mein ISP

Juni 20, 2013
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Reflexion des ISP

1. Einleitung:
STS Rissen bildDas ISP habe ich an der Stadtteilschule in Rissen absolviert. Die Schule ist eine Abspaltung der Stadtteilschule Blankenese, geht daher erst bis Klassenstufe 8 und ist auf dem gleichen Gelände wie das Gymnasium Rissen.
In der Schule habe ich vier Wochen eine fünfte Klasse durch den Unterricht begleitet und diese im Fach Sport auch selbst unterrichtet.
Im Folgenden möchte ich mir abschließend ein paar Fragen zu dem ISP stellen um herauszufinden, welche Schlüsse ich aus dem Praktikum ziehen kann und wo meine Stärken und Schwächen liegen.

2. Welche Schlüsse habe ich aus den Unterrichtshospitationen gezogen?
Während meiner Unterrichtshospitationen sind mir viele Aspekte und Problematiken aufgefallen, die mir so nicht in den Sinn gekommen wären.
Zum Einen habe ich gemerkt, wie schwierig es ist, sich auf einen Hospitationsschwerpunkt festzulegen und dann auch nur diesen während der Stunden zu beobachten.
Ich habe mich daher für drei Zusammenhängende Punkte entschieden:
1. Reaktion des Lehrers auf Störungen und eventuelle Präventivmaßnahmen
2. Reaktion der Schüler auf Störungen durch Andere
3. Umgang mit Heterogenität in Bezug auf das Lerntempo
Meine Beobachtungen habe ich in tabellarischer Form, sowie die erste Woche und den Musikunterricht ausführlich, eingestellt und reflektiert.
Da es für mich sehr schwierig war, sich nur auf die Schwerpunkte zu konzentrieren habe ich einige Stunden genutzt und einfach nur das Verhalten der Schüler und Lehrer beobachtet, ohne dabei besondere Dinge zu notieren. Folgendes ist mir dabei aufgefallen:

Gedanken zum ISP:

– Anrede der SuS mit Du auch vor der ganzen Klasse
jeder fühlt sich persönlich angesprochen

Werkstattarbeit in Mathe, klappt ziemlich gut.                                                                                                                                                                            Aber wie kontrollieren, dass alle am Ende alles richtig gemacht haben und auf dem gewünschten Stand sind?
Häufig Nachfragen und Schwierigkeiten beim selbständigen Arbeiten.
Begrüßungsritual: Alle stehen auf und sagen: „Guten Morgen alle miteinander.“
Dong (Klangschale, nicht laut) als Ruhezeichen: Alle müssen dann zurück an ihren Platz und den Finger heben.
Nicht zu oft einsetzten, sonst wird es vielleicht nicht mehr beachtet?
Leises, angenehmes Geräusch, keine „nervige Klingel“
Leiseboxen (dreiteilige Pappbox, die auf den Tisch gestellt wird, damit SuS nicht von Nachbarn abgelenkt wird)
Probleme: Lehrer kann nicht von vorn sehen was SuS dahinter macht
SuS dreht sich oft nach hinten um und quatscht
SuS kann sich nicht mit Sitznachbarn bei Fragen austauschen
SuS kann Aufgabenstellung an Tafel nicht sehen
wer darf eine Box haben und wer nicht? Und wann dürfen die Boxen benutzt werden?
Es ist laut und dauert bis die Boxen stehen und aufgebaut bzw. abgebaut sind
während der Stillarbeitsphase sollte es leise und keine Boxen nötig
→ es muss genau geklärt werden, in Absprache mit allen Lehrern, wann und wer die Boxen wie nutzen darf.
Micky Mäuse (Lärmschutzkopfhörer)
sind für mich die bessere Lösung als Leiseboxen
wenn es in freier Arbeitsphase einzelnen SuS zu laut ist, dürfen sie sich welche holen
offene Aufgabenstellung
SuS mehr zum selbständigen Denken anregen – finde ich sehr gut, klappt aber leider in der Klasse nicht
Beispiel: Bild malen/ Text schreiben aus Sicht eines Pharaos → Die SuS wussten nicht was sie schreiben sollten, konnten sich da nicht hinein versetzten und haben lieber quatsch gemacht.
Ziel der Aufgabe war aber auch nicht klar, wofür brauchen wir den Text/ das Bild?
Mathelehrer sagt immer: Ihr seid Forscher! Die SuS brauchen jedoch alles haarklein vorgegeben, damit sie nichts selbst überlegen müssen, sondern nur Wissen abspulen. Der Schritt von der Wissensanwendung auf ähnliche Situationen können die meisten der SuS noch nicht → sollte mehr gefördert werden
Strenge
eine Lehrerin ist im Laufe des Praktikums immer strenger mit ihrer Klasse geworden, da sich die SuS nicht mehr an Regeln und Abmachungen hielten
SuS haben das sehr schnell gemerkt → fanden dies doof und konnten es nicht richtig verstehen

3. Habe ich meine Beobachtungen in mein eigenes Handeln als Lehrerin überführt?
Durch die zahlreichen Hospitationsstunden und dadurch, dass ich immer in derselben Klasse war, habe ich schnell die Namen der Schüler lernen können und auch beobachtet welchen Schülern das Zuhören und Bewältigen von Aufgaben leichter und welchen es schwerer fällt.
Diese Beobachtungen konnte ich gut für meine Unterrichtsstunden nutzen. Zum Einen fand ich es sehr angenehm die Kinder per Namen ansprechen zu können. Dies erleichtert gerade in der Turnhalle, wenn nicht alle still sitzen die Arbeit und zum Anderen wusste ich, auf welche Schüler ich ein bisschen mehr Acht geben musste und auf welchem Niveau ich den Sportunterricht gestalten sollte.
Die Schüler waren nicht komplett fremd für mich und genauso kannten sie mich auch schon aus den Stunden zuvor. Dies hat mir ein gutes Gefühl beim Unterrichten gegeben.
Mehr dazu in meinem Artikel über meine Sportstunden.

4. Wie habe ich mich als lehrende Person verhalten und gefühlt?
Vor den Sportstunden war ich immer ein bisschen aufgeregt und in Sorge, dass die Schüler keinen Spaß an den Aufgaben haben oder einfach nicht mitmachen wollen. Wie ich hinterher feststellen konnte, war diese Sorge unbegründet. Ich denke, dass es aber auch gerade im Sportunterricht einfach ist die SuS zu motivieren.
Außerdem war ich froh, nicht mit der Klasse allein in der Turnhalle zu sein. Es war immer unsere Betreuungslehrerin und meine Mitpraktikantin Julia dabei. Dies hat mir Sicherheit gegeben und ich hatte nicht das Gefühl mich um alle SuS gleichzeitig kümmern zu müssen.
Mein Verhalten war, soweit ich es selbst beurteilen kann, den SuS gegenüber sehr offen. Ich glaube, dass ich ganz gut die Ruhe bewahren kann und geduldig bin, wenn es mal etwas lauter oder chaotisch in der Turnhalle wird.

