Meine Abschlussreflexion

Als ich einige Wochen nachdem mein Praktikum schon zu Ende gegangen war, wieder in die Klasse kam, wurde ich sofort von allen Seiten stürmisch begrüßt und die Schülerinnen und Schüler erkundigten sich, wie es mir gehe und was ich in der Zwischenzeit getan hätte. Diese ehrliche Freude in den Augen der Kinder ist es, was ich vor allem als Erinnerung an mein Praktikum behalten werde. Ich habe die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrerinnen und Lehrer dann noch während  ihrer Klassenfahrt in Hechthausen besucht. Ein schöner Tag, der das Ganze irgendwie abrundete.

Vor Beginn des Praktikums dachte ich, dass ich die Schule, nachdem ich selbst 13 Jahre lang eine solche Einrichtung besucht hatte, sehr gut kenne. Daher habe ich mich auch nicht an einem Gymnasium beworben, sondern an einer Grundschule. Ich dachte, es würde nun vor allem um einen Perspektivenwechsel gehen: Ich bin nun nicht mehr der Schüler sondern ein Lehrer. Das Kennenlernen des Berufs sowie das Einüben und Reflektieren professioneller Praktiken hatte ich erwartet.

Mein Praktikum ging jedoch darüber hinaus. Das lag vor allem an meinen tollen Mentoren. Zwei außerordentlich fähige und engagierte Lehrer, die gemeinsam mit der Englischlehrerin und einer Erzieherin das „Klassenteam“ bildeten. Von ihnen lernte ich Formen der Gestaltung von Schule und Unterricht kennen, die ich zwar aus theoretischen Konzepten und dem Grundlagenstudium kannte, aber noch nie in der Praxis erleben durfte.

Hier möchte ich nun eine abschließende Reflexion über mein erstes Praktikum vorstellen. Darin soll es zunächst um Konzepte des Umgangs mit Heterogenität und Differenz im Kontext Schule gehen. Anschließend möchte ich überprüfen, inwieweit diese an meiner Praktikumsschule und im Speziellen in der Klasse, in der ich hospitieren und selbst unterrichten durfte, umgesetzt werden. Weiterlesen

Heterogenität im Klassenzimmer

Beobachtung

Jahrgangsstufe: 6. Klasse
Erkundungsvorhaben: Wie wird innerhalb der Klassengemeinschaft mit Heterogenität umgegangen?
Fragerichtung / Theorierahmen (Ziel der Beobachtung)
  • Unterricht in seiner Gesamtheit: Strukturierung / Sozialformen
  • Aktionen der Schülerinnen und Schüler
Form der Deskription
  • Nicht formalisierte Deskription

Migrationshintergrund ist in der Schule an der Burgweide kein Merkmal des Anders-Seins, da ein Großteil der Schülerinnen und Schüler einen solchen hat. Betrachtet man den Migrationshintergrund der Schülerinnen und Schüler, lässt sich folglich von einer homogenen Schülerschaft sprechen. Etwas anderes ist der kulturelle Hintergrund. Der ist wiederum sehr heterogen. Der Stadtteil Kirchdorf Süd ist außerordentlich multikulturell (zum Begriff Multikulturalität vgl. Gogolin 2011: S. 50–53).

In der öffentlichen Debatte über die sogenannten „sozialen Brennpunkte“ dominiert oft der Aspekt des Migrationshintergrundes. Dahinter steckt eine Vorstellung von einer Gesellschaft, die, gäbe es keine Migranten, völlig homogen wäre. Das wäre sie jedoch keinesfalls. Erstens gab es schon immer Migration undzweitens besteht Gesellschaft aus so vielen, unterschiedlichen Individuen, dass es gar nicht so entscheidend ist, ob jemand nun Migrant ist oder nicht, oder ob seine Vorfahren Migranten waren oder nicht. Ich finde, dass die Probleme, die ein Steidtteil wie Kirchdorf Süd hat, ihre Ursache nicht in der kulturellen Vielfalt haben – im Gegenteil dies ist vielmehr der Reichtum, den das Viertel bietet –ich denke eher, dass die Ursachen in den sozialen Verhältnissen liegen: Hohe Arbeitslosigkeit, viele Beschäftigte im Niedriglohnbereich, etc. Hier wohnen die Arbeiter, die rund um die Uhr im Hafen arbeiten, oder diejenigen, die morgens am Stübenplatz stehen und darauf warten, dass sie auf eine der Baustellen mitgenommen werden, wo sie dann für wenig Geld schuften müssen. Weiterlesen

