Reflexion

Nach der gestrigen Präsentation meines ePortfoliokonzeptentwurfs und der sich anschließenden Diskussion möchte ich hier kurz einige Gedanken sammeln, die im Konzept verändert werden sollten. Zunächst teile ich die Herangehensweise einer Kommilitonin, solch ein Konzept(entwurf) als Betaversion zu verstehen. So kann diese immer wieder überarbeitet werden. Und da auch hier ein Portfolio entsteht, gewissermaßen ein Portfolio im Portfolio vorliegt, finde ich diesen Gedanken sehr angenehm. Das bringt mich auch auf die Idee, was natürlich auch abhängig von zeitlichen Kapazitäten ist, meine späteren Unterrichtsentwürfe, die in der Realität umgesetzt werden, im Rahmen eines Portfolios zu überarbeiten, um über die Schwächen und Stärken und Modifizierungen nachzudenken. Jetzt aber zu den problematischen Stellen meiner Konzeptidee und Änderungsvorschlägen:

1. Die Schüler_innen sollen zu verschiedenen Unterthemen zum Thema Werbung arbeiten und finden dazu Aufgaben auf dem Klassenblog. Auf Basis dieser Aufgaben, sie erarbeiten und sammeln Informationen, sollen sie Texte verfassen. Dabei können sie z. B. einen Sachtext schreiben oder sich in einen Essay kritisch mit dem Sachverhalt auseinandersetzen (die jeweiligen Textmerkmale einer Textart müssen dafür vorher geklärt werden). Die Unterthemen, die ich in meiner Konzeptidee formuliert habe, müssen auch für die Schüler_innen als solche gekennzeichnet werden und nicht als Fragen, so dass die Schüler_innen die Möglichkeit haben, zu einem Themenkomplex zu arbeiten und sich für die Bearbeitung  selbst Fragen stellen, denen sie nachgehen wollen.

2. Das Infoblatt für die Schüler_innen sollte klarer strukturiert werden und nicht im Fließtext geschrieben sein. So wie dieser bisher aufgebaut ist, könnte es für die Schüler_innen schwierig sein, alle Informationen zu erfassen.

3. Allgemein müssen auch die Regeln für das Reflektieren besprochen werden (dabei auch Verweis auf den Kriterienkatalog zur Bewertung).

4. Trotz Einsatz von Arbeits- und Wochenplänen sollte auch mündlich immer wieder an die Bedingungen der Portfolioarbeit, des Vorgehens innerhalb der Arbeit, erinnert werden.

…t.b.c….

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… noch ein paar Gedanken zur ePortfolioarbeit, den Vorteilen und Schwierigkeiten…

Vorteile des ePortfolios

  • Erweiterung der digitalen Medienkompetenz
  • Lernprozess (Fortschritte und Entwicklungen) kann (nuanciert) nachvollzogen werden (digitale Dokumente, elektronische Nachweise, Überarbeitungsversionen einsehbar)
  • Nutzung des ePortfolios zur systematischen Dokumentation
  • Reflexionen und einfache Überarbeitung von Beiträgen, Ergänzung von Informationen
  • vielfältige Strukturierungsmöglichkeiten
  • Einbindung von Bild-, Audio-, und Videodateien, Verlinkungen
  • Dateien verschiedener Arten jederzeit und überall verfügbar
  • Reflexion der Qualität der eigenen Arbeit, positive Auswirkung auf Lernerfolg, Entwicklung eigener Lernstrategien, Förderung der Medienkompetenz
  • Entwicklung, Vergleich und Rückmeldung: in Abhängigkeit von Zugangsrechten können Lernende ihre Arbeiten mit denen von anderen vergleichen und mit vorgegebenen Leistungsindikatoren messen

