Monatsarchiv für Februar 2010

 
 

Chancen nutzen, Lobbyismus kapitalisieren !

… hier ein Vorschlag der Fachschaften der Universität Münster, über den man vielleicht auch in Hamburg nachdenken sollte …

“Antrag des unabhängigen Fachschaften Forums (uFaFo)

‘Wir kaufen Rüttgers’ – Chancen nutzen, Lobbyismus kapitalisieren

Das Studierendenparlament der Universität Münster möge beschließen:

Der AStA der Uni Münster wird damit beauftragt, den Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Jürgen Rüttgers (CDU), zu mieten und, wenn möglich, käuflich zu erwerben. Hierzu wird dem AStA ein finanzieller Rahmen von höchstens 6.000 Euro zugebilligt. Darüber hinaus hat der AStA zu prüfen, ob gegen höhere Beträge die Ausweitung studentischen Einflusses möglich ist.

Der AStA hat mit Herrn Rüttgers unter anderem folgende Themen zu besprechen: Demokratie an Hochschulen, die soziale Situation der Studierenden und die schlechte Reform des Bologna-Prozesses, den Herr Rüttgers eigenhändig als Bundeswissenschaftsminister unter Helmut Kohl für die BRD mitunterzeichnete. Darüber hinaus ist mit dem Arbeiterführer über die Abschaffung der Hauptschule und die soziale Selektion im deutschen Bildungssystem zu sprechen.

Wenn nötig, sollen die Kosten, welche die CDU für ein solches Treffen verlangt, durch Studiengebühren finanziert werden. Dies ist möglich, weil sie so zur Verbesserung der Lehre beitragen werden.

Das Studierendenparlament begrüßt, dass Rüttgers die politische Philosophie seines Koalitionspartners verinnerlicht hat und durch die Kapitalisierung von Lobbyarbeit den LeistungsträgerInnen besonderes Gehör zu schenken vermag. Der AStA hat dem Studierendenparlament über die Ergebnisse des Gesprächs Bericht zu erstatten.”

Quelle und mehr unter: http://www.spiegel.de/…

Endlich: Sinnvoller Einsatz von Social Software!

Das ist doch mal eine innovative Idee für den kreativen Gebrauch von Social Software …

In Social Networks gilt es als normal und erwünscht, alles mögliche preiszugeben. Wie bescheuert das ist, macht die niederländische Webseite PleaseRobMe klar – indem sie Twitter dazu nutzt, Einbrecher auf aktuell unbeaufsichtigte Wohnungen aufmerksam zu machen. Ein toller Service.

“11 Uhr. Muss jetzt in den Flieger.” So liest sich das, wenn ein Twitter-Süchtiger die Welt an den Wasserstandsmeldungen seines Lebens teilhaben lässt: Alles vom Fernflug bis zur Flatulenz wird treulich protokolliert. Mitunter ist das weniger belanglos, als man im ersten Moment glaubt. Denn selbst Kommunikations- Koprolithen wie “Bin im Cafe. Lecker” oder “Noch sieben Stunden. Hab ich die Katze rausgelassen?” könnten für bestimmte Berufsgruppen relevant sein.

weiterlesen unter: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,678934,00.html

Was du auch machst – Mach es nicht selbst

Markus Schwarzer hat mich dankenswerterweise darauf aufmerksam gemacht, dass sich auf dem neusten Album von Tocotronic sowas wie ein Kommentar auf das Social Web und die Digitale Boheme (siehe “Marke: Eigenbau“) zu finden ist. Tocotronic textet:

Was du auch machst
Mach es nicht selbst
Auch wenn du dir
Darin gefällst
Wer zuviel selber macht
Der macht sich krumm
(Ausgenommen
Selbstauslöschung)

(http://www.3min.de/Video/Musik/Tocotronic/Macht-es-nicht-selbst)

Schön ist auch ein weiterer Song des Albums, wenn sie sich quasi selbst antworten und vorschlagen:

Im Zweifel für Ziellosigkeit
Ihr Menschen, hört mich rufen!
Im Zweifel für Zerwürfnisse
Und für die Zwischenstufen

Im Zweifel für den Zweifel
Das Zaudern und den Zorn
Im Zweifel fürs Zerreißen
Der eigenen Uniform


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