Thesenpapier: Platon Exkurs

1.Stark und schwach

In diesem ersten Teilpunkt des Exkurses wird Platon als Beispiel fĂĽr das Durchbrechen von Diskursarten angefĂĽhrt. Dieser wird der FĂĽhrung einer gottlosen Diskursart angeklagt, die davon gekennzeichnet ist, dass er hinsichtlich der Ermittlung von Referenten nicht mehr göttliche Offenbarung akzeptiere, sondern nur noch die Möglichkeit von Widerlegung (Falsifikation). Damit wird die Funktion des Göttlichen als Sender und Referent auf das ‚ÄöReferent-sein’ reduziert.

Das logos verändere dabei seinen Sinn von sagen-empfangen hin zu sagen-argumentieren. Platon verlangt folglich Argumentationsregeln, die dafür sorgen, dass sich die besten Argumente gegen schwächere Argumente durchsetzen, die allerdings durch Überredungskraft überzeugen vermögen.

Am Beispiel der Totenrede wird gezeigt, wie strahlende Überredungskunst die Empfänger für sich gewinnen vermag. Dieser Diskurs verursacht beim Empfänger ein identifizierendes Gefühl. In der Folge geht es nicht darum beim Empfänger Sätze auszulösen, sondern stumme Gefühle. Wenn sich Sätze ereignen würden, dann wäre alle Mehrdeutigkeit aufgehoben.


Den ganzen Beitrag lesen…

Protokoll der 2. Sitzung am 28.10.08

Diskussionsfragen:

1. Es geht mir vor allem um Begriffe. Und zunächst frage ich mich, was der Referent genau bezeichnet. Das worüber man spricht. Wie ist das zu denken?

2. Gibt es eine Differenz zwischen Diskursart und Idiom?

3. Wie sind die Instanzen Sender und Empfänger zu verstehen?

4. Welche Funktion habe die logischen Operationen (S. 21)?

5. Warum wählt Lyotard das Beispiel des Holocaust bzw. des Bezeugens der Existenz der Gaskammern um seine Ăśberlegungen auszufĂĽhren und das Problem herauszustellen? Ist das nicht makaber oder gar unangemessen? Und was ist in diesem Zusammenhang mit „Bezeugen” gemeint?

6. Was ist es, das im Widerstreit nach „Setzung” verlangt, also das Movens des Widerstreits?

7. Was sind die oppositionellen Diskursarten von denen Lyotard spricht und wo verortet er sich selbst darin, wenn es keinen Metadiskurs geben kann? 


Den ganzen Beitrag lesen…

Thesenpapier: Merkzettel zur LektĂĽre & Der Widerstreit I

1.Merkzettel zur LektĂĽre (Seite 9-16)

1.AnknĂĽpfend an den Titel erläutert Lyotard, dass ein Widerstreit im Gegensatz zum Rechtsstreit unentscheidbar sei, denn es fehlten Urteilsregeln, die allen Parteien gerecht werden könnte. Problematisch sei die potentielle Verkennung des Widerstreits als ein Rechtsstreit, wenn von der Existenz universeller Urteilsregeln ausgegangen wĂĽrde. Alles sei anzweifelbar, nur nicht, dass den Satz und damit die Sätze gebe und somit könne der Satz als Gegenstand des Buches benannt werden. Die These sei nun, dass Sätze sich immer nach bestimmten Regeln verketten wĂĽrden, sodass unterschiedlich, z. T. widersprĂĽchliche und nicht ineinander ĂĽbersetzbare Regelsysteme entstĂĽnden. Die Verkettung erfolge dem Zweck der Diskursart folgend. Es gebe also verschiedene Diskursarten, aber keine Sprache im Allgemeinen. Und die Frage sei nun, ob nicht dieses Fehlen einer universellen, „schlichtenden” Diskursart dazu fĂĽhre, dass solchen Diskursarten, deren mögliche Sätze nicht artikuliert werden (Schweigen), Unrecht zugefĂĽgt werde. Und das Problem sei, dass es keine neutrale/universelle Instanz gebe und damit auch keinen unparteiischen Richter.


Den ganzen Beitrag lesen…

Ausgangspunkte: Fragen und Erwartungen an das Seminar

Erziehungswissenschaftliche Perspektive auf Lyotard 

  • Akademische „Theoriestrategie” Uni HH … Koller, Kokemohr, … Wurzel Lyotard?
  • Was kann das spezifisch erziehungswissenschaftliche an postmoderner Theorie sein?
  • Bedeutung dieses„fachfremden” Diskurses im erziehungswissenschaftlichen Kontext?
  • Interesse am Begriff „Bildung” und seiner kulturgeschichtlichen Entwicklung
  • Wie konstruiert sich Identität?


Den ganzen Beitrag lesen…


Meta