Das in der Unterrichtseinheit zu entwickelnde Portfolio dient zum einen der Entwicklung der Lernenden, da durch das Erstellen verschiedener Arbeiten zu den ausgewählten Themen und durch die Reflexion und Überarbeitung dieser ein Materialkorpus zusammengetragen wird, mithilfe dessen die Entwicklung, ein Lernzuwachs sichtbar gemacht werden kann. Zum anderen dient das Portfolio auch der Präsentation von einzelnen Ergebnissen und wird zur Bewertung herangezogen. Eine Möglichkeit, die von den Schüler_innen ausgewählten Arbeiten zu sammeln, wäre auch das Veröffentlichen dieser auf dem Klassen-Blog. Ein Nachteil oder eher eine Schwierigkeit des Arbeitens mit ePortfolios im Unterricht gegenüber papierbasierten Formen ist die größere Hürde, die vor Einsatz dessen überwunden werden muss. So ist die Basis einer gewissen Medienkompetenz, die Voraussetzung für das Arbeiten mit dem ePortfolio ist, sowohl auf Schüler_innen als auch auf Lehrerseite, erst aufzubauen. Aus Bequemlichkeit und auch aus Angst vor einer vermuteten Überforderung, ebenfalls wieder auf beiden Seiten, könnte häufiger, wenn schon Portfolioarbeit, auf die Old-School-Variante des Papierportfolios zurückgegriffen werden. Der Auf- und Ausbau einer (digitalen) Medienkompetenz scheint in der heutigen Zeit jedoch unausweichlich (z. B. Aufklärung über Öffentlichkeit und Privatheit, Rechte, …) und sinnvoll – auch unter dem Aspekt der Teilhabe.

 

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Medienkompetenz

Worüber ich im Laufe des Seminars und auch bei der Auseinandersetzung mit meinem ePortfoliokonzept immer wieder nachdenken musste, ist das Thema Medienkompetenz. Dazu habe ich auf der Homepage der Bundenzentrale für politische Bildung auf einem Blog zur Fachkonferenz Medienkompetenz 2014 – Medienpädagogik im digitalen Umbruch einen Webtalk zum Thema Kontrollverlust und Medienpädagogik gefunden, in dem es laut des eingestellten Kommentars um Folgendes geht: „Die Förderung von Medienkompetenz soll selbstbestimmtes und souveränes Handeln mit Medien ermöglichen. Das klingt gut – scheint aber angesichts des Kontrollverlusts im Netz ein unerreichbares Ideal. Was bedeutet das für die medienpädagogische Arbeit? Michael Seemann und Niels Brüggen diskutierten darüber im #pb21-WebTalk.“ http://www.bpb.de/veranstaltungen/format/kongress-tagung/medienkompetenz-2014/

Einen weiteren Beitrag gibt es dort zum Thema Medienpädagogik im Netz, in dem den Fragen nachgegangen wird, wie Medienpädagogik auf den digitalen Wandel reagieren sollte und wie  Teilhabe insbesondere von Kindern und Jugendlichen, die aus bildungsbenachteiligten Milieus kommen, chancengerecht gefördert werden.

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…vorerst fertig?!

Es ist soweit, mein Unterrichtsentwurf für ein ePortfolio zum Thema Werbung ist fertig. Ich konnte mich lange nicht für ein Thema entscheiden: Erst war das Problem, dass sich zunächst keine der überlegten Ideen für die ePortfolioarbeit zu eignen schien, dann, dass ich zu viele Ideen hatte. Schließlich habe ich es doch geschafft, wie immer auf den letzten Drücker,einen Konzeptentwurf zu entwickeln, an dem es noch viel zu reflektieren und auch zu verbessern gibt. So war die Aufgabe ein Unterrichtskonzept zu entwickeln, in dem der Fokus auf der Portfolioarbeit liegt an sich schon hoch komplex. Da die Portfolioarbeit jedoch digital erfolgen soll, ergaben sich noch umso mehr Aspekte, die berücksichtigt werden mussten. Meine Unterrichtsidee für ein ePortfolio findet ihr unter Unterrichtskonzept. Die PowerPoint gibt es hier

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Reklame

Reklame

Ich wollte von gar nichts wissen.
Da habe ich eine Reklame erblickt,
Die hat mich in die Augen gezwickt
Und ins Gedächtnis gebissen.
Sie predigte mir von früh bis spät
Laut öffentlich wie im stillen
Von der vorzüglichen Qualität
Gewisser Bettnässer-Pillen.
Ich sagte: “Mag sein! Doch für mich nicht! Nein, nein!
Mein Bett und mein Gewissen sind rein!”
Doch sie lief weiter hinter mir her.
Sie folgte mir bis an die Brille.
Sie kam mir aus jedem Journal in die Quer
Und säuselte: “Bettnässer-Pille.”
Sie war bald rosa, bald lieblich grün.
Sie sprach in Reimen von Dichtern.
Sie fuhr in der Trambahn und kletterte kühn
Nachts auf die Dächer mit Lichtern.
Und weil sie so zäh und künstlerisch
Blieb, war ich ihr endlich zu Willen.
Es liegen auf meinem Frühstückstisch
Nun täglich zwei Bettnässer-Pillen.
Die isst meine Frau als “Entfettungsbonbon”.
Ich habe die Frau belogen.
Ein hoher Frieden ist in den Salon
Meiner Seele eingezogen.

