„Virtuelle Räume und Hybridisierung der Alltagswelt“ von Alexander Unger

 

In dem Text „Virtuelle Räume und Hybridisierung der Alltagswelt“ versucht Unger zu verdeutlichen, dass die virtuellen Räume nicht als Abgrenzung zum Realen, sondern als eine Art Erweiterung des lebensweltlichen Raumes verstanden werden sollte. Im Folgenden habe ich die wichtigsten Aussagen stichpunktartig knapp zusammengestellt.

Einleitung:

-Auswirkungen digitaler Medientechnologien auf die soziale Lebenswelt

-neue Medien schaffen eine neue virtuelle Welt, die mit der Realität verknüpft ist

-Vermischungsprozess (Hybridisierung) und seine Konsequenzen

Zur Konstitution der Wissensgesellschaft:

-Wissen wirkt sich auf gesellschaftliche Reproduktion, Weiterentwicklung, Partizipation und auf die Persönlichkeitsentwicklung aus

-Reagieren auf verändernde gesellschaftliche Bedingungen, die mit erhöhter Geschwindigkeit passieren

-beim Anpassungsprozess: bekannte Strukturen gehen in einen Auflösungsprozess über

-Anpassen unseres Handelns ist selbstverständlich und passiert unbewusst

Hybridisierung als Signum der postindustriellen Gesellschaft:

– zentrale These von Donna Harraways für Cyborgs: die Dualismen, die das westliche Denken bestimmen, gehen durch wissenschaftlich-technische Entwicklung in einen Auflösungsprozess über

-Subjekt als Verschmelzung von Mensch und Technologie

– Hybridisierung wirkt sich auf die Arbeits-, Alltags- und Sozialwelt aus

-Dualismus von Virtualität und Realität

-Bedrohung durch Virtualität?

-zunehmende Virtualität habe nicht unbedingt negative Folgen – es gäbe weitere Auswirkungen auf die Lebenswelt

Hybride Räume in der Alltagswelt:

-zwei Formen der räumlichen Hybridisierung: 1. technologisch induzierte Form, die einen Übergangbereich zwischen virtuellem und lebensweltlichem Erfahrungsraum herstellt 2.Eröffnen eines komplexen Möglichkeitsraumes, der zur Selektion und Integration auffordert

-indirekte Kontaktaufnahme der Nutzer durch „objektivierte“ Bewertungen und Betrachtungen (Google als „anreichernde“ Anwendung)

-Grenzziehung zwischen real-materiellem und virtuellem Erfahrungsraum wird zunehmend unklarer

-Hybridisierung rege zum Nachdenken über Nähe & Distanz und Raum & Räumlichkeiten an (Google-Maps als Möglichkeit der „Ent-fernung“)

-junge Menschen würden immer mehr virtuelle Elemente aktiv in ihr Leben mit einbringen

-die subjektive Erfahrungswelt sorgt für die Hybridisierung

Zur Räumlichkeit der Lebenswelt:

-Sinnstiftungsfähigkeit der Menschen: die individuelle Feststellung, ob bzw. inwieweit ein virtueller Raum bedeutsam für die Lebenswelt ist

-kein distanziertes Verhältnis zur Objektwelt, sondern Verbundenheit in sinnhafter Weise

-durch individuelles Handeln und Absicht entsteht der lebensweltliche Raum

-der Raum existiere nur in Anwesenheit des Daseins

-der Mensch mache sich zu dem, was er sein will, indem er beispielweise eigene Objekte in seine Lebenswelt mit einbringt (Heidegger Daseinsanalyse)

Ausblick:

-keine strikte Trennung zwischen Realem und Virtuellem, sondern eher eine Erweiterung und Anreicherung des lebensweltlichen Raumes

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Massenmediale Öffentlichkeiten

Massenmediale Öffentlichkeiten

-Entscheidend für Orientierung: „Welche Themen sind in der Öffentlichkeit?“

-„Vierte Gewalt“ , da Gegengewicht zur Regierung

– Fakten und Meinungen vereint

– Zeitung-Radio-TV: technischer Fortschritt sowie gesellschaftlicher Wandel

Voraussetzung: kein Ausschluss von Parteien oder Meinungen

 

Das Internet und der Wandel zur Öffentlichkeit

– technische Grundlage für Verbreitung von Informationen

– technischer Fortschritt – gesellschaftlicher Wandel

– Wahrheit, Neutralität, Ausgewogenheit

– Filtern, Aufbereiten, Verbreiten von Infos

Unterschied zur persönlichen Öffentlichkeit:

