leo. – Level-One Studie (leo.-Studie) zur Größenordnung des Analphabetismus

Das Forschungsprojekt „leo. – Level-One Studie“ (auch leo.-Studie) untersucht den Grad der Literalität der deutsch sprechenden Bevölkerung und fokussiert dabei auf den unteren Kompetenzbereich.

Die leo.-Studie hat das Ziel, ein Benchmark (dt. Bezugswert) zur Größenordnung des Analphabetismus bei deutsch sprechenden Erwachsenen zu definieren. Zur Einordnung und Bewertung werden Zusammenhänge zu bereits bestehenden Erhebungen zur Literalität, wie z.B. IALS hergestellt. Das Benchmark soll sich unterhalb oder höchstens knapp innerhalb der bekannten Levels befinden.

Gefördert wird leo. durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Es ist an der Universität Hamburg angesiedelt und steht unter der Leitung von Prof. Dr. Anke Grotlüschen und Dr. Wibke Riekmann.  Als Kooperationspartner sind Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Rainer Lehmann von der Universität Berlin und Prof. Dr. Johannes Hartig vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung am Projekt beteiligt. Die Erhebung führt TNS Infratest Sozialforschung (München) durch.

leo. – Presseheft (deutsch)

leo. – Presseheft (englisch)

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leo. – News 02/2012

Die aktuelle leo. – News informiert Sie über die Erwerbstätigkeit trotz funktionalem Analphabetismus.

leo. – News 02/2012

Publikationen

Nachfolgend finden Sie unsere Übersicht der bereits erschienenen Publikationen aus dem Projekt leo. – Level-One Studie. Ebenfalls finden Sie eine Liste der Preprints, also derjenigen Artikel, die bereits eingereicht bzw. im Erscheinen sind.

Auf Anfrage senden wir Ihnen letztere gern zu. Bitte wenden Sie sich gern per E-Mail an Kirsten.Vittali@Uni-Hamburg.de

Publikationen der leo. – Level-One Studie

 

leo. – News 01/2012

Unter unserer neuen Rubrik “leo. – News” finden Sie unsere jeweils aktuelle “Zahl der Woche” zur Einsicht und zum Download.

Die erste leo. -News informiert Sie über die Verteilung des Funktionalen Analphabetismus in den alten und neuen Bundesländern.

Zahl der Woche 01/2012

Weltalphabetisierungstag 2011

Anlässlich des Weltalphabetisierungstages 2011 hielten Prof. Dr. Anke Grotlüschen und Dr. Wibke Riekmann in Berlin einen Vortrag über die leo. – Level-One Studie. Der Fokus lag hierbei auf den Alpha-Levels.

Die Folien zu dem Vortrag finden Sie unter folgendem Link:

Vortrag Weltalphabetisierungstag 08.September 2011

First results of the “leo. – Level-One-Study”

The figures of the leo. – Level-One Study were released in German in March 2011, causing high mass media attention (7,5 Million functionally illiterates / 14.5% of the population aged 18-64).

A detailed overview of the results of the study in English can be found through the link below:

leo. – Level-One Study. Press brochure.

Bilanzkonferenz Berlin am 29. März 2011

„Wenn Erwachsene lesen lernen …
Alphabetisierung – Grundbildung – Teilhabe”

Unter dieser Überschrift fand am 29. März 2011 in Berlin die Bilanzkonferenz des Förderschwerpunktes „Forschung und Entwicklung zur Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener“ statt. Die Fachkonferenz erfreute sich einer großen Teilnehmendenzahl. Sowohl in den Vorträgen im Plenarsaal als auch in den Fachforen wurde die große Bedeutung der Bekämpfung mangelnder Schriftsprachkompetenz immer wieder zum Ausdruck gebracht.

Im Rahmen einer Fachmesse hatten alle Verbundprojekte die Möglichkeit, ihre Projektergebnisse des Förderschwerpunktes zu präsentieren. Die Messe fand im Zentrum der Veranstaltungen statt, lud – auch durch ihr freundliches Ambiente – alle Teilnehmenden und Referenten zum Erfahrungsaustausch ein und erfreute sich regem Zuspruch.

Hier finden Sie die Präsentation von Frau Prof. Dr. Anke Grotlüschen und Frau Wibke Riekmann zum Download:

Präsentation Bilanzkonferenz Berlin, März 2011

Weitere Informationen

Für weitere und eingehendere Informationen zum Aufbau und den Ergebnissen der leo. – Level-One Studie bitten wir um eine persönliche Mail an

Kirsten.Vittali@uni-hamburg.de

Gerne senden wir auf Anfrage Fachwissenschaftler/inn/en den Methodenbericht und den unpublizierten Kurzbericht zu.

Erste Ergebnisse der leo. – Level-One Studie

Heute werden in Berlin erste Ergebnisse der leo. – Level-One Studie vorgestellt: Über 14 Prozent der erwachsenen Bevölkerung ist von Funktionalem Analphabetismus betroffen. Eine ausführliche Übersicht der Ergebnisse finden Sie unter folgendem Link:

leo-Level-One Studie Presseheft

Vorgehensweise im Leo. Projekt

Auf Basis von vorhandenen Theorien des Schriftspracherwerbs lassen sich so genannte Alpha-Levels herleiten, die die vorhandenen des Schriftspracherwerbs an die Lage im Erwachsenenalter anpassen. Diese Theoriearbeit wurde bereits im Projekt lea. Literalitätsentwicklung von Arbeitskräften geleistet.

Für  die erfolgreiche Durchführung dieser Studie mussten zum einen Testaufgaben entwickelt werden, die ein differenziertes Bild der Lese- und Schreibkompetenzen abbilden.  Die Skalierung der Items ist durch einen Skalierungspretest in Hamburg und Berlin (n=327) und einen bundesweiten, von TNS Infratest durchgeführten, Verfahrenspretest (n=513) erfolgt.
Der repräsentative Hauptlauf startete am 1. März 2010 mit einer Aufstockungsstichprobe (n= 7000+1350).
Hierdurch wurden Personenfähigkeiten zur Schriftsprache in den unteren Literalitätsbereichen erfasst. Gleichzeitig sind die bisher skalierten Items auch entlang der erwachsenen, deutsch sprechenden Wohnbevölkerung normiert worden.

Zum anderen musste die Zielgruppe zur Teilnahme an einem solchen Test motiviert werden, denn gerade jene Personen, die eher geringe Lese- und Schreibkompetenzen besitzen, können aufgrund ihrer Ängste und Sorgen, dass dadurch eventuell ihre Schwachstellen aufgedeckt werden könnten, die freiwillige Teilnahme an einem solchen Test verweigern. Die Items mussten daher unterhaltsam und erwachsenengerecht sein. Sie basieren auf Eigentexten Erwachsener, auf fotografierten Schriftzügen, auf Aphorismen und Kunstwerken, teils eingebettet in Charaktere der Arbeitswelt. Die Aufmachung der Aufgaben ähnelt weniger Büronotizen oder Formularen (wie in der IALS), sondern vielmehr farbigen Rätselseiten (wie in Illustrierten und Magazinen).

Die hier angewandte Definition von Analphabetismus orientiert sich an der Definition der UNESCO von 1978, bei der es darum geht, ohne fremde Hilfe in der Gesellschaft leben zu können. Innerhalb der leo. – Level-One Studie wird Analphabetismus wesentlich über die Fähigkeit des Schreibens und weniger des Lesens definiert. Dieser Ansatz entspricht der Förderungspraxis und den Erfahrungen aus Alphabetisierungskursen.


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