Essay zum Semesterabschluss

Juni 26th, 2012

Im folgenden Essay werde ich zunächst darauf eingehen, was wir im Semester behandelt und daran feststellen, welche Themen für mich elementar wichtig sind. Danach werde ich eventuelle Fragen stellen, die mir während des Semester noch bisher unzureichend beantwortet wurden. Letztlich werde ich ein Fazit für die Bedeutung der gelesenen Texte  für meine pädagogische Tätigkeit bilden.

Am Beginn des Semesters sollte jeder Student ein Essay über die Frage, warum ein wissenschaftliches Studium sinnvoll für die pädagogische Praxis ist, schreiben. In der darauffolgenden Sitzung sollten wir dann in 4 er Gruppen die Essays miteinander vergleichen und auf einem Plakat unsere Ergebnisse darstellen. In meiner Gruppe wurde vor allem formuliert, dass der Praxisbezug im Studium fehlt und z.T. noch alte Theorien verwendet werden. Positiv wurde erwähnt, dass das Verwenden neuer Techniken für den zukünftigen Unterricht elementar wichtig wäre und dass die Freiheit der Kurswahl, die man in der Uni hat, sehr positiv zu bewerten ist. Als Verbesserungsvorschlag wurde ein wöchentlicher Schulbesuch genannt, um den fehlenden Praxisbezug ausreichend herzustellen. Als nächstes beschäftigten wir uns mit Grundbegriffen und Theorien der Erziehungswissenschaft nach Koller, hier muss ich erwähnen, dass ich nicht viele zentrale Punkte des Textes erinnern kann und mir das Lesen des Textes eher schwer fiel. Danach beschäftigten wir uns mit der Frage: Was ist Sozialisation? Sozialisation bedeutet, die Vergesellschaftung des Menschen und insbesondere seine Integration in die Gesellschaft. Er soll zu einem handlungsfähigen Subjekt gebildet werden. Hierbei sollte jeder Student näher auf die Interaktionstheorie, die Rollentheorie oder die Milieutheorie eingehen. Ich habe mich dann speziell mit der Interaktionstheorie beschäftigt. Sie besagt, dass ein jeder Mensch gewisse Vorerfahrungen hat, die er in eine Situation einbringt. Ein anderer Mensch wird als Reiz gesehen, auf den dann ein zweiter Reiz folgt, diese werden Ego und Alter genannt. Die Kommunikation findet hierbei mit nicht sprachlichen Mitteln statt. Dazu ist das Me sichtbar und das I bleibt stets verborgen. Hierbei kam mir schon im Seminar die Frage nach dem Zusammenhang auf. Wie funktionieren Me und I eigentlich zusammen? In der nächsten Wochen setzten wir uns mit der Mediensozialisation nach Aufenanger auseinander. Er geht davon aus, dass Medien schon immer vorhanden gewesen sind und dass sie dazu dienen sozial handlungsfähige Persönlichkeiten zu bilden. Dabei wird die Wirkung der Medien in der Gesellschaft meist als negativ angesehen. Sie dienen noch dazu als Entwicklungshelfer. Nach Aufenanger besteht eine ständige Interaktion zwischen Mensch und Medium. Die Theorie der Mediensozialisation wird fast gänzlich auf Kinder und Jugendliche angewendet. In der nächsten Sitzung haben wir uns mit der Frage “ was ist ein Medium“ beschäftigt. Kommunikation bedarf immer eines Mittels und dieses stellt das Medium dar. Es muss immer einen Sender und Empfänger geben. Hierbei werden Medien als Mittel der Wahrnehmung, als Mittel der Verständigung und als Mittel der Verbreitung unterschieden. In einer der letzten Sitzungen beschäftigten wir uns mit dem Thema Erziehung nach Marotzki. Er versteht Erziehung als herstellendes Machen, welches aus Befehl und Gehorsam besteht. Man soll zu einer mündigen Person erzogen werden. Den Eltern wird hier die Rolle des Erziehers zugeschrieben. Sie sollen dem Kind gewisse Wertvorstellungen vermitteln. Was ist gut und was ist böse? Als letztes beschäftigten wir uns mit dem Themenkomplex Lernen. Hier wird in informelles und formelles Lernen unterschieden. Man lernt über das ganze Leben. Es ist ein stetiges Zusammenspiel zwischen Reiz und Reaktion. Dabei erfährt man als Lernender positive und negative Verstärkungen. Zentrale Begriffe waren hier der Behaviourismus, der Konstruktivismus und der situative Ansatz.

In diesem Seminar habe ich viele Theoretische Begrifflichkeiten und Vorgehensweisen gelernt, doch trotzdem denke ich weiterhin, dass es mir bisher noch keine Erleuchtung gebracht hat, wie ich genau als Lehrer sein soll. Sicherlich ist es wichtig verschiedene Modelle und Theorien zu kennen und sie anwenden zu können. Aber man sollte die wirkliche Praxis nie als nur ein Stück Papier sehen oder einen Ablaufplan in Form einer Checkliste, die man einfach nur befolgen muss um ein guter Lehrer zu sein. Ich denke da gehört noch viel mehr dazu. Positiv ist der Einsatz von Medien in unserem Seminar zu bewerten, man sollte immer mit der zeit gehen und gerade für den Unterricht der Zukunft ist der Einsatz von gewissen Medien unausweichlich.

