Archiv der Kategorie ‘Vorbereitung ISP‘

 
 

Publikation

Die Auswertung des Praktikums ist ab sofort als Buch (ISBN: 978-3-668-08441-4) und als eBook (ISBN: 978-3-668-08440-7) zu erhalten.

  • Natalie Rath¬†(2013): F√∂rderliches Verhalten der Lehrkraft im Umgang mit Schulanf√§ngern, M√ľnchen, GRIN Verlag.

 

Außerdem erschienen:

  • Natalie Rath¬†(2012):¬† Kaiser Konstantins Sieg an der Milvischen Br√ľcke. Interpretation von vier zeitgen√∂ssischen Berichten, M√ľnchen, GRIN Verlag.
  • Natalie Rath(2013): Jugendschriften in der Diskussion von Kunsterziehungsbewegung und Reformp√§dagogik um 1900, M√ľnchen, GRIN Verlag.

Vorbereitung meines Praktikums

Ab morgen geht es nun also los, 4 Wochen in der Grundschule, ein bisschen Lehrerluft schnuppern.

Als Vorbereitung habe ich mir √ľberlegt, auf welche Aspekte ich besonderes Augenmerk legen m√∂chte. Da ich bisher aber noch nicht in der Grundschule war und die 1. Klasse f√ľr mich auch etwas ganz Besonderes darstellt, habe ich mich dazu entschieden erstmal ganz unbefangen in die Schule zu gehen und mir den Unterricht einfach mal anzuschauen, wie die SuS nach einem halben Jahr an die Schule gew√∂hnt sind und wie Erziehung und Unterrichten in diesem Jahrgang zusammenspielen.

 

Die Klasse 1a setzt sich zusammen aus 10 Jungs und 9 M√§dchen im Alter von 6-7 Jahren.Von den 19 SuS haben 10 Jungs und 7 M√§dchen einen Migrationshintergrund, die deutsche Sprache wird durchgehend beherrscht, ist jedoch unterschiedlich stark ausgepr√§gt. 2 Kinder werden auf Zugeh√∂rigkeit zum¬†Paragraf 12 des Hamburger Schulgesetzes gepr√ľft. Die Klasse wird von zwei Klassenlehrerinnen betreut, die 4 Stunden in der Woche gemeinsam in der Klasse verbringen, eine Sonderp√§dagogin wird nicht eingesetzt.

 

Klassenraum:

KlasseVonVorne

KlasseVonHinten

 

Leseecke:

Leseecke

 

Gruppenraum:

Gruppenraum

 

Unterrichtszeiten:

1. Stunde                                 08:00 Uhr

kl. Pause                                  08:45 Uhr

Lesezeit                                   08:50 Uhr

2. Stunde                                09:10 Uhr

gr. Pause                                 09:45 Uhr

3. Stunde                                10:10 Uhr

kl. Pause                                 10:55 Uhr

4. Stunde                                11:00 Uhr

gr. Pause                                 11:45 Uhr

5. Stunde                                12:10 Uhr

kl. Pause                                 13:00 Uhr

6. Stunde                                13:05 Uhr

Protokollvorlagen

Verlaufsprotokoll

Beobachtungsschwerpunkt im ISP

Ohne Beobachtung kein begr√ľndbare Bewertung, ohne begr√ľndbare Bewertung keine Rechtfertigung f√ľr bestimmte Ma√ünahmen im Unterricht

Einheitliche Formkriterien zur Beobachtungsdiskussion (Formbogen):

‚ÄĘ Wer beobachtet (Fremdbeobachtung ‚Äď Selbstbeobachtung)?
‚ÄĘ Unter welchen Bedingungen (teilnehmend ‚Äď nicht teilnehmend)?
‚ÄĘ Wie lange, in welchen Zeitstrukturen (fortlaufend ‚Äď in Zeitintervallen)?
‚ÄĘ Um welche Objekte (Personen ‚Äď Aktionen ‚Äď Konstellationen) geht es?
‚ÄĘ Welche Protokollform (formlos‚Äď teilformalisiert ‚Äď formalisiert) soll verwendet werden?‚ÄĘ Wer beobachtet (Fremdbeobachtung ‚Äď Selbstbeobachtung),
‚ÄĘ Liegt eine Fragestellung vor (zielgerichtet – spontan)?

