Thesenpapier: Die Diskursart, die Norm

Notizen und Stichpunkte zum folgenden Abschnitt. 

Die Diskursart, die Norm (S.215- 250)

¬ß178:¬† Es ist nicht möglich kognitive und präskriptive Sätze einem Gesetz zu unterwerfen.

           Jedes Regelsystem stellt ein Universum eines Darstellungsmodus dar.

¬ß179: Diskursarten verketten Sätze, die zwischen unterschiedlichen Regelsystemen stehen. ¬† ¬† ¬†

          Ein Satz kann in heterogenen Regelsystemen unterschiedliche Bedeutungen hervor-  

          rufen (tragischer Satz/ technischer Satz).

§180: Diskursart als Zweckbestimmung, die unterschiedliche Ziele verfolgen◊ daher keine 

¬† ¬† ¬† ¬† ¬† Verbote einer gemeinsamen Unterordnung der Satz- Regelsysteme. Die Kluft wäre ¬†

¬† ¬† ¬† ¬† ¬† nicht bedeckt, aber übersprungen. Jenseits dessen wären die Sätze heterogen, so dass¬†

¬† ¬† ¬† ¬† ¬† eine Verkettung nicht möglich wäre. Die Sätze tragen Gebrauchsanweisung bei sich.¬†

           Frage: Wer ist Sie? 

¬ß181: Diskurse schreiben Sätzen Zweckbestimmungen vor, die Erfolg versprechen sollen.¬†

¬† ¬† ¬† ¬† ¬† Ein Universelles Prinzip wäre ein gewinnen.¬†

¬† ¬† ¬† ¬† ¬† Der Erfolg des ethischen Diskurses (die Gerechtigkeit) bestünde darin, dass er in seiner¬†

          Abwesendheit wirkt.  

Kant III Exkurs:

Kant teilt die Diskursarten soweit auf, dass sich Übergänge feststellen lassen. Als ein Urteilsvermögen, das allen Diskursarten zu eigen ist, ist der Darstellungsmodus eines Gegenstandes. Dieser müsste ein Symbol sein. Oder nach Kant: ein Archipel(Insel). Jede Diskursart wäre eine Insel und das Urteilsvermögen wäre ein Reeder, der von einer Insel zur anderen fährt und berichtet was auf der anderen geschieht. ◊ „Als ob Anschauung”. 

Dieses erfordert ein Medium, im Sinne von einer Urteilskraft, das zwischen den Diskursfeldern verhandelt. 

Das Verfahren mit Symbolen funktioniert so, dass ein Begriff auf einen Gegenstand in sinnlicher Anschauung geschieht und dieser dann auf ein anderes Übertragen wird.

Zwei völlig unterschiedliche Anschauungen können dieselbe Sache symbolisieren, wobei dabei die Reflexionsregel dieselbe ist. Die Reflexion bezieht sich auf die Gefühle.¬†

Zeichen wären die einzige Möglichkeit über die Natur zu urteilen, die aber von dieser legitimiert werden.

¬ß182. Daraus folgt: sind wir nicht- modern? Die Unvereinbarkeit von Heterogenität oder nimmt die Romantik den Fortgang? Postmoderne als Mülleimer, deren Reste und Paradoxen¬† einzig bleiben und daraus das Versprechen der Veränderung prägt?¬†

  Frage: Meint Lyotard damit den Punkt in der chronologischen Zeitgeschichte, bei dem wir angekommen sind?

¬ß184: Wenn ein Satz geschieht, ist nicht vorhersehbar zu welchen Zwecke dieser genutzt wird und wo er in den Diskursarten seinen Platz findet. Er wird sich in einem Spieleinsatz einschreiben. Der Konflikt/ Widerstreit kann nur für einen gelten und somit für einen Sieg genutzt wird

  Frage: Wie ist bei Lyotard der Spieleinsatz und zu verstehen? 

¬ß193: Der Satz ist immer sozial, vorausgesetzt aber es sind Sender, Empfänger, Referent und Bedeutung. In dem Moment, wo der Satz geschieht ist dieser eine soziale Begebenheit.¬†

¬ß194: Im Satz wird das Soziale dargestellt oder mit-dargestellt, da verschiedene Instanzen angesprochen werden. Keine dieser Instanzen ist das soziale insgesamt. Diskursarten gehen aus den Satz Universen hervor. Die Bedeutungen können nach verschiedenen Zwecken ausgerichtet werden.

¬ß195: Das Wesen des Sozialen ist, dass es phasenverschoben ist. Die Zweckmäßigkeit hängt vom Satz, der an den vorangegangen anknüpft, ab.

¬ß196: Nicht aus Bösartigkeit der Menschen sind die Interessen unterschiedlich, sondern weil sie von heterogenen Sätzen situiert werden und somit gegensätzlichen Diskursen. Nur eines dieser Regelsysteme kann gewinnen.¬†

¬†ÔɆ Frage: Kann ein Gericht überhaupt sozial entscheiden?¬†

¬ß197: Ist der Krieg gerechter als das Gericht, weil der den Widerstreit zutage fördern, ihn austrägt anstatt ihn zu maskieren unter einem Rechtsstreit? Aber schafft¬† diese neue Form von Gericht¬† nicht neues Unrecht?

¬†ÔɆ Frage: Wie ist dabei die Rolle des Politikers und dem kleinen Übel zu verstehen?

¬ß199: Politik ist nicht vom Irrtum befreit, da sie als Diskursart stattfindet. Das Gericht trifft zunächst eine Entscheidung, wobei sie diese mit einer Diskursart begründet.¬†

  Frage: Wie kann man das verstehen?

¬ß206: Verpflichtung im ethischen Sinne bedarf keiner Norm um stattzufinden. Ein normativer Satz würde eine ausstehende Verkettung normalisieren. Das Normativ macht die Verpflichtung allgemein.

¬ß207: Der normative Satz geht aus einem anderen hervor. Ein Satz über einen Satz. Die Funktion der Autorität besteht darin eine Brücke über die Kluft heterogener Sätze zu schlagen. Die Norm bemächtigt sich heterogene Diskursarten und ordnet sie seinem Spieleinsatz unter.

¬ß208: Die Bürger sind eine Abstraktion zum Individuum. Das Gesetz muss immer mit Humor verfolgt werden, weil es nie vollständig verfolgt werden kann, da eine Heterogenität trotz der Legitimation bestehe.¬†

(Thesenpapier erstellt von Philipp Jöster)

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