Umsetzung offener Unterrichtskonzepte

Eine Beobachtung

Jahrgangsstufe: 6. Klasse
Erkundungsvorhaben: Umsetzung offener Unterrichtskonzepte
Fragerichtung / Theorierahmen (Ziel der Beobachtung)
  • Unterricht in seiner Gesamtheit: Strukturierung / Sozialformen
  • Aktionen des Lehrers
Form der Deskription
  • Nicht formalisierte Deskription

Als offenen Unterricht bezeichnet man im Allgemeinen Konzepte einer Lehr-Lernkultur. Offenheit bezieht sich dabei auf die Inhalte, die Methoden, die Organisationsformen und die Beziehungsstrukturen zwischen den Leherinnen, den Lehrern und den Schülerinnen, den Schülern. Das Kriterium der Öffnung beschreibt in diesem Zusammenhang den Grad der Selbst- und Mitbestimmung im Unterricht (vgl. Offener Unterricht und offene Aufgaben, Tipp von meinem Mentor).

Meine Mentoren, die mein Praktikum in der Schule an der Burgweide begleiteten, gestallten ihren Unterricht offen. Auf dem Stundenplan stehen keine herkömmlichen Fächer außer Sport und Englisch. Die Woche gliedert sich stattdessen in „Lernbüro“- und „Projekt“-Zeiten. Doch wie haben sie dieses Konzept konkret umgesetzt? Weiterlesen

Neue Medien und Facebook

Status

Heute Morgen im Morgenkreis habe ich den Kindern der 6a einen Zeitungsartikel aus GEOlino über Facebook und die Gefahren, die damit verbunden sind mitgebracht.

Eine online-Version findet sich hier: Verena Linde: Facebook. Mit Sicherheit im Netz.

Ich wies darauf hin, dass wir ja beim Avatarprojekt auch eine Internetplattform nutzen würden, da man dort gemeinsam an der gleichen Sache arbeiten könne. Daher hätte ich die Zeitung mitgebracht, und weil es sicherlich Schülerinnen und Schüler gebe, die sich dafür interessierten. Herr H. ergänzte, dass sich alle den Artikel bis Freitag durchlesen sollten, dann wolle er nochmal mit der ganzen Klasse darüber sprechen. Weiterlesen

Eigene Unterrichtsgestaltung II

Klasse: 6a
Fach: Projektzeit
Thema: Avatar – Die Legende von Aang
Unterrichtsziel: Ein eigener Film
Schüler/-in: diverse (alle männlich)
Name und Thema des Projektes: Suche nach geeigneten Drehorten

Eine von J. erstellte Drehortskizze. Man sieht den Innenraum des „Baumhauses“, das sich auf dem Schulhof befindet. Die Kreuze kennzeichnen, wo der Kameramann stehen soll. Links ist symbolisch der aufzustellende Tisch eingezeichnet, außerdem sieht man die zwei Darsteller, die an diesem sitzen sollen.

Die Schüler haben seit 3 Jahren an einem Drehbuch geschrieben, das nun vorliegt. Kostüme sind auch schon genäht. Nun geht es ans drehen. Dafür sollen auf dem Schulgelände und in der Umgebung nach geeigneten Drehorten gesucht werden.

Lernvoraussetzungen der Schülerinnen / des Schüler (Diagnose):

Da die an diesem Projekt beteiligten Schüler selbst die Idee dafür hatten, stehen sie ausgesprochen überzeugt hinter dem Projekt. Weiterlesen

Eigene Unterrichtsgestaltung I

Lernstandsanalyse und Interventionsplanung für den Schüler V. – Entwurf eines individualisierten Unterrichts.

Klasse: 6a
Datum: 20.02.2013
Fach: Projektzeit
Thema: Frühe Kulturen
Unterrichtsziel: Selbständiges Erarbeiten eines selbst gewählten Unterthemas
Schüler/-in: V. K.
Name und Thema des Projektes: Archäologie

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Redaktionssitzung der Schülerzeitung

Status

Eben die Redaktionssitzung der Burgzeitung beobachtet, der Schülerzeitung, die einmal im Halbjahr erscheint (Burgzeitung – Die Schülerzeitung).

Die Sitzung tagt wöchentlich in der „Leseburg“. In diesem Raum sind Bücherragale ringförmig um einen großen, runden Redaktionstisch aufgestellt. Seitlich an den beiden gegenüberliegenden Seiten befinden sich die Fenster, vor denen nagelneue Apple-Computer (Macs) für die Arbeit bereit stehen. Am vorderen Ende des Raumes gibt es ein interaktives Smartboard.

