Besondere mathematische Begabungen im Grundschulalter (PriMa)

PriMaEndf

Forschungs- und Förderprojekt an der UniversitÀt

Seit dem Schuljahr 1999/2000 arbeiten wir an der UniversitĂ€t Hamburg mit Gruppen von mathematisch besonders begabten Dritt- und ViertklĂ€sslern. Die Kinder kommen freitags etwa 14-tĂ€gig zu einer Förderveranstaltung an die UniversitĂ€t. Hier bearbeiten sie Problemstellungen, die altersgemĂ€ĂŸe Vorkenntnisse voraussetzen, gleichzeitig aber so anspruchsvoll sind, dass sich Kinder mit besonderen Begabungen herausgefordert fĂŒhlen.

Das Projekt ist als WeiterfĂŒhrung des sog. „Hamburger Modells“ der William-Stern-Gesellschaft entstanden, in dem unter der Leitung von Herrn Prof. Kießwetter seit mehr als 20 Jahren SchĂŒlerinnen und SchĂŒler ab der 7. Klasse bis zum Abitur gefördert werden.

Ziele der Maßnahme

Unser Angebot ist ein Förder- und Forschungsprojekt.

Als Förderprojekt bieten wir den Kindern fĂŒr die Altersgruppe anspruchsvolle mathematische Problemstellungen an. In der Auseinandersetzung damit sollen Problemlösekompetenzen und KreativitĂ€t der mathematisch begabten Grundschulkinder gefördert werden. Da die Aufgabenstellungen ungewohnt anspruchsvoll sind, werden die Kinder gleichzeitig darin geschult, Durchhaltevermögen zu entwickeln. Die Vielfalt an Herangehensweisen unterstĂŒtzt auch die Entwicklung von Kompetenzen in der Kommunikation und Interaktion mit anderen.

Als Forschungsprojekt befassen wir uns mit verschiedenen Fragestellungen. Eine erste war die Entwicklung und Evaluation der Talentsuche (siehe Nolte 2004a). Weiterhin entwickeln und erproben wir laufend Problemstellungen, die sich fĂŒr mathematisch hochbegabte Kinder eignen (siehe z.B. Nolte 2006). Auf welche Weise unsere Aufgaben im Regelunterricht eingesetzt werden können, ist ein weiterer Schwerpunkt (siehe Pamperien 2008). Was können Kinder in diesem Alter bereits an kognitiven Kompetenzen des Problemlösens zeigen, wie entwickelt sich ihre FĂ€higkeit zu argumentieren, wie kommunizieren sie und wir muss der Unterricht in diesen Gruppen gestaltet sein, sind weitere Fragen.

Es ist ein Enrichmentangebot und versteht sich nicht als Akzelerationsmodell. Das bedeutet, wir nehmen in der Regel nicht Inhalte weitergehender Schuljahre vorweg.

Talentsuche / Zusammenstellung der Gruppen

Pro Jahrgang können etwa 50 Kinder an der UniversitĂ€t gefördert werden. Die Zusammenstellung der Gruppen erfolgt ĂŒber eine dreistufige Talentsuche. Der Mathe-Treff fĂŒr Mathe-Fans ist eine Art Probeunterricht, der Kindern zeigen soll wie wir arbeiten. Dabei werden sie auch auf einen Mathematiktest vorbereitet. Der letzte Punkt der Talentsuche ist ein Intelligenztest.

Kurz nach oder vor den Sommerferien erhalten die Schulen Informationen sowie Anmeldeunterlagen. Darin wird auch auf einen einfĂŒhrenden Vortrag hingewiesen, der im September angeboten wird. Die Anmeldung erfolgt von den Eltern. Eltern können sich die Anmeldeunterlagen auch selbsr ĂŒber diese Seite.

FĂŒr Kinder, die an der Talentsuche teilnehmen, aber keinen Platz an der UniversitĂ€t bekommen können, wurden regionale Mathe-Zirkel eingerichtet.

Kooperationspartner

Das Grundschulprojekt ist ein Kooperationsprojekt zwischen der FakultĂ€t fĂŒr Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft (epb) der UniversitĂ€t, der William-Stern-Gesellschaft (WSG) der Behörde fĂŒr Schule und Berufsbildung (BSB), dem Landesinstitut fĂŒr Lehrerbildung und Schulentwicklung (Li) und der Beratungsstelle besondere Begabungen (BbB) . Es ist ein Teilprojekt der Maßnahme PriMa der Behörde fĂŒr Schule und Berufsbildung, die einerseits zur Steigerung der Effizienz des Mathematikunterrichts in der Grundschule beitragen und andererseits mathematisch interessierte und begabte SchĂŒlerinnen und SchĂŒler (insbesondere der dritten und vierten Klasse) fördern soll.

Die Beratungsstelle besondere Begabungen (BbB) finanziert die Förderung der SchĂŒlerInnen an der UniversitĂ€t. Die Talentsuche wird von der UniversitĂ€t und von der Behörde fĂŒr Schule und berufsbildung getragen. Die Intelligenztestungen werden von der BbB durchgefĂŒhrt. In einer gemeinsamen Beratung mit Frau Oppermann von der BbB wird die Auswahl der Teilnehmer vorgenommen. DarĂŒber hinaus nimmt sie an Elternsprechtagen fĂŒr die aufgenommenen Kinder teil. Beratungen, die sich auf einen Einzelfall beziehen, können in der BbB erfolgen.

Die UniversitĂ€t finanziert neben der Arbeit von Prof. Dr. M. Nolte RĂ€ume, Materialien und studentische HilfskrĂ€fte. Die William-Stern-Gesellschaft unterstĂŒtzt ebenfalls das Projekt finanziell und trĂ€gt insbesondere durch die wissenschaftliche Diskussion zur Weiterentwicklung der Konzeption bei. Von der Behörde fĂŒr Schule und Berufsbildung werden neben der Talentsuche die Stelle der Projektkoordinatorin sowie studentische HilfskrĂ€fte finanziert.

Ansprechpartner

Ansprechpartner fĂŒr das Uni-Projekt: Eltern

UniversitÀt:

Prof. Dr. Marianne Nolte: TeL.: 040 42838 2149

Kirsten Pamperien (Projektkoordinatorin) Tel.: 040 42838 5524 Telefonsprechstunden: dienstags 9.30-12.00 Uhr, freitags 14.00-15.00 Uhr. Außerhalb dieser Zeit können Sie Ihr Anliegen auf einen Anrufbeantworter sprechen.

 

Ansprechpartner fĂŒr das Uni-Projekt: LehrkrĂ€fte und Schulen

Dr. Britta Creutzburg-Ahnfeldt

Projektleitung:

Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. Marianne Nolte (UniversitÀt Hamburg, William-Stern-Gesellschaft).

FederfĂŒhrung von Seiten der Behörde

Dr. Britta Creutzburg-Ahnfeldt hat die FederfĂŒhrung fĂŒr die gesamte Maßnahme PriMA.

 

Ansprechpartner fĂŒr die Mathezirkel (SchĂŒlerzirkel Mathematik)

Dr. Britta Creutzburg-Ahnfeldt

Mathe-Zirkel (SchĂŒlerzirkel Mathematik)

 

 

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