„Keine Bildung ohne Medien“

 

http://www.keine-bildung-ohne-medien.de

 

Nachfolgend zu finden sind die Ziele der Initiative „keine-bildung-ohne-medien“

  • Frühe Einbindung der Medien in die frühkindliche Bildung
  • Medienpädagogische Elternarbeit
  • Fort- und Weiterbildungen im Bezug auf Medien sowie feste Einbindung in das Studium

Es werden Aktivitäten angestoßen um im Feld der Medienbildung zusammenzuführen.

Zuletzt wurde auf dem Berliner Kongress in 2011 gefordert „Runde Tische Medienbildung“  vor allem auf Ebene der Bundesländer einzurichten um die Förderung von Medienkompetenzen voran zu bringen.

Die Initiative organisiert sich

  • das jährlich stattfindende offene Plenum sowie
  • die diversen thematischen Schwerpunktaktivitäten.

 

Kernthesen / Zusammenfassung der Kapitel von: „Virtuelle Räume und die Hybridisierung der Alltagswelt „von Alexander Unger

Zur Konstitution der Wissensgesellschaft

In dem Kapitel “Zur Konstitution der Wissensgesellschaft” geht Unger auf den zunehmenden Übergang der “Neuen Medien” und den softwarebasierten Umgebungen in das alltägliche Handeln ein. Wissen sei eine Art Chiffre, sich an den Wandel anzupassen und auf die gesellscahftlichen Bedingungen zu reagieren. Dies würde enorm durch die Globalisierung und umfasasende Medialisierung beschleunigt und potentiert warden. Dieser Wandel würde keine Sicherheit und Planungsmöglichkeit bieten. Beschränken täte es sich hier nicht nur auf die wirtschaftliche Ebene sondern ginge zunehmend auch dem privaten Sektor, wie z.B. Freizeit und Regeneration, entgegen. Zunehmend sei die “Jugend” davon betroffen, weshalb es nur folgerichtig sei, von einer “Medienjugend” zu sprechen.

 

Hybridisierung als Signum der postindustriellen Gesellschaft

„Klassische dualistische Unterscheidungen wie die von Mensch/Tier, künstlich/natürlich, Mensch/Technik und damit letztlich auch Mann/Frau seien vieldeutig und schillernd geworden und hätten ihre klare, distinktive Kraft verloren“ (Virtuelle Räume und die Hybridisierung der Alltagswelt, Alexander Unger, aus: Neue digitale Kultur- und Bildungsräume, Wiesbaden 2010, S. 103)

Harraway selbst sehe „das Weben von Netzen“ (Harraway 1995, 60) als eine mögliche neue, soziale und politische Praxis an, die man durchaus mit den interaktiven Räumen der virtuellen Sphäre in Verbindung bringen kann. Eine Cyborg Figur bringe eine neue Perspektive ins Spiel, die auf die Verbindung von Mensch, Sozialität, Politik und neuen Technologien verweise.

 

 

Hybride Räume in der Alltagswelt

 

Beispiele für virtuelle Räume seien zahllos. Hier werden zwei davon angebracht. Zum einen eine technologisch induzierte Formen der Hybridisierung, die Schnittstellen zwischen dem virtuellen und dem lebensweltlichen Erfahrungsraum schaffe, zum anderen solle ein näherer Blick auf hybride Verknüpfungen und Übergänge gelegt werden, die quasi vom Individuum selbst geschaffen würden und die etwas umfassender diskutiert werden solle. Diesen beiden Beispiele sollen aber als die zwei Seiten des einen und selben Prozesses dargestellt sein. Ein Zentraler Punkt sei die Verbindung der Alltagswelt mit der virtuellen Welt in der z.B. mit “Head-up-Displays” Zusatzinformationen visualisiert warden können. Also folgerichtig sei dies eine Vermischung ovn real-materiellen und virtuellem Raum.

Zur Räumlichkeit der Lebenswelt

In diesem Teilkapitel geht es um das Verständnis von Raum und Räumlichkeit, gestützt durch die “Heideggersche Daseinsanalyse”. Sie geht nach Heidegger davon aus, dass der Mensch nicht in einem distanzierten Verhältnis zu einer Objektwelt steht, die quasi unabhängig von ihm existiert, sondern mit der er in sinnhafter und existenzieller Weise verbunden ist.