Die Sitzung beginnt. Es nehmen ca. 10 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 4-6 teil. Die jüngeren SuS. sind heute aus irgend einem Grund nicht da. Ein Schüler stellt seinen Artikel vor. Er zeigt ihn auf dem Smartboard und liest ihn vor. Anschließend soll das Plenum den Artikel dergestallt kommentieren, so dass der Autor hinterher weiß, was er noch zu verbessern hat.

Zu Beginn kommen die Beiträge recht schleppend. Der Lehrer agiert, indem er deutlich macht, dass er von dem Verhalten (einige meinen, sie hätten gar nicht zu gehört) generft ist. Die Schülerinnen und Schüler bekommen noch einmal Zeit zum Nachdenken, dann kommen konstruktive Beiträge. Der Lehrer greift noch einmal ein, um die Wortwahl zu korriegieren, da ein Schüler sein Kommentar mit den Worten „Er finde das scheiße“ einleitete. Er mahnt zum respektvollen Umgang, auch während der Korrektur. Dann lehnt sich der Lehrer zurück und lässt der weiteren Diskussion seinen Lauf. Der Autorenschüler schreibt sich die Kritik auf. Anschließend arbeiten die Schülerinnen und Schüler weiter an ihren Artikeln.

Ältere Schülerinnen und Schüler werden zugeteilt, um die Artikel gemeinsam mit den Autoren die Rechtschreibfehler zu verbessern.

 

Der Morgenkreis

Datum: 18.02.2013
Jahrgangsstufe: 6. Klasse
Fach: Morgenkreis
Fragerichtung / Theorierahmen (Ziel der Beobachtung Unterricht in seiner Gesamtheit    
Form der Deskription Teilformalisierte Deskription

Weitere Bemerkungen:

Jeden Morgen zu Beginn eines Schultages findet der Morgenkreis statt. Alle Kinder sitzen in einem Kreis um einen kleinen Altar in der Mitte. Auf dem Altar haben die Kinder kleine Gegenstände gelegt, sowie Kerzen und Edelsteine. Aber auch die Pokale, die die Klasse bei Sportereignissen gewonnen hat, sind dort ausgestellt. Eine Schülerin oder ein Schüler übernimmt die „Kreisleitung“. Aufgabe der Kreisleitung ist es den Ablauf vorzugeben, denen, die sich melden, das Wort zu erteilen und für Ruhe zu sorgen. Für letzteres hat die Leitung eine Klangschale in der Hand, die bei Bedarf zum Klingen gebracht werden kann. Lehrer, die etwas sagen wollen, müssen sich selbstverständlich auch melden und warten bis sie von der Kreisleitung aufgerufen werden.

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Das Schulgebäude

Die Grundschule an der Burgweide

Zwischen Feldern, der Autobahn A1 und den Hochhäusern von Kirchdorf Süd liegt umgeben von Marschland die Grundschule, in der ich mein Praktikum mache.

Kirchdorf Süd liegt auf der Elbinsel und gehört zum Stadtteil Wilhelmsburg (Bezirk Hamburg-Mitte). Die Menschen, die hier wohnen, sind zumeist arm oder befinden sich in einer  schwierigen sozialen Lage. Viele haben einen Migrationshintergrund. Die Hochhäuser bilden eine Siedlung, die von einer fast ländlichen Gegend umgeben ist. In ihrer Mitte befinden sich die Bushaltestelle (Metrobus 13, die „Wilde 13“), ein Penny-Markt, sowie andere kleine Geschäfte. Das Viertel ist eines derjenigen, die oft als „sozialer Brennpunkt“ bezeichnet werden. Weiterlesen

Offener Unterricht und offene Aufgaben

Ausschnitt aus einer Hausarbeit. Das Thema ist hier eher aus physikdidaktischer Perspektive dargestellt. Weiter Informationen schulpädagogischer Art gibt es hier: Literaturempfehlung Offener Unterricht.

Ein Unterricht, der das „eigene forschungsartige Handeln der Lerner“ (Höttecke 2010: S. 9) ermöglicht, muss „offen“ in dem Sinne sein, dass zu Beginn nicht feststeht, zu welchem Ergebnis das Forschen der Lerner führt. Ein solcher Unterricht muss folglich ergebnisoffen sein.

