Lehrerfeedback

In der zweiten Doppelstunde der Einheit „Entwicklung von Dubai“ guckte mir eine Lehrerin zu, die nicht in der Klasse MUG unterrichtet. Die Lehrerin, die mit mir die Stunde geplant hatte, war schon im Urlaub. Jedoch bekam ich von der Lehrerin ein sehr gutes und hilfreiches Feedback.

Sehr positiv fand die Lehrerin den gemeinsamen Beginn und die Zusammenfassung der letzten Stunde. Zudem gefiel ihr die inhaltliche Herleitung zur Gruppenarbeit. Hier gab es einige Verbesserungsvorschläge. Vor allem in Richtung Gruppenbildung gab sie mir den Tipp hier vorher zu überlegen, wie die Gruppen aussehen können. Ihr fiel auch auf, dass ich nicht alle Schüler mit dem Namen kannte. Dies lag vor allem daran, dass nie alle Schüler in meinen Hospitationen anwesend waren. Auch war so keine Zeit die Problemschüler herauszufinden. Zudem gab sie mir den Tipp die Aufgabenstellung an die Tafel zu schreiben und die Kurztexte vorlesen zu lassen.

Positiv fand die Lehrerin dann wieder, dass ich in der Gruppenarbeit von Gruppe zu Gruppe gegangen bin und den Schülern geholfen habe. Dabei bemerkte sie auch meine ruhige, geduldige und freundliche Art. Auch mein Zeitmanagement lobte sie sehr.

Bei den Präsentationen lobte sie, dass ich die Aufmerksamkeit der Schüler immer wieder sehr gut auf die Gruppen gelenkt habe. Auch meine gezielten Rückfragen kamen sehr positiv an.

Klasse fand die Lehrerin auch mein Feedbackbild an der Tafel. Zudem nahm die Lehrerin ein Schülerfeedback auf. Hier lobten beide, dass ich die Schüler mehr reden lasse, als dass ich selber rede. Dies kam bei den Schülern, wie auch bei der Lehrerin gut an.

Dieses Feedback hat mir sehr geholfen und wird mich denke ich sehr viel weiterbringen. Ich war sehr froh, dass die Lehrerin dabei war.

Unterricht (Entwicklung von Dubai)

Zu Beginn wollte ich mit den Schülern im Plenum über das Buch „Die Weltreise einer Fleeceweste“ sprechen. Ich ging davon aus, dass die Schüler sich Notizen für das zweite Kapitel gemacht hatten. Leider war dies nicht der Fall. Keiner der Schüler hatte etwas notiert. Also musste ich improvisieren und fragte gezielt nach Passagen im Buch. So kam wenigstens noch ein wenig Inhalt zusammen.

Nach dem Flop des ersten Teils ging ich dann schnell in den zweiten Teil über. Der Text wurde von 3 verschiedenen Schülern vorgelesen und anschließend sollten die Schüler in Partnerarbeit einen Zeitstrahl erstellen. Leider kam dabei die nächste Überraschung für mich. Ein Teil der Schüler musste den Unterricht verlassen. Somit waren von 15 Schülern nur noch 8 Schüler übrig. Trotzdem setzte ich den Unterricht wie geplant fort. Die Besprechung des Zeitstrahls an der Tafel lief dann aber relativ gut und schnell. Trotzdem wurden wir mit dem Zeitstrahl nicht fertig, was jedoch gar nicht schlimm war, denn am nächsten Tag konnten wir so den Anfang des Zeitstrahls für die Schüler, die den Tag davor gehen mussten, zusammenfassen und dann beenden.

Dann ging es zu Aufgabe 2 des Arbeitsblattes. Hier kamen die Schüler schnell auf den Tourismus. Somit machten wir mit der Gruppenarbeit und den Rollenspielen weiter. Die Schüler verteilten sich im Nebenraum auf den Flur und in die Pausenhalle, um ihre Rollenspiele vorzubereiten. Ich ging in der Zeit in den Gruppen herum und gab Tipps und guckte, ob die Gruppen auch arbeiteten.

Nach einer kurzen Pause kamen die Schüler wieder zusammen und trugen ihre Ergebnisse vor. Dabei waren alle Schüler beteiligt. Nach jeder Gruppe gab es ein Feedback der anderen Schüler.