5. Welche Probleme, Schwierigkeiten hatte ich bei der Unterrichtsplanung, -gestaltung, in der Kommunikation mit anderen Lehrer_innen, Schüler_innen etc.?
Probleme bei der Unterrichtsgestaltung hatte ich kaum. Mir ist aufgefallen, dass es sehr wichtig ist, sich vor jeder Stunde zu überlegen, was das Ziel der Stunde sein soll und wie man dieses erreichen möchte. Das Ziel sollte man sich auch gut für eine Unterrichtseinheit von mehreren einzelnen Stunden überlegen. (Genauer Ablauf meiner Stundenplanung)
Gelegentlich hat mir eine solche Struktur in meinen Stunden ein wenig gefehlt. Es gab zu Beginn noch kein genaues Ziel, auf das die Stunden hinauslaufen sollten.
Mit Julia (meiner Kommilitonin) und unserer Betreuungslehrerin habe ich mich erst später abgesprochen. Nachdem wir dann aber ein grobes Konzept hatten, dass die Schüler am Ende der Einheit eine Bodenkür aufführen sollten, war das Planen der anderen Stunden nicht mehr so schwer.
Schwieriger war es eher, die Schüler davon zu überzeugen, dass Bodenturnen Spaß bringen kann und dass es auch etwas Tolles ist, sich zu zweit eine kleine Kür zu überlegen.
Über kleine Spiele, die Formen des Bodenturnens enthalten haben und mit Hilfe von Arbeitsblättern zur Erstellung einer Kür, haben wir es am Ende aber geschafft die meisten Schüler dafür zu begeistern. Besonders schön waren am Ende die Aufführungen.
Dabei sind wir allerdings auch auf das Problem gestoßen, dass ein Mädchen ihre Kür nicht mit aufführen wollte. In unserem Fall war dies nicht so problematisch, da wir die Einheit nicht bewerten mussten, jedoch frage ich mich, wie ich mit solchen Verweigerungen umgehen soll, wenn es für die Leistungen Noten geben muss.

6. Welche Kompetenzen muss ich noch entwickeln für meine Zukunft als Lehrerin?
Es gibt fünf Kompetenzfelder für Lehrer_innen auf die ich mich hier beziehen möchte.
Kompetenzfelder: pädagogische Professionalitätepik-domaenen

– Professionsbewusstsein – sich als Experte/Expertin wahrnehmen
Im Unterrichtsfach Sport sehe ich mich durchaus in einigen Bereichen als Expertin an. Dagegen habe ich das Gefühl in Biologie, meinem anderen Unterrichtsfach bisher nicht viel mehr zu Wissen, als dass was ich in der Schule gelernt habe. Dort fehlt mir ein wenig das Selbstvertrauen und vor allem praktische Erfahrungen um mich in Biologie als Expertin zu sehen.
Personal Mastery – die Kraft individueller Könnerschaft
Ob ich mein Wissen und Können, das ich an der Universität erlernt habe und welches noch sehr theoretisch ist, in verschiedenen Situationen wirksam einsetzten kann, weiß ich noch nicht.
Mir fehlen dazu vor allem in Biologie die Praxiserfahrungen, die helfen, das „träge Wissen“ in anwendbares Wissen umzuwandeln. Hier sehe ich mich eindeutig noch als lernende Person.
Kooperation und Kollegialität – Die Produktivität von Zusammenarbeit
Die Kooperation und Kollegialität fällt mir – aus meiner eigenen Perspektive – nicht so schwer. Ich würde mich total freuen gerade im Referendariat und zu Beginn meiner Lehrertätigkeit mit vielen Lehrern zu kooperieren, von denen unterstützt zu werden und von den Erfahrungen zu profitieren. Meiner Meinung nach kann gerade die Kooperation auch zwischen den Fächern dem einzelnen Lehrer viel Arbeit ersparen.
Differenzfähigkeit – der Umgang mit großen und kleinen Unterschieden
Der Umgang mit Differenzen und Heterogenität bereitet mir immer noch größere Sorgen, da ich, selbst nach meinem ISP in einer sehr heterogenen Klasse noch keinen für mich passenden Stil gefunden habe auf die verschiedenen Bedürfnisse der SuS einzugehen.
Gerade mit dem Wissen auch Noten geben zu müssen, stehe ich persönlich noch vor einem Rätsel, dessen Lösung mir hoffentlich die Praxiserfahrungen liefern können.
Reflexions- und Diskursfähigkeit – das Teilen von Wissen und Können
Mich von meinem eigenen Unterricht zu distanzieren, um diesen „von außen“ zu reflektieren fällt mir noch schwer. Wenn Schüler kritisch über meinen Unterricht oder auch mich als Person urteilen, mache ich mir viele Gedanken, was ich denn falsch gemacht habe. Hier die Distanz aufzubauen um objektiv beurteilen zu können, was eventuell falsch gelaufen ist, fällt mir schwer.
Im Praktikum hat es mir sehr geholfen, dass ich mich mit meiner Mitpraktikantin und unserer Betreuungslehrerin nach dem Unterricht ausgetauscht habe.

Allgemein würde ich sagen, dass es aus meinem jetzigen Standpunkt noch sehr schwer zu beurteilen ist, welche Kompetenzen noch ausbaufähig sind. Dafür fehlt mir die genaue Selbst- und Fremdeinschätzung wenn ich unterrichte und vor allem die Erfahrung eine Klasse nicht nur in der Turnhalle, sondern auch in einem Klassenraum zu unterrichten.

7. Was würde ich bei meinem nächsten ISP anders machen und was hat mir gut gefallen?
In meinem nächsten ISP würde ich mich bemühen in verschiedenen Klassen zu hospitieren und zu unterrichten. Auch würde ich versuchen Biologie zu unterrichten. Es wäre dann sicherlich schwieriger die Schüler richtig kennen zu lernen, aber mit einem länger angelegten ISP wäre auch das sicherlich möglich.
Auch hätte ich mich gern mit noch anderen Lehrern über ihren Unterricht und deren Arbeit mit den Schülern ausgetauscht. Dieses ist jedoch aufgrund der begrenzten Zeit sehr schwierig.
Gut hat mir gefallen, dass ich ein Einblick bekommen konnte, wie der Alltag von Lehrern in der Schule abläuft und welche „Probleme“ auf einen zukommen können, die in der Universität leider kaum behandelt werden. Auch haben mir die Reflexionsgespräche nach meinen Unterrichtsstunden viel Input zum Nachdenken und Weiterlernen mitgegeben.

Quellen

Paseka, Angelika; Schratz, Michael; Schrittesser, Ilse (2011): Professionstheoretische Grundlagen und thematische Annäherung. Eine Einführung. In: Schratz, Michael; Paseka, Angelika; Schrittesser, Ilse (Hg.): Pädagogische Professionalität quer denken – umdenken – neu denken. Wien: facultas, 8-45.