Malte Bösch

Lernen nach Marotzki

Juni 20th, 2012

– prominente Rolle

– formelles und informelles Lernen

– über das ganze Leben

– Reiz und Reaktion

– Verhaltensmuster

– positive und negative Verstärkungen

– der Reiz sei eine Handlung

– Behaviorismus 4.6.1

– Konstruktivismus 4.6.2

– Handlung

– Handlungskreis , kein Bogen

– Suche nach neuen Reizen

– Konstruktionsprozess

– unterschiedliches Situationsbefinden

– Organisation und Struktur des Lernenden

– selbst gesteuerte Anteile

– Wissen um kognitive Struktur

– Selbstwirksamkeit

– Vertrauen in eigene Fähigkeiten

– Flexibilität = anpassen

– Situativer Ansatz 4.6.3

– Erfahrung

– herstellen eines Sinnzusammenhangs

 

Erziehung nach Marotzki

Juni 13th, 2012

– einer der wichtigsten Grundbegriffe der Pädagogik

– fast verschwunden

– herstellendes Machen, wie bei einem Gegenstand

– Befehl und Gehorsam

– affirmative Pädagogik

– Rousseau: ohne Einwirkung, entwickeln lassen

– Erziehung zu einer mündigen Person

– Generationenverhältnis

– Eltern sollen erziehen

– danach pädagogisches Personal

– Kinder sollen erzogen werden

– verschiedene Wertorientierungen werden vermittelt

– was ist gut und böse

– Eltern stellen “ natürliche Autorität“ dar

Was ist ein Medium? Mock

Juni 5th, 2012

– Kommunikation bedarf eines Mittels

– Medium ist ein Mittel zum herstellen

– nicht zufriedenstellend definiert

– Beziehungs- und Funktionsbegriff

– lat. in der Mitte von

– Elemente

– Sender und Empfänger

– Mittel der Wahrnehmung

– Mittel der Verständigung

– Mittel der Verbreitung

– Medien sind schon immer vorhanden gewesen

– freizugänglich?

– Bildung zur sozial handlungsfähigen Persönlichkeit

– Wirkung der Medien wird meist negativ gesehen

– Familienalltag im Umgang mit Medien

– Medien als Entwicklungshelfer

– erst die elektronischen Medien sorgten für Debatten

– verantwortlich für Sozialisationseffekte

– Medien mit Menschen

– Menschen mit Medien

– Menschen sind medienkompetent und selektieren das Medienangebot

– Interaktion von Mensch und Medium

– Medien für Lebensbewältigung und Identitätsbildung

– Mediensozialisation in erster Linie auf Kinder und Jugendliche zugeschnitten

Mead stellt als erstes die menschliche Bezugnahme auf Gegenstände in den Vordergrund. Die Wahrnehmung wird hierbei von gewissen Vorerfahrungen bestimmt, die wir mit den Gegenständen gemacht haben. In der sozialen Interaktion wird der andere Mensch als Reiz wahrgenommen. Die Handlung geschieht mit dem anderen zusammen. Auf den ersten Reiz folgt ein zweiter Reiz, diese werden Ego und Alter genannt. Hierbei findet die Interaktion mit nichtsprachlichen Mitteln statt. Durch wiederholtes Betätigen von Gesten werden diese signifkant und der gegenüber lernt den Partner einzuschätzen. Durch viele Interaktionspartner bilden sich unterschiedliche Me s . Das I bezieht sich auf die aktuelle Situation des Reizes und ist nicht reflektierbar. Es steht in gegenwärtigem Austausch mit dem Me. Mead nennt den Vergleich zwischen Rollen und Gesellschaftsspiel als Beispiel. Ein Selbst bildet sich durch die Interaktion zwischen Menschen, wobei ein Teil des Me s sichtbar bleibt und das I immer verborgen bleibt.

Was ist Sozialisation

Mai 2nd, 2012

– Emile Durkheim

– Vergesellschaftung der Menschen

– Persönlichkeit vs. Bedingungen

– Erziehung als methodische Sozialisation

– Ziel : Integration in die Gesellschaft

– Mensch bildet sich zu einem gesellschaftlich handlungsfähigen Subjekt

– Austausch sozial- materiell

– Reifung, Persönlichkeit als Produkt psysicher Entfaltung, bewusste und reflektierte Erziehung ( Tillmann)

– Selbst und Fremdsozialisation

– Interaktionstheorie: Der Gegenüber als Reiz zum Handeln, nichtsprachliche Interaktion

– das Selbst ensteht durch Interaktion ( Mead)

– Rollentheorie: Rollen als Verhaltenserwartungen, Differenz zwischen Handlung und Erwartung

– Rollendistanz, Frustrationstoleranz und Ambiguitätstoleranz

– Milieutheorie

– soziales Gedächtnis im Chatroom

 

Koller Schlagwörter

April 25th, 2012

Warum ist eine Auseinandersetzung notwendig?