„Wird allerdings dieses in der Daseinsanalyse angelegte Vermittlungsmoment stärker in den Blick genommen und die „Faktizität der Welt“ berücksichtigt, dann zeigt sich, dass auch der individuelle Entwurf und seine räumliche Ausprägung keine freie Konstruktion jenseits der sozialen Realität ist, sondern dieser durch die jeweilige gesellschaftlichen und materiellen Verhältnisse gerahmt und beein- Áusst wird, wozu nicht zu letzt die Auswirkungen der Transformation von Lebenswelt durch Medientechnologien zu zählen sind.“(Virtuelle Räume und die Hybridisierung der Alltagswelt, Alexander Unger, aus: Neue digitale Kultur- und Bildungsräume, Wiesbaden 2010, S. 113-114)

So sei mit diesem Zitat deutlich hervorzuheben, dass bei der Erweiterung des Heideggerschen Verständnisses in diesem Sinne, das Individuum an sich die Welt aneignen und erschließen müsse. In diesem Kontext würden virtuelle Räume zur weiteren räumlichen Entgrenzung oder Entfernung beitragen.

Exzerpt zum Kapitel „Selbstdarstellung und Privatsphäre in sozialen Medien“ aus dem Buch von Jan Hinrik Schmidt „Social Media“

Exzerpt zum Kapitel „Selbstdarstellung und Privatsphäre in sozialen Medien“ aus dem Buch von Jan Hinrik Schmidt „Social Media“

 

In diesem Teilkapitel geht es um die eigene Selbstdarstellung und der eigenen Privatsphäre in den sozialen Medien. Schmidt stellt einen neuen Typ der Öffentlichkeit in den Raum. Er stellt die Ausgangsfrage was Menschen dazu bringe, private Dinge auf Facebook oder Twitter über sich online zu stellen. Sei dies nicht eine Art der Selbstentblößung?

 

Das Kapitel skizziert eine kommunikationswissenschaftliche Antwort. Neue Medien würden einen neunen Typ von Öffentlichkeit hervorbringen. Die Grenzen zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit würden aufgelöst werden. Ein Argument von Schmidt wird in drei Anläufen dargelegt und entfaltet.

 

In der Darlegung geht es zurück zu der Ausgangsfrage: „Warum machen Menschen das“. Die banale Antwort wird gleich hinterhergeliefert: „Weil sie es können“. Entschieden wird nach persönlicher Relevanz. Für jeden Einzelnen stelle es aber auch eine „andere Öffentlichkeit“ dar. Der eigene Umkreis, das eigene Netzwerk, für die meisten beinhaltet dies die Personen, die man aus dem „wirklichen“ Leben kennt. Im Gegensatz zum Wirkungsbereich der Zeitungen, online oder gedruckt, bliebe der Wirkungsbereich der eigenen Informationen, die auf Facebook geteilt werden, eingrenzbar. Es sei ein anderer Kommunikationsmodus, der wechselseitig betrieben würde und es erlaube Gefühle und Emotionen zu äußern und festzuhalten. Das Management von Eindrücken gehöre zu der eigenen Selbstdarstellung.

 

Die sozialen Medien verdeutlichen die grundlegende soziologische Erkenntnis, dass Menschen Ihre eigene Identität immer nur im Wechselspiel mit Ihrer gesellschaftlichen Umwelt herausbilden können.

 

In all diesen Punkten sei die Privatsphäre unbedingt zu beachten. Diese beginne dort, wo ich die Kontrolle darüber habe, wer welche Informationen über mich erfahre und möglicherweise auch für andere Zwecke verwenden dürfe. Die Privatsphäre höre dort auf, wo ich nicht sicher sagen könne, wer Einblick in meine persönlichen Angelegenheiten hat und wer nicht. Dort würde ich mich in meiner Privatsphäre bedroht fühlen.

