Rechenstörungen

Rechenstörungen, Rechenschwäche oder Dyskalkulie bezeichnen das Phänomen, dass Kinder erwartungswidrig massive Schwierigkeiten beim Erwerb der Kulturtechnik „Rechnen“ aufweisen. Es ist ein interdisziplinäres Forschungsfeld, in dem die Mathematikdidaktik der Frage nachgeht, auf welche Weise welche Barrieren Lernprozesse beeinträchtigen und wie diese ĂĽberwunden werden könnten. Dabei werden kindliche Denkprozesse untersucht in Verbindung mit den Bedingungen des Lernens unter einer systemischen Perspektive.

Forschungsschwerpunkte

Rechenstörungen in bestimmten Altersstufen

  1. Kinder
  2. Erwachsene

Rechenstörungen bei Erwachsenen

Rechenstörungen und Sprachverarbeitung

Auf welche Weise beeinflusst die Verarbeitung von Sprache das Verständnis mathematischer Inhalte? Durchgeführt wurde 1997-1999 eine Studie, in der Kinder im regulären Unterricht und in Einzelsitzungen bei der Bearbeitung der aktuellen Inhalte beobachtet wurden.

Veröffentlichungen:

Nolte, M. (2013). Sprache, Sprachverständnis und Rechenschwäche. Sprache rechnet sich. Medium Sprache in allen Lernbereichen. K. Rosenberger. Wien, Österreichische Gesellschaft für Sprachheilpädagogik. 5: 29-50.

Nolte, M. (2009). Auswirkungen von sprachlicher Verarbeitung auf die Entwicklung von Rechenschwächen. G. Ricken und S. Schmidt, Beltz.

Nolte, M. (2007). „Sprache verstehen und Mathematik lernen„. Sprachrohr 2/2007: 5-8.

M. (2004). Language Reception and Dyscalculia. Democracy and Participation. A Challenge for Special Needs Education in Mathematics. Proceedings of the 2nd Nordic Research Conference on Special Needs Education in Mathematics. A. Engström. Örebro, Örebro University. 7: 57-76.

Nolte, M. (2000). Rechenschwächen und gestörte Sprachrezeption. Beeinträchtigte Lernprozesse im Mathematikunterricht und in der Einzelbeobachtung. Bad Heilbrunn, Julius Klinkhardt.

Nolte, M. (1998). Was hat Rechnen lernen mit Sprachverarbeitung zu tun? Mit uns können sie rechnen! Kinder auf dem Weg zur Mathematik. Tagungsbericht der VIII. interdisziplinären Fachkonferenz, Berlin-Potsdam.

Nolte, M. (1997). Rechenschwäche im Unterrichtsalltag unter besonderer Berücksichtigung der Sprachwahrnehmung. Hamburg.

Nolte, M. (1996). „Auswirkungen beeinträchtigter Sprachwahrnehmung im Mathematikunterricht am Beispiel von Sabrina – eine Fallstudie.“ Zentralblatt für Didaktik der Mathematik (ZDM) 6.

Nolte, M. (1996). „Warum kann Sabrina nicht rechnen? Eine Falldarstellung.“ Beiträge zum Mathematikunterricht 1996, Vorträge auf der 30. Tagung für Didaktik der Mathematik in Regensburg.

Rechenstörungen und Unterrichtsalltag

Fragen zur Komplexität der Wechselwirkungen zwischen Unterrichtswirklichkeit und Grenzen und Möglichkeiten der Förderung wurden in verschiedenen Fallstudien untersucht.

Nolte, M. (2007). Rechenschwächen – Möglichkeiten und Grenzen der Förderung im Schulalltag. Legasthenie und Dyskalkulie: Aktuelle Entwicklungen in Wissenschaft, Gesellschaft und Schule. G. Schulte-Körne. Bochum, Verlag Dr. Dieter Winkler: 403-413.

Nolte, M. (2002). „Prävention von Rechenschwierigkeiten.“ Grundschule Heft 5: 27-28.