Unterricht beobachten:

РUnterricht als Ganzes schwer zu erfassen, lieber ausgewählte Aspekte (z.B. bestimmtes Verhalten, eingegrenzte Themengebiete)

Рhilfreich: Unterrichtsplanung, -gliederung im Vorfeld abklären

РPunkte zur Nachbesprechung notieren (Objektivität bewahren)

Mögliche Beobachtungsschwerpukte:

Lehrer

‚ÄĘ Lernsteuerung im Unterricht (Fragen, Impulse usw.)
‚ÄĘ Nonverbales Verhalten (Mimik, Gestik, K√∂rperkontakt, Proxemik usw.)
‚ÄĘ Auswahl und Wechsel von Unterrichtsmethoden, o Auswahl und Wechsel von Sozialformen
‚ÄĘ Gestaltung und Nutzung der Tafel, des OH-Projektors oder anderer Medien
‚ÄĘ Kooperation mit bestimmten Kindern
‚ÄĘ Unterschiedliches Verhalten beim Aufrufen, Loben oder Tadeln von M√§dchen und Jungen
‚ÄĘ Verhalten in Konfliktsituationen

Unterricht = Inhaltsdimension, Vermittlungsdimension und Beziehungsdimension -> Beobachtung stofflicher, methodischer und/oder zwischenmenschlicher Aspekte des Unterrichts

Sch√ľler:

‚ÄĘ Mitarbeit im Unterricht
‚ÄĘ Kontaktverhalten zur Lehrperson
‚ÄĘ Kooperationsverhalten zu anderen Kindern
‚ÄĘ Lern-und Arbeitsverhalten
‚ÄĘ Nicht zielorientierte Aktivit√§ten w√§hrend des Unterrichts

Horizontale Ausdehnung: gleiches Merkmal, unterschiedliche Kinder -> Aussage √ľber „allgemeines“Verhalten der Alterklasse / Vertikale Vertiefung: gleiches Kind, unterschiedliche Beobachtungsschwerpunkte -> komplexere Sicht auf spezielles Kind

 

Protokollieren:

Wortprotokolle: nur f√ľr kleinen Beobachtungsausschnitt, konkretes Sprach- und Handlungsverhalten aufzeichnen

Zusammenfassende Protokolle: in eigenen Worten das Wichtigste zusammenfassen, ggf. Wörtlichkeit einfließen lassen, subjektive Darstellung aus Erinnerung

 

 Beobachtung und Beurteilung voneinander trennen!!

Planung einer Unterrichtsfrequenz

Vor√ľberlegung:

1.Entscheidung f√ľr eine Unterrichtseinheit in einer bestimmten Klassenstufe und Schulform auf Grundlage des Rahmenplans Deutsch
2. Entscheidung f√ľr ein bestimmtes Unterrichtsthema (z.B. Eine Geschichte erz√§hlen in Klasse 3, ein Kinderbuch in Klasse 5, Sagen in Klasse 6, Gro√ü- und Kleinschreibung in Klasse 5, Kommasetzung in Klasse 7, Kriminalerz√§hlungen in Klasse 8, Liebeslyrik in Klasse 10)

-> Wieviele Stunden soll die gesamte Unterrichtseinheit umfassen? Wie soll die konkrete Stunde explizit ausgearbeitet werden?

 

Planung der Einheit:

1. Analyse der Lernbedingungen: Unterrichtsbedingungen, Lerngruppenbeschreibung, vorangegangener Unterricht, Wissen und K√∂nnen der Sch√ľler, auf das zur√ľckgegriffen werden kann, Aussagen zur Heterogenit√§t in der Lerngruppe

2. Festlegen von Zielen und Teilzielen f√ľr die Unterrichtseinheit im Allgemeinen und f√ľr die konkrete Stunde im Speziellen ->Orientierung am Rahmenplan

3. Durchf√ľhren einer Sach- und einer didaktische Analyse zum ausgew√§hlten Unterrichtsgegenstand

-> Sachanalyse: Lerngegenst√§nde fachwissenschaftlich untersuchen; Didaktische Analyse: Gegenwarts-, Zukunfts- und exemplarische Bedeutung der Lerngegenst√§nde f√ľr die Lerngruppe, Zug√§nglichkeit des Themas – Orientierung an Klafkis Grundfragen

4. Skizzieren eines Grobverlaufes der Unterrichtseinheit und ggf. Verortung der speziellen Unterrichtsstunde in der Einheit