Was das Konzept des offenen Unterrichts betrifft, so ist der Begriff nicht einfach zu fassen. Es handele sich dabei um „Konzepte einer Lehr-Lernkultur, wobei sich die „Offenheit des Unterrichts“ auf „Inhalte, Methoden, Organisationsformen […], die Beziehungstrukturen zwischen Lehrern, Schülern und Eltern“ bezögen. Mit dem „Kriterium der Öffnung“ beschreibe man im Allgemeinen den „Grad der Selbst- und Mitbestimmung im Unterricht durch die Schüler“ (alle Zitate: Hanke 2011b). Weiterlesen

Eigene Unterrichtsgestaltung IV – Projekt Stromkreis

Zwei Schüler der 5. Klasse wandten sich im Laufe der Woche an mich, weil sie sich gerne mit dem Thema „Stromkreis“ beschäftigen würden. Sie wollten ein kleines Auto aus Pappe mit Scheinwerfern ausstatten und ich sollte ihnen dabei helfen, da ich ja „Physiklehrer“ sei.

Mit meiner Hilfe gelang es den zwei, die Lampen zum Leuchten zu bringen. Außerdem lernten sie den Unterschied zwischen Reihen- und Parallelschaltung kennen und entschieden sich dazu, für ihre Auto die Parallelschaltung zu verwenden, da sie feststellten, dass so geschaltet beide Lampen heller leuchteten.

Wir haben dann noch versucht eine Batterie aus Münzen, in Zitronensaft getränkten Tüchern und Alufolie zu bauen, was leider nicht gelang, und wir haben einen Elektromagneten gebaut, indem ein Schraubenzieher mit Draht umwickelt wurde – eine einfache Spule also.

In der nächsten Woche will ich nun, dass die Kinder ihr Gebasteltes fertigstellen und ihre Ergebnisse und das Gelernte in eine Form bringen, die sie den anderen in ihrer Klasse präsentieren können.

Schwierigkeiten bereitet mir die Suche nach einem Erklärungsmodell für die elektrischen Phänomene, weil ich eigentlich nicht das Atommodell dazu nutzen möchte…

Die 2. Woche

Status

Die Kinder der 6a haben sich vorgenommen, einen Film zu drehen. Die Vorlage für das Drehbuch, das sie geschrieben haben, lieferte der Film Avatar – Die Legende von Aang (2010).

Ich durfte mir nun überlegen, wie ich mit den Schülern nach geeigneten Drehorten suchen könnte. Am Mittwochmorgen habe ich im Morgenkreis gefragt, wer bereit wäre mit mir auf die Suche zu gehen.

Wir gingen zu verschiedenen Orten auf dem Schulgelände aber auch außerhalb davon, die sich die Schüler im Vorfeld bereits überlegt hatten, und überprüften ihre Eignung zum Drehort. Wir machten Fotos mit der Kamera, zeichneten Skizzen und dachten über  die Requisiten nach. Anschließend dokumentierten wir das Ganze, indem wir gemeinsam ein Dokument auf Google-Docs erstellten. Die Schüler haben den Sinn dieser Plattform recht schnell erkannt, als sie merkten, dass man an unterschiedlichen Computern sitzt und dennoch gleichzeitig am selben Dokument arbeiten kann. Das kollaborative Arbeiten auf dieser Plattform scheint den Schülern recht viel Spaß zu bereiten (vgl. Werkzeuge für kollaboratives Arbeiten im Unterricht – Google Docs). Damit werden wir in der nächsten Woche fortfahren…

Link: Die Legende von Aang (wikipedia)

Funktionen des Praktikumsberichts

1. Dokumentation des ISP

  • Wie habe ich mich auf das ISP vorbereitet?
  • Welche Beobachtungen habe ich in meinen Hospiationen gemacht?
  • Habe ich in meinem Seminar einen Schwerpunkt gesetzt? Wenn  ja, welchen und warum?
  • Welche Erfahrungen habe ich hier gemacht?
  • Wie habe ich meinen Unterricht vorbereitet?
  • Wie habe ich meinen Unterricht durchgeführt?
  • Welche Rückmeldungen habe ich von Schüler_innen und Mentor_in erhalten?

2. Reflexion des ISP

  • Welche Schlüsse habe ich aus den Unterrichtshospitationen gezogen?
  • (Wie) Habe ich meine Beobachtungen in mein eigenes Handeln als Lehrer_in überführt?
  • Wie habe ich mich als lehrende Person verhalten?
  • Welche Probleme, Schwierigkeiten hatte ich bei der Unterrichtsplanung, -gestaltung, in der
  • Kommunikation mit anderen Lehrer_innen, Schüler_innen etc.?
  • Welche Kompetenzen muss ich noch entwickeln für meine Zukunft als Lehrer_in?

