Warum ist ein wissenschaftliches Studium sinnvoll für die pädagogische Praxis?

Die Arbeitsfelder pädagogischer Berufe sind breit gefächert, jedoch herrschen Probleme zwischen Praxis und  Theorie. Ein erziehungswissenschaftliches Studium ist verknüpft mit Methoden und Theorien, die meiner Meinung nach die Grundlage für das spätere pädagogische Arbeiten bilden. In diesem Rahmen werden verschiedene Diskussionsfluten ausgeströmt, die einen überzeugt von der natürlichen Praxis, die anderen überzeugt von theoretischen Grundlagen, die ja natürlich die Grundbasis bilden. Aber warum sind Theorien und Methoden von so großer Bedeutung und was erreichen sie in unserem späteren Arbeitsumfeld? Da ich angehende Lehrerin bin, möchte ich mich mit dieser Fragestellung auseinander setzten.

Wenn wir zunächst die verschiedenen pädagogischen Handlungskompetenzen gegenüberstellen, gibt es unterschiedliche Ansichten darüber, welche die Grundvoraussetzung ist. Diese sind zunächst die Persönlichkeitskompetenz, die Methodenkompetenz, die Sozialkompetenz und die Fachkompetenz. Für uns sind aber nur die Persönlichkeitskompetenz und die Methodenkompetenz von Bedeutung, denn sie verdeutlichen den Kontrast unserer Fragestellung. Einige meinen die Persönlichkeitskompetenz sei wichtig und unabhängig von der Methodenkompetenz, denn was zählt sind keine Fakten und Theorien, sondern die von der Persönlichkeit beeinflussende Herangehensweise an das Geschehen. Dies ist meiner Ansicht nach nicht  ausschlaggebend, weil die Persönlichkeit keine Schemata, nach denen man vorgehen muss, entwickelt. Man wird nicht in einen Pool voller Probleme und Herausforderungen geworfen ohne vorher gewarnt und gelehrt zu werden.

Zusätzlich bildet das erziehungswissenschaftliche Studium den Grundbaustein für das Berufsleben im pädagogischen Bereich. Das wissenschaftlich erworbene Wissen hat großen Wert, wie auch schon der Pädagoge Leonhardt betonte. Theorie und Praxis müssen aufeinander abgestimmt werden, wobei die Theorie die Grundvoraussetzung für die Praxis bildet.

Natürlich muss berücksichtigt werden, dass die Theorie keine Erfahrungen bringt. Sie ermöglicht aber das pädagogische Handeln, wofür auch Theorien benötigt werden, um dies erfolgreich zu meistern.

Natürlich muss man als Pädagoge in verschiedene Rollen schlüpfen können. Man übernimmt nicht nur die Rolle des Erziehers, sondern auch die des Lehrers. Man ist nicht ein guter Lehrer, wenn man nur im Besitz der Persönlichkeitskompetenz ist. Ich möchte die Persönlichkeitskompetenz nicht ausschließen, denn ohne sie würde der Aufbau auch zusammenbrechen. Ein guter Lehrer verfügt über fachdidaktisches Wissen, was ihm den Einstieg in die Erziehungswelt erleichtert und ihm den Aufbau vereinfacht. So sollten die Persönlichkeitskompetenz und die Methodenkompetenz  miteinander agieren, um eine klare Struktur herzustellen.

Als ich mit dem erziehungswissenschaftlichem Studium angefangen habe, war ich zunächst auf die Praxis fokussiert, jedoch ist mir klar geworden, dass nur mit der richtigen Methodik die Praxis gut ausgeübt werden kann. Eine Hospitation gelingt viel besser, wenn man schon mit den Grundlagen in Kontakt gebracht wurde und erst dann kann man die verschiedenen Komponenten wie z.B. Persönlichkeit miteinander spielen lassen.