W. (2004). Grundwissen für Schulpraktikum und Unterricht [Computer software]. Available from http://www.content-select.com/index.php?id=bib_view&ean=9783407291066, S. 31-44.

Terhart, Ewald (2009): Didaktik. Eine Einführung. Stuttgart: Reclam. [Kapitel 2: Was ist Unterricht? S. 102-126]

http://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A4dagogische_Professionalit%C3%A4t#Dom.C3.A4nen_-_Bausteine_einer_professionellen_Praxis (12.06.13 13:14)

Bild: http://paedagogik-news.stangl.eu/561/fuenf-domaenen-der-professionalitaet-von-lehrerinnen (12.06.13 13:04)

Juni 12, 2013
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Fazit: Mein Sportunterricht

Ziel des Sportunterrichtes
In den vier Wochen des ISPs haben Julia, die Mitpraktikantin und ich nach Absprache mit unserer Betreuungslehrerin fast den ganzen Sportunterricht der 5. Klasse übernommen.
Ziel der Gesamten Einheit war es, dass die Schüler nach einigen Vorbereitungsstunden zu zweit eine Bodenturnkür erarbeiten und diese hinterher präsentieren.

Was ist gut gelaufen und was habe ich mir anderes vorgestellt?
Gut ist in den Sportstunden gelaufen, dass wir die SuS über Turn-Spiele an das Turnen heran führen konnten. Wir haben es geschafft alle Schüler zu motivieren sich etwas auszudenken. Uns war dabei nicht wichtig wie gut die Leistungen im Sinne des klassischen Turnens sind, sondern wie kreativ die SuS sind.
Was ich ein bisschen schade fand ist, dass wir dadurch keine neuen Übungen den SuS beibringen konnten. Unsere Mentorin hat dieses in einer Doppelstunde mit der Rolle und dem Rad begonnen, doch fehlte dazu leider die Zeit dies weiter zu führen.
Auch hat das Auf- und Abbauen der Geräte leider nicht wie erhofft geklappt. Ich denke, dass dort klarere Regeln und das Üben nötig wären.
Außerdem hatten wir eindeutig ein Zeitproblem. Obwohl Julia und ich uns vor jeder Sportstunde ein Plan gemacht haben, kamen wir nicht so richtig mit der Zeit hin und die SuS mussten meistens zum Abbauen Teile ihrer Pause hergeben.

Was habe ich gelernt?
Gerade in der Turnhalle ist mir wieder aufgefallen, wie wichtig es ist klare Ansagen zu machen und deutlich und klar zu sprechen.
Auch das Formulieren eines klaren Zieles für die einzelnen Sportstunden und für eventuell mehrere zusammenhängende Stunden kann für die inhaltliche Strukturierung sehr hilfreich sein. Auch kann man klare Ziele den Schülern besser vermitteln, damit diese nachvollziehen können warum, wofür und wie lang sie sich mit einem Thema beschäftigen sollen.
Außerdem ist mir sehr bewusst geworden, dass Sport keine Selbstverständlichkeit ist und ich nicht zu hohe Erwartungen an die SuS haben darf. Das Thema Heterogenität ist hier sehr bedeutend.
Auch das Einteilen der Mannschaften war immer wieder eine Herausforderung. Hier braucht man sehr viel Gespür für die Stärken und Schwächen der SuS. Unsere Mentorin hat die SuS die Mannschaften selbst einteilen lassen, in dem sich immer zwei vermeidlich gleich gute Schüler gegenüber stellen sollten. Wenn die SuS beim Spielen feststellten, dass die Mannschaften ungerecht waren so wussten sie, dass sie selbst dran schuld waren.

Was würde ich anders machen?
Was ich aus den Sportstunden mitnehme ist, dass klare und genauere Vorgaben und Ansagen ganz wichtig sind und einem viel Zeit und Ärger ersparen können. Bei der Einführung einen neuen Spiels zum Beispiel sollte man sich vorher schon überlegen, welche Regeln wann eingeführt werden und welche Fragen die SuS stellen könnten. Diese kommen häufig auf sehr verschiedenen Ideen, wie ein Spiel gespielt werden sollte. Es ist dann sehr wichtig klare Ansagen zu machen und diese auch einzuhalten.
Als zweites nehme ich die Überlegung mit, mit einem Leisezeichen zu arbeiten. Unsere Betreuungslehrerin hatte immer eine kleine Trommel um alle SuS in die Mitte zu holen und dann ein Leisezeichen damit alle zuhören. Da ich bisher immer nur ohne solcher Zeichen gearbeitet habe bin ich mir noch nicht sicher, ob ich diese oder andere später auch anwenden möchte.

Auffälligkeiten?
Besonders stark ist mir Aufgefallen, dass viele Schüler keine einfachen Bewegungsaufgaben bewältigen können. Schon das Hüpfen auf einem Bein oder die Rolle vorwärts konnten nicht alle Schüler. Dagegen gibt es aber auch einige, die bereits sehr viel können. Meine größte Sorge war es, einige SuS zu überfordern und andere zu unterfordern. Durch das Stellen sehr offen gehaltener Aufgaben (siehe Tabelle am Ende) haben wir da aber eine für mich gute Lösung gefunden.
→ Umgang mit Heterogenität
Auch deutlich wurden die sozialen Kompetenzen der einzelnen SuS. Gut sichtbar waren diese beim Auf- und Abbau der Geräte, beim Anfeuern bei Spielen oder beim Aufteilen der Geräte während der freien Übungszeiten.
Mir persönlich ist noch aufgefallen, dass ich lieber selbst ein Spiel kurz und knapp erkläre, dann die nötigsten Nachfragen kläre und die SuS dann erst einmal Spielen lasse. Mir geht es vor allem um die Bewegung. In meinen Hospitationen ist mir aufgefallen, dass man viel Zeit durch erklären und besprechen verlieren kann. Dies soll nicht bedeuten, dass das klare Klären von Regeln und Ähnlichem nicht wichtig ist, ist habe da nur mein Schwerpunkt woanders gesetzt.

Was mir noch unklar ist?
Unsicher bin ich mir noch, wie ich auf Verletzungen reagieren sollte, gerade wenn ich allein mit einer Klasse und nicht wie im Praktikum mit viel Unterstützung in der Turnhalle bin.
Ich denke jedoch, dass dies immer sehr situationsspezifisch ist und es da die Optimale Lösung nicht geben wird. Ich hoffe, dass sich durch mehr Praxis diese Frage klären wird.
Als zweites ist mir noch nicht ganz klar, wie ich bei SuS reagieren sollte, die ganz oder teilweise am Unterricht nicht teilnehmen wollen. Gerade in dem Bezug auf die Notengebung stelle ich mir dies sehr problematisch vor. Wir hatten den Fall, dass sich ein Mädchen nicht getraut hat ihre Kür am Ende vorzustellen. Da wir die Einheit nicht benoten mussten hatte dies für den Unterricht keine weiteren folgen, jedoch fand ich die Situation auch den anderen SuS gegenüber nicht einfach zu regeln. Auch hier erhoffe ich mir durch mehr Praxiserfahrungen Lösungsideen.