 

Die kommunikative Architektur solle gleich Mauer und Tür sein, die die (Un)-Zugänglichkeit von Informationen regele. Die Grenzbeziehung von Privatsphäre und Öffentlichkeit würde durch die Persistenz, der Kopierbarkeit, der Skalierbarkeit und der Durchsichtbarkeit von Informationen erschwert werden.

 

Mit dem Schlagwort der „post privacy“ würde verdeutlicht werden, dass uns die Kontrolle über die eigene Privatsphäre längst verloren gegangen sei. Sowohl Datenschutz als auch Privatsphäre müssen grundlegend neu gedacht werden.

EXZERPT DES TEXTES: „Zwischen Kanal und Lebens-Mittel: pädagogisches Medium und mediologisches Milieu“ von Thorsten Meyer.

Einleitung (71-73)

 

(71)     Die wichtigste Frage womit sich die längsten Überlegungen Torsten Meyers beschäftigen  lautet: „Was ist ein pädagogisches Medium?“ Diese beleuchtet er vor dem Hintergrund der bereits 15 Jahre alten „Neuen Medien“ Im Allgemeinen sei die Frage schwer zu beantworten. Werner Sesink weist nach Meyer auf Missverständnisse hin, wenn er davor warnt, „den Einsatz Neuer Medien in der Bildung als Fortsetzung der gewohnten Bildung mit neuen Mitteln“ zu verstehen. Diese neunen Medien in der Bildung müssen als „Umstrukturierungsprozess (begriffen werden), dessen Folgen heute noch gar nicht absehbar sind“ (Sesink 2006: 72f.).

 

(71-     Wichtig sei der Ort und Gegenstand des Umstrukturierungsprozesses so-

73)      wie das Ausmaß seiner Folgen. Hierbei ergäbe sich folgende Grundfrage: „Was werden die Folgen der neuen Medien für die Bildung des Menschen gewesen sein?“ Die Form der Frage verdeutliche, dass es hierbei nur um Vermutungen und Ahnungen gehe und dass diese Folgen vielleicht nur im vergleichsweise großen historischen Maßstab vermessen werden können. Demnach erfolge die Beschäftigung mit der Frage nach dem pädagogischen Medium in drei großen Schritten. Zuerst durch eine metaphorische Annäherung sowie systemtheoretische Überlegungen in Anlehnung an die Distinktion sowie grundsätzliche Überlegungen die bildungstheoretisch relevant sein könnten.

 

1.1  Kernfragen menschlicher Kommunikation

 

(73-     Medien und Bildung hängen auf vielfältige und sehr grundsätzliche Weise

74)      zusammen. Die Erziehungswissenschaft hätte seither eng mit den Medien zu tun. Eine Pädagogik ohne Mittel und Mittler sei undenkbar. Institutionen als auch die Theorie der Bildung des Menschen seien substanziell noch recht unberührt von den seit mehr als 15 Jahren „Neuen“ Medien.

 

1.2  Dieses Gerät

 

(74-     Es sei merkwürdig, dass sich schon früher Anfang der 90er Jahre raus-

75)      gestellt hätte, dass es sich bei den neuen Medien nicht einfach nur um neue Werkzeuge handele mit denen man alles genauso weiter mache wie bisher. Wichtig sei die Frage ob wir (Die Gesellschaft) uns auf dieses neue Medium einlassen. Schon in vergangenen Tagen gab es schon aus dem Lager der Erziehungswissenschaft warnende Worte. Torsten Meyer gehe aber davon aus, dass es sich gar nicht mehr vermeiden ließe, sich auf dieses Gerät bzw. diese neuen Medien, einzulassen. Viel wichtiger sei jetzt die Frage, was wir aus dem ganzen machen, jetzt wo es sich nicht mehr vermeiden ließe.

 

2.0 Medium und Milieu

 

(75-     „Sind neue Medien neue Geräte, Werkzeuge, neue Mittel? Oder eher Mitt-

77)      ler, gar neue Vermittlungen? (Torsten Meyer 2002, 75) Mehr noch geht es in diesem Kapitel um das Medium als Trägerstoff oder eine Art Milieu, verglichen mit Werbespots von „AOL“ bezogen auf das Internet. Es sei demnach nicht ganz eindeutig was dieses Milieu sei und in welcher Form es auftrete. Man könne es eher als ein Medium als Milieu verstehen. Festgehalten werden könne, dass es ein Medium als Träger und Stoff psychischer und sozialer Vorgänge sei.