– eigene Schwerpunkte, Relevanz

– Umgangssprache

– keine Fakten

-Technische Vermittlung nicht immer objektiv und neutral, sondern subjektiv

– soziale Nähe

 

Kommunikation in vernetzten Öffentlichkeiten

– Verknüpfungsarten: menschliche Beziehung + Informationen und Texte miteinander in Verbindung

– Publikum als Multiplikator

– „Viraler Effekt“: rasche Verbreitung von Infos, ähnelt einer Epidemie, das Weiterempfehlen

– Journalismus: Raum für gesellschaftliche Diskussionen, Kennenlernen des eigenen Publikums

Fazit: soziale Medien als Hilfsmittel zum Journalismus

 

 

Exzerpt zu „ Zwischen Kanal und Lebens-Mittel: Pädagogisches Medium und mediologisches Millieu“

In dem Text „Zwischen Kanal und Lebens-Mittel: Pädagogisches Medium und mediologisches Millieu“, versucht Torsten die Frage zu beantworten, was ein pädagogisches Medium ist und stellt die Folgen für die Bildung des Menschen dar.

Der Begriff „Neue Medien“ ist zu einem Hauptthema der heutigen Gesellschaft geworden. Hierbei handelt es sich nicht nur um neue Hilfsmittel oder Werkzeuge. So stellen also elektronische Medien neben  Schultafeln und Büchern nur einen Teilbereich des Mediums dar.

Nach Torsten Meyer sei das „Gerät“ nicht ohne Folgen einsetzbar, ließe sich aber auch nicht vermeiden.  Der Begriff „neue Medien“ kann nicht eindeutig definiert werden, wobei es sich im größten Fall um ein technisches Werkzeug handelt, das der Übertragung und Vorbereitung von Informationen diene. Das Medium könne der Mensch erst erkennen, wenn er an seine Grenzen stößt. Dies veranschaulicht der Film „The Truman Show“. Hier lebt der Protagonist in einem Filmstudio und erfährt erst, als er mit seinem Boot ans Ende der Kuppel prallt, was das Medium ist.

Das pädagogische Medium beruhe auf den Begriff der Mediologie, wobei hier höhere soziale Funktionen analysiert werden. In der Natur des Menschen gibt es veränderliche und unveränderliche Dinge. So können die veränderlichen Dinge von der Kultur geprägt sein, weil Technik und Kultur eng miteinander verknüpft sind.

Das Medium stelle eine Art Kanal zwischen Sender und Empfänger dar. Der Begriff „neue Medien“ wird als Baustelle bezeichnet, denn eine klare Definition zurzeit nicht möglich und auch nicht erforderlich sei, da immer wieder neue Medien hinzukommen und andere veralten.

Exzerpt : „ Selbstdarstellung und Privatsphäre in sozialen Medien “

In dem Kapitel „ Selbstdarstellung und Privatsphäre in sozialen Medien“  aus dem Buch „social media“ von Jan-Hinrik Schmidt geht es um das Aktivsein in sozialen Netzwerken und deren Einfluss auf das alltägliche Leben. Wobei für den richtigen Umgang technische Mittel und bestimmte soziale Normen sowie Verhaltensweisen notwendig seien.

Der Autor macht in den ersten Zeilen deutlich, dass allein die Nutzung von sozialen Netzwerken wie Facebook eine große Informationsquelle darstellt. Hierbei handelt es sich nicht nur um persönliche Informationen von Freunden, die weitergeleitet werden, sondern um aktuelle Ereignisse aus aller Welt.

Während der Autor die Funktionen und positiven Aspekte von sozialen Netzwerken anspricht, stellt er sich gleichzeitig die Frage, ob die Privatsphäre nicht an Wert verliert. Auch macht er deutlich, dass diese ständige und unkontrollierte Herausgabe von Informationen,  für ihn schon fast eine Form von Selbstentblößung darstellen könnte.

Soziale Medien heben die Grenzen zwischen dem Privaten und der Öffentlichkeit auf. Zum Stichpunkt privater Öffentlichkeit, erwähnt er die Weitergabe von Informationen, wobei hier keine Selektion nach relevanten Themen erfolge. Nutzer würden sich eine eigene Öffentlichkeit schaffen, was im Folgenden näher beschrieben wird.

1: Der Nutzer entscheidet selber ob es sich um relevante Informationen handelt oder nicht.

2: Zum Zielpublikum gehört nicht die breite Masse, wie bei Abendnachrichten, sondern der Nutzer schafft sich eine persönliche Öffentlichkeit, indem er sich seine Kontakte aussucht.