Joachim Ringelnatz

http://www.versalia.de/archiv/Ringelnatz/Reklame.835.html (aufgerufen am 16.01.2015)

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Vorbemerkungen zum ePortfolio-Konzept zum Thema Werbung – ein fächerübergreifender Unterrichtsentwurf für die Fächer Arbeitslehre/Technik und Deutsch

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Verstrickt?!

Ausgehend von meinen bisher geringen Erfahrungen zur Portfolioarbeit und den Tipps zur Planung dieser von Ilse Brunner (vgl. Brunner 2006) habe ich für die Umsetzung meines geplanten Konzeptes einen Zeitraum von vier Wochen angedacht, um sowohl den Schüler_innen als auch mir selbst die Möglichkeit zu geben, sich mit der Portfolioarbeit vertraut zu machen. Das Portfolio soll parallel zum Unterricht geführt werden, es sollen Themen erarbeitet und vertieft sowie Lernfortschritte dokumentiert werden.

Das Thema meines Unterrichtskonzeptes ist Werbung. Die Bearbeitung soll fächerübergreifend in den Fächern Deutsch und Arbeitslehre/Technik stattfinden. Das Unterrichtskonzept ist für den regulär stattfindenden Unterricht gedacht, kann aber auch innerhalb eines Projektes angewendet werden und muss dann entsprechend für dieses adaptiert werden.

Im Rahmen des Seminars ePortfolio Wissenskonstruktion im digitalen Medium führen die Teilnehmer_innen selbst ein Portfolio in Form eines Blogs. Die Gestaltung und Führung eines Blogs scheint mir auch für den schulischen Kontext, unter Berücksichtigung der Komplexität des Themas Portfolio und digitaler Medien, eine Vielzahl an Möglichkeiten zu eröffnen, die den Lernprozess der Schüler_innen unterstützen können.

Vor allem für das Thema Werbung eröffnet das Arbeiten mithilfe eines ePortfolios vielfältige Möglichkeiten. So können auf dem selbst gestalteten Blog unterstützend zu den eigenen Beiträgen Fotos, Filme und Konzepte dargestellt werden.

Vor der hier im Folgenden dargestellten Unterrichtseinheit ist eine Einführung z. B. in Form eines Workshops sowohl auf Lehrer- als auch auf Schülerseite unabdinglich, in der relevante Themen, die beim Erstellen eines Blogs und der Ausbildung der Medienkompetenz eine Rolle spielen (Öffentlichkeit vs. Privatheit, Datenschutz, Rechte, Technisches Know-How zur Erstellung und Führung eines Blogs), behandelt werden. Innerhalb dieser Einführung sollte auch geklärt werden, dass das Reflektieren der eigenen und fremden Beiträge Teil der Unterrichtseinheit ist und gemeinsam über die Vorteile diesbezüglich gesprochen werden. Dabei sollte thematisiert werden, wie die Schüler_innen Zugang zu den Blogs ihrer Mitschüler_innen erhalten und welche Beiträge kommentiert werden sollten. Der Austausch auf digitaler Ebene kann und soll zu entsprechenden Zeiten auch durch direktes Feedback face to face ergänzt werden.

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Leistungsbewertung durch Portfolio


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„Leistungsüberprüfung muss – wenn sie zu den neuen Unterrichtsformen passen soll – prozessorientiert und schülerbezogen sein!“ (Paradies/Wester/Greving 2005, S. 9).