Nolte, M. (2001). Rechenschwächen: unterschiedliche Positionen und Zuständigkeiten. Beiträge zur Didaktik der Mathematik in der Primarstufe. W. Weiser and B. Wollring. Hamburg, Verlag Dr. Kovac.Nolte, M. (2000). „Marek hat keine Rechenschwäche entwickelt.“ Grundschulunterricht 7-8.

Nolte, M. (2000). „Wer ist bei Rechenschwächen wofür zuständig?“ Grundschulunterricht 7-8.

Nolte, M. (1996). „Und er schafft es doch! Über die Arbeit mit einem rechenschwachen Kind in der Grundschule.“ mathematica didactica Bd. 1.

Nolte, M. (1996). Zur Interpretation von rechenschwachen Kindern im Mathematikunterricht der Grundschule. Trends und Perspektiven: Beiträge zum 7. Symposium zur „Didaktik der Mathematik“ in Klagenfurth vom 26. – 30. 9. 1994. G. Kadunz. Wien.

Nolte, M. (1995). „Grenzen und Möglichkeiten der Arbeit mit rechenschwachen Kindern in der Grundschule.“ Mathematische Unterrichtspraxis IV. Quartal: 15-22.

Nolte, M. (1995). „Zur Integration eines rechenschwachen Kindes im Mathematikunterricht.“ Beiträge zum Mathematikunterricht 1995, Tagungsband zur 29. Tagung für Didaktik der Mathematik in Kassel.

Nolte, M. (1994). „Besondere Kinder.“ Grundschule 26. Jg., Heft 10.

Nolte, M. (1993/94). Rechenschwäche in der Grundschule. Teilleistungsstörungen. Nehmt die Kinder (wahr), wie sie sind. B. I. BZI, E. T. e.V. and L. L. Hamburg. Hamburg, Beratungszentrum Integration BZI im Institut für Lehrerfortbildung (Karin Tepp).

Rechenstörungen bei Erwachsenen

Erwachsene Nichtrechner zeigen, wie sehr der Alltag beeinträchtig ist, wenn keine angemessenen Kenntnisse der Grundrechenarten vorliegen. Analog zu Analphabeten sind die betroffenen Personen auf eine Unterstützung durch andere angewiesen, wenn sie mit Zahlen zu tun haben. Das betrifft den Umgang mit Geld ebenso wie den Umgang mit anderen Größen. Zur Frage der Situation von Nichtrechnern wurden verschiedene Fallstudien durchgeführt.

Veröffentlichungen

Nolte, M. (2009). „Zur Problematik von Nichtrechnern.“ Alfa-Forum. Zeitschrift für Alphabetisierung und Grundbildung Nr. 72 Winter 2009: 14-17.

Nolte, M. (2008). Zur Situation von Menschen mit niedrigen mathematischen Qualifikationen – Nichtrechner. Beiträge zum Mathematikunterricht 2008, Vorträge auf der 42. Tagung für Didaktik der Mathematik in Budapest.

Nolte, M. (2005). Rechenstörungen bei Erwachsenen – Probleme von Nichtrechnern. Dokumentation Fachtag Basisqualifikation. G. E. E. Elbinsel. Hamburg, Entwicklungspartnerschaft Elbinsel: 14- 22.

Nolte, M. (2004). Rechenstörungen im Erwachsenenalter. Aufmerksamkeitsdefizit, Hyperaktivität, Teilleistungsstörungen. Dokumentation der Ringvorlesung in Hamburg im Sommer 2002. M. Schulte-Markwort, E. Reich-Schulze, M. Nolte et al. Hamburg, Feldhaus.

Neuropsychologische Ansätze und mathematisches Lernen

Nolte, M. (2001). Arithmetic Disabilities of Children and Adults- Neuropsychological approaches to mathematics teaching. 

Nolte, M. (2001). Rechenschwäche bei Kindern und Erwachsenen – Mathematikdidaktische und neuropsychologische Ansätze. Beiträge zum Mathematikunterricht  2001.  Vorträge auf der 35. Tagung für Didaktik der Mathematik in Ludwigsburg. G. Kaiser. Hildesheim, div verlag franzbecker: 35-42.