Was ein erziehungswissenschaftliches Studium von einer nicht wissenschaftlichen Ausbildung unterscheidet ist nicht vielen bekannt und oft die Ursache dafür, warum sich viele zu hohe Erwartungen von einem erziehungswissenschaftlichen Studium machen. Es sei zu viel Stoff zum lernen und zu wenig Praxis zum üben. Wer sich für das wissenschaftliche Studium entscheidet, bildet schon mal die Grundbasis. Wer sich jedoch für die nicht wissenschaftliche Ausbildung entscheidet, muss am Anfang selbst Methoden und Techniken entwickeln, um alles in einem Rahmen zu halten. Es erfordert aber eine Menge Zeit und Geduld, um einen Draht zu finden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl die Praxis, als auch die Theorie wichtige Rezeptoren für die Pädagogik sind. Für erfolgreiche Resultate ist das Zusammenspiel wichtig. So wird wissenschaftliches Wissen bevorzugt, denn die Methoden und Theorien erleichtern den Einstieg. Somit ist jemand mit fachlichem Vorwissen im Vorteil, denn das Analysieren von Problemen gelingt ihm schneller. Die Praxis ist schließlich abhängig von der Theorie, denn nur dann funktioniert sie.

Keine Bildung ohne Medien!

„Keine Bildung ohne Medien“ ist eine Initiative, die von Prof. Dr. Horst Niesyto vertreten wird. Prof. Dr. Niesyto ist der Meinung, dass  eine Grundbildung der Medien für alle pädagogischen Fachkräfte notwendig sei und die Medienbildung in benachteiligten Milieus gefördert werden sollte.  Die Initiative geht zurück auf das medienpädagogische Manifest. Das Ziel ist eine breitwirksame, systematische und nachhaltige Verankerung von Medienpädagogik in allen Bereichen der Gesellschaft. Die Initiative führt engagierte Einzelpersonen und Einrichtungen im Feld der Medienbildung zusammen. Dies dient als Impuls zur Förderung von Medienbildung.

1. Fortbildungen

2. Verstärkung der Medienkompetenz in der Grundschule

3. Medienbildung als gesellschaftliche Aufgabe(außerschulische Einrichtungen)

 

Virtuelle Räume und die Hybridisierung der Alltagswelt

Einleitung

Alexander Unger erklärt, dass er sich in den nächsten Kapiteln auf die Auswirkungen der Verbreitung digitaler Medientechnologien auf die soziale Lebenswelt beziehen wird. Fünf Formen der Hybridisierung sollen veranschaulichen, dass Hybridisierung einerseits induziert wird, andererseits eine individuelle Integrations- und Sinnstiftungsleistung darstellt.

Zur Konstitution der Wissensgesellschaft

Wissen steht als Chriffre für die Fähigkeit. Die Entwicklungstendenz wird durch die Globalisierung und die Medialisierung durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien beschleunigt. Beide Prozesse sind eng miteinander verbunden. Die Globalisierung ist mit massiven Tendenzen zur Entgrenzung, Enttraditionalisierung, und zur Steigerung von Komplexität verbunden. Veränderte Bedingungen beschränken sich aber nicht nur auf den Beruf, sondern auch auf die Freizeit.

Hybridisierung als Signum der postindustriellen Gesellschaft

Ein Manifest über Cyborgs wird von Donna Harraway veröffentlicht, indem sie erläutert, wie Mensch und Roboter sich immer mehr ähneln und zum Cyborg verschmelzen. Die Verschmelzung wird aber als positiv angesehen und erfordert eine neue Form des politischen Denkens. Hybridisierung betrifft nicht nur unser Leib, sondern auch die Arbeits- und Alltagswelt.

Hybride Räume in der Alltagswelt

Es werden zwei Formen der räumlichen Hybridisierung verdeutlicht  und auch hier sind die neuen Medien die Grundbasis. Virtuelle Räume werden mit real-materiellen Räumen verschmolzen. Beispiele hierfür sind google maps oder Wikipedia.

Die Räumlichkeit der Lebenswelt

Für die Hybridisierung ist die Sinnstiftungsfähigkeit der Menschen sehr wichtig. Der Mensch ist auch in der Lage zur Objektauswahl.

Ausblick

Die virtuellen Räume sollten als eine Erweiterung des lebensweltlichen Raums gesehen werden. Außerdem gehört der virtuelle Raum zum Lebensraum.

Medienöffentlichkeit und Journalismus

Das vierte Kapitel „Medienöffentlichkeit und Journalismus“ aus dem Buch „Social Media“ befasst sich mit den Veränderungen, die die sozialen Medien für den Journalismus mit sich bringen.