Gefordert werden differenzierte Formen der Leistungsbewertung, die durch mehr Transparenz der Kriterien und Ziele der Bewertung geprägt sind (vgl. ebd. 2005, S. 11). Nach Paradies, Wester und Greving geht es heute nicht mehr nur um Wissensüberprüfung, sondern um den Nachweis von Lern- und Handlungskompetenz (ebd. 2005, S. 9). Lernprozess und Lernergebnis sollten ihrer Ansicht nach in der Bewertung aufeinander bezogen sein (ebd. 2005, S. 11). Bisherige Bewertungspraktiken beschränkten sich vor allem auf den inhaltlich-fachlichen Bereich. Um jedoch auch den methodischen, sozialen und persönlichen Lernbereich erfassen zu können, ist es nötig, Instrumente der Leistungsbewertung zu nutzen, die den schüleraktivierenden Unterricht, in dem die Lehrperson als Unterstützer und Berater fungiert, begünstigen. Der Einsatz eines Portfolios scheint dies gewährleisten zu können (vgl. Winter 2012, S. 206). Graves (zitiert von Häcker 2007, S. 84) äußert: „We’ve never needed portfolios more than we do now“. Die Arbeit mit Portfolios birgt viele Vorteile, und „[…] bietet genügend Flexibilität, um Leistungsforderungen und Leistungsziele, die sich in offenen Lernprozessen ergeben, aufzunehmen und einer Reflexion sowie Bewertung zuzuführen“ (Winter 2012, S. 213). Das Portfolio bietet die Möglichkeit, ein großes Leistungsspektrum zu offenbaren und das individuelle Profil eines Schülers/ einer Schülerin sichtbar zu machen (vgl. ebd. 2012, S. 218). Die SuS können im Rahmen der Vorgaben eigene Ziele festlegen und bestimmen, wie sie diese erfüllen. Dieses Vorgehen entspricht in besonderem Maße den Anforderungen einer inklusiven Lernkultur, indem SuS unter Berücksichtigung der individuellen Bezugsnorm bewertet werden (vgl. Terfloth/ Bauersfeld 2012). Durch das Zusammenspiel zwischen Fremd- und Selbstforderung ergibt sich eine innere Differenzierung, eine Individualisierung der Leistungsansprüche (vgl. Winter 2012, S. 213). Durch das Prinzip der Überarbeitung gibt es keine punkttuelle Leistungseinforderung oder –messung (vgl. ebd. 2012, S. 213). Dadurch, dass die einzelnen Beiträge des Portfolios beliebig oft überarbeitet werden können, ist eine größere Verantwortlichkeit gegenüber den eigenen Arbeiten zu erwarten. Dies eröffnet auch schwächeren SuS die Chance, ihre Fähigkeiten zu zeigen (vgl. ebd. 2012, S. 214). Durch die intensive Auseinandersetzung mit dem Lernprozess und den Lernprodukten, beispielsweise realisiert durch einen Begleitbrief zum Portfolio oder durch Deckblätter und Reflexionsbögen, wird die Selbstbewertung gefördert (vgl. ebd. 2012, S. 215). Dies ist auch ein deutliches Anliegen des handlungsorientierten Unterrichts und elementar für rationales Handeln (vgl. Gudjons 2008, S. 139). Die ständige Selbstreflexion ist zudem Voraussetzung dafür, dass eine sachliche und ertragreiche Kommunikation über die Arbeit möglich ist (vgl. Winter 2012, S. 217).

Wichtig für die Umsetzung des Portfolios ist eine genaue Formulierung der Kriterien, die zur späteren Bewertung genutzt werden sollen. Der Kriterienkatalog soll zusammen mit den SuS entwickelt werden, um die Bewertung so transparent wie möglich zu gestalten und um sie für die Arbeit zu motivieren. Er soll für jedes Kriterium drei Qualitätsstufen vorsehen (ausgezeichnet, solide, gerade noch akzeptabel). Weniger Stufen würden eine Einschätzung komplexer Aufgaben erschweren, mehr Stufen könnten dazu führen, dass auch schlechtere Arbeiten abgegeben werden dürfen (vgl. Brunner/Krimplstätter/Kummer 2006, S. 181), was die Motivation erheblich mindern könnte. Elementar für die Umsetzung der Bewertung mittels des Portfolios ist zudem die Einplanung von Reflexionszeiten und Beratungsgesprächen mit der Lehrperson, in der die Entwicklung des Prozesses, einzelner Produkte und deren Überarbeitung besprochen werden kann.

Literatur:

Brunner, Ilse/Krimplstätter, Andrea/Kummer, Antonie (2006): Mit Portfolios Lernfortschritte belegen und Qualitätsempfinden entwickeln. Wie Qualitäts- und Kompetenzkriterien ausgehandelt werden. In: Brunner, Ilse/Häcker, Thomas/Winter, Felix (Hrsg.): Das Handbuch Portfolioarbeit. Konzepte – Anregungen – Erfahrungen aus Schule und Lehrerbildung. Kallmeyer – Friedrich. Seelze-Velber. S. 179-186.