Am Ende durften die Schüler mir wieder ein Feedback geben.

Schülerfeedback

Um auch ein Feedback von den Schülern zu bekommen habe ich in der Klasse 9a ein Feedbackzettel ausgeteilt und die Schüler gebeten diesen Auszufüllen und mir zurückzugeben. Anschließend haben wir noch eine Feedbackrunde gemacht, in der die Schüler die Möglichkeit hatten mir persönlich ein Feedback zu geben. Im Folgenden möchte ich die Auswertung der Feedbackzettel aufzeigen.

Im ersten Teil zum Ankreuzen wurde ich in den Kategorien (die ich selber gewählt habe) Auftreten, Aussprache, Tafelbild/Schriftbild, Abwechslung/Methoden und Vermittlung des Unterrichtsinhaltes bewertet. Die Schüler hatten eine Spanne von sehr gut (1) bis schlecht (4).

In der Kategorie Auftreten bekam ich einen Mittelwert von 1,8 Punkten. Den Schülern gefiel also mein Auftreten gut mit einer Tendenz zu sehr gut. Die Kategorie Aussprache wurde mit einem Durchschnitt von 1,6 Punkten. Die Schüler gaben mir auch in der mündlichen Feedbackrunde, dass sie mich gut bis sehr gut verstanden haben. Mein Tafelbild bewerteten die Schüler mit 1,8 Punkten, also auch durchweg positiv. Bei der Abwechslung der Methoden bekam ich 1,7 Punkte und der Unterrichtsinhalt kam bei den Schülern auch gut an. Hier bewerteten die Schüler mich mit 1,3 Punkte.

Ich selber hatte ein ähnliches Gefühl für die Unterrichtsstunden in dieser Klasse. Jedoch habe ich nicht erwartet, dass das Feedback so positiv und durchweg im guten bis sehr guten Bereich ausfällt. Vor allem im Auftreten hatte ich das Gefühl, dass ich immer etwas unsicher und nervös auftrete. Dies haben jedoch nur wenige Schüler mitbekommen, wie sich in der mündlichen Feedbackrunde herausstellte.

Der zweite Teil des Feedbackbogens war etwas offener gehalten. Hier durften die Schüler schreiben. Was ihnen besonders gefallen hat, was ihnen gar nicht gefallen hat und was sie anders machen würden. Antworten, die häufig vorkamen oder die mir wichtig sind möchte ich hier gerne aufführen.

Besonders gut hat den Schülern gefallen, dass ein Thema (Datenschutz im Internet, besonders der Umgang mit Facebook) behandelt wurde, dass in ihrem Alter wichtig ist. Zudem kam die Einführung mit der Einverständniserklärung (vgl. Unterrichtsplanung (Datenschutz im Internet) sehr gut an. Die Schüler zeigten sofort Interesse an dem Thema und jeder war Aufmerksam und wollte im weiteren Verlauf die Hintergründe zu dieser Methode erfahren. Auch die genaue Begriffsklärung / Definition der Begriffe gefiel den Schülern. Somit hatten sie was zum Mitnehmen um das gelernte noch mal zu wiederholen. Besonders gefreut hat mich, dass ein Schüler schrieb, dass er oder sie etwas gelernt hat.

Bei der Kategorie, was den Schülern gar nicht gefallen hat, haben alle Schüler entweder einen Strich gemacht oder „mit hat alles gefallen“ geschrieben.

Was die Schüler anders gemacht hätten beantworteten sie mit: Ich solle den Unterricht an einigen Stellen interessanter machen, die Zeit im Auge behalten beziehungsweise die Zeit besser planen, sicherer werden, weil ich das gut mache und ein bisschen strenger sein. Über eine Antwort habe ich mich wieder besonders gefreut. Hier wurde geschrieben, dass ich doch ein längeres Praktikum machen solle.

Insgesamt haben die Schüler mich nach meinem eigenen Empfinden sehr gut eingeschätzt. Sie haben genau meine Stärken und Schwächen erkannt, die ich auch an mir selber feststelle und auch von anderen Seiten öfters gesagt bekommen.