– grundlegende Fragen

– keine Verhaltensregeln mechanisch anwendbar

– Umstrittenheit des pädagogischen Wissens

– kritisch beurteilen

– Einzigartigkeit der Situation und der Menschen

– hermeneutische Kompetenz

– Zukunftsbezug des pädagogischen Handelns

– Reflexionskompetenz

Gruppenarbeit 19.04.12

April 25th, 2012

Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen unserer Gruppenarbeit vom 19.04.12

In unserer Gruppenarbeit gingen wir nach dem Prinzip vor, dass jeder ein Essay von den anderen Gruppenmitgliedern gelesen hat und danach in jeweils einer Ecke auf dem Plakat festhielt. Danach haben wir in der Gruppe die wichtigsten Aussagen zusammengefasst mit einem roten Stift in die Mitte des Plakats geschrieben.

Als Hauptaussagen lassen sich festhalten, dass man im Studium eine Fülle von theoretischem Grundwissen vermittelt bekommt, dazu aber nur wenig Praxisbezug vermittelt wird. Außerdem werden noch teilweise alte Theorien vermittelt, die so nicht mehr auf die Praxis anwendbar sind. Das Verwenden von neuen Techniken scheint uns insbesondere für den Unterricht der Zukunft elementar wichtig zu sein. Sehr positiv am Studium ist die Freiheit der Kurswahl, die eine Vielfalt von Einblicksmöglichkeiten des Studierenden bietet. Abschliessend fällt uns auf, dass es besser wäre einen Übergang zur Praxis zu haben, eventuell durch einen wöchentlichen Schulbesuch und ein Seminar in dem man alles wichtige bespricht, was in der Schule vorgefallen ist.

 

Warum ist ein wissenschaftliches Studium sinnvoll?

 

Für den Abschluss eines jeden Semesters werde ich immer wieder damit konfrontiert werden wissenschaftlich zu arbeiten, sei es an Hausarbeiten oder Studien oder Seminararbeiten. Noch dazu werde ich mein Studium mit einer Bachelorarbeit abschließen müssen. Daher ist es für mich extrem wichtig die richtige Vorgehensweise und den Umgang mit dem wissenschaftlichen Arbeiten so schnell wie möglich zu erlernen. Auch für das weitere Leben nach dem Studium ist es wichtig den Leitfaden zu kennen mit dem Mann an wissenschaftliche Arbeiten herangeht. Durch ein bestimmtes Vorgehen werden die Arbeitsschritte meiner Arbeiten für jeden nachvollziehbar, das ist insbesondere für die Bewertung meiner Arbeiten sehr wichtig. Es muss immer deutlich werden auf welche Quellen sich der Schreiber beruft. Diese müssen auch in der vorgegebenen Weise gekennzeichnet sein. Denn niemand will wegen Plagiatsvorwürfen seine Studienberechtigung verlieren. Als ersten Schritt sollte man den Gang in eine Bibliothek antreten und dort die ersten Quellen zum Thema sichten und so eine Bibliographie zusammenstellen. Danach sollte man sich eine eigene Meinung zu dem Themenkomplex bilden, nach dem man die Literatur miteinander abgeglichen hat. Dann beginnt das Schreiben der Arbeit. Hierbei ist es für mich sehr wichtig zu wissen, wie man richtig zitiert und seine Quellen angibt. Das ist in meinen Augen wichtig um alles an den Ursprung zurückverfolgen zu können und ggf. den Autor zu schützen.

 

Auf der anderen Seite halte ich ein wissenschaftliches Studium teilweise für sehr lästig. Es macht jedem einzelnen Studenten eine Menge Arbeit, die ohne die strengen Vorgaben nicht nötig wäre. Außerdem kann man sein eigenes Vorwissen nicht einbringen. Denn wie ist dieses belegbar? Der Begriff Wissenschaftliches Studium klingt für mich sehr wichtig und größer als er eigentlich ist. Normalerweise müsste es heißen, wie mache ich allen Studenten viel Arbeit, damit alle Professoren und Dozenten jeden einzelnen Arbeitsschritt nachvollziehen können.

 

Doch ich denke dieses Vorgehen ist sinnvoll, denn für alles im Leben muss es Richtlinien und Leitfäden geben an denen man sich orientieren kann, ansonsten würde jede Studienarbeit eine andere Gestalt haben und wäre so viel schwieriger zu bewerten und nachzuvollziehen.

 

Ich halte ein wissenschaftliches Studium mit den obengenannten Einschränkungen für sinnvoll, weil es jedem Studenten den Plan aufzeigt wie gearbeitet werden soll und wie nicht. So kann jeder vom Beginn des ersten Semesters sein Vorgehen verbessern und kann sich sicher sein, dass sich keine Zitierweise oder Bibliographie ändern wird, bis er seine Abschlussarbeit geschrieben hat.