Gudjons, Herbert (2008): Handlungsorientiert Lehren und Lernen. Schüleraktivierung Selbsttätigkeit Projektarbeit. Verlag Julius Klinkhardt. Bad Heilbrunn. Hohengehren

Häcker, Thomas (2007): Portfolio: ein Entwicklungsinstrument für selbstbestimmtes Lernen. Eine explorative Studie zur Arbeit mit Portfolios in der Sekundarstufe I. Schneider.

Paradies, Liane/Wester, Frank/Greving, Johannes (2005): Leistungsmessung und –bewertung. Cornelsen Verlag Scriptor. Berlin.

Terfloth, Karin/ Bauersfeld, Sören (2012): Schüler mit geistiger Behinderung unterrichten. Didaktik für Förder- und Regelschule. Ernst Reinhardt Verlag. München.

Winter, Felix (2012): Leistungsbewertung. Eine neue Lernkultur braucht einen anderen Umgang mit den Schülerleistungen. Schneider. Hohengehren.

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Raster

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Entscheidungen

zur Planung der Unterrichtseinheit sind vielfältige und komplexe Fragen und Entscheidungen zu klären, von denen einige im Folgenden aufgezählt werden…

insgesamt fühle ich mich wie ein Krake, der seine 8 Arme unter Kontrolle bringen muss, eigentlich sind es aber noch viel mehr…

krakepräsent

 

Lehrplan und Interessen/Stärken berücksichtige, Lernziele (individuelle und gemeinsame)

Etablierung im Unterricht (zentrifugal+zentripetal) oder zur Einführung innerhalb einer Projektwoche

Entwicklungsportfolio

Einzelportfolio (Gruppenportfolio)

Gespräche mit den SuS über die Porfolios (S und Mitschüler/Eltern und S./Lehrer und Schüler)

Benotung (Was wird benotet, Ausschnitte, Reflexion) formativ vs. summativ?, Trennung von Lern- und Leistungsphasen

Kriterienkatalog (gemeinsame Entwicklung mit den SuS, Kategorien für die Bewertung…), Transparenz für Bewertung

e-Portfolio in welcher Umsetzung (Blog, Wiki, Homepage…)?

Privatheit vs. Öffentlichkeit (geschützter Rahmen innerhalb der Klasse)

„Blog“ auch offline möglich? oder nur für bestimmte Personen zugänglich (passwortgeschützt) oder nur aus dem Schulnetz lesbar (bedenken: z. B. Einschränkung der Kommentarmöglichkeit)

Lehrer sollte nicht Administrator sein, Vertrauen?

Medienkompetenz (welche Voraussetzungen haben die SuS?), welchen müssen erworben werden für gemeinsame Basis? (Workshop innerhalb der Projektwoche oder im Vorfeld möglich), Rechte/Datenschutz…, Erfahrungen mit Programmen?

Einführung des Porfolios in der Klasse/Kollegium/bei den Eltern (Brief oder Abend)

Räume, technische Ausstattung (eigene Ausstattung als Klassensatz)

Deutsch (Textsorten, Roman -> Lesetagebuch), einzelne Produke herausnehmen

AL/Deutsch fächerübergreifend? (z. B. Thema Bewerbung/Berufswahl)

Bio (z. B. Ökosystem, fächerübergreifend Geo, Politik, Chemie)

Kunst (Entwicklungsportfolio oder auch Produktportfolio)

Mathe (Entwicklungsporfolio, Modellierungsaufgaben, Aufgabenpool)

Präsentation? (Wertschätzung, öffentlich oder im Klassenkontext), wenn digital, wie Präsentation? (Beamer/Präsentation, einzelne Produkte auf Plakate???)

