Monatsarchiv für November 2010

 
 

Schreibförderung in der Berufschule

Workshop am 4. Oktober in der Allgemeinen Berufsschule Bremen

Das Teilprojekt Prozessbegleitende Diagnostik am Übergang Schule-Beruf des Verbundprojekts Literalitätsentwicklung von Arbeitskräften (lea.) führte in Kooperation mit der Allgemeinen Berufschule Bremen einen Workshop zur Förderung der Schreibfähigkeiten von jungen Erwachsenen am Übergang Schule Beruf durch. Die Referentinnen und Referenten des Projekts „Chancen erarbeiten“ des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln und den kooperierenden Berufskollegs stellten ein Schreibmodul vor, dass mit den ca. 25 interessierten Lehrkräften Bremer Berufsschulen und Bildungsträger im Workshop diskutiert wurde.

Junge Erwachsene am Übergang Schule-Beruf mit Defiziten im Lesen- und Schreiben haben immer geringere Chancen, einen Ausbildungsplatz zu erhalten. Höhere Anforderungen in den handwerklichen und technischen Berufen bzw. in Dienstleistungsberufen und der damit einhergehende Rückgang einfacher Arbeitstätigkeiten erfordern ein höheres Qualifikationsniveau der Auszubildenden. Viele junge Erwachsene verfügen nicht über ausreichende Grundkompetenzen, um in Ausbildung einzumünden oder die Ausbildung erfolgreich zu beenden.

Die Förderung von Lese- und Schreibfähigkeiten im Erwachsenalter stellt vor allem die Lehrenden vor besondere Herausforderungen. Unterrichtsmaterialien zur Förderung der Lese- und Schreibfähigkeiten sind vielfach nicht erwachsenengerecht aufgebaut und nicht thematisch an der Lebenswelt der jungen Menschen ausgerichtet. Auch die Lernenden stehen dem Unterricht aufgrund negativer Erfahrungen in ihrer Schulbiographie häufig ablehnend gegenüber.

Dieser Zusammenhang von Grundbildung und Beschäftigungs- beziehungsweise Ausbildungsfähigkeit wurde im Workshop aufgegriffen und näher betrachtet. Im Projekt „Chancen erarbeiten“ wurde ein Modul zur Schreibförderung von Schülerinnen und Schüler im Übergangssystem entwickelt. Die praxiserprobten Unterrichtsmaterialien wurden vorgestellt und gemeinsam mit den Workshopteilnehmenden diskutiert. Die Materialien die von Herrn Holger Foltz und Frau Sabine Heister sowie weiteren Kollegen und Kolleginnen der Berufskollegs Jülich und Alsdorf entwickelt und erprobt wurden, fördern vor allem das freie Schreiben sowie die Sensibilität für unterschiedliche Textsorten. Dazu wurden anhand der konkreten Arbeitsmaterialien unterschiedliche Techniken vorgestellt. Eine Veröffentlichung des Schreibmoduls stellte Herr Helmut Klein, Leiter des Projektes am Institut der Deutschen Wirtschaft, den Teilnehmenden für November 2010 in Aussicht.


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