 

2.1 Der Plural des Ganzen

 

(77-     Vergleichbar sei dieses Phänomen der „Neuen Medien“ mit Plantons Hö-

79)      hengleichnisses. Wunderbar vergleichbar sei das Höhlengleichnis mit dem Film „The Truman Show“. Die Parallelen seien kaum zu übersehen und stellen genau diese Art von Milieu dar. Wie den Fischen das Wasser erscheinen mag, so sei auch in unserer Gesellschaft dieses Denken eine echte Herausforderung.

 

2.2 (medien-) historisches Aprori

 

(80)     Das Wort Medium sei sehr abstrakt und systemtheoretisch zu verstehen und gleichzeitig auch als ein System von Bezugspunkten der Reflexivität auf Grund gewonnener Erfahrungen bei sozialen Handlungen, kurz gesagt als Kultur. Es sei eine Art blinder Fleck des Denkens, Wissens und Erkennens.

 

3.0 Mediologie

 

(80-     In Beschäftigung mit der Frage nach dem pädagogischen Medium sei die

 81)     französische Mediologie ein gewinnbringender Ansatz. Sie beschäftigt sich mit den Schnittstellen zwischen dem Symbolischen, dem Sozialen, und dem Technischen. Es ginge um ein Forschungsgebiet in der die höheren sozialen Funktionen vor dem Hintergrund der Ideologie, Kunst, Religion und Politik untersucht würden.

 

3.1 Epistemologische Anthropologie

 

(81-     Im Hintergrund ginge es dabei um wichtige anthropologische Fragen. Z.B

83)     was am Menschen veränderlich und was unveränderlich sei sowie was konstant sei und was nicht. Für Pädagogen sei diese Abhängigkeit nicht einfach zu akzeptieren. Unser Denken und Handeln sei Kulturabhängig. Wichtig zu wissen sei, dass Kultur und Technik enger zusammenzudenken sind als es bisher in der Erziehungswissenschaft üblich gewesen sei. Nach Debray sei es für Ihn klar, dass der Mensch sich durch die Technik immer weiter nach vorne treibe.

 

 

3.2 Mediosphären

 

(83-     (Siehe Tabelle von Debray 2003: 64f)

85)

 

3.3 Alte „Neue Medien“

 

(85-     Angespielt wird hier auf einen Sketsch von aus dem Jahre 2001.

 86)     Erkennbar würde hier die unsichere Handhabung der neuen Medien und dessen  Schwierigkeiten im Gebrauch.

 

3.4 Neue, alte Medien?

 

(86-     Das Internet 1.0  sei als eine Art Kanal für Daten zu verstehen gewesen. Im

 87)     Internet 2.0 sei ein Neustart des Verständnisses für die bereits vorhandene Technik. Enorm stark Verstreten seien die für den Neustart wichtigen Formen der „social software“. Weniger sei nun die Darstellung der Inhalte im Vordergrund, eher die Bearbeitung dieser Inhalte.

 

3.5 Epistemologische Hindernisse

 

(87-     Das Denken in vergangener sowie  weit vor uns liegender Epochen sei für

 88)     uns nicht wirklich nachvollziehbar, wenn überhaupt, dann nur ganz weit entfernt.

 

3.6 Vor-Sicht Baustelle

 

(88-     Die Bildung mit neuen Medien solle eher als eine Art Umstrukturierungs-

 89)     prozess verstanden werden. Verschiedene Strategien begreifen die neuen Medien als eine Art Konstrukt „under construction“. (Matrix der Projektmaßnahmen in Abb. 10, S.90)

 

4.0 Transmissionen

 

(90-     Die Theorie der Bildung des Menschen sowie das neue pädagogische Me-

91)     dium bliebe erst ein Mal auch weiterhin eine Baustelle. Nach Debray sei es der zentrale Punkt, dass wir uns durch den Informationsaustausch und Weitergabe sowie Verbreitung der Kultur uns so maßgeblich von den Tieren unterscheiden.

