Julia

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Sozialisation- Milieutheorie

Unter Sozialisation versteht man im Allgemeinen Sinne die Vergesellschaftung, also Integration des Menschen, in die Gesellschaft (vgl. Marotzki & Krüger 2009, S.127). Dabei ist Sozialisation Bestandteil der Erziehung. Sie dient der Entwicklung einer eigenen Identität, abhängig vom gesellschaftlichen und materiellen Umfeld (ebd.).

Die Milieutheorie Karl Mannheims knüpft in diesem Zusammenhang an den Aspekt des Einflusses des sozialen Umfeldes an. Sie besagt, dass jedes Individuum einem Milieu angehöre, dessen es sich nicht explizit bewusst sei (vgl. Marotzki & Krüger 2009, S.133). Angehörige des gleichen Milieus weisen bestimmte Gemeinsamkeiten auf und hätten zudem ein „milieuspezifisches Wissen“ (ebd.). Treffe man nun auf ein anderes Milieu, dann käme es anfänglich zu Unverständlichkeiten, die zunächst beseitigt werden müssen. Dabei befände man sich in einem mehrdimensionalen Milieu, welches sich aus unterschiedlichen Erfahrungen und deren Überschneidungen gründe (ebd.). Heutzutage käme es aber zunehmend zu „Desintegrationen“ (vgl. Marotzki & Krüger 2009, S.134). So breche man aus dem traditionell vorgegeben Milieu aus und schließe sich einem neuen Milieu an, in dem ähnliche Erlebnisse vertreten seien (ebd.). Dieses Ausbrechen garantiere zunehmende Freiheiten und somit eine Konzentration auf die Individualität eines Menschen. Ort einer solchen „Milieu-Neubildung“ ist oftmals das Internet (ebd.).

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