Zunächst wird der Begriff Medienöffentlichkeit erläutert und abgegrenzt, denn diese wird von anderen Ebenen der Öffentlichkeit abgegrenzt. Die Medienöffentlichkeit unterscheidet sich von den anderen Öffentlichkeiten dadurch, dass sie eine größere Reichweite hat und mithilfe von Massenmedien wie z.B. dem Fernsehen entsteht.

Hinter dem Begriff „Massenmedien“ verbirgt sich ein Apparat, der die Stabilität der Medienöffentlichkeit  ausmacht. Bei diesem Apparat handelt es sich um eine Organisation, in der Menschen die Informationen verwalten und organisieren. So kann man sich beispielsweise darauf verlassen, dass eine Tagesschau pünktlich jeden Tag stattfindet.

Mit der Frage warum die Medienöffentlichkeit so wichtig für unsere Gesellschaft ist, erläutert der Autor, dass sie uns helfen uns in der Welt zu orientieren. Der Zusammenhalt einer Gesellschaft wird von dem gemeinsamen Wissen gesteuert und beeinflusst.

Der Begriff „Vierte Gewalt“ wird in den Raum geworfen und Schmitd erklärt, dass es sich hierbei um das Aufdecken von Skandalen und Fehlverhalten handelt. Dadurch stellt der Journalismus ein Gegengewicht zu Regierung und Verwaltung und wird so zur „vierten Gewalt“.

Das Internet und der Wandel von Öffentlichkeit

Das Internet setzt eine weitere Grundlage zur Verbreitung von Informationen und auch massenmediale Organisationen nutzen diese Möglichkeit. Das Internet wird aber auch von „normalen Nutzern“ genutzt und so verliert der Journalismus sein Monopol darauf, Informationen zu verbreiten. Die verbreiteten Informationen von persönlichen Öffentlichkeiten enthalten im Gegensatz zu den professionellen Berichten der Journalisten einen eigenen Slang oder Abkürzungen.

Technische Vermittlung, Aspekt der Relevanz:

Journalisten wählen ihre Informationen nach bestimmten Kriterien z.B. ob jemand Prominentes beteiligt ist.

Kommunikation in vernetzten Öffentlichkeiten:

Das Knüpfen von Kontakten hat auch Elemente von Informationen, denn eine neue Bekanntschaft auf Facebook bringt auch die Informationen der Bekanntschaft zum Vorschein. Soziale Medien schaffen gleichzeitig auch vernetzte Öffentlichkeit in dreifacher Hinsicht: Sie beruhen auch vernetzten Computern, journalistische Inhalte sind in die vernetzten Öffentlichkeiten mit eingeflochten.

Eine schnellere Verbreitung erfolgt durch das Verlinken von Inhalten.

Nach Schmidt wird der Journalismus nie von den sozialen Medien ersetzt.

 

Exzerpt: Selbstdarstellung und Privatsphäre in sozialen Medien

Das Kapitel „Selbstdarstellung und Privatsphäre in sozialen Medien“ aus dem Buch „Social Media“ von Jan-Hinrik Schmidt beschäftigt sich mit der Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken und wie die sozialen Netzwerke Einfluss auf unsere Privatsphäre nehmen. Das Kapitel erläutert, warum eine neue Art der Öffentlichkeit entsteht und wie diese „persönlichen Öffentlichkeiten“ unser Verständnis von Privatsphäre testen.

 

Die neue Art der Öffentlichkeit entsteht, indem der Nutzer eine private Öffentlichkeit durch filtern verschiedener Faktoren entwickelt:

 

1. Informationen werden nach eigenen Interessen gewählt

 

2. Eingrenzung der Öffentlichkeit, indem nur Freunde und Familie die „Posts“ lesen und sehen können

 

3. Konversation als eine der wichtigsten Voraussetzungen

 

Wichtig ist auch, dass nur reale Informationen preisgegeben werden. Die erste Antwort auf die Frage ist, dass Nutzer die Möglichkeit haben, sich über persönliche Interessen auszutauschen. Die zweite Antwort ist, dass das Preisgeben von Informationen notwendig für den Austausch ist. Auffällig ist auch, dass die Nutzer versuchen den Erwartungen des eingeschränkten Publikums gerecht zu werden und somit bestimmte ausgewählte Facetten ihrer Persönlichkeit preisgeben.

