2 – Berufsrelevante Erwachsenengerechte Diagnostik

Berufsrelevante Erwachsenengerechte Diagnostik

Der Projekttitel „lea.Literalitätsentwicklung von Arbeitskräften“ steht für eine Implementierung erwachsenengerechter Förderdiagnostik sowie eine exemplarische Erhebung und Entwicklung von Curricula im Bereich der Grundbildung von Erwachsenen in der Arbeitswelt. Das Teilprojekt »Berufsrelevante Erwachsenengerechte Diagostik« übernimmt in diesem Verbundprojekt die Aufgabe, das Verfahren für die förderdiagnostische Kompetenzmessung zu entwickeln.

Untersuchungen über die Lese- und Rechtschreibkompetenzen von jungen Schulabgängerinnen und Schulabgängern zeigen, dass ca. 4-5% jedes Jahr die Schule verlassen, ohne über ausreichende Schriftsprachkompetenzen zu verfügen (vgl. Kretschmann et. al 1990, S. 14/15). Nicht zuletzt wurde in der PISA-Studie festgestellt, dass 10% der 15-Jährigen im Leseverständnis nicht einmal Level Eins erreichen. Das zu entwickelnde Diagnostikverfahren soll es nun auch möglich machen, die Stufe unter Level Eins genau auszudifferenzieren.

Das Forschungsdesign ist dabei partizipativ, d.h. es bindet AlphabetisierungteilnehmerInnen in die Item- und Konzeptentwicklung mit ein. Die Testitems werden in Kooperation mit anderen Teilprojekten entwickelt und das Diagnoseinstrument in Alphabetisierungskursen der Projektpartnerin Bremer Volkshochschule erprobt.

Zielgruppen des Projekts sind neben den jungen Erwachsenen am Übergang Schule-Beruf auch diejenigen Erwachsenen, die die Schule bereits seit langer Zeit hinter sich gelassen haben und sich nun erneut entschieden haben, das Lesen- und Schreiben zu erlernen. Mit eingeschlossen sind hier auch Nicht-MuttersprachlerInnen, bei denen noch weitere Besonderheiten in der Testentwicklung berücksichtigt werden müssen.

Benachteiligte Erwachsene haben täglich mit Frustrationen und Öngsten zu kämpfen, so dass Assessments eine gewisse Sensibilität voraussetzen. Bewährt hat sich das anonyme E-Assessment, anhand dessen die Lernenden ohne Blamage ihren Fortschritt erkennen (Grotlüschen/Bonna in: Hessische Blätter für Volksbildung 4/2007, S. 335f).

Zur Umsetzung des Forschungsvorhabens wird im Teilprojekt 2 in fünf Schritten vorgegangen:
1. Internationale Bestandsaufnahme existenter Diagnostikverfahren
2. Auswahl geeigneter Kompetenzmodelle
3. Entwicklung eines mehrstufigen Itempools
4. Erprobung und Eichung des Instruments in Kooperation mit der Bremer Volkshochschule
5. Weiterentwicklung des förderdiagnostischen Instruments als Self-Assessment

Ziel des Teilprojekts 2 ist die Entwicklung eines berufsrelevanten kompetenzdiagnostischen Verfahrens für Erwachsene, welches sowohl für die Beratung und Begleitung im Kurs als auch für das Self-Assessment eingesetzt werden kann.

Kontakt

Teilprojektleitung:

Prof. Dr. Anke Grotlüschen

Tel.: 040 42838 3761
E-Mail: anke.grotlueschen@uni-hamburg.de

Projektmitarbeiterinnen:
Dipl. Psych. Yvonne Dessinger

Tel: 0421 361 59520
E-Mail: yvonne.dessinger@uni-bremen.de

Dipl. Päd. Claudia Schepers
Tel.: 0421 218 69517
E-Mail: dluzak@uni-bremen.de


Dipl. Päd. Alisha Heinemann

Tel.: 0421 218 69157
E-Mail: Alisha.Heinemann@uni-bremen.de

Kooperationspartnerin:

Dipl. Päd. Monika Wagener-Drecoll

Tel.: 0421 361 3675
E-Mail: monika.wagener-drecoll@vhs-bremen.de

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