Englische Übersetzungen ausgewĂ€hlter Artikel des Sammelbandes „LiteralitĂ€ts- und Grundlagenforschung“

Titel_LiteralitĂ€ts- und Grundlagenforschung Parallel zu unserem Sammelband haben wir einige ausgewĂ€hlte Artikel ins Englische ĂŒbersetzt. Diese stellen wir nachfolgend gern zum Download bereit.

 

 

Abschnitt I: Grundbildung und LiteralitÀtsforschung

Abschnitt II: Grundlagenforschung

Sammelband: LiteralitÀts- und Grundlagenforschung

Titel_LiteralitÀts- und Grundlagenforschung

Unter dem Titel “LiteralitĂ€ts- und Grundlagenforschung” ist der Sammelband im August 2015 als Band 11 der Reihe Alphabetisierung und Grundbildung beim Waxmann-Verlag erschienen (ISBN  978-3-8309-3303-8). Das diesem Sammelband zugrunde liegende Vorhaben wurde mit Mitteln des Bundesministeriums fĂŒr Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen W136702 gefördert.

In diesem Band zur Grundbildung liegen erstmalig bisher verteilt diskutierte Forschungsergebnisse und TheorieansĂ€tze, die vorrangig an der UniversitĂ€t Hamburg erzielt wurden, gebĂŒndelt vor. Er resultiert aus den Studien zur Verlinkung von LiteralitĂ€t und Deutsch als Fremdsprache – ein Thema, das aktueller nicht sein könnte. Weiterhin reflektiert er den noch immer eher langsamen Wandel von Alphabetisierung zur Grundbildung.

Die BeitrĂ€ge stellen durchweg die Frage, wie das Lernen von Erwachsenen zu betrachten ist ‒ ob mit Grundbildungsbedarfen oder unter der Bedingung eines zugeschriebenen Migrationshintergrunds, ob im Kontext von Arbeitslosigkeit oder in der IdentitĂ€tssuche bei Genderfragen, ob informell im Jugendverband oder als Kursleitung non-formaler Bildungsprozesse. Die theoretischen Folien, etwa der durchaus problematische Kompetenzbegriff und der in Hamburg so zentrale Lernbegriff, zeigen den inneren Zusammenhang auf.

Erste Ergebnisse der Verlinkungsstudie liegen vor

Nach der Datenerhebung und -erfassung von Sommer 2012 bis Anfang 2013 befassten wir uns im FrĂŒhjahr 2013 mit der statistischen Analyse und Verlinkung der Kompetenzdaten. Insgesamt konnten wir dazu die Kompetenzdaten von ca. 440 Personen nutzen, die zum Zeitpunkt der Erhebung in Hamburg ĂŒberwiegend in sogenannten Arbeitsgelegenheiten mit MehraufwandsentschĂ€digung (sog. 1-Euro-Jobs) tĂ€tig waren oder an Alphabetisierungs- und Integrationskursen teilnahmen. Ziel der Verlinkung ist es, die Alpha Levels des leo.- Level-One Surveys mit den Stufen des Gemeinsamen EuropĂ€ischen Referenzrahmens (GER) fĂŒr Sprachen vergleichbar und damit europaweit verstĂ€ndlich zu machen. DafĂŒr wenden wir eine im Kontext von IRT nutzbare Verlinkungsmethode an, bei welcher im Prozess der Verlinkung die Alpha-Levels durch sogenannte Anker-Items fixiert werden.
Über die statistische Verlinkung hinaus wurden außerdem auf theoretischer Basis die Stufen des DVV-Lernportals „ich-will-lernen.de“ zu den Alpha Levels in Relation gesetzt. Dazu wurde eine Zuordnung zu den Alpha Levels  ĂŒber die schwierigkeitsbestimmenden Merkmale (SBM) vorgenommen, die in den Projekten lea.- LiteralitĂ€tsentwicklung von ArbeitskrĂ€ften und leo. – Level-One Survey entwickelt worden waren. Die Ergebnisse der Verlinkung sind unter anderem fĂŒr das Rahmencurriculum fĂŒr eine abschlussorientierte Grundbildung von Bedeutung, welches zur Zeit durch unseren Projektpartner, dem Deutschen Volkshochschulverband (DVV), entwickelt wird.

Die Ergebnisse der Verlinkungsstudie liegen nun vor und werden in nÀchster Zeit im Rahmen von Konferenzen und Publikationen veröffentlicht.

lea.-Verlinkungsstudie: Statistische Verankerung von Modellen der LiteralitÀts- und Fremdsprachenkompetenz

Hintergrund und Forschungsbedarf

Nach Bekanntwerden der GrĂ¶ĂŸenordnung des funktionalen Analphabetismus in Deutschland, die mit 14,5% der Bevölkerung zwischen 18 und 64 Jahren eine absolute Zahl von 7,5 Millionen Menschen umfasst (GrotlĂŒschen, Riekmann 2011), ist die Bedeutung einer Weiterentwicklung der LiteralitĂ€tsforschung noch einmal dringlicher geworden.

