Dienstag, 26. Februar 2013

Und wieder ein Vertretungstag, ganz ohne eine der beiden Klassenlehrerinnen.

In der ersten Stunde wurde die 1a von einem √§lteren Lehrer in den Tag gebracht, was vergleichsweise gut lief. Die Klasse war f√ľr eine Vertretungsstunde recht ruhig und brav. Zu Beginn stellte der Lehrer einige Kopfrechenaufgaben, die SuS waren begeistert dabei und alle Kinder machten eifrig mit. Leider waren die Flex und Flo Hefte, mit denen der Lehrer geplant hatte, zu arbeiten, nicht auffindbar. Die Unterbrechung w√§hrend des Suchens, l√∂ste die Konzentration der Kinder leider wieder auf und es breitete sich wieder Unruhe in der Klasse aus. Die Kinder arbeiteten anschlie√üend in einem anderen Matheheft weiter, ich widmete mich einer sehr sch√ľchternen und stillen Sch√ľlerin, mit der ich auch in anderen F√§chern schon einige Male gearbeitet und die Probleme mit Mathe hatte. Nachdem ich ihr noch einmal ganz allein erkl√§rt habe, wie sie die Additions- und Subtraktionsaufgaben mit einer Zehnerzahl rechnen sollte, hat es schlie√ülich wirklich ‚Äěklick‚Äú bei ihr gemacht und sie hat die Aufgaben mit voller Begeisterung zu Ende gerechnet ‚Äď ein sch√∂nes Erfolgserlebnis auch f√ľr mich! ūüôā

In den nachfolgenden Stunden konnten sich die Kinder u.a. Arbeitsbl√§tter in Deutsch aussuchen, wahlweise zum Lesen oder zum Schreiben. Bei ‚Äěmeinem Problemkind‚Äú wusste ich, dass er nicht gerne liest. Er erschlie√üt sich W√∂rter beispielsweise, in dem er nach Anfangsbuchstaben sucht oder nach markanten Buchstaben / Lauten im Wort, damit z.B. das Wort, welches er mit einem Bild verbinden soll, nicht lesen muss. Dementsprechend hat er sich auch nur Arbeitsbl√§tter zum Schreiben herausgesucht. Damit er sich nicht ganz vor dem Lesen dr√ľckt, habe ich mir von seinem Schreibzettel einiges vorlesen lassen.

Der restliche Tag wurde auch f√ľr mich wieder sehr anstrengend, weil ich in jeder Stunde mit den lautesten Kindern in den Gruppenraum geschickt wurde und teilweise die Lehrer schon 10 Minuten vor Stundenende aus der Klasse gegangen sind und mich mit einer v√∂llig √ľberdrehten 1. Klasse, in der die Kinder √ľber die Tische laufen, sich pr√ľgeln oder mit Sachen werfen, allein gelassen haben – mit den Worten: ‚ÄěDu kannst ja noch ein Spiel mit ihnen spielen.‚Äú Dieses Lehrerverhalten fand ich sehr unangemessen.

Seit 6 Wochen hatte die Klasse heute zum ersten Mal wieder Englischunterricht. Da die Lehrerin die Namen der SuS noch nicht richtig kannte und die Klasse nach wie vor unheimlich laut war, verging ein Gro√üteil der Stunde mit dem Verteilen und Zuordnen der Namensschilder. Anschlie√üend hielt die Lehrerin Bildkarten hoch und die SuS mussten das englische Wort daf√ľr sagen. Auch hier konnte ich eine sehr hohe Beteiligung und Motivation der Kinder erkennen. Das Hauptthema der Stunde waren Fr√ľchte: apple, banana, plum und orange. Hierzu h√∂rten die SuS ein englisches Lied, w√§hrenddessen sie auf die jeweilige Frucht in ihrem Heft zeigen sollten. Abschlie√üend sahen sie einen kurzen Zeichentrickfilm zu dem Thema √ľber das Smartboard.

Da auch w√§hrend der Englischstunde einige Kinder weiter √§rgerten, herumliefen und den Unterricht st√∂rten, wurden zwei Kinder vor die T√ľr geschickt. Nach einer Weile kamen sie selbstst√§ndig wieder herein und st√∂rten weiter andere Kinder und die Lehrerin. Es wurde jedoch dar√ľber hinweg gesehen, dass die Kinder ihre Konsequenzen nicht trugen und somit ging der Respekt gegen√ľber der Englischlehrerin auch schnell verloren, so dass viele Kinder nicht dem Unterricht folgten und Bl√∂dsinn machten.

Es hat sich also auch heute wieder gezeigt:

  • Kinder in den Unterricht einbinden
  • Abwechslung, Spa√ü und Spannung motivieren
  • Achtung:

–¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† Leerlauf -> Unruhe

–¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† Inkonsequenz -> Unruhe

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