Da ich zunächst etwas unsicher war, ob ich diesen Feedbackbogen austeilen soll oder lieber nicht, bin ich jetzt umso glücklicher, dass ich es gemacht habe. Denn ein Feedback von Schülern ist mindestens genauso wichtig, wie ein Feedback einer erfahrenen Lehrperson. Das wichtigste ist jedoch, dass die Schüler ganz andere Kriterien haben und ihnen ganz andere Dinge auch auffallen. Ich würde so eine Art von Feedback immer wieder machen und auch Anderen dazu raten, dies einmal zu machen.

Unterricht (Datenschutz im Internet)

Der Tag für meinen ersten Unterricht erwies sich als äußerst problematisch. Die MUG-Stunden in der Klasse 9a waren am Montag in der 1. Und 2. Stunde. Ich hatte mir am Vortag im Knöchel die Bänder angerissen und musste mit Krücken zur Schule humpeln. Ich brauchte für den Schulweg über eine Stunde anstatt 20 Minuten. Trotzdem kam ich noch rechtzeitig, aber vollkommen verschwitzt an der Schule an. Ich führte den Unterricht wie geplant durch.

Ich begann damit den Zettel austeilen zu lassen und bat die Schüler den Zettel auszufüllen und dann vor sich liegen zu lassen. Schon zu Beginn gab es, wie zu erwarten Proteste der Schüler. Einige sagten sofort, das fülle ich nicht aus oder was soll das? Es ging mir dabei gar nicht darum, welche Schüler den Zettel ausgefüllt haben oder nicht. Es ging mir vielmehr darum, über das Warum zu sprechen. Die Schüler waren insgesamt sehr sensibel und wussten, was der Zettel zu bedeuten hat. Sie konnten dies sehr gut reflektieren. Ich bat die Schüler diesen Zettel zu vernichten und löste die Situation auf.

Nun gab ich den Schülern Zeit, ihre eigenen Erfahrungen mit dem Umgang im Internet zu schildern. Dabei gab es verschiedene Interessen. Eine Schülerin hatte sogar eine eigene Webseite und erzählte darüber. Die Schüler tauschten sich über alles Mögliche aus. Ich ließ die Schüler hier frei erzählen, da ich das Gefühl hatte hier gibt es viel zu erzählen und viel zu erfahren, auch über den Kenntnisstand der Schüler. Im Anschluss ging es darum Definitionen von Begriffen zu klären, die teilweise auch schon öfters in den Erzählungen der Schüler auftauchten. Die Definition ließ  ich die Schüler selber herleiten, hatte mir aber vorher für mich wichtige Stichpunkte notiert, die für eine Definition wichtig sind. Es wurden folgende Begriffe wie folgt definiert:

Datenschutz = ist das Recht, selbst zu entscheiden, an wen man seine persönlichen Daten weitergibt.

Personenbezogene Daten = Adresse, Name, Telefonnummer, Foto, e-Mailadresse mit eigenem Namen.

Privatsphäre = Die Privatsphäre ist ein Menschenrecht mit dem Recht der freien Entfaltung im nicht-öffentlichen Bereich.

AGBs = Allgemeine Geschäftsbedingungen, ein einseitig gestellter Vertrag

Anschließend haben wir uns die AGBs und Nutzungsbedingungen von Facebook angesehen. Dazu habe ich auf dem Smartboard wichtige Passagen vergrößert. Diese haben wir dann im Plenum vorgelesen und diskutiert. Auch hier gab es wieder eine rege Diskussion zwischen den Schülern, die dann vom Ende der Stunde unterbrochen wurde.

Die nächste Woche haben wir das Thema wieder aufgenommen, die bereits behandelten Passagen noch einmal wiederholt und die neuen wieder diskutiert.

Anschließend habe ich das Video „Think before you post“ gezeigt, um die Schüler zu sensibilisieren. Auch hier wurde sich im Anschluss ausgetauscht.

Im Anschluss sollte das Arbeitsblatt CoolVZ behandelt werden, dazu wurden die Gesetzestexte durchgesprochen und Fragen geklärt. Dies dauerte sehr lange, da vieles den Schülern und, wie ich feststellen  musste auch mir, nicht ganz klar war.  Als dies abgeschlossen war konnten die Schüler die Aufgabe bearbeiten und wir hatten anschließend nur noch sehr wenig Zeit, um die Ergebnisse zu sprechen. So konnten wir nur die Lösungen vergleichen, diese aber nicht mehr diskutieren.