Tabelle nach der die Turnkür (hier Freestyle genannt) erstellt werden sollte:
Elemente die in deinem Freestyle vorkommen müssen:

Elemente Habt ihr? Habt ihr noch nicht?
Drehen um verschiedene Körper-Achsen      
Arme und Beine belasten      
Sprünge (mind. 2 verschiedene)      
Körperspannung      
Gleichgewicht      
Freiwillig: Tanzelemente      
Freiwillig: Synchron      

 

März 10, 2013
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Beobachtungstabellen

Teile meiner Beobachtungstabellen aus den Hospitationsstunden an der Stadtteilschule Rissen in der 5. Klasse mit 23 Schülern
(unter den Tabellen habe ich mir allgemeine Auffälligkeiten vermerkt)
 
05.02.2013
Stunde 3 und 4: Mathematik: Lehrer: Herr S.
Unterrichtsphase
Störungsart und Reaktion des Lehrers
Anmerkungen
Begrüßung mit Ritual
Es sind nicht alle SuS aufgestanden → Begrüßung wieder holen
 
Ergebnisse aus letzten Stunden
Ein SuS laut → kurz raus und leise wieder reinkommen
 
Werkstattarbeit
Allgemeines Gemurmel ok,
zu laut → SuS einzeln angesprochen
Mit Ankündigung, dass es nicht zu laut werden darf. Allgemein gesagt
Nachbesprechung
Abgelenkte SuS ohne Melden dran nehmen
 
 
Ein SuS dazwischen geredet → vor Klasse angesprochen
 
 
SuS geredet → dran genommen und an Tafel gebeten zum Vorrechnen
 
 
Stunde 5: Gesellschaft: Lehrer: Herr S.
Unterrichtsphase
Störungsart und Reaktion des Lehrers
Anmerkungen
Kurzer Einstieg mit Dong
Allgemein um Ruhe gebeten
 
Hauptphase: Pyramiden und Rampen bauen
Gruppenfindung und Arbeitszeit ziemlich laut- ok, solang alle mitmachen.
Scheinbares Chaos, aber ok! Viel Praxis
Nachbesprechung
(vor-)laute Dauermeldung ignoriert
 
 
Allgemeines Gemurmel/ Unruhe ignoriert
 
  • Lehrer hat nicht alle SuS dran genommen, Stille wurden (bewusst?) nicht gefragt
  • konsequente Anrede der SuS mit „Du“. Auch die ganze Klasse und Gruppen
 
Stunde 6: Deutsch: Lehrerin: Frau T.
Unterrichtsphase
Störungsart und Reaktion des Lehrers
Beginn: Dong
Allgemeine Unruhe → gewartet bis alle auf Platz
Stillarbeit und Besprechung
Dazwischen gerede von mehreren SuS → Gespräch gestoppt und klargestellt wer dran war
 
Melden und gleichzeitig Reden → gesagt das das doof ist und SuS deshalb nicht dran genommen
 
SuS leise gemeldet → sehr gut, daher kommt der Schüler jetzt dran
 
SuS laut → vor ganzer Klasse angesprochen, um Ruhe gebeten
 
Lösung zuflüstern → Ermant das zu lassen, kann anderer Schüler auch allein
 
SuS dazwischen geredet → Lehrerin hört auf zu Reden und guckt SuS einfach nur an
  • Anrede immer mit „Du“
  • darauf geachtet das möglichst alle SuS reden und dran kommen, Stille einfach so dran genommen
  • Kind mit Förderbedarf in Nebenraum geschickt (ist vereinbart, vor allem in 6. Stunden und wenn Schulbegleiter nicht da ist)
  • Dong nicht oft benutzt → gut, da kein Missbrauch als Ruheinstrument
 
06.02.1213
Stunde 1: Deutsch: Lehrerin: Frau T.
Unterrichtsphase
Schülerverhalten
Reaktion des Lehrers
Reaktion anderer Schüler
Begrüßung
Laut, durcheinander. Alle sind am Hefte auspacken
Erwähnt wer von den Schülern schon bereit ist – Lob
Werden langsam still
Einstieg
Laut, aufgeregtes Durcheinander reden
Stillezeichen
Alle machen mit, werden still
Wiederholung von gelerntem
Alle packen wieder Hefte aus, Unruhe
Lehrerin sagt allgemein, dass es zu unruhig ist und wartet
Alle werden ruhiger, Aufmerksamkeit wieder auf Lehrerin
 
T. (Schüler mit Förderbedarf) ist laut und spielt mit seinem Ball
Lehrerin ignoriert die Störung, zeigt ihm auf dem AB wo er mit lesen soll
Lassen sich auch nicht stören
 
T. redet dazwischen
Erklärt allgemein: wie melden wir uns?
meldet sich leise kommt daher jetzt dran
leise
→ oft: hervorheben der SuS die leise im Unterricht sind/ alles parat haben → Lob
wenig Tadel vor der Klasse
 
 
Mein Versuch wichtige Dinge ohne Hilfe meiner Tabellen zu notieren.
13.02.
Stunde 1: Mathematik: Lehrer: Herr S.
Grundsätze:
  • Wir sind hier um Fehler zu machen (auch die Lehrer).
  • Die Schüler sind Forscher.
 
Methode: Eine nicht eindeutige Rechenaufgabe an der Tafel.
Die SuS sollten diese allein in ihrem Heft lösen und Lösungsweg begründen → die offene Fragestellung soll die SuS zum selber denken anregen (sie sind Forscher).
  • alle Hefte wurden anschließen eingesammelt.
Insgesamt war die Klasse bei der Aufgabe sehr ruhig.
Während der Werkstattarbeit kam Unruhe auf und einige haben nicht richtig gearbeitet.
→ Wie prüft der Lehrer das alle was machen und lernen? Am Ende muss eine Arbeit geschrieben werden und die SuS müssen sich selbstständig über lange zeit darauf vorbereiten. Klappt das?
 
Stunde 3 und 4: Sport: Lehrerin: Frau B.
  1. Aufwärmspiel
  2. Stabilisationsübungen
    großer Mattenkreis. Die SuS waren sehr unruhig haben nicht richtig mitgemacht.
    Frau B. Hat immer wieder ermahnt, gebeten ordentlich mitzumachen.
    → ich glaube viele SuS wussten nicht, können sich nicht vorstellen warum so etwas gut ist.
  3. Vertrauensübung
    mehrere SuS tragen eine Person die sich ganz steif macht.
    Ziemliche Unruhe, aber alle haben mehr oder minder mitgemacht.
  4. Stationen- Turnen
    verschiedene Stationen auf dem Weg zu einer Rolle und einem Rand. Einige SuS unterfordert. Konnten schon alles. Einige die nicht einmal eine Rollen können → sehr verschiedene Bewegungsniveaus.
    – sehr große Unruhe/ durcheinander. Viele die nicht wirklich was ausprobiert/ gelernt haben.
– Schüler mit Trommel das Signal, dass sich alle sammeln und leise sind.
 