 

4.1 Das Wissen in der informatisierten Gesellschaft

 

(91-     Als wichtigsten Aspekt sei hier der Wissenserwerb, der unauflösbar mit

 92)     der Bildung des Geistes und selbst der Person verbunden sei und mehr und mehr verfalle. Wissen würde zu etwas Äußerlichem und zur Ware werden.

 

 

 

4.2 Bildung – Eine große Erzählung?

 

(92)     Dem veränderten Verständnis von Wissen sei der Aufschwung der quantitativ-empirischen Methoden (u.a) im Bereich der Erziehungswissenschaft zu verdanken. Torsten Meyer sehe es genauso wie Jacques Derida, der sich selbst mit einem antiken Nachrichten Sklaven vergleiche, der sich in der Pflicht der Paideia sieht. „Ich gleiche einem Boten der Antike, einem Laufburschen, dem Kurier dessen, was wir uns gegeben haben, kaum einem Erben, einem gebrechlichem Erben, unfähig zu empfangen sogar, sich zu messen an dem, was er in der Verwahrung hat, und ich laufe, ich laufe, um ihnen eine Nachtricht zu bringen, die geheim bleiben soll, und ich falle fortwährend“ (Derrida 1989: 13).

Was bedeutet wissenschaftliches Arbeiten?

Im folgenden Beitrag ist die gemeinsame Gruppen-Seminararbeit vom 16.04.14 festgehalten.

1. Was bedeutet “wissenschaftlich” arbeiten? (Bohl S. 11-13 & Gleichnis von den Zwergen auf den Schultern von Riesen)

Was ist mit folgendem Zitat gemeint: „Bernhard von Chartres sagte, wir seien gleichsam Zwerge, die auf den Schultern von Riesen sitzen, um mehr und Entfernteres als diese sehen zu können – freilich nicht dank eigener scharfer Sehkraft oder Körpergröße, sondern weil die Größe der Riesen uns emporhebt.“ (Johannes von Salisbury)

Zum Zitat.

Riesen stellen das bereits bestehende Material , was einem als Vorlage zur wissenschaftlichen Arbeit dient, dar. Wir, die Autoren der wissenschaftlichen Arbeit, sind die Zwerge, die anhand der Vorlagen (Riesen) erweiterte Forschungsergebnisse hervorbringen können.

Konkret: Welche Aspekte müssen beim wissenschaftlichen Arbeiten berücksichtigt werden?

1. Eigenständige Auseinandersetzung mit fremden Gedanken

2. Strukturierte und begründete Vorgehensweise

3. Allgemeingültigkeit: Objektivität, Validitität, Zuverlässigkeit

4. Lesetechniken entwickeln

5. Zitierung

2. Lese- und Analysetechniken (Bohl S. 26-30, S. 54-55)

– Arbeiten Sie verschiedene Lesetechniken heraus und geben Sie Hinweise zu einem sinnvollen und strukturierten Umgang mit Texten.

Um einen Text richtig verstehen zu können, muss man ihn zu erst aufmerksam durcharbeiten. Hierfür gibt es zwei verschiedene Techniken.

  1. Sinnentnehmendes Lesen

Schritte

Konkretisierung

1. Überblick

verschaffen

● bei Artikeln: Überschriften und Unterüberschriften

● bei Büchern: Inhaltsverzeichnis, Gliederung

● bei Büchern: Vorwort, Einleitung und Schluss

2. Querlesen

● inhaltlich orientieren

● Worum geht es?

● bestimmte Begriffe erfassen

● zentrale Aussagen

3. Nachdenken

● interessante Aspekte

● Widersprüchliches

● Fragen

4. Lesen

● konzentriert lesen

● Text markieren

● Textsorten, -typen, zentrale Begriffe,

Reflexionsebenen beachten

5. Wesentliches

schriftlich

festhalten

● eine Zusammenfassung schreiben

● Widersprüche, Kommentare, Fragen notieren

● Was kann ich wiedergeben?

