Monatsarchiv für Februar 2009

 
 

Protokoll der 13. Sitzung am 27.01.09

Die Geschichtszeichen

Was ist Geschichte, wie erkennen wir sie und was fĂĽr SchlĂĽsse ziehen wir aus ihr?
Welche Funktion hat das Erzählen? Es gibt verschiedene Erzählarten, z.B. den Mythos (NS), das Erzählen der Cashinahua (Exkurs als Beispiel, wie Strukturen in kleinen Gemeinschaften erzeugt werden), christliche Erzählung der Liebe.
¬ß235 leitet über die Liebe zu Kant über: Wie kann eine universelle Menschheitsgeschichte aussehen?

Zentraler Punkt für Kant: Französische Revolution.
Steht diese im Gegensatz zur Vernunft, lehnt er die F.R. ab?
Die Vernunft wird durch die F.R. angesprochen, es gibt einen enthusiastischen Ăśberschwung. Dieser ist nicht auf einen Begriff zu bringen, sie ist nur ein Zeichen/Symbol.
Der Enthusiasmus ist aus dem Zuschauerraum erkennbar. Wer ist Zuschauer, wo ist die Grenze ob man involviert ist oder nicht, wie wäre es erkennbar, wenn alle involviert wären?
Ist der Enthusiasmus erst im Nachhinein erkennbar?

Erhaben: Ich sehe etwas Riesiges auf mich einwirken. Aber ich sehe, das ich davon frei sein kann. Bedingungen fĂĽr das GefĂĽhl des Erhabenen: Vernunft, gewisse Distanz, sich der „Bedrohung” entziehen zu können. (Diskussion: Kann man sich entziehen?)


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Thesenpapier: Das Geschichtszeichen II

Abschnitt 236: L. konstatiert, dass der Marxismus nicht zu Ende gekommen sei und wirft die Frage auf, in welcher Weise dieser fortbestehe. Marx gehe von einer notwenigen Verallgemeinerung des Unrechts aus. Nach L. drĂĽcke sich dieses Unrecht „im Schweigen des GefĂĽhls, im Leid aus.” Die Zweckmäßigkeit des Kapitals reguliere die Satzuniversen und sämtliche Verkettungen. Diese Zurichtung  bezeichnet L. als allgemeines Unrecht. Der Marxismus existiere als ein GefĂĽhl des Widerstreits fort.

Frage. Wie ist das Verhältnis zwischen Kapital und Diskursarten genau vorstellbar? Versteht L. das Kapital als eine Art Master-Diskurs? Ist es sinnvoll von einer ökonomischen Diskursart zu sprechen? Da nach Marx, dass Sein das Bewusstsein bestimme und seine materialistische Kritik an der Trennung der „Ideen” von den konkreten gesellschaftlichen Bedingungen ansetzt, ist die Rede von einem ökonomischen Diskurs aus marxistischer Perspektive vermutlich nicht sinnvoll.

Abschnitt 237: Welches Idiom klagt das vom Kapital verursachte Leid ein? Marx verorte die Forderung nach der Anerkennung des erfahrenen Unrechts im Sinne einer Artikulation des Widerstreits im Klassenkampf als einem Referent kognitiver Sätze. Das Proletariat fordere den Kommunismus als „die freie Verkettung von Sätzen, die Zerstörung der Diskursarten.” 


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Protokoll der 12. Sitzung am 20.01.09.

Besprechung des Thesenpapiers Widerstreit und Widerstand von Kim

Frage: Wo öffnen sich bei Lyotard Räume / Handlungsperspektiven für Widerstand?¬†
These: Der einzige Raum für Widerstand liegt bei Lyotard in der Negation, in der Verweigerung, im Schweigen.¬†
ÔɆ nur die Totalverweigerung bietet die Möglichkeit, auf einen bestehenden Widerstreit aufmerksam zu machen.

Frage: kann es ĂĽberhaupt Widerstand geben?
These: nur bedingt und nicht grundlegend, weil der Widerstand die zu kritisierende Diskursart durch Verkettung weiterführt und somit diese manifestiert.¬†
Gegenargument / -frage: ist die WeiterfĂĽhrung des Diskurses in der Kritik nicht ein neuer Diskurs?


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