5. Planung von Aktions- und Sozialformen des Lernens

-> Aktionsformen: Art der Interaktion im Unterricht; Sozialformen: Größe der Lerngruppen und ihr Verhältnis zueinander

6.Erstellen der Unterrichtsmaterialien und Aufgaben f√ľr die konkrete Stunde

7.√úberpr√ľfung, ob formulierten Ziele konkret genug sind und ob sie realistisch sind

 

Vorlagen zur Planung:

Raster Wochenplanung

Tafelbild gestalten

Vorlage_Stundenplanung

Vorlage_Unterrichtsverlaufsplan

 

Unterrichten mit Wiki

Wiki im Religionsunterricht:

Ein möglicher Einsatz der Wiki-Arbeit, könnt z.B. im Religionsunterricht zum Thema Christentum zur Zeit Konstantins entstehen.

Gruppenweise k√∂nnte Teilgebieten, wie z.B. Konstantins Vater, seine Erscheinung im Traum sowie die Schlacht an der Milvischen Br√ľcke und die Zeit danach erarbeitet werden.

Bilder, Links oder Tabellen k√∂nnten als Visualisierung eingebaut und letztendlich alle Themenbereiche als ein gro√üer Wiki zusammengef√ľgt werde, sodass ein Gesamt√ľberblick zum Christentum unter Konstantin entsteht.

 

Checkliste:

– gute Einf√ľhrung in das Programm und die Bearbeitung eines Wikis

– Kenntnisse √ľber Recherchem√∂glichkeiten abkl√§ren

Рprivaten Internetzugang der SuS klären

Рregelmäßige Kontrolle und Sicherung des Wikis, um Pannen beheben zu können

– gegenseitige Hilfestellung beim Bearbeiten einer Seite durch die SuS

Google docs in der Schule

Google docs

Mögliche Vorteile:

– kostenloses Hochladen und Bearbeiten von Dokumenten

– Bearbeitung von √ľberall m√∂glich (Voraussetzung Internetzugang) -> Flexibilit√§t

Рviele Vorlagen (Tabellen, Zeichnungen, Präsentationen etc.)

– Teilen und gemeinsame Bearbeitung von bis zu 50 Personen

Рleicht zu bedienen -> keine großen Computerkenntnisse notwendig

– bei guter Pflege kein „Vergessen von Dokumenten“ mehr

 

Mögliche Nachteile:

РAbhängigkeit von Internetverbindung

Рbei allgemeiner Bearbeitungsmöglichkeit muss die regelmäßige Kontrolle der Inhalte sicher gestellt sein

– nicht alle SuS haben privat Internetzugang, Kenntnisse im Umgang mit Computerprogrammen divergieren

Wikiseiten in der Schule

Mögliche Vorteile:

Рeigene Gestaltung eines Themenbereiches bzw. einer Seite in Einzel- oder Gruppenarbeit -> persönlicher Bezug der SuS zum Thema

– Verkn√ľpfung der Gruppenergebnisse zu einem Ganzen m√∂glich -> gr√∂√üere Projekte, an denen alle SuS Anteil haben

РEinbindung von Dateien und Links möglich -> Visualisierung, Ergänzungen

– Bearbeitung von √ľberall m√∂glich (Voraussetzung Internetzugang) -> Flexibilit√§t

– auch als Referatsvorbereitung in Gruppen einsetzbar

РStundenvor- / Nachbereitung der ganzen Klasse online möglich

 

Mögliche Schwierigkeiten:

РAbhängigkeit von Internetverbindung

Рbei Online-Besprechungen möglicherweise keine gleichwertige Einbindung der einzelnen SuS

– √úberblick √ľber SuS Beteiligung f√ľr den Lehrer gew√§hrleistet?

Рbei allgemeiner Bearbeitungsmöglichkeit muss die regelmäßige Kontrolle der Inhalte sicher gestellt sein

– nicht alle SuS haben privat Internetzugang, Kenntnisse im Umgang mit Computerprogrammen divergieren

 

Bedeutung des Urheberrechts f√ľr Lehrmaterial

Die Schule wird immer digitaler, aber dabei d√ľrfen Lehrmaterialen nicht ohne Weiteres den SuS z.B. √ľber SchulCommsy oder anderen Lern- und Kommunikationsplattformen zur Verf√ľgung gestellt werden.

