Abstracts

Integrierte Theorie des Schriftspracherwerbs bei Erwachsenen

Anke Grotlüschen, Yvonne Dessinger, Alisha Heinemann, Claudia Schepers

Wir haben aus verschiedenen Theorien zum Schriftspracherwerb die zentralen Elemente gefiltert, um dadurch unsere eigene integrierte ganzheitliche Theorie zu generieren, welche uns als Grundlage für die Itementwicklung dient. Die von uns für die Itementwicklung als zentral erachteten Kriterien sind:
A) das einzelne “ Schriftelement“ (Buchstabe, Wort, Satz bzw. Text) „Was wird geschrieben?“
B) die „Symbollänge“, also die Anzahl der Zeichen (Buchstaben, Wörter, Sätze) „Wie viel wird geschrieben?“
C) der “ Phonemstufenaufbau“ (6 Stufen nach Reuter- Liehr) „Wann wird welcher Laut gelernt?“
D) die „Gebräuchlichkeit“ der einzelnen Wörter (Definition des gebräuchlichen Wortschatzes) „Worüber wird geschrieben?“
E) sowie die angewandte “ Strategie“ beim Schreiben (Stufen, nach denen Schriftspracherwerb vollzogen wird) „Wie geht die schreibende Person vor?“
Für eine genauere Übersicht der zugrunde liegenden Theorien siehe: Tabelle: Integrierte Theorie des Schriftspracherwerbs bei Erwachsenen

Erweiterung beruflicher Handlungskompetenzen durch föderdiagnostische Bestimmung von Lese- und Schreibkompetenzen benachteiligter Jugendlicher und junger Erwachsener

Eva Quante-Brandt, Eva Anslinger, Theda Grabow

Der Artikel nimmt die Problematik fehlender Grundbildung Jugendlicher und junger Erwachsener im Übergangssystem sowie in Ausbildung und Erwerbsarbeit auf und ordnet sie in die Entwicklung berufliche Handlungskompetenz ein. Mangelnde Ausbildungsreife Jugendlicher im Zusammenhang mit fehlenden sozialen, personalen Kompetenzen bzw. schulischen Kenntnissen von potenziellen Auszubildenden sind Aspekte, die zu Anfang eines Ausbildungsjahres kontrovers diskutiert wurden. Unbestritten ist, dass gute Lese- und Schreibkenntnisse elementare Bedingungen sind, um an Ausbildung, Erwerbsarbeit und in erweiterter Perspektive an beruflicher und betrieblicher Weiterbildung zu partizipieren. Grundbildung ist daher eine elementare Voraussetzung zur Erlangung beruflicher Handlungskompetenz und ist in die vier Kompetenzbereiche, der Fach-, Personal-, Sozial- und Methodenkompetenz zu integrieren. Eine systematische Diagnostik oder Förderung individueller Kenntnisse im System der beruflichen Bildung ist jedoch nicht vorgesehen und wird als orginäre Aufgabe des allgemeinbildenden schulischen Bildungssystems angesehen. Vorgestellt wird das Teilprojekt 4: Prozssbegleitende Diagnostik am Übergang Schule-Beruf des Verbundprojektes lea., in dem mit einer systematischen und validen Diagnostik, Förderbedarfe direkt im Zusammenhang aufgezeigt sowie bearbeitet werden. Das zu entwickelnde adaptive Förderinstrument soll Lehrkräften und Ausbilder/innen ermöglichen, kompetent Grundbildungskompetenzen zu diagnostizieren, in Niveaustufen einzuordnen und konkrete individuelle Förderbedarfe abzuleiten. Quelle:(http://www.bwpat.de/ausgabe14/quante-brandt_etal_bwpat14.pdf, Ausgabe Nr. 14, Juni 2008)

Diagnostik und Förderung von Literalität junger Erwachsener am Übergang Schule-Beruf

Eva Anslinger, Eva Quante-Brandt, Theda Grabow

In unserer Gesellschaft nimmt eine gute Ausbildung einen immer höheren Stellenwert ein, da die Ansprüche an die Arbeitnehmer immer weiter zunehmen. Jedoch verfügt ein Teil der Schulabgänger nicht über ausreichende Kenntnisse, um in das Berufsleben eingegliedert zu werden. An dieser Stelle setzt die Arbeit des lea.- Projektes an, welches spezifische Ziele verfolgt. Quelle: (http://www.kibb.de/litdb_detail.html?isn=00134529, September 2008)