DarĂŒber hinaus stellt sich seit den Ergebnissen der Leo.-Studie immer wieder die Frage, wie leo. im Vergleich zu der Stufung des EuropĂ€ischen Referenzrahmens Sprachen (GER) einzuordnen ist. Auch die im Alphabund entwickelten Alpha-Levels, die fĂŒr das Rahmencurriculum von hoher Bedeutung sind, leiden darunter, dass sie bisher zwar theoretisch, nicht aber empirisch mit dem GER verankert sind.

Zur Beantwortung dieser noch offenen Fragen im Forschungsfeld Alphabetisierung dient die lea.-Verlinkungsstudie, welche an der UniversitĂ€t Hamburg unter der Leitung von Prof. Dr. GrotlĂŒschen und Dr. Alisha Heinemann angesiedelt ist. FĂŒr die Laufzeit vom 01.01.2012 bis 31.12.2014 wird sie durch Fördermittel des Bundesministeriums fĂŒr Bildung und Forschung finanziert.

Ziel der lea.-Verlinkungsstudie

Das Ziel der lea.-Verlinkungsstudie ist es, die Alpha-Levels (leo. und lea.), die Stufen des Gemeinsamen EuropĂ€ischen Referenzrahmens fĂŒr Sprachen (GER) und die Stufen des Lernportals ich-will-lernen.de miteinander zu verlinken, um auf diese Weise Transparenz und Kommunizierbarkeit des Kompetenzmodells zu verbessern. Gelingt es nĂ€mlich, die Alpha-Levels in eine Beziehung zum GER zu setzen, könnten alle EU-LĂ€nder die leo.-Skala nachvollziehen und fĂŒr ihre Zwecke interpretieren.

Da zeitgleich ein EU-Rahmenprogrammantrag fĂŒr die internationale Verlinkung von leo., IVQ und Skills for Life vorbereitet wird, wĂŒrde Deutschland seine Skala vermutlich europaweit zur Geltung bringen können. Die internationale Sichtbarkeit der vom BMBF geförderten Forschung wĂŒrde davon nachhaltig profitieren.

Vorgehensweise der lea.-Verlinkungsstudie

Zum Zweck der Verlinkung werden vorhandene Items der „lea.-Studie“ mit Items aus dem Deutschtest fĂŒr Zuwanderer (DTZ), Aufgabenformaten aus dem Lernportal „Ich-will-lernen.de“ sowie mit Items der „leo. – Level-One-Studie“ verankert. GeprĂŒft werden dabei schwerpunktmĂ€ĂŸig die Lese- und Schreibkompetenz von Erstsprachler/innen. Es geht dabei darum, die Items der vier Instrumente so miteinander ins VerhĂ€ltnis zu setzen, dass transparent wird, an welchen Stellen sich die Progressionslinien und Entwicklungsstufen ĂŒberschneiden.

WĂ€hrend der Deutschtest fĂŒr Zuwanderer (DTZ) schwerpunktmĂ€ĂŸig nach den Richtlinien des GER – Gemeinsamer EuropĂ€ischer Referenzrahmen fĂŒr Sprachen vorgeht, orientieren sich die Items von ich-will-lernen.de an dem internen Curriculum des Lernportals. Die Items der Projekte leo. und lea. schließlich orientieren sich an den Alpha-Levels, die im Rahmen der Kompetenzmodellentwicklung des lea.-Projekts erarbeitet wurden.

Das statistische Ziel des Vorhabens ist es, die Schwierigkeiten der verschiedenen Instrumente an einem gemeinsamen Bewertungsraster, den Alpha-Levels auszurichten. Die empirische Verankerung ermöglicht auf diese Weise eine Vergleichbarkeit der einzelnen Instrumente und ihrer Testitems untereinander.

Itemauswahl, Konzeption des Testformats und Probandengewinnung

Nach der anfĂ€nglich notwendigen Sichtung der vorhandenen und verfĂŒgbaren Items aus den zu verlinkenden Instrumenten beschĂ€ftigt sich die Verlinkungsstudie aktuell mit der ZusammenfĂŒhrung der Items und der Konzeption des Testformats fĂŒr die Verlinkung. Außerdem laufen bereits die Vorbereitungen zur Felderschließung und Probandengewinnung, damit nach der Verfahrenserprobung im Sommer 2012 die Gesamterhebung zur Verankerung der Items durchgefĂŒhrt werden kann.

 


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