LEO-Grundbildungsstudie

Die LEO-Grundbildungsstudie ist eine Follow-Up-Studie der LEO – Level-One Studie aus dem Jahr 2010/2011. Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und ist ein zentraler Baustein der Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung.

Zentrale Ergebnisse der Vorgängerstudie sind in kompakter Form in einer Pressebroschüre in deutscher und englischer Sprache verfügbar.

leo. – Presseheft (deutsch)

leo. – Presseheft (englisch)

Die LEO-Grundbildungsstudie ist nicht eine bloße Replikation der ersten LEO-Studie. Neben dem Assessment der Lese- und Schreibkompetenzen von Erwachsenen (18 bis 64 Jahre) werden durch einen umfangreichen spezifischen Hintergrundfragebogen zahlreiche Fragenbereiche zum Alltagshandeln von Erwachsenen erfasst, die bisher noch nicht systematisch mit den Literalitätniveaus in Zusammenhang gebracht wurden.

Eckdaten zum Projekt

Der offizielle Start des Projekts ist am 1. April 2017. Das Projekt endet mit dem Jahresende 2019. Die durchzuführende bevölkerungsrepräsentative Haushaltsbefragung wird europaweit ausgeschrieben.

Die Feldphase des Projekts wird voraussichtlich Anfang 2018 beginnen. Erste Ergebnisse sind dementsprechend ab Mitte 2018 zu erwarten.

Projekt-Beteiligte

Prof. Dr. Anke Grotlüschen
Professorin für Lebenslanges Lernen (W3)
Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg
anke.grotlueschen@uni-hamburg.de

Dr. des. Franziska Bonna
wissenschaftliche Mitarbeiterin
franziska.bonna@uni-hamburg.de

Dr. des. Klaus Buddeberg
wissenschaftlicher Mitarbeiter
klaus.buddeberg@uni-hamburg.de

Die Vorgängerstudie: LEO – Level-One Studie

Das Forschungsprojekt „LEO – Level-One Studie“ (auch LEO-Studie) fand zwar mit dem Ende der Projektförderung durch das BMBF Ende April 2013 seinen formalen Schlusspunkt, seine Ergebnisse werden aber auch weiterhin in der (Fach-)Öffentlichkeit diskutiert. Die Resultate der Studie haben großen Widerhall gefunden.

leo. – Presseheft (deutsch)

leo. – Presseheft (englisch)

Die LEO-Studie hatte das Ziel, ein Benchmark (dt. Bezugswert) zur Größenordnung des funktionalen Analphabetismus bei deutsch sprechenden Erwachsenen zu definieren. Zur Einordnung und Bewertung wurden Zusammenhänge zu bereits bestehenden Erhebungen zur Literalität, wie z.B. IALS hergestellt. Die Studie sollte nicht die Literalität der gesamten Bevölkerung ausdifferenzieren, sondern gezielt die Lese- und Schreibfähigkeit im niedrigsten Kompetenzbereich, dem so genannten ‚Level One‘ ermitteln.

Im Frühjahr 2011 wurden erste Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Kernaussage lautete damals: 7,5 Millionen Deutsch sprechende Erwachsene können nur so eingeschränkt lesen und schreiben, dass sie von voller selbstständiger gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen sind, bzw. häufig auf Unterstützung angewiesen sind.

Seit der Veröffentlichung dieser ersten Hauptergebnisse wurden weitere und differenziertere Resultate in einer Reihe von Buch- und Zeitschriftenbeiträge veröffentlicht. Zudem wurden LEO-Ergebnisse in einer langen Reihe von Vorträgen und Präsentationen auf Tagungen und Kongressen vorgestellt. Auch nach dem formalen Ende des Projekts fanden und finden weitere Vorträge statt.

Neben der differenzierten Quantifizierung des Phänomens ‚Funktionaler Analphabetismus in Deutschland‘ konnte die LEO-Studie einen weiteren wichtigen Beitrag zur Diskussion um funktionalen Analphabetismus liefern. Da die bisherige Forschung weitgehend auf Informationen von Teilnehmenden an Alphabetisierungskursen zurückgreifen musste, entstand ein verzerrtes Bild über die gesamte Adressatengruppe. Während nämlich die Beobachtungen aus den Kursen das Klischee zu stützen vermögen, bei funktionalen Analphabetinnen und Analphabeten handele es sich mehrheitlich um arbeitslose und sozial weitgehend isolierte Personen ohne Schulabschluss, zeigt die LEO-Studie ein differenzierteres Bild: Mehrheitlich stehen die Betroffenen im Berufsleben, haben weit überwiegend einen Schulabschluss und sind nicht in erkennbarem Maße stärker sozial isoliert als andere Teile der Gesellschaft.

Die Resultate sind online abrufbar als insgesamt 12 Newsletter, die so genannten LEO-News und als Pressebroschüre in deutscher und englischer Sprache (s.u.). Die zentrale Publikation ist der LEO-Ergebnisband ‚Funktionaler Analphabetismus in Deutschland‘, herausgegeben von Anke Grotlüschen und Wibke Riekmann, erschienen 2012 im Waxmann Verlag.

LEO wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Das Projekt war an der Universität Hamburg angesiedelt und stand unter der Leitung von Prof. Dr. Anke Grotlüschen und Dr. Wibke Riekmann unter Mitarbeit von Klaus Buddeberg.  Als Kooperationspartner waren Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Rainer Lehmann von der Universität Berlin und Prof. Dr. Johannes Hartig vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung am Projekt beteiligt. Die Erhebung führte TNS Infratest Sozialforschung (München) durch.

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Sammelband: Literalitäts- und Grundlagenforschung

UntTitel_Literalitäts- und Grundlagenforschunger dem Titel “Literalitäts- und Grundlagenforschung” ist der Sammelband im August 2015 als Band 11 der Reihe Alphabetisierung und Grundbildung beim Waxmann-Verlag
erschienen (ISBN  978-3-8309-3303-8 ).

LEO-News Oktober 2014

In dem englischsprachigen Beitrag „Stereotypes versus Research Results Regarding Functionally Illiterate Adults – Conclusions from the First German Level-One Survey and the Learner Panel Study“ stellen wir Ergebnisse der Repräsentativ-Studie leo. Ergebnissen der Teilnehmenden-Studie AlphaPanel gegenüber. Das Ergebnis: Gängige Vorstellungen über funktionale Analphabet/inn/en, wie sie aus Untersuchungen unter Kursteilnehmenden resultieren, decken sich kaum mit der Zusammensetzung der Gesamtgruppe. Die sorgfältige Gegenüberstellung von Ergebnissen aus beiden Forschungssträngen hilft, sowohl die Zusammensetzung der Teilnehmenden als auch die Zusammensetzung der Adressat/inn/en angemessen zu beschreiben, ohne gängige Klischees zu reproduzieren.

We present an article titled: „Stereotypes versus Research Results Regarding Functionally Illiterate Adults – Conclusions from the First German Level-One Survey and the Learner Panel Study“ in which we compare the results of the representative study about functional illiterates (leo.) with a representative learner study (AlphaPanel). Main findings: Results from learner studies tend to reproduce stereotypes about functional illiterates who do not draw an adequate picture about the group as a whole.

Download Article: Grotlueschen et al. (2014) Stereotypes

 

LEO-Ergebnisband zum Download

Wir freuen uns, Ihnen an dieser Stelle den LEO-Ergebnisband zum kostenlosen Download zur Verfügung stellen zu können:

Ergebnisse der ersten LEO – Level-One Studie

Das Buch ist erschienen im Waxmann Verlag und dort online zu bestellen:

www.waxmann.com/buch2775


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