Protokoll der 8. Sitzung am 09.12.08
Hauptthemen von dieser Sitzung waren:
Die Gegenüberstellung der Spekulativen Dialektik von Hegel mit der Negativen Dialektik von Adorno. Was unterscheidet sie? Was bedeutet überhaupt jede für sich? Welche Bedeutung haben sie heute für uns und für Lyotard?
Dabei wird in der Diskussion sehr viel auf die historische Tatsache von Auschwitz bezogen, als eine für die Menschen und für die Wissenschaft wesentliche Erfahrung.
Die „Kontroverse” (zwei nicht zu vereinbarende Standpunkte) ist eine Diskursart, womit argumentiert werden kann. Sie wird von der Spekulativen Dialektik aber nicht akzeptiert und für diese funktioniert sie nicht.
Die Spekulative Dialektik postuliert, dass, nachdem eine These mit einer Antithese konfrontiert wird, beide zu einer Synthese geführt werden sollen, und hier wäre die Kontroverse aufgehoben.
Das Wissenschaftliche selbst ist nach Hegel dialektisch, und hier liegt ein Unterschied und Gegensatz zu Aristoteles. Nach diesem letzterem könnte die Wissenschaft dialektisch sein, aber sie müsste es nicht notwendigerweise sein.
Darauf tauchte die Frage auf, worauf sich Wissenschaft bezöge. Wahrscheinlich sind nicht die Naturwissenschaften gemeint, sondern eher die Philosophie oder die Ganzheit des Erkennens.