Stunde 5 und 6: Englisch: Lehrerin: Frau B.
  • Briefe von Englischer Partnerschule: großes Durcheinander.Wer will antworten, wer nicht, Briefen an Parallelklassen abgeben?
    • Viele Fragen ein bisschen unstrukturiert, die SuS wussten nicht was das für Briefe sind, wie sie antworten sollen und wann und Fragen wurden erst am Ende der Stunde oder noch gar nicht geklärt.
  • Einschalten des Smartboards: SuS haben nichts zu tun → wieder sehr laut
  • Beginn des Unterrichts: Ein Lied singen (=Ritual)
  • kleines Spiel: alle machen gut mit → viel Motivation, aber sehr laut uns sehr leichtes Spiel
  • Mind map am Smartbord zu Hobbies: ziemlich unruhig. Immer wieder die Klangschale als Ruhezeichen + leise Stimme von Frau B.
    • Viele Nebengespräche – Unterricht wird aber schleppend fortgeführt (vielleicht zu einfache Aufgabe)
    • Frau B. steht viel mit dem Rücken zu den SuS
  • Ansage von Frau B. auf Deutsch: ist zu laut! Das unterlassen, sonst müssen Lehrer strenger werden.
  • Oft stehen SuS auf um Englischsachen aus ihren Fächern hinten in der Klasse zu holen → viel Unruhe. Lehrerin wartet immer wieder.
    → Besser organisieren. Am Anfang fragen, ob alles da ist?
  • Eine Zuhör- Aufgabe: Die SuS antworten auf die Fragen der Lehrerin auf Deutsch…?!?!
    • aber alle sind einigermaßen ruhig
  • 2 Aufgaben zur Auswahl: alle arbeiten einigermaßen, keine Kontrolle ob wirklich jeder etwas macht.
    • Aufgabe besprechen: Unruhe→ unterbrechen der Besprechung da zu laut + Dong + Ampel
  • Besprechung zu Ende, aber Unterricht noch nicht: alle laut und packen
oft die Benutzung vom Dong und der Ampel
am Ende 4 x grün
3 x gelb
2 x rot (Eigentlich in die Ecke?)
  • SuS nehmen Stillezeichen/ Ampel nicht mehr so ernst. Zu oft eingesetzt.
 
19.02.2013
Stunde 3 und 4: Mathe: Lehrer: Herr S.
Unterrichtsphase
Störungsart und Reaktion des Lehrers
Anmerkungen
Einstieg
Nebengespräche → Ermahnung
Exkursion ins Thema Müll und was damit passiert, verschutzung der Meere durch Plastik
 
Nebengespräche → SuS müssen sich selbst auf Ampel hängen
 
 
Bild auf Smartboard muss laden → Unruhe, schnell wieder ruhig
Alle SuS sehr ruhig und aufmerksam im allgemeinen
 
SuS isst im Unterricht → ermahnt mit Namen
 
Überleitung zu Mathe:
Lehrer isst → alle SuS laut, protestieren → Essen weg
Zeigen, dass essen im Unterricht doof/ nicht erlaubt
neue Brüche“ lernen
A. dreht sich immer nach hinten → ermahnt → nach vorn gesetzt → unters Pult (weil immer weiter)
 
 
Große Unruhe, gemurmel (viel Unverständnis) → Lehrer allgemein: ist zu laut!
 
 
Dazwischengequatsche, Nebengespräche → stumm ermahnt durch angucken
 
 
SuS die sich nicht melden dürfen nicht weiter reden
 
→ Einhaltung des Lehrplanes mit Werkstattarbeit. Wirklich möglich
die SuS haben zum Teil sehr große Schwierigkeiten mit dem logischen Denken und das Anwenden von Aufgaben in neuen Situationen
 
Stunde 5 und 6: Gesellschaft: Lehrerin: Frau R.
Unterrichtsphase
Störungsart und Reaktion des Lehrers
Anmerkungen
Beginn: Bild (Was fällt den SuS spontan dazu ein?)
Viele Reden durcheinander → einzelne ermahnen
Alle Ideen werden aufgeschrieben
 
Gemurmel → L: 3 SuS letzte Stunde auf Ampel, soll hier nicht auch so sein
 
 
Weiteres gemurmel → L: tssssch… Unterricht läuft weiter
 
 
Gequatsche mit den Sitznachbarn → Ampel
 
 
Androhung vom Dong → alle leise
 
 
SuS guckt und quatscht nach hinten → stumm angucken bis SuS merkt und sich umdreht
 
 
Alle laut → Dong → immer noch alle laut → still warten bis alle leise
 
Aufgabe: Text still, allein lesen
Leiseboxen werden raus geholt, Gemurmel → ignoriert
 
 
Alle laut, spielen → L geht rum, spricht mit SuS einzeln
 
3 Aufgaben zum Auswählen zu dem Text
Alle laut, wissen nicht was sie machen sollen → L geht rum
Nicht mit auf dem Zettel vom Text sondern an Smartboard nicht so gut)
 
Alle laut, Ende von Arbeitsphase → Dong, bisschen ruhe, eine Leisebox steht noch
SuS wissen nicht genau was sie machen sollen, sehr offene Aufgabe (eigentlich gut, vielleicht zu offen?
Besprechung
Viele malen noch, Zettelchen gehen in Klasse herum → wird ignoriert
 
 
Alle immer lauter → L allgemein: ist zu laut/ gemein für die Vortragenden
 
 
Weiter laut → alle aufstehen und einmal schütteln (Stundenklingel, alle laut und gehen)
 
  • sehr leise Stimme die ganze Zeit, auch wenn es in Klasse laut war
  • Anrede immer im „Du“
  • Probleme mit Leisebox und offener Aufgabe
 
 
 

März 8, 2013
nach marei
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Fazit: Unterrichtshospitationen mit Hilfe meiner Tabellen