Es ist schwierig aufzufassen was Privatsphäre für jeden Einzelnen bedeutet, denn sie wird von einzelnen Individuen anders aufgenommen und eingeschränkt. Nach Schmitd müsse die Grenze zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit neu gezogen werden. Zusammenfassend lässt sich aber sagen, dass die Toleranz gegenüber dem Preisgeben von privaten Informationen mit der Zeit steigen wird.

Wie ich an Informationen gelange

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Zwischen Kanal und Lebens-Mittel(Exzerpt)

Diesmal möchte ich mich mit dem Text von Torsten Meyer beschäftigen und die wichtigsten Kernaussagen herausarbeiten. Wenn man sich die Frage stellt, was ein pädagogisches Medium ist, geht es dabei auch um den Ort, den Gegenstand und die Folgen des Prozesses. Die Beschäftigung damit erfolgt in drei Schritten. Zu Beginn kommt die Annäherung mit dem Begriff Medium, demzufolge soll die Frage aus medienkultur-historischen und epistemologischen Perspektiven betrachtet werden und zum Schluss schließen sich die Überlegungen, die relevant sein können, an.

Medien und Bildung hängen auf unterschiedliche Weise zusammen. Nur mit Hilfe von Medien sind Darstellung und Kommunikation möglich. Das zeigt auch, dass die Erziehungswissenschaft schon immer mit Medien in Bezug stand. Es ist undenkbar, dass die Pädagogik ohne Mittel und Mittler auskommt. Seitdem der Begriff „Neue Medien“ in die Welt gesetzt wurde, sind Medien zu einem Hauptthema in der Erziehungswissenschaft geworden.

Schon früh wurde darauf hingewiesen, dass es sich bei den „Neuen Medien“ nicht um neue Werkzeuge handelt. 1982 standen wir schon bereits vor der Herausforderung, ob wir mit dem Computer arbeiten wollen. Auch in der Erziehungswissenschaft gab es schon frühe Hinweise, so fragte sich auch Hartmut von Hentig, ob das Gerät sich in unsere Schulen als neuer Unterrichtsgegenstand holen lasse. Daran kann gesehen werden, dass auch hier Zweifel bestanden. Nach Torsten Meyer lasse sich das „Gerät“ nicht vermeiden und ist auch nicht ohne Folgen.

Auch der Begriff „Neue Medien“ ist nicht eindeutig klar. Man kann sagen, dass es sich um ein passiv, technisches Werkzeug, dass für die Übertragung und Vorbereitung von Informationen zuständig ist, handelt.

Man muss zur Gemeinschaft der Internetnutzer gehören, wie uns auch schon der AOL-Spot aus dem Jahr 1999 veranschaulicht. Medien müssen uns als etwas Ganzes, wofür der Film „The Truman Show“ ein gutes Beispiel ist. Dabei geht es um den Protagonisten, der in einem großen Filmstudio lebt und ihm das erst dann deutlich wird, wenn er mit seinem Boot ans Ende der Kuppel ankommt. Wir können unser Medium erst erkennen, wenn wir an die Grenzen stoßen.

Im dritten Kapitel wird die Mediologie beschrieben, die als erfolgreicher Ansatz für die Antwort auf die Frage nach dem pädagogischen Medium gilt. Bei der Mediologie handelt es sich um ein Forschungsgebiet, indem höhere soziale Funktionen untersucht werden. In der Natur des Menschen gibt es Dinge, die konstant und unabhängig sind und es gibt Dinge, die kulturabhängig sind. Grob gefasst gibt es in der Natur des Menschen Dinge, die veränderlich und unveränderlich sind. Die Mediologie geht davon aus, dass Kultur und Technik in einem engen Beziehungsgefüge stehen.

Der Autor nimmt Bezug zu einem Sketch aus einer norwegischen Show, in dem der Erstkontakt mit einem Buch dargestellt wird. Unter web 1.0 wird „get it online“ verstanden und unter web 2.0 „Make it work“. Mit dem web 2.0 geht es nicht um den Transport von Inhalten. Es werden vielmehr die kulturellen Umgangsformen mit Wissen bearbeitet.

Wie sich eine orale Kultur von innen anfühlt, können wir nicht nachvollziehen. Mit dem Begriff der „Neuen Medien“ sollte mit Vorsicht umgegangen werden. Wir können momentan nur erahnen, was mit „Neuen“ gemeint ist, deshalb wird der Prozess metaphorisch als Baustelle bezeichnet.

