Hausaufgabe zum 25. 10. 2011

Da ich erst heute meinen Blog erhalten habe (Danke fürs barmherzige Aufnehmen im Seminar an Frau Schwalbe) hier meine Portfoliogedanken noch einmal zur allgemeinen Ansicht:

Was verstehe ich unter den Begriffen „Portfolio, ePortfolio und Portfolioarbeit“?

Ohne in detaillierte Wortklärung auf etymologischer Ebene zu gehen, wie es bei solchen Definitionen gerne gemacht wird, steht Portfolio – zumindest für mein Verständnis – für eine Ansammlung von Materialien.
Meist wird mit dem Begriff eine Auswahl von Arbeiten gemeint, gerne als Anlage für Bewerbungen, um exemplarisch nicht nur die eigenen Fähigkeiten benennen zu können, sondern um diese auch, zur Probe, im Kontext einer konkreten Arbeit zu präsentieren. Je nach Betätigungsfeld ist es auch möglich, dass ein Portfolio Urkunden über Qualifikationen oder erfolgreiche Arbeit enthält.
Auch wird in der Finanzwelt gerne von Portfolios gesprochen, hier ist der Begriff ein annäherndes Synonym für die akkumulierten sachlichen Besitztümer, etwa Aktien oder Immobilien. Analog dazu kann man davon ausgehen, dass ein Portfolio im Sinne einer Arbeitsmappe als Ansammlung von geistigem und kulturellem Kapital interpretiert werden kann.

Der Begriff ePortfolio scheint das Konzept um eine digitale Ebene zu erweitern – dies suggeriert das Präfix „e-“, welches gerne dazu genutzt wird um zu signalisieren, dass ein Wort sich auf eine virtuelle oder digitale Ebene bezieht.
Denkbar wäre hierbei natürlich eine rein digitalisierte Form des normalen Portfolios, die für jeden zugänglich im Internet verfügbar ist oder einfach per Mail versandt werden kann. Wahrscheinlicher und sinnvoller erscheint jedoch, dass es sich um eine Fortsetzung und Erweiterung des normalen Portfolios handelt, welche den Einsatz moderner Medien (z.B. eine Weiterleitung oder Verknüpfung von Inhalten zu entsprechenden URLs) beinhaltet. So kann z.B. gerade die Arbeit an einer Webpräsenz, eine Fähigkeit, die im heutigen Zeitalter durchaus große Relevanz besitzt, nur im Internet selbst adäquat repräsentiert sein.

Portfolioarbeit wäre meines Erachtens, die konkrete Planung, Zusammenstellung und Erweiterung eines Portfolios. Beliebig und willkürlich zusammengefügte Portfolios sind kontraproduktiv, während ein sinnvoll geplantes Arbeiten und Zusammenstellen eigener Lernprozesse verdeutlicht und, sofern man bereit ist auch zwischen den Zeilen zu lesen, abbildet welche Qualifikationen und Fähigkeiten man unter anderem noch erwerben kann um das eigene Portfolio abzurunden.

Was ich von dem Seminar erwarte, welche Fragestellungen und Themen mich interessieren:

Da es sich um ein Seminar im Rahmen des Lehramtstudiums handelt wäre die erste Reaktion zu denken, dass sich alle Arbeit auf den Unterricht beziehen sollte. Dies erscheint mir falsch, da ich davon ausgehe, dass ein Portfolio nicht nur zu Bewerbungen dienen sollte, sondern auch die eigenen Fähigkeiten abbildet. Dementsprechend scheint ein wichtiges Thema zu sein, wie Kompetenzen und Skills in einem Portfolio abgebildet werden, wie man sie aus diesem herausliest und wie man ein Portfolio sinnvoll erweitert.
Diese Fähigkeiten können wiederum dazu dienen Unterricht und Arbeit mit Schülern sinnvoll zu strukturieren – indem man auch hier mit einem Portfolio-Gedanken im Hinterkopf arbeitet – und somit einen nicht nur inhaltlichen Überbau für die Arbeit an der Schule zu definieren. Hierfür wären auch konkrete Ideen, wie Portfolioarbeit und Unterricht interagieren durchaus angebracht und erwünscht.

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