Trotz meiner Vorbereitung auf die Hospitationen unter anderem mit Hilfe des Textes von Wilhelm Topsch, ist es mir sehr schwer gefallen zu beurteilen, was ich in meine Tabelle aufnehmen sollte und was nicht. Also was als Störung für mich gilt und was toleriert werden kann. Meine Tabellen waren zu komplex und ich hab schon am ersten Tag gemerkt, dass ich nicht auf alles gleichzeitig achten konnte. Daher habe ich die Tabellen ein wenig angepasst und etwa die Zeitspalte gelöscht. Auch ist es mir nicht leicht gefallen mich wirklich nur auf Störungen und die Lehrerreaktionen zu konzentrieren, oft war ich geneigt allgemeine Unterrichtsmethoden und bestimmte Arbeitsaufträge mit zu notieren.
Fazit zu dem Beobachtungsschwerpunkt: Umgang mit Störungen im UnterrichtEs gibt viele verschiedene Möglichkeiten mit Störungen im Unterricht umzugehen und diese vorzubeugen. Ich kann für mich noch nicht sagen, wie ich es später machen werde. Die Art zu finden, die zu einem passt und mit der man Erfolgreich ist scheint mir oft sehr lang zu dauern.
Herr S. hat seine Art Störungen vorzubeugen gefunden. Bei ihm war die Klasse im allgemeinen immer am stillsten. Es liegt bestimmt unter anderem an seinem Auftreten, dass Selbstbewusst und Präsenz ausstrahlt. Aber auch an dem Umgang mit den SuS. Herr S. vermittelt den SuS sehr stark das Gefühl, dass sie im Mittelpunkt stehen und er ihnen nur beim Lernen hilft und vor allem ihre Probleme ernst nimmt. Wenn es bei ihm im Unterricht zu Störungen kam, mussten sich die SuS selbst auf die Ampel setzten, sich nach vorn umsetzten oder Ankündigungen wiederholen, bei denen er wusste, dass die SuS nicht aufgepasst haben. Das sind alles Maßnahmen die über das bloße Ermahnen hinaus gehen. Die SuS müssen selbst aktiv werden.Andere Lehrer setzten viel auf den Einsatz der Klangschale als Ruhezeichen oder der Ampel als Ermahnungszeichen. Doch scheinen sich die SuS mittlerweile daran gewöhnt zu haben und werden zwar kurzzeitig ruhig, verfallen dann aber auch schnell wieder in Nebengespräche. Auch spielt bei diesen Lehrern die einfach Ermahnung von einzelnen SuS vor der Klasse eine große Rolle. Bei diesen Lehrern konnte ich nicht klar erkennen, ob und welchen Methoden sie zum Vorbeugen von Störungen haben und einsetzten. Körperhaltung, -sprache und Stimme wurden in meinen Augen oft zu wenig genutzt.Was ich bei keinem Lehrer mitbekommen habe ist, dass mit Noten gedroht wurde. Alle haben die Einstellung, dass Noten zwar gegeben werden müssen, aber keinesfalls der Hauptgrund sind, warum die SuS lernen sollten. Daher wird über Noten kaum gesprochen.

Mein zweiten Beobachtungsschwerpunkt: der Umgang mit Heterogenität war mir nicht möglich in Tabellenschema zu beobachten. Nur durch Gespräche mit den Lehrern konnte ich drei relativ deutliche Äußerungsformen losgelöst von dem normalen Unterricht erkennen.

1. Zwei SuS (beide offiziell als förderbedürftig anerkannt) bekommen keine Noten und schreiben nicht immer die selben Klassenarbeiten wie die anderen Schüler. Auch das Zeugnis ist oft nur ein Text. Das Problem ist, dass die SuS ohne Noten offiziell kein Schulabschluss erreichen können. Daher ist das Ziel der Lehrer, in einer höheren Klasse auch diesen Schülern Noten zu geben.

2. Zwei SuS ist es erlaubt unter ihrem Tisch einen Stressball in der Klasse zu haben und diesen zu kneten, wenn sie sich nicht mehr konzentrieren dürfen. Jedoch werden diese Bälle oft zum Spielen und Toben in der Klasse verwendet.

3. Einem SuS ist es erlaubt, während des Unterrichtes mit seinem Schulbegleiter in den Nebenraum zu gehen um dort extra Aufgaben zu erledigen oder sich abzureagieren.

März 8, 2013
nach marei
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der Musikunterricht

mein Fazit zum  Musikunterricht
Da die 5. Klasse in der ich die ganze Zeit hospitiere und unterrichte eine Musikklasse ist, haben die Schüler fünf Stunden Musik in der Woche. Die beiden Parallelklassen sind eine Zirkus und Kunst Klasse. Die Schüler durften bei ihrer Anmeldung wählen in welche Klasse sie möchten. Schon zu beginn des Praktikums habe ich erfahren, dass der Musikunterricht sehr problematisch ist und den Kindern kein Spaß bringt. Die eine Musikstunde verbringen einige Kinder im Konservatorium und können dort unter professionelle Anleitung verschiedene Instrument ausprobieren, nach dem Prinzip des Instrumentenzirkels .
Die anderen zwei Doppelstunden ist die Klasse in zwei Gruppen geteilt. Eine Stunde findet im Musikraum Unterricht an Instrumenten statt die andere Stunde in der Klasse und das immer im Wechsel. Den richtigen Musikunterricht gibt ein Vater, da die Schule keinen eigenen Musiklehrer hat.
Genau hier ist jedoch das Problem. Dieser Vater ist sehr musikalisch und engagiert, jedoch kein richtiger Lehrer. Ich habe den Musikunterricht ein paar Stunden besucht und mir sind einige Dinge aufgefallen, die mir wichtig erscheinen, damit der Unterricht gut läuft und die Schüler Spaß haben.
 
Das Auftreten der Lehrperson:
Schon beim ersten Gespräch mit dem Vater wirkte er auf mich sehr unruhig, redetet sehr schnell und unbetont. Auch seine Körperhaltung war eher gebeugt. Insgesamt betrachtet, schien er nicht sehr glücklich in seiner Rolle und versuchte auch nicht durch körperliche Präsenz oder das einsetzten seiner Stimme die Aufmerksamkeit der Schüler zu gewinnen.
Dazu: Arthur Brühlmeier: http://www.bruehlmeier.info/index.htm (07.03.13, 16:50)
Handelsblatt: http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung-medizin/forschung-innovation/psychologie-das-geheimnis-der-autoritaet/3559730.html (07.03.13, 16:59)
 
Der Rahmen des Unterrichtes:
In den Unterrichtstunden viel mir auf, dass der Vater nicht das übliche Stillezeichen mit der Klangschale verwendete sondern die SuS immer einzeln um Ruhe bat, einfach in das gemurmel der SuS redete oder Schwieg. Meiner Ansicht nach ist es aber gerade in Musikunterricht, in dem die Instrumente sehr stark ablenken können wichtig, ein Ruhezeichen zu vereinbaren, welches dann auch immer genutzt wird. Gerade weil die Klasse mit der Klangschale vertraut ist, habe ich nicht verstanden, warum der Vater dieses Instrument so ablehnt.
Auch gibt es keine Vereinbarung, was mit den Instrumenten passiert, wenn es eine Ansage gibt. Etwa, dass die Keyboards dann ausgeschaltet werden, Gitarren in ihre Halter kommen und so weiter.
Weiter ist mir aufgefallen, dass die SuS immer im Stuhlkreis sitzen und die Instrumente bereits bereit stehen, wenn der Unterricht beginnt. Dieses spart natürlich Zeit, aber die SuS sind auch von Anfang an durch die Instrumente vor ihnen stark abgelenkt. Dazu kommt, dass der Vater sich meist in den Kreis zum Reden und Erklären gestellt hat, also immer mir dem Rücken zu einigen SuS stand.
 
