Portfolio als Beurteilungsintrument

Thomas Häcker

Portfolio als Entwicklungsinstrument:

Laut Häcker stellt Portfolio kein festes Konzept dar und ist so unterschiedlich wie dir SuS und der Klassenraum, in denen sie erstellt werden. Es stellt eine alternative zur Leistungsbewertung punktueller Tests dar. SuS übernehmen Eigenverantwortung und Selbstreflexion, indem sie ihren Lernprozess mitbestimmen und reflektieren. Dies entspricht dem konstruktivistischen lernen. lernen ist ein aktiver Konstruktionsprozess, in dem die SuS einer Problemstellung nachgehen und aktiv Lösungen finden. Häckel unterscheidet zwischen einem „show portfolio“, das nur das Endergebnis enthält und einem „process portfolio“, was die ganze Geschichte des Lernprozesses enthält. Das heißt bei weniger gelungene Vorgängen wird auch dieser beschrieben, reflektiert und in dem Portfolio wieder verworfen. Ziel ist es, dass der gesamte Lernprozess dokumentiert und reflektiert wird und ein Konzept „wie lerne ich am Besten“ erstellt wird.

 

Quelle: Häcker, Thomas: Portfolio als Entwicklungsinstrument.

http://www.portfolio-schule.de/go/index.cfm?D497FE97E5534CAF95AF1D3E58626A8F

Felix Winter

Portfolio und Leistungsbewertung:

Laut Felix Winter ist ein Portfolio eine Möglichkeit zur Leistungsbewertung statt einer traditionellen Klassenarbeit. Es gibt jedoch kein festes Konzept für ein Portfolio. Es lässt sich zwischen Leistungsmappen (vgl. Trollportfolio) und einem Beurteilungsportfolio unterscheiden. Das Portfolio kann als Leistungsnachweis dienen und hat den Vorteil, dass das Portfolio nicht Punktuell und nur mit Ziffern bewertet, sondern Prozessbegleitend und Lernsteuernd. Es kann eine Ausführliche Reflektion über den gesamten Entwicklungsprozess/Lernprozess geführt und am Ende reflektiert werden. Eine Ziffer als Leistungsbewertung für das Portfolio stellt sich als schädlich heraus, wenn das Ziel des Portfolios den eigenen Lernprozess zu beobachten ist. Die Bewertung eines Portfolios sollte daher nicht in Ziffern stattfinden, sondern eine inhaltliche Stellungnahme enthalten, die wichtig für den weiteren Lernprozess ist. Sie ist nicht punktuell, sondern kann jederzeit nach hinten verschoben und überarbeitet werden.

 

Quelle : Winter, Felix: Portfolio und Leistungsbewertung. In: Themenheft “Portfolio” der
Zeitschrift: Informationen zur Deutschdidaktik (ide) 26, 2002, H. 1, S. 91-98.
http://www.portfolio-schule.de/index.cfm?496D352DCC4E4076AF63B8D9AACA8C56

 

Eigenes Fazit:

Die konstruktivistische Lehrmethode zeichnet sich im Gegensatz zu dem Frontalunterricht durch selbstbestimmtes, entdeckendes und problemorientiertes Lernen aus. In der Regel fällt es Schülern leichter sich Informationen zu merken, die an eine Handlung und direkte Person gekoppelt sind. In meinem Fall ist es das eigene Haustier. Bei diesem Portfolio geht es darum Informationen aus unterschiedlichen Quellen zu verarbeiten und in Bezug zu dem eigenen Haustier zu setzten. Diese Art von Problemlösung ist auch die, die den Schülern im Alltag am häufigsten begegnet. Es fällt den Schülern leichter Informationen zu speichern, die sie selbst erarbeitet haben. Die Schüler lernen die Klassifikation und Gewichtung von Information, Bildung von Hypothesen, vernetzendes Denken und Entscheidungen und Schlussfolgerungen argumentativ zu begründen.

 

 

Trollportfolio

Beipiel Trollportfolio(die SuS sollen einen Lebensraum für ein Phantasietier erschaffen) :

Dieses Beispiel gefällt mir sehr gut.

Der Aufbau und die Aufgabenstellung entspricht meinen Vorstellungen

Dieses portfolio gibt einen Eindruck, wie sich ein Portfolio durchführen lässt. Die SuS haben einen klaren Rahmen und verpflichtende Inhalte aber es bleibt viel Freiraum für eigene Kreativität offen. Das Trollportfolio enthält Vorgaben, indem verpflichtende Inhalte aufgeführt werden, eine klare Aufgabenstellung vorgegeben ist und Hilfe bei der Planung aufgeführt werden. Die eigene Entwicklung und Beschaffung von Informationen soll dokumentiert werden. Es werden verpflichtende Gespräche mit der Lehrperson über den Entwicklungsstand geführt. Die Planung und Durchführung des Portfolios wird dokumentiert und die Vorbereitung einer Präsentation geplant.

Positiv: Freiraum für kreativität

Kritik: Fehlender Bezug zu dem Rahmenplan – Lösung: Beobachtung zu einem realen Tier

 

Verständnis von Portfolios

Der Begriff Portfolio ist mir bewusst zum ersten Mal im Studium begegnet. Ich selber habe im Rahmen meines Schulpraktikums ein Showcase Portfolio verfasst. Unter Portfolio verstehe ich die Sammlung von Materialien zu einem Thema.  Dabei, werden der eigene Lernfortschritt und der gesamte Entstehungsprozess der Arbeit protokolliert. Da ich aber in der Gestaltung meines eigenen Portfolios auf viele Probleme gestoßen bin, erhoffe ich mir vom Seminar ein besseres Verständnis über Portfolios zu erlangen.