 

 

 

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e-Portfolio vs. Papier-Portfolio

Unterschiede zwischen einem elektronischem

electronic

electronic

und einem papierbasierten Portfolio

old school

old school


Das Erstellen und Bearbeiten eines elektronischen Portfolios unterliegt kaum räumlichen und zeitlichen Grenzen, vorausgesetzt eine Verbindung zum Internet ist verfügbar. Eine Kommunikation über den Prozess und das werdende Produkt ist nahezu jederzeit und überall zugänglich , wenn der Ersteller des Portfolios dieses zulässt bzw. fordert. Im Kontrast dazu unterliegt der „papierbasierte ältere Bruder“ der elektronischen Version sowohl zeitlicher und räumlicher Beschränkung. So ist eine Bearbeitung nur möglich, wenn die entsprechende „Papiersammlung“ verfügbar ist – ein Austausch nur an Ort und Stelle möglich .
Einen großen Vorteil des E-Portfolios sehe ich im Prozess der Erstellung. Es sind  jederzeit Korrekturen möglich, sowohl hinsichtlich der Bearbeitung einzelner Themen, als auch hinsichtlich der Struktur des Portfolios. Die Beiträge können zudem in ihrer Chronologie jederzeit verändert werden. Diese Vorgänge sind bei der Erstellung eines papierbasierten Portfolios nur eingeschränkt möglich. So ist zwar das Verändern der Reihenfolge einzelner Beiträge möglich, jedoch nur, wenn jeder Beitrag auf einer abgegrenzten Seite (Seiten) angelegt wurde. Die Korrekturen am papierbasierten Portfolio können nicht so leicht vorgenommen werden und implizieren, bei einer größeren Veränderung, ein Neuanlegen eines Beitrages bzw. Themas auf einem neuen Blatt.
Hinsichtlich der Struktur weist das E-Portfolio eine höhere Flexibilität auf, die Beiträge können (z. B. bei der Nutzung eines Blogs) verschieden sortiert werden, eine Linerarität kann durch andere Strukturen aufgegeben werden. Das papierbasierte Portfolio ist jedoch, trotz Möglichkeiten der Abheftung nach verschiedenen Themen, eingeschränkter hinsichtlich der Strukturierungsmöglichkeiten.
Einen deutlichen Vorteil sehe ich zum Beispiel in der Suchfunktion, die ein elektronisches Portfolio bietet, ein papierbasiertes kaum. So kann zwar ein Beitrag oder eine Textstelle auch hier gesucht werden, jedoch kann, je nach Komplexität des Portfolios (Umfang) die Suche viel Zeit in Anspruch nehmen oder auch erfolglos bleiben.
Warum und wie  ePortfolioarbeit dazu beitragen kann, eine den aktuellen gesellschaftlichen und sozio-technologischen Herausforderungen angemessene Medienbildung zu fördern.
Jugendliche verbringen heute laut des Medienpädagogischen Forschungsbundes (2008) die Hälfte ihrer Mediennutzungszeit in Online-Communities. Das Kombinieren von Texten, Audios und Videos innerhalb von Chatsystemen ermöglicht eine fast grenzenlose Kommunikation. Die relativ einfache Bedienbarkeit von Blogs, Wikis etc. ermöglicht eine „multicodale Selbstproduktion“ (Reinmann 2009, S. 2). Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch das Verhältnis von Privatheit und Öffentlichkeit, deren Grenzen verschwimmen (vgl. Zerfaß et al. 2008 bei Reinmann 2009, S. 2). Web-Nutzer müssen, wollen sie sich sicher im Netz bewegen, über ein hohes Maß an Selbstorganisation und der Fähigkeit zum selbstorganisierten Lernen verfügen. Hier kann die ePortfolioarbeit einen wichtigen Beitrag leisten. Im schulischen Rahmen können grundlegende Fähig- und Fertigkeiten z. B. für das Erstellen eines e-Portfolios in Form eines Blogs erlernt werden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die intensive Auseinandersetzung mit den Begriffen Privatsphäre, Öffentlichkeit, Datenschutz usw.
Wichtige Herausforderungen und Kompetenzen in einer digital geprägten Gesellschaft 
Web-Nutzende sollten über grundlegende Fähigkeiten bezüglich der Nutzung des Internets verfügen. So ist das Wissen über die Erstellung  und das Nutzen von Blogs, Homepages und Emailpostfächern sinnvoll, aber auch das Aufklären über mögliche Gefahren im Hinblick auf Privatssphäre, Öffentlichkeit und Datenschutz.
Literatur:
Reinmann, Gabi (2009): Selbstorganisation auf dem Prüfstand: Das Web 2.0 und seine Grenzen(losigkeit). (noch ändern)
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Visuelle Unterstützung

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noch so viele Lücken…

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jetzt klar???

DEVISE: Probieren und Studieren!

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