6. Fazit

● Was bleibt? Was folgt (für mich)?

2. PQ4R-Methode

Schritte

Konkretisierung

1. Vorschau

(P wie Preview)

Überfliegen Sie ein Kapitel, stellen Sie die wichtigsten Abschnitte fest, und wenden Sie dann für jeden Abschnitt die folgenden fünf Schritte an.

2. Fragen

(Q wie Questions)

Überlegen Sie eigene Fragen oder einfacher: Formulieren Sie Abschnittsüberschriften neu in Frageform.

3. Lesen

(R wie Read)

Lesen Sie am besten mit dem Bleistift (und Leuchtmarker in der Hand für Randnotizen.

4. Nachdenken

(R wie Reflex)

Machen Sie beim Lesen öfter eine Pause, und denken Sie über das Gelesene nach. Vielleicht überlegen Sie sich Beispiele. Setzen Sie den Text in jedem Fall aber zu Ihrem Vorwissen in Beziehung.

5. Wiedergeben

(R wie Recite)

Versuchen Sie ganz einfach, die im Textabschnitt enthaltenen Informationen mit eigenen Worten wiederzugeben. Beantworten Sie dabei die Fragen, die Sie sich zu dem Abschnitt überlegt haben. Wenn Ihnen nicht genug einfällt, lesen Sie einzelne Passagen noch einmal.

6. Rückblick

(R wie Review)

Gehen Sie das Kapitel noch einmal gedanklich durch. Rufen Sie sich die wesentlichen Punkte ins Gedächtnis. Manchmal hilft es sehr, dabei das Buch einfach zuzuklappen.

Außerdem können die 6 W-Fragen bei der Bearbeitung eines Textes helfen.

● Wer ist der Autor?

● Wann wurde der Beitrag geschrieben?

● Weshalb wurde der Beitrag geschrieben

● Was ist das zentrale Anliegen?

● Wie kommt der Autor zu seinen Ergebnissen?

● Welche Auswirkungen hatte der Beitrag?

– Welche Ebenen pädagogischer Reflexion können Gegenstand erziehungswissenschaftlicher Arbeiten sein?

3. Zitieren (Bohl S. 37-48)

– Formale Kriterien für direkte und indirekte Zitate im Text

– Literaturverzeichnis

Monografie

Nachname, Abkürzung Vorname (Jahr): Titel. Untertitel. Verlag, Auflage

Sammelband

erster Nachname, Abkürzung Vorname / zweiter Nachname, Abkürzung Vorname / usw. (Hrsg.) (Jahr): Titel. Untertitel. Verlag, Auflage

Zeitschriftenartikel

Nachname, Abkürzung Vorname (Jahr): Titel. Untertitel. In: Titel der Zeitschrift, Jg./Heftnummer., Seite

Mehrere Angaben eines Autors

werden in der Klammer mit der Jahreszahl mit Buchstaben gekennzeichnet:

Nachname, Abkürzung Vorname (1993a): Titel. Untertitel. Verlag, Auflage, Seite

Nachname, Abkürzung Vorname (1993b): Titel. Untertitel. Verlag, Auflage, Seite

Zeitungsartikel

Nachname, Abkürzung Vorname (Jahr): Titel. Untertitel. In: Titel der Zeitung. Nummer/Jahr vom Datum

Neue Herausgabe eines Klassikers

Nachname, Abkürzung Vorname (Jahr der Ersterscheinung/Jahr der Neuausgabe): Titel. Untertitel. Übers. und hrsg. von Abkürzung Vorname, Nachname. Verlag: Name des Verlags, vormals Name des alten Verlags, Auflage

Neuauflage

Nachname, Abkürzung Vorname (Jahr): Titel. Untertitel. Verlag: Name des Verlags, Nummer überarb. und erw. Aufl.

Hochschulschriften

Nachname, Abkürzung Vorname (Jahr): „Titel des Texts“ – Titel der Hochschulschrift. Ort der Hochschle/n: Namen der Hochschule/n, Fakultät, Diss.