Der Unterricht:
Betrachtet man den Musikunterricht von außen, so scheint es einfach ein heilloses Chaos und durch einader zu sein. Einige SuS spielen gelegentlich kleine Melodieteile und lärmen ansonsten nur auf ihren Instrumenten herum. Doch wo ran liegt das? Drei Dinge sind mir aufgefallen:
  1. hohe Erwartungen
der Vater gibt einzelnen SuS Noten oder zeigt ihnen kurz, welche Töne sie auf den Instrumenten spielen sollen und erwartet dann, dass die Schüler dieses sofort und im Rhythmus nachspielen können. Ich selbst habe auch ein Instrument mitgespielt und empfand es als entmutigend, dass dort jemand ist, der von einem erwartet, dass man doch hören müsste wie es richtig klingt.
  1. keine Übungszeit
Wurde einem dann einmal gezeigt, was man auf seinem Instrument spielen sollte, ist der Vater zu den nächsten Gruppe gegangen und hat auch da den Schülern ihre Töne gezeigt. Hinterher sollten dann alle zusammen spielen. Dabei blieb den SuS jedoch zu wenig Zeit für sich zu üben und es durfte immer nur kurz mit alle zusammen gespielt werden, was ebenfalls meist ziemlich durcheinander klang und für ein hohes Frustpotential sorgt.
  1. Konzentration auf einzelne SuS
Während der Vater bei den jeweiligen Instrumentengruppen ist und denen die Töne erklär haben die anderen SuS natürlich nichts zu tun. Sie dürfen nicht üben, da dieses zu laut ist und haben aber auch sonst keinen Arbeitsauftrag. Dies bedeutet, dass die SuS in einer Musikstunde die meiste Zeit herum sitzen und sich langweilen und es das Naheliegende ist es dann, dass an den Instrumenten herumgespielt wird oder anderweitig Lärm gemacht wird.
Lösung:
Ich finde die Iden, die der Vater in den Musikunterricht einbringt super und auch das Umschreiben der Texte und Melodien zeigt, dass er mit viel Einsatz und Freude dabei ist.
Mir scheint es jedoch so, als würde er manchmal vergessen, dass er eine 5. Klasse vor sich hat, in der nicht alle SuS musikalisch sind und ein Instrument spielen können. Ich glaube hier den Mittelweg zwischen Unter- und Überforderung zu finden ist die hohe Kunst.
Punkt zwei und drei könnten sich aus meiner Sicht durch eine andere Nutzung des Raumes lösen. Jede Instrumentengruppe bekommt eine Ecke des Raumes oder leise Instrumente gehen raus auf den Flur. Der Vater kann dann zu den jeweiligen SuS gehen und ihnen die Töne zeigen. Anschließend haben diese Zeit zu üben, während er zu den anderen geht. Dadurch das alle weiter verteilt sind würden sich die SuS nicht so schnell übertönen und die Verlockung zu anderen Instrumenten zu gehen könnte auch gesenkt werden.
Was mir darüber hinaus noch wichtig erscheint ist ein Ziel. Die SuS müssen wissen, wann sie welches Lied einstudieren und wofür. Gibt es also ein Aufführung in der nächsten Zeit und wer wird dazu eingeladen? Oder wird es einfach nur gemacht, weil es eben Musikunterricht ist?

 

Positiv ist mir aufgefallen, dass der Vater die SuS nach Liederwünschen gefragt hat. Die Lieder sollen dann für ein Aufführung einstudiert werden. Das Problem dabei war nur, dass die SuS sich viele Lieder aus den aktuellen Charts gewünscht haben, in denen die Texte oft nicht jugendfrei sind. Solche Lieder hat der Vater direkt abgelehnt oder sie mit einem neuen deutschen Text unterlegt. Er hat jedoch nicht ausreichend erklärt, warum die SuS nicht die Originaltexte singen sollen. So ist er mit der vermeidlich lieb gemeinten Umdichtung wieder auf Ablehnung gestoßen.
Auch sollten sich die SuS Instrumenten für die nächste Zeit fest zuordnen, damit Lieder einstudiert werden können. Offen blieb jedoch, wie lang und für welche Lieder und die Erklärung, warum das Zuordnen so wichtig ist.
 
Mein Fazit:
Extrem wichtig ist es, auf seine Körpersprache und -haltung zu achten und vor dem Unterricht zu planen, wie die SuS am besten beschäftigt werden können. Lücken oder Pausen im Unterricht lassen oft die Konzentration sinken und die Aufmerksamkeit auf anderen Dinge lenken.
Auch merken die SuS schnell, wie sie einem am besten reizen können und ob man ihre Probleme und Anregungen für den Unterricht ernst nimmt.
Der Musikunterricht war für mich ein gutes Beispiel, wie ich es mir in meinem Unterricht später nicht wünsche. Er hat mir aber auch gezeigt, wie schnell man in ein Chaos abrutschen kann und vor allem wie schwer es ist, wieder da heraus zu kommen.

Februar 20, 2013
nach marei
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Fazit zur Ersten Woche meines Praktikums

Ergebnisse aus den Hospitationsstunden:
– Heterogenität: Insgesamt ist mir aufgefallen, dass die Klasse sehr Heterogen ist. Es gibt offiziell drei Schüler mit besonderem Förderbedarf. T. hat das Asperger- Syndrom. Dieses Kind hat auch einen Schulbegleiter. (siehe: Wikipedia: Asperger- Syndrom). Ein weiteres Kind, A. hat motorische Schwierigkeiten und auch beim Lernen benötigt A. Viel Unterstützung und mehr Zeit und T. hat KM (Körper und Motorik).
Es lässt sich von außen sehr schnell erkennen, dass die SuS schon in der fünften Klasse gelernt haben mit ihrer Unterschiedlichkeit umzugehen und Rücksicht auf die anderen Kinder, denen das Lernen schwerer fällt oder die sich nicht immer entsprechend der Situation verhalten können Rücksicht zu nehmen. Auch scheint es so, dass die Lehrer versuchen, die SuS mit Förderbedarf so wie alle anderen auch zu behandeln, diese auch bei Störungen ermahnen und sie in den Unterricht zu integrieren. Jedoch geben sie diesen Schülern auch den Freiraum, sich zurück zu ziehen. Mit T. ist vereinbart worden, dass er in den Nebenraum gehen darf, wenn er sich nicht mehr konzentrieren kann umso den Unterricht nicht zu stören.
– Rituale: Auch sind mir die festen Rituale in der Klasse aufgefallen. Zu Beginn jeder Stunde, wenn der Lehrer da ist wir die Klangschale geschlagen, alle SuS stehen auf und wenn es ganz ruhig geworden ist begrüßen sich alle mit einem Spruch. Erst dann fängt der Unterricht richtig an.
Die Klangschale ist auch das allgemeine Stillezeichen. Diese ist nicht sehr laut und klingt ziemlich lang. Wenn zB Freiarbeit ist und die SuS den Ton hören müssen alle wieder zurück an ihren Platz. Alle die das Zeichen gehört haben, am Platz sind und still sind heben den Finger. Durch dieses Ruhezeichen spart der Lehrer an Kraft und muss nicht durch die ganze Klasse zurufen. Auch der Ton der Schale ist sehr angenehm. Es ist kein „nerviges“ klingeln einer Glocke oder sonst etwas. Sondern ein ruhiges Zeichen, dass Ruhe bedeutet.
– Anrede der Klasse: Ein weitere Punkt der mir gleich am Anfang auffiel. Viele Lehrer reden die ganze Klasse mit „Du“ an, wenn sie zB. Arbeitsaufträge verteilen und erklären. Es klang für mich zu Beginn ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber die SuS scheinen sich dadurch direkt angesprochen.

