Monatsarchiv für Oktober 2009

 
 

Schwarm-Intelligenz?

Spiegel-online berichtete neulich über eine etwas andere Variante der “Weisheit der Vielen” als sie den Vordenkern der “Smart Mobs” wohl vorschwebt. Meines Erachtens bemerkenswert:

“Großbritannien
Unternehmer macht Netznutzer zu Hobby-Überwachern

Von Christian Stöcker

In Großbritannien soll jeder Big Brother spielen können. Eine Firma will die Bilder der Millionen Überwachungskameras im Königreich online stellen – wer ein Verbrechen entdeckt, soll es per Mausklick melden. Der erfolgreichste Späher bekommt am Monatsende 1000 Pfund. Datenschützer sind empört.

EXPLOSION-NEWYORK/

London – Großbritannien ist Weltmarktführer in Sachen Videoüberwachung. Im Schnitt kommt auf jeweils 14 Briten eine Überwachungskamera, 4,2 Millionen davon gibt es insgesamt im Land. Nun will ein Unternehmen namens Internet Eyes möglichst viele davon vernetzen – und die Bilder von Internetnutzern auswerten lassen.

Wer dort ein Verbrechen erspäht, soll es melden können, etwa an den zuständigen Kaufhausdetektiv. Wer oft genug erfolgreich zusieht, soll Geld gewinnen können – 1000 britische Pfund, jeden Monat. Besitzer von Ladengeschäften oder anderen Privateinrichtungen mit Überwachungskameras, sollen im Gegenzug 20 Pfund im Monat bezahlen, damit ihre Bilder bei Internet Eyes zu sehen sind.Internet-Eyes-Chef Tony Morgan setzt auf die “voyeuristischen Tendenzen” der Menschen: “Wie viele Leute sehen sich Big Brother sogar dann noch an, wenn die Lichter aus sind und nichts mehr passiert?”, fragt Morgan rhetorisch und fügt hinzu: “Internet Eyes wird stattdessen ein Programm bieten, das interessant ist.” Worüber sich streiten ließe – so viele spannende Dinge dürften vor den vielen Überwachungskameras kaum passieren. Ab November soll Internet Eyes zunächst in einer einzigen britischen Stadt getestet werden – in Shakespeares Heimat Stratford-upon-Avon.”

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