Internetquellen

bisher nicht standardisiert:

Nachname, Abkürzung Vorname (Jahr): Titel – Untertitel. Online: URL: … [Datum der Recherche]

Hrsg. = Herausgeber, steht in Klammern vor der Jahreszahl

Jg. = Jahrgang

überarb. und erw. Aufl. = überarbeitet und erweiterte Auflage

Diss. = Dissertation

– Zitieren von Internetquellen – wann sind Internetquellen zitationsfähig? (Begründung)

4. Grundlagen wissenschaftlichen Schreibens (Bohl S. 30-34)

– Was sind Grundformen wissenschaftlichen Schreibens?

Zusammentragen, Beschreiben, Vergleichen, Systematisieren, Analysieren, Konstruieren, Interpretieren, Argumentieren, Bewerten, Vorschreiben

– Welche strukturierenden Grundformen sind in einem wissenschaftlichen Text zu finden?

– Exzerpt

– Mitschrift

– Exposé

– Was ist ein Exzerpt und was ist beim Verfassen eines Exzerpts zu beachten?

Ein Exzerpt ist eine Art Zusammenfassung bzw. ein Ausschnitt aus dem originalen Text, welches ein guter Weg ist, sich wichtige Aussagen besser merken zu können.

> intensives Durcharbeiten eines Textes mit Hilfe einer „spezifischen“ (z.B. Was versteht der Autor in dem Begriff “…” ?) oder auch „allgemeinen“ (z.B. Wovon handelt der Text?) Fragestellung.

> Klares Differenzieren zwischen inhaltlicher Wiedergabe und eigenem Kommentar.

Literatur

Thorsten Bohl (2006). Wissenschaftliches Arbeiten im Studium der Pädagogik. 2. Auflage. Weinheim, Basel: Beltz Verlag.

Zitierungen:Grundregeln beachten, Ort der Zitierung kann an drei verschiedenen Stellen erfolgen, man sollte sich allerdings nur für eine im Text entscheiden.entweder als Kurzbeleg innerhalb von Texten oder als Fußnote auf derselben Seite oder in Endnoten am Ende des Textes/ Kapitels.

Zitate können Direkte Zitate (blockartig), (im Text)sein .

Indirekte Zitate: man gibt fremdes Gedankengut in seinen eigenen Worten wieder. Im Satzteil/im Satz/ Absatz im Konjunktiv/ Absatz ohne Konjunktiv.

Im Grundsatz muss immer erkennbar sein wer ,,Spricht” bzw von wem der Wortlaut sein könnte.

Wissenschaftliches Arbeiten

Wissenschaftliches Arbeiten:

Hier eine kurze Zusammenschau der Inhalte. Hier rein formal aus dem (Educommsy-Text)

 

–       Nicht allein nur Wiedergabe der gelesenen Texte

–       Intensive Auseinandersetzung mit fremden Gedanken

–       Zusammenhänge herstellen, Begriffe durchleuchten

–       Einen weiteren Blick (Panoramablick)

–       Systematisches methodisch kontrolliertes Vorgehen

 

Das Vorgehen ist Zielorientiert!

 

Die Allgemeingültigkeit wird durch Objektivität, Validität und Reliabilität gekennzeichnet.

 

Schreibstil Erläuterungen wie z.B.

 

Lesehilfen wie z.B. systematische Markierungen setzen.

 

Grundformenwechsel

 

  1. Beschreiben
  2. Analysieren
  3. Bewerten

 

Wichtig ist es überall die inhaltliche Substanz zu erkennen, egal ob Referat, Essay oder Vortrag.

 

Zitierweisen z.B. Direkt und indirekt

 

Erläuterungen zum Literaturverzeichnis

Essay OnÉ

 

 

In den nachfolgenden Zeilen befasse ich mich mit meiner eigenen „Motivation“, den Lebenstag als Lehrer verbringen zu wollen. „Warum möchte ich Lehrer werden, und ist Erziehungswissenschaft ein wichtiger Bestandteil?“, „Welche beruflichen Ziele verfolge ich persönlich?“, „welche Rolle werde ich als Pädagoge einnehmen?“ Und „was erwarte ich von meinem Studium zum Lehrer?“. Mit diesen Fragen möchte ich gerne Zeit verbringen. 

