Julia

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Textzusammenfassung: „Erziehung“

In dem Textabschnitt „Erziehung“ aus „Einführung in die Erziehungswissenschaft“ von  W. Marotzki ist die zentrale  Fragestellung, warum Erziehung notwendig sei

Eingangs erklärt der Autor, dass der Begriff der Erziehung in der Pädagogik immer weniger Gebrauch finde, im öffentlichen Bereich jedoch nach wie vor allgegenwärtig sei. Zunächst wird Erziehung als die „Einwirkung des Erziehers auf den Zögling“ beschrieben (vgl.S.137) . Dabei unterscheidet Marotzki zwischen Instruktionspädagogik, bei der die Erziehung  auf Befehl und Gehorsam beruhe und darauf abziele den Zögling gesellschaftsfähig zu erziehen (ebd.) und indirekter Erziehung nach Rousseau, bei der der zu Erziehende überwiegend aus eigenen Erfahrungen lerne.

Weiterhin klärt der Autor die Frage warum erzogen werde. Dabei gehe es vorrangig darum, die vollständige Verantwortung der Eltern für das Kind nach und nach auf Selbiges zu Übertragen,ebenso einhergehend damit sei auch eine ausgeglichene Verteilung der Machtverhältnisse zwischen Kind und Eltern (vgl.S.139). Nach Kant sei Erziehung zudem ein Erwerb der eigenen Mündigkeit. So lerne das Kind zuerst Regeln zu befolgen, um später eigenen Regeln folgen zu können (vgl.S.138). Ein weiterer Aspekt, warum Erziehung durchaus sinnvoll sei, ist Erfahrungen der älteren Generation zu erhalten, um gleiche Fehler oder Ähnliches zu vermeiden.

Gegen Ende geht Marotzki  schließlich noch den Fragen nach, “ wer wen durch welche Mittel für welches Ziel erzieht“ (vgl.S. 140). Die Frage wer erziehe beantwortet M. Marotzki mit “ die Eltern“ und später seien es  auch ausgebildete Pädagogen in den Institutionen, die ein Kind  besuche. Entsprechend ist das Kind das Jenige, welches erzogen werden soll . Bei den Mitteln zu Erziehung betont der Autor besonders, dass man nie wisse welche Mittel effektiv seien und zum gewünschten Erfolg führen würden.  Die Absicht sei außerdem von zentraler Bedeutung, da intentionalisiertes Handeln unumgänglich sei, für den Willen Erziehen zu wollen. Schließlich wird als Erziehungszweck  Erwerb von Urteilsfähigkeit und Werteorientierung benannt (vgl.S. 142). Abschließend wird noch erwähnt, dass Erziehung überwiegend eine sprachliche Handlung sei (ebd.).

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