Diese Problematik war mir bisher noch gar nicht so bewusst, da wir ja u.a. auch an der Uni Lehrmaterial √ľber das Internet zur Verf√ľgung gestellt bekommen. Aber hierf√ľr gibt es klare Regelungen, was geht und was nicht. Ob √ľberhaupt digitale Kopien erlaubt sind und wenn ja, in welchem Umfang, ist ganz genau geregelt. Allein das Einscannen eines ganzen Lehrbuches ist nicht erlaubt. Genauere Informationen sind auf der Seite Fotokopieren und Server-Speicherungen in der Schule zu finden.

Hierbei entsteht wieder ein Zwiespalt, denn diese Regelung kann aus Sicht der Urheber nachvollzogen werden, f√ľr Bildungszwecke ist dies jedoch problematisch, da man nicht frei auf das Lehrmaterial zugreifen und hiermit arbeiten kann. Gerade wenn immer mehr Unterrichtsinhalte online und in digitaler Weise bearbeitet werden, ist es sinnvoll, den SuS auch die zugeh√∂rige Literatur digital an die Hand geben zu k√∂nnen, damit ggf. Einbettungen in den Arbeitsprozess m√∂glich sind.

Zur Zeit behelfen sich Lehrer beispielsweise, indem sie selbst ungesch√ľtztes Material online stellen, welches dann uneingeschr√§nkt von allen Kollegen genutzt und bearbeitet werden darf. Auf l√§ngere Sicht, ist ein √úberdenken der jetzt geltenden Urheberrechte bez√ľglich Lehrmaterialen, z.B. eine lockerere Sonderregelung f√ľr Bildungsst√§tten, w√ľnschenswert, wenn sich die Entwicklung weiterhin in Richtung digitalem Unterricht fortsetzt.

Was betrifft mich Datenschutz?

M√∂glicherweise machen sich SuS keine weiteren Gedanken √ľber Datenschutz, da sie sich der m√∂glichen Folgen nicht bewusst sind. Gerade in der Mittelstufe kann es einfach „cool“ sein, bei facebook, Twitter und Co angemeldet zu sein und alles M√∂gliche mit den Freunden zu teilen. Weil es Spa√ü macht und die Freunde genauso posten, denken die Kinder vielleicht gar nicht √ľber m√∂gliche Gefahren nach. Und ohne einen pers√∂nlichen Bezug, werden Warnungen von Erwachsenen ja eher √ľberh√∂rt.

Da Datenschutz die SuS heutzutage aber sowohl im schulischen als auch im privaten Rahmen betrifft, sollte man als Lehrkraft einen Zugang zu den Kindern finden und die Rechte und Gefahren zum Thema pers√∂nliche Daten behandelt. Wie gerade schon erw√§hnt, m√ľssen die Jugendlichen einen emotionalen Zugang haben, so dass sie sich pers√∂nlich betroffen f√ľhlen, ansonsten l√§uft das Thema Gefahr, zu „trocken“ zu werden und als uninteressant nicht an die SuS heranzukommen.

Zur konkreten Information, finde ich die Brosch√ľre Entscheide Du – sonst tun es andere f√ľr Dich sehr gut gestaltet. Als Einstieg bietet sich aber vielleicht ein eher emotionaler Spot, wie z.B. Think before you post an. Die SuS k√∂nnen sich in solchen Kurzfilmen wiederfinden und erkennen, dass diese oder eine √§hnliche Situation auch ihnen passieren k√∂nnte und welche Folgen das haben kann. Dass beispielsweise gepostete Fotos ggf. nicht wieder aus dem Internet verschwinden, muss den SuS erst einmal bewusst gemacht werden.

Je nach Altersgruppe k√∂nnen hierbei Diskussionen entstehen, was die SuS selbst schon mal erlebt oder geh√∂rt haben. Hierzu k√∂nnten unterst√ľtzend Zeitungsartikel zum digitalen Mobbing o.√§. hinzugezogen werden, um auf Gefahren der allgemeinen Sichtbarkeit pers√∂nlicher Daten hinzuweisen.

Wichtig ist es, den SuS auch einen Lösungsweg aufzuzeigen, z.B. Einstellungsmöglichkeiten der Privatsphäre bei facebook, Widerspruchsmöglichkeiten zur Verwendung / Weitergabe von persönlichen Daten oder auch Anlaufstellen, die die SuS bei Problemen kontaktieren können (z.B. Nummer gegen Kummer ).


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