Nolte, M. (1998). „Rechenschwächen und neuropsychologische Erkenntnisse.“ Reader Reinhardswaldschule.

Nolte, M. (1997). „Christian hat eine Rechenmaschine im Kopf – Zum neuropsychologischen Ansatz der Deutung mathematischer Lernprozesse.“ Beiträge zum Mathematikunterricht 1997, Vorträge auf der 31. Tagung für Didaktik der Mathematik in Leipzig: 391-394.

Rechenstörungen – Identifikation und Förderung.

Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung „ Inklusiv-individuelle Förderung bei Lern- und Leistungsschwierigkeiten“ am 22. 05. 2012 an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Veranstalter Prof. Dr. Christian Fischer, Christiane Fischer-Ontrup und Marcel Veber

MĂĽnster Ringv Inklusion 22-5-12 final

Weitere Veröffentlichungen

Nolte, M. (2016). Rechenschwäche – Was ist das und was können wir tun? In R. Benölken & f. Käpnick (Eds.), Schriften zur mathematischen Begabungsforschung. Münster: WTM Verlag. 188-202

Nolte, M. (2015b). Rechenstörungen. Hamburg: Fernstudienzentrum Hamburg

Nolte, M. (2011). „Kann man Rechenschwäche erben?“. Sprachrohr. Zeitschrift für integrative Lerntherapie(Schwerpunkt: Integrative Lerntherapie in Forschung und Praxis – Teil 2): 3-15.

Nolte, M. (2009). Lernen unter erschwerten Bedingungen – Fördermöglichkeiten in mathematischen Lernprozessen. XIX. interdisziplinäre Fachtagung 2009. Lernen lernen – Lehren lernen – Lernen fördern. Fachverband für integrative Lerntherapie

Nolte, M. (2009). Rechenschwäche und Fördermöglichkeiten. Individuelle Förderung – Lernschwierigkeiten als schulische Herausforderung: Lese-Rechtschreibschwierigkeiten-Rechenschwierigkeiten. . C. Fischer, Westphal, U. & Fischer-Ontrup, C. . Münster, LIT-Verlag.

Nolte, M. (2008). Fragen zu Rechenschwäche / Dyskalkulie. Integrative Lerntherapie – Grundlagen und Praxis. M. Nolte. Bad Heilbrunn, Julius Klinkhardt: 49-61.

Nolte, M. (2004). Dyskalkulie – Lernstörung im Mathematikunterricht. Aufmerksamkeitsdefizit, Hyperaktivität, Teilleistungsstörungen. Dokumentation der Ringvorlesung in Hamburg im Sommer 2002. M. Schulte-Markworth, E. Reich-Schulze, M. Nolte et al. Hamburg, Feldhaus: 153-167.

Nolte, M. (2001). „Dyskalkulie – Rechenschwächen – Rechenstörungen.“ SP BL:ATT – Informationsblatt für in Beratung und Unterstützung Tätige an Hamburger Schulen 2: Rechenschwäche oder ausgeprägte, lang andauernde Schwierigkeiten beim Rechnen: 5-16.

Nolte, M. (2001). Rechenschwächen: unterschiedliche Positionen und Zuständigkeiten. Beiträge zur Didaktik der Mathematik in der Primarstufe. W. Weiser and B. Wollring. Hamburg, Verlag Dr. Kovac.

Nolte, M. (2000). Fallbericht: Anjas Weg zur Lerntherapie. Integrative Lerntherapie. Ein Reader. M. Nolte, C. L. Naumann und in Kooperation mit dem Fachverbandverband für integrative Lerntherapie. Hannover, Fachbereich Erziehungswissenschaften der Universität Hannover. Band 74.

Nolte, M. (2000). Fallbericht: Sascha – ein Kind mit Rechenschwächen. Integrative Lerntherapie. Ein Reader. M. Nolte, C. L. Naumann und in Kooperation mit dem Fachverbandverband für integrative Lerntherapie. Hannover, Fachbereich Erziehungswissenschaften der Universität Hannover. Band 74.

Nolte, M. (1995). „Mein Kind kann nicht rechnen. Hat es eine Rechenschwäche?“ Grundschule 5.

 

 

 

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