverzeichnis
  • – show portfolio/process portfolio
  • – Selbstreflexion des Lernenden ist das Kernstück der Portfolioarbeit
  • – metakognitive Interpretation
  • – transparente Beurteilungskriterien

Erwartungen?!

Was erwarte ich von diesem Seminar? Zum Einen möchte ich gerne meine Kenntnisse im Bezug auf Portfolioarbeit in der Schule im Allgemeinen vertiefen. Was gibt es alles für Möglichkeiten, das Portfolio (oder eben auch ePortfolio) in der Schule einzusetzen?!

Besonders wünsche ich mir, etwas über die Einsatzmöglichkeiten meiner beiden Unterrichtsfächer Mathe und Musik zu erfahren, da ich mir vorstellen kann, dass es vor allem in Mathe schwieriger sein könnte, Portfolioarbeit mit Schülern zu realisieren.

Ich bin sehr gespannt…

Definition

Als erstes möchte ich eine kurze Definition des Begriffs „Portfolio“ bzw. „ePortfolio“ darstellen.
Als Portfolio verstehe ich eine Mappe, die den Verlauf bestimmter Arbeiten, zum Beispiel in Seminaren oder in der Schule zu bestimmten Projekten, dokumentiert.
Das Portfolio dient aber auch der Struktur, und zwar in sofern, als dass man zum Beispiel bestimmte Schlagworte miteinander vernetzen kann und dass sich dem Verfasser bestimmte Zusammenhänge leichter erschliessen.
Das ePortfolio ist eben eine digitalisierte Form des Portfolios.

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