Dann gab es noch die Feedbackrunde.

Unterrichtsplanung (Entwicklung von Dubai)

Für die zweite Unterrichtseinheit war ich vollkommen frei in der Themenwahl. Es musste jedoch das Thema Globalisierung sein und mit dem Buch „Die Weltreise einer Fleeceweste“ von Wolfgang Korn etwas zu tun haben. Dieses Buch war gerade Thema in der der Klasse IIId. Um ein Thema finden zu können musste ich also zunächst das Buch lesen. Ich fand dabei sofort ein Thema, was mich interessierte. Im zweiten Kapitel ging es um die Vereinigten Arabischen Emirate und speziell das Emirat Dubai. Hier war das Thema Erdöl und Reichtum sehr präsent. Da ich selber nach dem Praktikum nach Dubai fliegen würde, entschied ich mich etwas über Dubai zu machen.

Die Schüler bekamen in der Woche vor der Einheit die Aufgabe die ersten beiden Kapitel zu lesen. Dabei sollten sie sich notieren, was sie besonders finden. Zudem sollten sie sich Fragen zu Passagen notieren, die ihnen nicht ganz klar sind.

Ich plante also für die erste Viertelstunde des Unterrichts eine Fragerunde zum Buch ein. Die Schüler sollten ihre Fragen im Plenum stellen und wenn möglich von Schülern beantworten lassen. Zudem durften sie Bemerkenswertes äußern.

Danach hatte ich ein Arbeitsblatt (siehe Anhang) vorbereitet. Hier sollten die Schüler den Text zusammen lesen und dann in Partnerarbeit die Aufgabe 1 bearbeiten. Die Zeitleiste sollte dann für alle an die Tafel geschrieben und verglichen werden. Damit sollte die erste Stunde dieser Einheit beendet sein.

Am nächsten Tag sollte dann mit der 2. Aufgabe gestartet werden, um eine Einführung in die Gruppenarbeit zu geben. Die Gruppen sollten in einem Rollenspiel für Dubai als Touristenziel werben. Dafür konnten sie das Buch „Die Weltreise einer Fleeceweste“, ein Arbeitsblatt mit Informationen über Dubai, den Dierke Weltatlas und ihr eigenes Wissen als Quelle benutzen. Am Ende der Stunde sollte jede Gruppe ihr Ergebnis vorstellen und die anderen Schüler ein Feedback geben.

Danach sollte es nur noch ein Feedback für mich geben. Dafür habe ich ein Tafelbild (siehe Anhang) gemalt in dem die Schüler an beliebiger Stelle ein Kreuz machen durften. Dies sollte einen Anhaltspunkt für ihr mündliches Feedback geben. Sie sollten sich überlegen, warum sie das Kreuz dort gesetzt haben.

Der tabellarische Unterrichtsverlauf sah wie folgt aus:

 

1. Stunde

Entwicklung von Dubai

27.02.2013

Inhalt

Schüler / Lehrer

Anmerkungen

Zeit

Fragen zum Buch „Die Weltreise einer Fleeceweste“

 

Bemerkenswertes

 

Entwicklung von Dubai

 

Schüler sollten sich beim lesen Fragen notieren

 

 

 

 

Schüler sollten Bemerkenswertes notieren.

 

Text vorlesen „Dubai: Vom Fischerdorf zur Weltmetropole“ Schüler sollen einen Zeitstrahl entwickeln

Über die Bilder sprechen

 

Was sind die VAE? Wo liegt Dubai?

 

 

 

 

 

Zeitstrahl an die Tafel

 

 

 

 

 

15min

 

 

 

30min

 

 

 

2./3. Stunde

Fortsetzung von Stunde 1/ Tourismus in Dubai

28.02.2013

Inhalt

Schüler / Lehrer

Anmerkungen

Zeit

Entwicklung von Dubai

 

Überleitung

 

 

Tourismus in Dubai

 

 

 

 

Feedback

 

Zeitstrahl und Bilder besprechen. Jahrgang 8 fasst für Jahrgang 7 zusammen.

