Thesenpapier: Die Verpflichtung

Anmerkung zum Thesenpapier:

Ich habe versucht, die Kernaussagen dieses Kapitels zusammenzufassen. Dabei habe ich meistens nicht genau zitiert, sondern Sätze gekürzt, zusammengefasst und neu gruppiert. Das kursiv Gedruckte sind Fragen und Anmerkungen von mir. Begriffe, die mir zentral vorkammen, habe ich fett markiert. Der Kant-Exkurs ist teilweise lückenhaft.

Die Verpflichtung (S.183-214)

Ende des letzten Kapitels:

Schweigen statt eines „Resultats”. (S.182)

Dieses Schweigen signalisiert das Aussetzen des „Selbst”, seine Spaltung. (S.182)

Wie ist dieses Ende mit dem nächsten Kapitel zusammenzubringen?

Lektürenotizen I¬† (S.183-187)

¬†Spaltung¬† des Selbst: Anmaßung zerstört / Gesetz tranzendiert jede Einsicht

Gesetzgeber (nicht Empfänger): kein Richter, sondern Verbrecher -> nicht gerichtet.

Dem Gesetzt Unterlegender (Empfänger): Opfer, ob verurteilt oder nicht -> nicht erlöst¬†


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Protokoll der 9. Sitzung am 16.12.08

Nachtrag zu Resultat I

Hegel: Drei Regeln des spekulativen Diskurses

1. Ein Begriff der das Eine meint impliziert auch das Andere: Sein – Nichts.
2. Die Bewegung der WidersprĂĽchlichkeit stellt das Werden eines Begriffes dar.
3. Der Diskurs zielt auf ein Resultat ab.

    Das Resultat bedeutet eine Synthese der Positionen und ist dem Spekulativem Diskurs inhärent.

    Frage die sich stellt: 

    Können die Regeln der spekulativen Diskursart kritisiert werden ohne in ihr zu verbleiben? Es bräuchte einen Meta-Diskurs. Nach Lyotard kann dieser Meta-Diskurs nicht erreicht werden.


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    Thesenpapier: Das Resultat II

    155. Wir

    „Auschwitz” fehlt das „Resultat”, weil es keine „Bestimmung” hat.

    •  das Pronomen „Wir” (?)

    In den Lagern gab es kein Subjekt, kein Wir. Niemand, der sich auf einen Namen berufen könnte, indem es sich „Auschwitz” nennt. 

    •  Unmöglichkeit eines „Wir”
    •  „Auschwitz” wäre der Eigenname einer „Meta-Erfahrung” bzw. einer „Zerstörung von Erfahrung”.
    •  es gibt keinen kollektiven Zeugen (S. 169)

    „Entautorisierung” als Grund fĂĽr das Schweigen der Opfer


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    Thesenpapier: Das Resultat I

    Hauptfragen:

    Was unterscheidet die Spekulative Dialektik Hegels von der negativen Dialektik Adornos?

    Welche Rolle spielt dies fĂĽr das Wort / den Namen /das Beispiel / das Modell „Auschwitz”?

    152. Modell

    Die Kontroverse wird als eine dialektische Diskursart von der spekulativen Dialektik nicht akzeptiert, da die von ihr vorgebrachten Argumente und Widerlegungen bereits ein vorausgesetzter Teil des diskutierten Begriffes sind. Die Widerrede ist somit keine echte mehr; die Bestimmung der Kontroverse ist die der Einseitigkeit. (S.152)

    Hegel:
    „(…), dass als solches Geschäft ĂĽberflĂĽssig wäre, denn es wird nur durch den Mangel an Bildung des Denkens (…) veranlasst.”

    Frage:
    Die „Kontroverse” scheint hier der Spekulativen Dialektik nach Hegel zu entsprechen. Denn ein Name / Begriff sollte nach ihm spekulativ sein, d.h. seine eigene Widerlegung enthalten. (S.155 Mitte)
    Weshalb also: „Die Wissenschaft im hegelschen Sinne lässt die dialektike nicht neben sich bestehen (…)”?


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