3: In persönlicher Öffentlichkeit herrscht ein wechselseitiger Austausch, beispielsweise der „Gefällt mir“  -Knopf  auf Facebook, die die Anteilnahme der Freunde verdeutlicht.

Essay

Warum ist ein wissenschaftliches Studium sinnvoll für die pädagogische Praxis?

Warum ist ein wissenschaftliches Studium sinnvoll für die pädagogische Praxis? Um diese Frage zu beantworten, möchte ich deutlich machen, was ich tue, um mich auf mein späteres Berufsleben so gut wie möglich vorzubereiten, und wie ich das Aufgabenfeld eines Lehrers einschätze.

Lehrer, die sich in ihrem Fachgebiet wenig auskennen und daran scheitern Wissen zu vermitteln, werden seitens der Schüler meistens nicht ernst genommen. Dies kann meiner Erfahrung nach, sogar zu Mobbing führen. Beispielsweise ein Deutschlehrer, der die Grammatik nicht richtig anwendet oder sich falsch ausdrückt, so wie ein Physik-Lehrer, der einem Naturwissenschaftlich-begeisterten Schüler geneübertreten muss. Ich denke, dass das Studium nicht nur als eine Wissensquelle und als eine theoretische Grundlage für die Weitergabe von Fachkenntnissen steht, vielmehr sind hiermit Akzeptanz und Respekt seitens der Schüler verbunden. Lehrer sind zu aller erst Didaktiker. Sie lernen ein Fach bis ins Detail und erlernen Methoden, um Wissen an Schüler weiterzugeben. Pädagogische Fähigkeiten und Kenntnisse in diesem Bereich werden in einigen Seminaren vermittelt. Sie sind eher zweitrangig, so empfinde ich es zumindest, als gymnasiale Lehramtsstudentin. Im Gegensatz zu den Erziehern, die eine Ausbildung abschließen, und sich eher mit Erziehungstheorien beschäftigen, können Lehramtsstudenten, diese nicht einmal direkt anwenden, sodass ihnen der Bezug zur Realität meist fehlt. Um mir den Übergang vom Studium zum Lehrersein zu erleichtern, arbeite ich nebenbei in einer Schule und gebe Förderunterricht. Hier sammel ich Erfahrung, sei es im Umgang mit Schülern, oder auch Eltern und Kollegen. So denke ich macht einen guten Lehrer nicht nur das Spektrum an Wissen aus, sondern auch die Persönlichkeit. Einfühlsamkeit kann man nicht studieren. Schüler wünschen sich keinen Genie als Lehrer, eher jemanden, der mit Leidenschaft und Begeisterung bei seiner Arbeit ist. Ein Lehrer sollte psychisch belastbar sein und eine starke Persönlichkeit besitzen, wobei ich all dies nicht während des Studiums erlernen kann, entscheidend sind also Praktika oder Nebenjobs, sei es das Nachhilfegeben. Ein Lehrer sollte sich in seinem Fachgebiet auskennen, aber auch über genügend Allgemeinwissen verfügen. Wobei ich denke, dass eine Ausbildung vom zeitlichen Aufwand her nicht ausreichen würde, sodass der inhaltliche Stoff sich nicht in dem nötigen Umfang vermitteln lässt. Nicht nur auf das Fachwissen bezogen, sondern auch auf Erziehungsmaßnahmen werden Lehramtsstudenten, wenn auch sekundär, vorbereitet. Lehrersein bedeutet nicht nur bilden, sondern auch erziehen. Hierzu gehört das Aufstellen von Verboten und klaren Regeln in einer Klasse. Beispielsweise das Kontrollieren von Hausaufgaben und das anschließende Loben. So habe ich beispielsweise während eines Seminares in Erziehungswissenschaften gelernt, was entscheidend für den richtigen Umgang mit Schülern ist. Was mir beispielsweise in meinem Studium fehlt, sind alle Themen im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit Eltern. Was ich als besonders wichtig empfinde, da diese eine Art Verknüpfungsstelle zwischen Kind und Lehrer darstellen. Jemand, der eine Ausbildung angeht, würde den direkten Umgang mit Ihnen erfahren, sodass sich hier Praxis und Theorie vereinen. Während des Studiums kommen solche Themen eher zu kurz. Wichtig für mich sind außerdem die Pflichten, die ein Lehrer zu erfüllen hat. Auch das Kennenlernen von dem Nähe-Distanz-Verhältniss spielt im Lehreralltag eine entscheidende Rolle. Wobei sich diese Dinge, eher während der Praxis ausüben lassen und im Studium vernachlässigt, bzw. nicht vertieft genug behandelt werden. Lehrer sind auch Vorbilder. So wird den Schülern angemessenes Verhalten, Teamfähigkeit und Disziplin beigebracht. Ein Lehrer sollte unteranderem gerecht, flexibel und durchsetzungsfähig sowie objektiv sein. Ein guter Lehrer behält den Überblick in einer Klasse und kann die individuellen Lerndefizite eines Schülers erkennen und auf diese eingehen. Außerdem schafft er es Kinder und Jugendliche auch für unbeliebte Fächer zu begeistern. Das Wissen, das während eines wissenschaftlichen Studiums erlangt wird, wobei sich dies sehr umfangreich und über einen langen Zeitraum abspielt, wird mittels Pädagogik an Schüler übertragen.

