Donnerstag, 28. Februar 2013

Heute durfte ich meine Stundenplanung zur EinfĂŒhrung des „Sch, sch“ durchfĂŒhren. Leider hat es sich spontan krankheits- und vertretungsbedingt so ergeben, dass ich nicht die ersten beiden Stunden hierfĂŒr zur VerfĂŒgung hatte, sondern nur eine. Den zweiten Teil der Unterrichtsplanung habe ich jedoch in der 5. Stunde noch einmal aufgreifen können.

Meine Unterrichtsplanung: Unterrichtsverlaufsplan_schSch

Das GebÀrdenzeichen:

Die Unterrichtseinheit verlief trotz der Turbulenzen fĂŒr die SuS in den letzten Tagen sehr gut. WĂ€hrend der EinfĂŒhrung waren alle Kinder konzentriert und mit Spaß dabei. FĂŒr mich hat sich bestĂ€tigt, dass sie gerne ein bissche n Abwechslung im Unterricht haben. Bei einer Frontalunterrichtsituation steigt die Aufmerksamkeit, weil die SuS ganz gespannt sind, was die Lehrkraft da vorne macht. Außerdem fĂŒhrt eine Aktivierung der Klasse zu noch mehr Lernbereitschaft. Die Kinder mochten gerne aufstehen, zu mir an die Tafel kommen und KapitĂ€ne bunt kennzeichnen. Das Sammeln von eigenen Wörtern mit Sch,sch hat auch sehr außergewöhnliche und kreative BeitrĂ€ge hervorgerufen, was zeigt, dass die Kinder intensiv nachgedacht haben und sich nicht mit relativ offensichtlichen Wörtern, wie z.B. Schule, zufrieden gegeben haben. Die Ideen waren so zahlreich, dass ich die Melderunde zwar ausgedehnt habe, aus ZeitgrĂŒnden schließlich aber doch unterbrechen und zur nĂ€chsten Aufgabe weitergehen musste. Doch auch wĂ€hrend der anschließenden Lola-Arbeitsphase, waren die SuS höchst motiviert dabei, so dass es in der Klasse mucksmĂ€uschenstill wurde und mich die zweite Klassenlehrerin ruhigen Gewissens mit der Klasse allein gelassen hat.

Leider mussten wir die Arbeit dann zu Beginn der FrĂŒhstĂŒckszeit unterbrechen und konnten erst in der 5. Stunde mit der „Belohnung“, dem Spiel weitermachen. Es war zwar schade, dass nun dieser kleine Bruch zustande kam, doch auch in der 5. Stunde hatten die Kinder die AnkĂŒndigung auf das Spiel sowie das erlernte Sch, sch noch nicht vergessen.

Vor dem Spiel war die zweite Klassenlehrerin etwas skeptisch, ob die Kinder das Spiel verstehen und ob sie es wirklich schaffen, gemeinsam das richtige Wort an die Tafel zu bringen. Aber auch in der 5. Stunde, die erfahrungsgemĂ€ĂŸ fĂŒr die Kinder schon relativ anstrengend ist, haben sich alle SuS an die Regeln gehalten und toll mitgemacht. Bei manchen Kindern bzw. Buchstaben musste man als Lehrkraft einmal mehr den Buchstaben deutlich auf den RĂŒcken des Kindes schreiben, aber das Spiel geriet nicht ins Stocken und die Kinder hatten so einen Spaß, dass wir tatsĂ€chlich noch eine zweite Runde gespielt haben.

Mein Ziel war es, die Kinder wÀhrend meiner Unterrichtseinheit möglichst vielfÀltig miteinzubinden und Abwechslung zur Arbeit mit der Lola zu bieten.

Weitere exemplarische Möglichkeiten, die Kinder das Schreiben anders erfahren zu lassen:

  • Partnerweise: mit dem Finger auf den RĂŒcken
  • allein: mit dem Finger auf die Hand oder den Arm
  • mit nassem Tuch / Schwamm an die Tafel
  • mit dem Finger in die Luft schreiben
  • Buchtsbaben kneten
  • mit FĂ€den oderPerlen legen

Gerade weil sich dies von der „alltĂ€glichen Art des Unterrichts“ unterschied, war es ein Experiment, inwieweit die Kinder zum einen darauf eingehen, anders zu lernen und zum anderen auch weiterhin ruhig und konzentriert bleiben, wenn sie nicht nur an ihren Heften sitzen. FĂŒr mich hat sich meine in den vergangenen Tagen aufgestellte These betĂ€tigt, dass die Kinder ihre klaren Vorgaben brauchen, die die Lehrkraft konsequnt im Auge behalten und man in diesem Rahmen auch den grĂ¶ĂŸten Spaß mit den Kindern haben kann.

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