Meinungsbildung und Meinungsmacht in einer Digitalen Gesellschaft

Seminar aus dem Bereich "Priorität Themen der Erziehungswissenschaft"

Zitieren – warum und wie?

Neben dem allgemeinen Ziel eines wissenschaftlichen Studiums, eine wissenschaftliche Denkweise zu entwickeln, d.h. zu lernen, Fragen und Probleme zu formulieren und zu bearbeiten, Informationsquellen kritisch zu analysieren und zu bewerten, Methoden korrekt und angemessen anzuwenden, Urteilsfähigkeit zu entwickeln… gehört es natürlich auch dazu, Techniken wissenschaftlichen Arbeitens zu erlernen und anwenden zu können.

Ein wichtiges Element wissenschaftlichen Arbeitens ist die Bezugnahme auf Texte bzw. Forschungen anderer. Wissenschaftliches Arbeiten kann zwar bedeuten, für sich alleine im stillen Kämmerlein zu arbeiten, dennoch ist es keine Arbeit, die man alleine und ohne Bezug zu anderen erfüllen kann. Wissenschaftliches Arbeiten ist immer eingebunden in einen größeren Kontext, man baut auf Ergebnissen von Denk- und Forschungsprozessen anderer auf, man entwickelt Gedanken weiter, kritisiert sie, nutzt die Ergebnisse anderer, um eigene Aussagen zu unterstützen. Hierzu ist eine korrekte Zitierweise grundlegend.

Umberto Eco nennt in seinem Text „Wie man eine wissenschaftliche Abschlußarbeit schreibt“1

zwei Formen des Zitierens:

  1. Die Auseinandersetzung mit dem Zitat, d.h. die Analyse, Interpretation, Kritik dessen, was andere geschrieben haben oder
  2. Die Unterstützung der eigenen Aussagen bzw. der eigenen Argumentation durch Forschungsergebnisse anderer.
Wichtig ist vor allem, dass man sich jeweils fragt, warum ein Zitat sinnvoll und notwendig ist und was man mit dem Zitat erreichen möchte – danach richtet sich dann eben auch der Umgang mit einem Zitat in einem Text.
Es gibt unterschiedliche formelle Richtlinien zur Zitierweise, eine in der Erziehungswissenschaft häufig verwendete Zitierweise orientiert sich an den Regeln der American Psychological Association (APA) – hier finden Sie detaillierte Beispiele für den Umgang mit indirekten, wörtlichen und Sekundärzitaten.

 

 

  1. Eco, Umberto (1993). Wie man eine wissenschaftliche Abschlußarbeit schreibt. Heidelberg: C. F. Müller. []

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