Protokoll der 9. Sitzung am 16.12.08

Nachtrag zu Resultat I

Hegel: Drei Regeln des spekulativen Diskurses

1. Ein Begriff der das Eine meint impliziert auch das Andere: Sein – Nichts.
2. Die Bewegung der WidersprĂĽchlichkeit stellt das Werden eines Begriffes dar.
3. Der Diskurs zielt auf ein Resultat ab.

    Das Resultat bedeutet eine Synthese der Positionen und ist dem Spekulativem Diskurs inhärent.

    Frage die sich stellt: 

    Können die Regeln der spekulativen Diskursart kritisiert werden ohne in ihr zu verbleiben? Es bräuchte einen Meta-Diskurs. Nach Lyotard kann dieser Meta-Diskurs nicht erreicht werden.


    Den ganzen Beitrag lesen…

    Thesenpapier: Das Resultat II

    155. Wir

    „Auschwitz” fehlt das „Resultat”, weil es keine „Bestimmung” hat.

    •  das Pronomen „Wir” (?)

    In den Lagern gab es kein Subjekt, kein Wir. Niemand, der sich auf einen Namen berufen könnte, indem es sich „Auschwitz” nennt. 

    •  Unmöglichkeit eines „Wir”
    •  „Auschwitz” wäre der Eigenname einer „Meta-Erfahrung” bzw. einer „Zerstörung von Erfahrung”.
    •  es gibt keinen kollektiven Zeugen (S. 169)

    „Entautorisierung” als Grund fĂĽr das Schweigen der Opfer


    Den ganzen Beitrag lesen…

    Protokoll der 8. Sitzung am 09.12.08

    Hauptthemen von dieser Sitzung waren:
    Die GegenĂĽberstellung der Spekulativen Dialektik von Hegel mit der Negativen Dialektik von Adorno. Was unterscheidet sie? Was bedeutet ĂĽberhaupt jede fĂĽr sich? Welche Bedeutung haben sie heute fĂĽr uns und fĂĽr Lyotard?
    Dabei wird in der Diskussion sehr viel auf die historische Tatsache von Auschwitz bezogen, als eine fĂĽr die Menschen und fĂĽr die Wissenschaft wesentliche Erfahrung.

    Die „Kontroverse” (zwei nicht zu vereinbarende Standpunkte) ist eine Diskursart, womit argumentiert werden kann. Sie wird von der Spekulativen Dialektik aber nicht akzeptiert und fĂĽr diese funktioniert sie nicht.

    Die Spekulative Dialektik postuliert, dass, nachdem eine These mit einer Antithese konfrontiert wird, beide zu einer Synthese geführt werden sollen, und hier wäre die Kontroverse aufgehoben.

    Das Wissenschaftliche selbst ist nach Hegel dialektisch, und hier liegt ein Unterschied und Gegensatz zu Aristoteles. Nach diesem letzterem könnte die Wissenschaft dialektisch sein, aber sie müsste es nicht notwendigerweise sein.
    Darauf tauchte die Frage auf, worauf sich Wissenschaft bezöge. Wahrscheinlich sind nicht die Naturwissenschaften gemeint, sondern eher die Philosophie oder die Ganzheit des Erkennens.


    Den ganzen Beitrag lesen…

    Thesenpapier: Das Resultat I

    Hauptfragen:

    Was unterscheidet die Spekulative Dialektik Hegels von der negativen Dialektik Adornos?

    Welche Rolle spielt dies fĂĽr das Wort / den Namen /das Beispiel / das Modell „Auschwitz”?

    152. Modell

    Die Kontroverse wird als eine dialektische Diskursart von der spekulativen Dialektik nicht akzeptiert, da die von ihr vorgebrachten Argumente und Widerlegungen bereits ein vorausgesetzter Teil des diskutierten Begriffes sind. Die Widerrede ist somit keine echte mehr; die Bestimmung der Kontroverse ist die der Einseitigkeit. (S.152)

    Hegel:
    „(…), dass als solches Geschäft ĂĽberflĂĽssig wäre, denn es wird nur durch den Mangel an Bildung des Denkens (…) veranlasst.”

    Frage:
    Die „Kontroverse” scheint hier der Spekulativen Dialektik nach Hegel zu entsprechen. Denn ein Name / Begriff sollte nach ihm spekulativ sein, d.h. seine eigene Widerlegung enthalten. (S.155 Mitte)
    Weshalb also: „Die Wissenschaft im hegelschen Sinne lässt die dialektike nicht neben sich bestehen (…)”?


    Den ganzen Beitrag lesen…


    Meta

    Impressum und Nutzungsbedingungen