Das Übermitteln ist das, was uns vom Tier unterscheidet und das, was die Kultur ausmacht.

 

Wissenschaftliches Arbeiten-warum?

Heutzutage wissen alle wie wichtig das wissenschaftliche Arbeiten in unserer Gesellschaft ist. Für mich als angehende Lehrerin und Studentin an der Universität Hamburg ist wissenschaftliches Arbeiten zum Teil eines der wichtigsten Komponenten. Doch nicht nur Bildungsstätten wie Schule  und Universität erfordern diese Leistung, auch Medien und Hobbyblogger sollten vorsichtig mit diesem Handwerkszeug sein.

Eine wissenschaftliche Arbeit soll keine Wiedergabe des Textes sein, sondern die eigenständige Auseinandersetzung mit fremden Gedanken. So können fremde Gedanken besser nachvollzogen werden, wenn man sie anders formuliert und auf eigene Gedankengänge kommt.

Wichtig ist auch das logische Vorgehen nach bestimmten Methoden, denn dadurch ist die Arbeit strukturiert und eine bestimmte Vorgehensweise erleichtert es auch beim zweiten Mal. Die Arbeit muss objektiv und zuverlässig sein. Demnach soll untersucht werden, was verlangt wird. Auch die breite und vollständige Behandlung des Themas sind vom Vorteil. Was immer in Erinnerung bleiben sollte, ist die Definition der wichtigsten Begriffe, denn sonst versteht ein Laie, der den Text nicht gelesen hat, die Bezugspunkte der wissenschaftlichen Arbeit nicht.

Zitierung, Paraphrasieren, Literatur­verzeichnis und systematisches Vorgehen gehören zu den technischen und formalen Aspekten der Arbeit und müssen berücksichtigt werden. Außerdem ist die Verwendung fremder Arbeiten immer zu benennen, denn sonst wird es als Diebstahl anderer Gedanken bezeichnet.

Auch das Lesen basiert auf eine Strukturlinie, denn wer nach detaillierten Informationen sucht, muss konzentriert und richtig lesen. Demnach muss der Text erst überflogen werden, um wichtige Aspekte zu erfassen. Danach folgen eine persönlich Auseinandersetzung mit dem Thema und das konzentrierte Lesen. Zum Schluss bleiben offene Fragen, wo nach Bedarf die Arbeit intensiviert werden kann. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Gliederung des Textes und auch das Schreiben erfordert Taktik, deshalb sollte der Text erst in seiner eigenen Form erfasst werden und später analysiert und kommentiert werden.

Eine gute Vorbereitung für einen Einblick ins Thema ist ein Exzerpt, was immer zugänglich sein wird und als gute Vorlage dient. Genauso gut bietet sich eine Mitschrift im Laufe des Studiums, auf die man später zurückgreifen kann, an. Um die Informationen des Textes gut zu belegen, ist eine gute Zitierung unverzichtbar für den Schreiber, wobei man zwischen direktem und indirektem Zitieren unterscheidet. Es sollte immer klar gestellt werden, wessen Gedanken es sind, die eigenen oder die eines anderen. Zitiert kann werden mitten im Satz, am Ende eines Satzes oder am Ende eines Absatzes. Eine Hervorhebung sollte immer gekennzeichnet werden, wenn es eine Bedeutung hat bezüglich des Textes hat. Wichtig ist auch, ausgelassene Sätze oder Worte durch Anführungszeichen und Punkte zu kennzeichnen.

Der wichtigste Punkt ist das Literaturverzeichnis, was immer vollständig und detailliert  gemacht werden muss. Dies ist auch wichtig um der Arbeit eine Glaubwürdigkeit zu geben, deshalb sollten Quellen immer sofort notiert werden. Dabei sollte zwischen verschiedenen Texten wie z.B. Zeitschriftenartikel oder Sammelband unterschieden werden. Natürlich muss das Lesen eines Textes Spaß machen und dies erfolgt nur anhand stilistischer Mittel und einer fließenden Schrift, was später auch eine detaillierte Analyse ermöglicht.

1.Thorsten Bohl: Wissenschaftliches Arbeiten im Studium der Pädagogik. 2. Auflage. Weinheim, Basel: Beltz Verlag, 2006

 

 

 

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