 

Aufgabe 2: Dubai: Vom Fischerdorf zur Weltmetropole

 

Erstelle eine Werbeanzeige in der du für Dubai als Touristenziel wirbst.

 

Vorstellung

 

 

Feedbacktafelbild

 

Besonderer Augenmerk auf die Zeit nach 1960 und Überleitung zum Tourismus.

 

 

 

Kurztexte, Buch, Atlas, eigenes Wissen

 

Gruppen stellen in der Klasse vor

 

Erklären warum

 

20min

 

 

10min

 

 

30min

 

 

20min

 

 

10min

 

 

Unterrichtsplanung (Datenschutz im Internet)

Dieses war meine erste Unterrichtsstunde die ich vorbereitet habe, um sie dann auch tatsächlich durchzuführen. Die Themen Internet, Datenschutz und soziale Netzwerke standen in der Klasse sowieso an und die Lehrerin übertrug mir aufgrund des Themas des Seminars die Aufgabe diese Stunden vorzubereiten und durchzuführen. Die Lehrerin kannte sich auch nur sehr spärlich mit diesen Themen aus und war froh, dass ich das übernehmen konnte. Sie gab mir einige Materialien und ließ mir aber ansonsten freie Gestaltung für die vier Unterrichtsstunden. Ihre einzige Bedingung war, dass es einen Inhalt gibt, der am Ende (nach den Ferien und nach meinem Praktikum) in einem Test abgefragt werden kann.

Ich machte mich somit selbst auf die Suche nach einem konkreten Thema. Ich entschied mich für das Thema Facebook, da die Schüler gerade in dem Alter sind, dass sie sich bei Facebook anmelden dürfen. Viele Schüler waren sogar schon bei Facebook angemeldet. Zudem übernahm ich einen Arbeitszettel der Lehrerin (CoolVZ, siehe Anhang) und um die Vorgabe der Lehrerin zu erfüllen wollte ich ein paar Begriffe definieren.

Jetzt waren noch die Fragen zu klären, wie ich das Thema Facebook angehe, wie ich in den Unterricht einsteige und wie ich die Themen alle in nur vier Unterrichtsstunden unterbringe.

Für die Einleitung in das Thema habe ich mir etwas Besonderes ausgedacht. Ich habe einen Brief der Schule erstellt, in dem die Schüler die Einverständnis geben sollten, dass die Bugenhagenschule die Daten, Fotos und Videos der Schüler frei verwenden darf. Die Schüler sollten dies zu Beginn der Stunde ausfüllen und unterschreiben. Daraufhin wollte ich mit den Schüler darüber sprechen, was sie gerade unterschrieben haben oder warum sie dieses nicht unterschrieben haben.

Für das Thema Facebook überlegte ich mir, dass ich selber die AGBs und die Nutzungsbedingungen selber nie gelesen habe, obwohl ich angekreuzt habe, dass ich einverstanden bin. Ich dachte mir, dass die Schüler bestimmt auch niemals einen Blick darauf geworfen hatten. Also wollte ich wichtige Passagen aus den Nutzungsbedingungen besprechen und diskutieren.

Für die Zeitplanung habe ich einfach gehofft, dass meine Ideen alle umsetzbar sind und ich auch nicht zu viel Zeit habe. Hier hatte ich vorher keine Ahnung, ob ich zu schnell, zu langsam oder genau richtig geplant habe. Ich hatte ja keine Erfahrungen.

Am Ende der Planung kam folgender Unterrichtsverlauf heraus:

1./2. Stunde

Hinführung zum neuen Thema / Datenschutz

18.2.13

Inhalt

Schüler / Lehrer

Anmerkungen

Zeit

Persönliche Daten

 

 

 

Datenschutz

Internetnutzung

 

Definitionen

 

FB / AGB

 

Formular für Datenfreigabe unterschreiben lassen, diskutieren

Was hattet ihr für ein Gefühl?, Warum ? , Was habt ihr unterschrieben?

 

Sammeln von Fragen zum Datenschutz an der Tafel

Was nutzt ihr im Internet? Wo gebt ihr eure Daten weg?