‚Lesenacht‘

Status

Die Einladung zur Lesenacht.

Gerade von der Lesenacht heimgekommen. Die Kinder organisierten alles selbst: Sie haben den Brief an die Eltern geschrieben, sind einkaufen gewesen und haben im ‚Kinderkiosk‘ Pizza vorbereitet. Um 18 Uhr haben wir uns zum gemeinsamen Essen getroffen. Anschließend wurde das Klassenzimmer mit Hilfe von Turnmatten zum Schlaflager hergerichtet. Wir haben Karten gespielt, gelacht oder uns gegenseitig vorgelesen. Um 1.00 Uhr waren dann schon alle eingeschlafen…

Literaturempfehlung

Kurzmitteilung

Bild: http://www.paedagogik.de.

Die Lehrerbildung hat sich in den letzten Jahrzehnten stark professionalisiert. Im Zug dieses Prozesses entstand ein sehr breites Professionswissen für Lehrerinnen und Lehrer. Diese Publikation vermittelt Lehramtsstudierenden und Dozierenden sowie Praxisleitenden in der Lehrerbildung (Pädagogische Hochschulen, Studienseminare und Universitäten) und im Beruf stehenden Lehrkräften sowie Lehrer/innen in der Weiterbildung, das pädagogische Basiswissen erstmals in kompakter Form. (Quelle: http://www.amazon.de)

Beispiel: Lernen im offenen Projektunterricht

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Kompetenzorientierte Unterrichtsgestaltung

„Umbaumaßnahmen“, vorgeschlagen von Bianca Thies und Wiebke Kielas (2009)

  • Transparente und verlässliche Strukturen:Welche Stunden in der Woche stehen für Werkstattarbeit zur Verfügung? Für Deutsch, Kunst und Religionheißt dies, dass zwei der neun Unterrichtsstunden pro Woche als Impulsstunden im Klassenverband genutzt werden und in den sieben weiteren Stunden an den eigenen Aufgabenplänen Kompetenzen erarbeitet und vertieft werden.
  • »Am Freitag fängt die Woche an«: Gemeinsame Zeiten für Rückblick und Würdigung, aber auch Planung der individuellen Arbeit für die nächste Woche.
  • Einsatz von Planungsbögen und Reflexionshilfen nach Sabine Schiller.
  • Vor allem in Mathematik Einsatz kompetenzorientierter Selbstdiagnosebögen nach Rosel Reiff.
  • Möglichkeit der Binnendifferenzierung durch ein Angebot an Zusatzaufgaben, durch das die Basisaufgaben ergänzt werden.
  • In der Klasse verfügbare Materialien und Möglichkeiten zur Selbstkontrolle.
  • Expertensystem.
  • Pro Werkstattphase, d. h. alle drei bis vier Wochen, ein Einzelgespräch mit jedem Lernenden. Differenzierte Leistungsrückmeldung vor allem in Mathematik mit Hilfe von Kompetenzbögen. Weiterlesen

Schritte zur Unterrichtsplanung (Notizen)

Grundfragen des bildungstheoretisch-geisteswissenschaftlichen Didaktikbegriffs (Klafki; Weniger; Nohl)

  1. Exemplarität: Welches Allgemeine lässt sich an diesem Besonderen erschließen?
  2. Gegenwartsbedeutung: Welche Bedeutung hat dieser Inhalt bereits im Leben der Schüler, bzw. sollte er haben?
  3. Zukunftsbedeutung: Worin liegt die Bedeutung für die Zukunft der Schüler?
  4. Struktur: Welches ist die Struktur des Inhaltes? (Momente, Beziehungen, Schichtung, übergreifender Zusammen- hang, Zugänglichkeit)
  5. Adäquate Fälle: Welche konkreten Fälle machen die Struktur des Inhalts interessant, begreiflich, anschaulich?

Ziel: wechselseitige Erschließung von Subjekt und Welt. Weiterlesen

Kompetenz (nach Weinert 2001)

Die „bei Individuen verfügbaren oder durch sie erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu lösen sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten, um die Problemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können.“ Weiterlesen

Unterrichtsbeispiel 02

Überlegung zu kollaborativem Arbeiten im Geschichtsunterricht

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