Konstruktion eines adaptiven Literalitätsdiagnostikums für junge Erwachsene und Erwachsene in der Arbeitswelt

Eva Anslinger, Yvonne Dessinger, Claudia Schepers, Theda Grabow, Anke Grotlüschen, Alisha Heinemann, Rudolf Kretschmann, Eva Quante-Brandt, Petra Wieken

Der Artikel beschreibt konkret die Ziele des Verbundprojektes lea. und geht auf die bisherige Realisierung ein. So werden Diagnoseverfahren zur Literalität von Jugendlichen und jungen Erwachsenen entwickelt, die Anlehnung an bereits vorhandene Diagnoseverfahren finden, jedoch für die Ziele des Projekts nicht als ausreichend gelten. Die Verlinkung wird hier in Kürze erscheinen.

Kompetenzfeststellungsverfahren in der Benachteiligtenförderung und der Stellenwert der Literalitätsdiagnostik

Theda Grabow, Eva Quante-Brandt, Eva Anslinger

Jugendliche, die nicht über ausreichende Schrift- und Sprachkenntnisse verfügen, haben nach der Schule häufig Schwierigkeiten den Weg ins Berufsleben zu finden. Als Hilfe sollen Kompetenzfeststllungsverfahren dienen,  an Hand derer die Resourcen, Interessen und Kompetenzen der Jugendlichen emittelt werden. Dazu gibt es unterschiedliche Ansätze, die auf eine Vielzahl von unterschiedlichen Jugendlichen zutreffen und einer genaueren Erläuterung bedürfen. Sollten sie an einer Kopie dieser Datei interessiert sein, bitte eine Mail an den Koordinationsservice TP6: dzimper@uni-bremen.de

Mehr untere Sprossen für die Leiter

Claudia Dluzak, Alisha M. B. Heinemann, Anke Grotlüschen

Der Beitrag fragt, ob anhand internationaler Vorbilder differenzierte Alphabetisierungslevels gefunden werden können, mit denen Fähigkeiten im Laufe eines Alphabetisierungsprozesses abgebildet werden können. Hierzu wird eine Auseinandersetzung mit dem US- amerikanischen „Komponentenansatz“, den englischen “ Entry-Levels“ und dem Ansatz der “ Unteren Sprossen der Leiter“ (Lower Rungs Approach) geführt. Ein Ergebnis ist die Orientierung an förderdiagnostischen Ansätzen – im englischsprachigen Raum als „Formative Assessment“ bezeichnet. In Anlehnung daran entwickelt das Projekt “ Literalitätsentwicklung von Arbeitskräften“ (lea.) Alphabetisierungsniveaus Alpha 1 bis Alpha 5 die es hier zur Diskussion stellt. Quelle: (http://www.die-bonn.de/zeitschrift/12009/index.asp, DIE Zeitschrift 2009/1). Sollten Sie an einer Kopie dieser Datei interessiert sein, bitte eine Mail an den Koordinationsservice TP6: dzimper@uni-bremen.de

Förderdiagnostik von Literalität im Dschungel von Referenzsystemen und Schulleistungsstudien- was tun mit den Pisa- Verlierer/innen?

Eva Anslinger, Eva Quante- Brandt, Rudolf Kretschmann

Etwa 25% eines Altersjahrganges kommen über die PISA-Kompetenzstufe I nicht hinaus, verügen also nicht über ausreichende Sprach- und Schriftkenntnisse. Durch PISA als “ Risikogruppe“ oder „Risikoschüler“ identifiziert zeigen sie, dass die Gründe für die hohe Drop-Out- Quote auch im Schulsystem selbst liegen müssen. Unterschiedliche Kompetenzfestsellungsverfahren zur Verbesserung beruflicher Förderangebote sind erarbeitet worden. In diesem Artikel werden adptive Diagnostiken von Literalität und die Förderung von Literalität in Maßnahmen des Übergangssystems näher erläutert. Quelle: (http://www.zeitschrift-berufsbildung.de/, Ausgabe Nr. 115, März 2009). Die Verlinkung wird hier in Kürze erscheinen.