Definitionen selber erarbeiten, auf wichtige Begriffe achten

 

Vorstellen und diskutieren von wichtigen Passagen der FB AGBs. Vergleich mit dem Formular am Anfang der Stunde.

 

Zettel zerreißen lassen

 

 

 

 

 

Def.: Datenschutz, personennegogene Daten,  Privatsphäre,, AGB,

 

Das habt ihr auch unterschrieben. Unterschrift im Netz

 

15min

 

 

25min

 

 

25min

 

 

 

 

20min

 

 

3./4. Stunde

Urheberrecht / Was darf ich?

25.2.13

Inhalt

Schüler / Lehrer

Anmerkungen

Zeit

FB / AGB

 

 

Das Internet vergisst nicht

 

Urheberrecht

 

CoolVZ-Fotoalbum

 

 

 

 

Feedback

 

Vorstellen und diskutieren von wichtigen Passagen der FB AGBs. Vergleich mit dem Formular am Anfang der Stunde.

 

Video „Think before you post“

 

Definition erarbeiten, auf wichtige Begriffe achten

 

Schüler bearbeiten das Arbeitsblatt

Gesetze vorlesen lassen (Fragen ?)

 

 

Arbeitsblatt besprechen (Warum?)

 

Fragebogen zu meinem Auftreten im Unterricht

 

Rest von letzter Woche

 

 

 

www.datenparty.de

 

Def.: Urheberrecht

 

Arbeitsblatt und Gesetzeskarten

 

 

 

 

Feedbackbogen

 

10min

 

 

10min

 

 

10min

 

25min

 

 

20min

 

 

15min

 

Lernentwicklungsgespräche

An zwei Tagen während meines Praktikums fiel die Schule aus und es fanden die sogenannten Lernentwicklungsgespräche statt. Diese Gespräche mit Eltern, Lehrern und Schülern ist in der Ausbildungs- und Prüfungsordnung der Stadt Hamburg vorgeschrieben. In §7 Lernentwicklungsgespräche steht, welche Themen diese Gespräche beinhalten müssen („1. Die individuelle Lernentwicklung, 2. Den erreichten Lernstand in allen im jeweiligen Schuljahr unterrichteten Fächern und Lernbereichen, 3. Die überfachlichen Kompetenzen und 4. Die nächsten Lernschritte und –ziele der Schülerin oder des Schülers“), wer Teilnehmen muss (wie oben genannt: „…mit der Schülerin oder dem Schüler sowie der bzw. dem Sorgeberechtigten (…). Grundlage (…) ist ein Bericht der Lehrkraft“), wie häufig diese durchzuführen sind („in jedem Halbjahr“) und wie das Gespräch protokoliert werden muss („Die Ergebnisse (…) sind im Schülerbogen zu dokumentieren“).

Die Lernentwicklungsgespräche machten auf mich einen sehr routinierten Eindruck. Jeder Schüler wusste was passiert, die Eltern kannten sich damit aus und die Lehrer spulten meistens ein vorgefertigtes Programm ab. Mir, als Zuschauer, waren diese Gespräche als einziger neu. Nach ein paar Gesprächen jedoch wusste auch ich, wie es läuft und konnte mich gut orientieren. Ich bin froh dieses in meinem Praktikum kennengelernt zu haben und weiß nun für meine Zukunft als Lehrer, dass es so etwas gibt und wie es ablaufen kann.

Mein Eindruck über die Sinnhaftigkeit und den Nutzen für die Schüler, aber auch die Eltern und Lehrer fällt positiv aus. Die Parteien kommunizierten auf einer Ebene, die Schüler hatten die Chance ihre Lernziele selber zu bestimmen. Es wurde, nicht wie bei Elternsprechtagen, nicht über das Kind sondern mit dem Kind gesprochen. Dies gibt dem Schüler auch eine gewisse Motivation die Ziele umzusetzen und sein/ihr letztes Ziel zu reflektieren. Die Lehrer gaben mir zusätzlich das Feedback, dass sie mit dieser Art der Schüler-Eltern-Lehrer-Kommunikation sehr zufrieden sind und dass bei den meisten Schülern die Ergebnisse gut umgesetzt werden.

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