Februar 3, 2013
nach marei
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Fazit: Digitale Medien im Unterricht

Der Einsatz von digitalen Medien im Unterricht ist für mich noch kein abgeschlossenes Thema zu dem ich mir eine Meinung oder Ansicht bilden konnte. Die Diskussion hat mir viele Gedankenanstöße gegeben und neue zu beachtende Aspekte aufgezeigt.

Besonders wichtig finde ich, dass es ein Bewusstsein in der Schule geben muss, dass digitale Medien immer da sind, auch wenn sie nicht mit in den Unterricht eingebunden werden. Die meisten Schüler haben Handys und Internetzugänge.

Das Ziel müsste es also sein, diese vorhandenen Medien zu in den Unterricht zu integrieren, dass die Schüler mit ihrem Wissen darüber ihr wissen in anderen Bereichen sinnvoll erweitern können und dabei noch Spaß haben. Ich glaube man kann Schüler eher dazu Motivieren im Internet nach Informationen zu suchen als in Büchern in einer Bibliothek, zumal nicht alle Schulen über Bibliotheken verfügen und sich eher weniger Schüler auf den Weg zu einer machen, wenn das Internet doch überall und zu hause ist.

Mein Problem dabei ist, dass nicht kontrolliert werden kann, wann die Schüler das Internet nutzen um für die Schule etwas zu machen und wann sie nur Spielen und die Schule als Grund vorschieben am PC zu sitzen. Auch fehlt die Überprüfbarkeit der Seiten.

Dazu kommt, dass ich es ganz wichtig finde, dass die Schüler auch lernen, wie sie an Informationen kommen und Aufgaben bewältigen können wenn sie kein Internet haben. Dieses lässt sich aber im besten Fall im Unterricht einüben, da bei den Hausaufgaben schon wieder die Kontrolle fehlt.

Es ist also ein gutes Mittelmaß zu finde, in dem die digitalen Medien in dem Unterricht integriert werden, sei es von Recherchen für Hausaufgaben, Projekte oder Plattformen für verschiedene Kurse. Darüber hinaus sollte es dann aber auch Veranstaltungen geben, in denen die Schüler sich richtig mit dem Thema Internet oder Plattformen auseinander setzten und so die Chance bekommen zu lernen, welche Möglichkeiten und Gefahren es gibt.

Auch Fortbildungen für Lehrer würde ich sehr gut finde, da ich mir das momentan noch nicht richtig vorstellen kann, wie ich mit dem Thema Internet und andere digitale Medien im Unterricht umgehen sollte.

Ich kann für mich abschließend festhalten, dass ich auf diesem Themengebiet noch mehr Erfahrungen und Kenntnisse sammeln will und muss bevor ich mir eine genauere Umsetzungsmöglichkeit für den Unterricht überlegen kann. Ich bin schon sehr gespannt auf mein ISP, vielleicht kann ich dort mehr lernen und beobachten.

Januar 20, 2013
nach marei
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Hospitationsschwerpunkte: Tabellen

Hospitationsschwerpunkte:

1. Reaktion des Lehrers auf Störungen und eventuelle Präventivmaßnahmen

2. Reaktion der Schüler auf Störungen durch andere

3. Umgang mit Heterogenität im Bezug auf das Lerntempo

 

Zu 1. und 2.

Zeit Unterrichtsphase Schülerverhalten Reaktion des Lehrers Reaktion anderer Schüler Anmerkungen
           
           
           
           

 

Zeit Unterrichtsphase Störungsanzahl und Art Anmerkungen
       
       
       

 

Störungsarten:

Mit dem Nachbarn reden

Zwischenrufe

Bewusstes Geräusche erzeugen

Abschreiben und Abgucken…..

–> Problem: sehr subjektiv was ab wann eine Störung des Unterrichtes ist.

Zu 3.

Zeit Unterrichtsphase Erkenbare Maßnahmen des Lehrers im Bezug auf unterschiedliche Lerngeschwindigkeiten Anmerkungen
       
       
       

Januar 20, 2013
nach marei
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Wilhelm Topsch „Beobachten im Praktikum – wie geht das?“

Die wichtigsten Punkte zur Vorbereitung und Durchführung meiner Unterrichtshospitation:

–> Ziel des Praktikums ist es, die Komplexität pädagogischen Handelns zu erschließen

Vorher: Ziel der Beobachtung festlegen, Fragerichtung

– Unterrichtsprozesse als Ziel der Beobachtung

– Lehrerhandlungen als Ziel der Beobachtung: auf allen Ebenen stofflich, methodisch, zwischenmenschlich

– Schülerhandlungen als Ziel der Beobachtung (nicht nur auffällige Kinder)

 

– Forschung = Beobachtung

– subjektive Moment der Beobachtung reduzieren → klare Regeln festlegen

Beachten:

1. Beobachtung und Bewertung müssen bewusst so lange wie möglich voneinander getrennt werden.

2. Der Beobachter soll sich zeitnah Notizen unter Bezugnahme auf das beobachtbare Verhalten machen: Abkürzungen, Symbole oder „Wertzeichen“ sollten möglichst vermieden werden.

3. Die Deskription soll sich möglichst auf beobachtbares Verhalten beschränken. Wertungen sollten dagegen erst nachträglich vorgenommen werden

Januar 12, 2013
nach marei
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Projektideen

Projektideen in dem Unterrichtsfach Sport: Spaß an der Bewegung

– Geräteturnen mit dem Ziel einer frei gestallteten und kreativen Kür. Da Geräteturen in der Schule oft unbeliebt ist würde ich gern einem ausprobierenm wie die Schüler auf das Turnen reagieren, wenn es nicht direkt darum geht besonderer Bewegungsformen an den Geräten zu lernen, sondern die Geräte auf ihre Art zu überwinden und zu nutzen. Die klassischen Turnelemente sollen ein Angebot darstellen, jedoch nicht zwangsläufig das Ziel sein. Vielmehr soll es um die Entwicklung von individuellen Bewegungsformen und um die Steigerung der Bewegungsvielfalt gehen.

hier sollen noch weitere Ideen folgen…..

Impressum und Nutzungsbedingungen