Alpha- Forum Ausgabe 72

Schriftsprachkompetenzen erkennen und fördern- von Anfang an

Alisha M. B. Heinemann, Claudia Schepers, Anke Grotlüschen

Womit fängt man an zu alphabetisieren und wann kann man aufhören? Wie lassen sich bereits vorhandene Kompetenzen diagnostizieren, ohne dabei Testängste bei einer Zielgruppe zu schüren, in deren Biographie Testsituationen häufig traumatisch assoziiert sind (vgl. GENUNEIT 2004)? Auf welcher Grundlage lässt sich ein “ erstes Alpha-Level“ für erwachsene Analphabeten beschreiben und inwiefern unterscheidet es sich von einer ersten Schreibentwicklungsstufe bei Kindern, die die Schriftsprache erlernen? Diesen und weiteren Fragen hat sich das Projekt zur Literalitätsentwicklung von Arbeitskräften (lea.) der Universität Bremen gestellt. Im folgenden Beitrag, der in der Ausgabe 72 des Alpha- Forums erschienen ist, stellen wir einige der gefundenen Antworten vor. Wir beschreiben den theoretischen Hintergrund der Alpha- Levels im Bereich Schreiben und fokussieren das Alpha- Level 1, indem die Kannbeschreibungen aufgeführt, die passenden Schwierigkeitskriterien benannt und ein Beispielitem vorgestellt werden. Die Verlinkung wird hier in Kürze erscheinen.

Quelle: Bundesverband Alphabetisierung (Hrsg.): Alpha- Forum. Zeitschrift für Alphabetisierung und Grundbildung. Winter 2009. S. 27-29

Kompetenzfeststellungsverfahren in der Benachteiligtenförderung und der Stellenwert der Literalitätsdiagnostik

Eva Quante-Brandt, Theda Grabow, Eva Anslinger

Kompetenzfeststellungeverfahren, die seit einiger Zeit Eingang in die Benachteiligtenförderung gefunden haben, sollen die spezifischen Ressourcen, Interessen und Belastungen von jungen Erwachsenen am Übergang Schule- Beruf feststellen und Möglichkeiten des selbst regulierten Lernens aufzeigen. Ziel dieser Verfahren ist es, Übergänge in das Ausbildungssystem zu eröffnen. Literalitätskompetenzen werden jedoch weder systematisch getestet noch in einem anschließenden Förderprozess bearbeitet. Junge Erwachsene mit Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben, können mit dieser Konzeption von Kompetenzfeststellung die Probleme in der Literalität im Verlauf von Maßnahmen nicht aufarbeiten oder verbessern. Damit bleibt der Zugang zu einer qualifizierten Erwerbsarbeit ebenfalls dauerhaft verschlossen. Der Zusammenhang von Literalität und Kompetenzfeststellungsverfahren wird in dem Beitrag analysiert. Zunächst wird die Bedeutung der Literalität für die Integration der Jugendlichen in das Ausbildungssystem aufgezeigt, anschließend werden Zielsetzungen und Grundsätze von Kompetenzfeststellungsverfahren vorgestellt, geclustert und auf förderdiagnostische Grundsätze bezogen. Abschließend werden Anschlüsse zwischen förderoientierter Literalitätsdiagnostik des Verbundprojektes lea. und der Kompetenzfeststellung dargelegt.

Quelle: Biermann, Horst/ Piasecki, Peter (Hrsg.): Dortmunder Fachgespräche 2008: Berufsbezogene Kommunikationsförderung. Bochum: Verlag Dr. Dieter Winkler. S. 59-81.

Die unterschätzte Macht legitimer Literalität

Anke Grotlüschen, Alisha M.B. Heinemann, Barbara Nienkemper

Es ist modern geworden, von multiplen Literalitäten zu sprechen. Daher greifen wir hier die Begriffshistorie auf und versuchen, zu einer Präzisierung beizutragen. Die Fragen, wie Schrift und Denken einerseits und Schrift und Gesellschaft andererseits zusammenhängen, sind strittig, deshalb zeichnen wir die Diskussion nach und stellen eine weitere Position zur Debatte, nämlich die Idee einer „legitimen Literalität“.

Quelle:(http://www.report-online.net/recherche/einzelhefte_inhalt. asp?id=4309, Ausgabe 4/2009)



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