Was ist wissenschaftliches Arbeiten?

Im Folgenden fasse ich den Text „Was heißt wissenschaftliches Arbeiten?“ zusammen. Hierbei gibt es  bestimmte Vorgehensweisen und Methoden, die entscheidend für das Verstehen und Bearbeiten von Texten sind.

Bei der wissenschaftlichen Arbeit wird strikt unterschieden zwischen eigener Meinung und wissenschaftlicher Begründung. Zusammenfassungen, Bewertungen, Definitionen sowie kritische Auseinandersetzungen zählen zu den Bearbeitungsmöglichkeiten. Entscheidend bei der wissenschaftlichen Arbeit ist das systematische Vorgehen, worunter Aufbau, Gliederung, usw. zählen. Wobei  das Belegen und Begründen von bestimmten Informationen und Angaben als Pflicht gilt.  Um sich präzise und verständlich  auszudrücken, sei die Verwendung von empirischen Daten, Theorien, deutscher Rechtschreibung und Grammatik erforderlich. Die eigentliche Fragestellung solle  während der Bearbeitung keineswegs außer Blickfeld geraten.  Wissenschaftlicher Charakter zeige sich wenn Objektivität, Validität, Reliabilität erfüllt sind. Um Unklarheiten im Hinblick auf Begriffe zu entgehen, würde man wichtige und häufig auftretende Begriffe klar definieren. Von großer Bedeutung, wobei hier unterschiedliche Arten angewendet werden, sei das Paraphrasieren, die Angabe von Literatur, das Zitieren, denn diese würden für Sorgfalt, Vertrauenswürdigkeit und Strukturierung sorgen. Auch Lesetechniken seien für das wissenschaftliche Arbeiten hilfreich, da gewisse Schritte das Verstehen erleichtern und die Konzentration auf zentrale Aussagen lenken. Im Text werden mehrere Lesetechniken näher erläutert, beispielsweise die PQ4R-Methode. Textmarkierungen und Anmerkungen erleichtern das Bearbeiten von Texten, wobei hier beispielsweise maximal drei unterschiedliche Farben eingesetzt werden sollten, um Klarheit zu verschaffen. Oft wird beim wissenschaftlichen Arbeiten auch mit Symbolen, Hinweisen und Abkürzungen gearbeitet. Das persönliche Markierungssystem sollte hier strikt eingehalten werden. Zu den im Text aufgeführten Grundformen des wissenschaftlichen Schreibens gehören: Beschreiben, Analysieren und Bewerten. Diese seien ziemlich textorientiert, werden in dieser Reihenfolge eingehalten.                                   Auch das Exzerpieren ermögliche eine intensive Bearbeitung des Textes. Diese diene beispielsweise bei Vorbereitungen von Seminaren der Unterscheidung zwischen inhaltlicher Wiedergabe und eigener Meinung , wobei eine von vornherein festgelegte Fragestellung berücksichtigt wird (spezifische oder allgemeine). Im Hinblick auf das Zitieren wird gesagt, dass Studenten vor allem das Internet als Recherchequelle nutzen, wobei Dozierende Bücher und Fachzeitschriften für angemessen halten. Fürs richtige Zitieren gibt es mehrere Möglichkeiten. Wobei Unterscheiden wird zwischen direkten und indirekten Zitaten, und hier die Verwendung vom Konjunktiv eine wichtige Rolle spielt. Hervorhebungen und Veränderungen, also alles was vom Original abweicht,  sollte man angeben. Zu allerletz wird unterschieden zwischen mehreren Ebenen der pädagogischen Reflexion: Wirklichkeit, Subjektive Theorien, Ratgeber, systematische oder empirische Entwürfe und Theorien.