Für mich war es eigentlich niemals ein Thema Lehrer zu werden und das obwohl ich aus einer Lehrerfamilie stamme.  Ich hatte geschworen: „So etwas kommt für mich nie in Frage“ Das Wort „niemals“ galt bis Juli 2013. In diesem Essay ist es nicht die richtige Zeit, „Schlüsselerlebnisse“ sowie Für und Wider bis ins Detail niederzuschreiben, eher kann man sagen, dass ich begeistert wurde und die „Flamme“, die mich dafür motiviert hat, lichterloh begonnen hat zu brennen.

Für den Lehrerberuf ist die Erziehungswissenschaft als solches meinem Empfinden nach überaus wichtig und unabdinglich. Schließlich haben wir nicht nur einen Bildungsauftrag, sondern Erziehung an sich spielt ebenfalls eine primäre Rolle. Kinder müssen erzogen werden, und da diese einen Großteil des Tages bei den Lehrern verbringen, haben die Lehrkräfte auch anteilig dafür Sorge zu tragen, dass den Kindern eben eine „gute“ Erziehung mit auf den Weg gegeben wird. Hierbei lässt sich lange streiten, was denn genau „gute Erziehung“ bedeutet und wie dies umgesetzt wird, soll aber hier nicht weiter thematisiert werden. Schließlich wird man noch lange kein guter Lehrer, nur weil man jahrelang in Vorlesungen gesessen hat und durch das Auswendiglernen der notwendigen Inhalte Klausuren bestanden hat. Es ist viel mehr als das. Es ist eher eine Lebenseinstellung, eine Art innere Überzeugung, als nur ein „Trend“ oder eine Übergangslösung.

Nun kann es durchaus sein, dass auch ich erst spät feststellen mag, dass der Beruf nichts für mich ist. Aus jetziger Sicht denke ich aber nicht, dass es dazu kommen wird. Schon jetzt freue ich mich sehr auf die Zeit nach dem Studium. Schwieriger wird es dann bei der Zielbeschreibung für die Zukunft. Auf festen Beinen steht das Ziel, ein lebendiger und fröhlicher Lehrer zu werden. Ob der Schulleiterposten als Ziel festgehalten werden kann, wage ich zu bezweifeln, denn in die aktive Politik vorzustoßen will ich so gut es geht vermeiden. Vielleicht wäre dann „Politikwissenschaften“ eher das bessere Studienfach gewesen.

Viel wichtiger für mich ist die Frage um die Rolle als Pädagoge. Die Kinder sollten immer eine Schulter zum Anlehnen haben, eine starke Schulter, wenn diese gebraucht wird und Strenge, wenn es notwendig wird. Er sollte die Tränen von den Wangen wischen, die Kinder an die Hand nehmen und auf den richtigen Weg bringen, wenn es einmal nicht so erfolgreich läuft, wie sich die Kinder es vorstellen oder wünschen. Er muss einfach da sein und die Arbeit mit Herz ausführen und nicht aus Pflicht oder Zwang. Mehr noch, ein Pädagoge muss diesen Beruf leben und eben auch lieben.

Auch bin ich eher nicht so der Typ, der sich während des Studiums von einer Party zu der nächsten begibt. Einen Streber nenne ich mich auch keinesfalls, dafür sind die Leistungen nicht „Einskommanull genug“. Eher freue ich mich auf die Zeit des Lernens und auf das Kennenlernen neuer Menschen und Dinge.

Demnach erwarte ich von meinem Studium genau das notwendige Wissen und Handwerkszeug mit auf den Weg gebracht zu bekommen. Dass dies nur mit akuter Bereitschaft funktioniert, die Dinge auch aufzunehmen und nicht an einem vorbeiprasseln zu lassen, solltejedem klar sein; nicht nur mir.

Nun bin ich auch keine 20 mehr, umso mehr bin ich bereit dafür, endlich den richtigen Weg in meinem Leben gefunden zu haben.