JÜL (meine Einschätzung)

Ich empfand das jahrgangsübergreifende Lernen als sehr chaotisch. Oftmals war es so, dass am Anfang der Stunde erst einmal geklärt werden musste, welcher Schüler jetzt wo sein muss. Dies kam vor allem daher, dass teilweise die 9. Klassenstufe zum Beispiel in MUG ein anderes Thema bei der zweiten Lehrperson der Klasse in einem Nebenraum behandelte. So hatten die Siebt- und Achtklässler in der IIId das Thema Globalisierung und die Neuntklässler im Nebenraum das Thema Drittes Reich und Holocaust. Dies resultiert daraus, dass das Thema der 9. Klasse für die jüngeren in dem Umfang nicht angemessen war, es für die älteren aber wichtig für die Hauptschulprüfungen und die allgemeine Bildung war.

Ehe diese Dinge geklärt waren gingen mindestens fünf Minuten Unterrichtszeit verloren. In einem Fall ging es sogar soweit, dass gar kein Unterricht möglich war, denn die Ältesten waren im anderen Raum und haben ihren Unterricht gemacht, die Achtklässler waren bei den Vergleichstests KERMIT und von den übrigen Siebtklässler waren vier Schüler krank. Somit blieben bei meinem ersten Kontakt mit dieser Klasse drei Schüler, die ich kennen lernen konnte. Ein Unterricht wurde nicht veranstaltet. Man hat die Zeit mit Beschäftigungen jeglicher Art überbrückt. Dies war auch die Klasse, in der ich später Unterrichtet habe.

Erste Schritte in der Schule

Die erste Woche des Praktikums stand unter dem Motto Schule kennenlernen, orientieren und Stundenplan zusammenstellen. Zunächst war ich in der Klasse IIIc eingeteilt, welches auch meine Stammklasse wurde. Von hier aus bin ich dann in einzelnen Fächern, die für mich relevant sind, in andere Klassen gewechselt. Hier bot sich besonders das Unterrichtsfach MUG (Mensch, Umwelt, Gesellschaft) an, da ich das Unterrichtsfach Geographie studiere und als Lernbereich bereits Sachunterricht abgeschlossen habe. Ich suchte mir Klassen aus, die auch gerade ein Thema behandelten, das für mich interessant und relevant ist. So stellte sich heraus, dass ich neben der IIIc auch viel in der IIId, 9a und 8a bin.  Die Klasse 8a sollte in den letzten beiden Doppelstunden vor den Märzferien das Thema Datenschutz im Internet behandeln, was sehr gut in das Thema zum Begleitseminar des ISP passt. In den Klassen IIId und 9a war das Thema Globalisierung anhand des Buches „Die Weltreise einer Fleeceweste“. Somit stand mein Stundenplan schon Mitte der Woche fest. Geplant war dafür die erste Woche gewesen. Dies konnte so schnell von statten gehen, da mir von meinem Mentor sehr viele Lehrpersonen in den Pausen vorgestellt wurden. Insgesamt kam ich in jeder Pause mit neuen Lehrern ins Gespräch und jeder hat mir seine Hilfe angeboten. Am Ende der Woche musste ich sogar von einigen Lehrern die Hilfe ablehnen, da ich schon komplett verplant war.

Auch die ersten Vorstellungen in den Klassen liefen ganz gut. Da ich mich in insgesamt vier Klassen vorgestellt habe bekam ich immer mehr Routine und wusste, was ich sagen soll und möchte. Ich stellte nicht zunächst immer mit meinem Namen vor, den ich ab dem zweiten Mal auch an die Tafel schrieb. Anschließend erzählte ich, was ich an der Schule mache und speziell in der Klasse, um dann zu erzählen, was ich an der Uni mache. Danach ließ ich noch Zeit für Fragen, die auch zahlreich auftauchten. Die Fragen reichten von meinem Alter über meine Hobbys bis hin zu ‚Warum wollen sie denn ausgerechnet Lehrer werden?‘.

Jahrgangsübergreifende Lerngruppen

Die Bugenhagenschule hat eine besondere Form von jahrgangsübergreifenden Lerngruppen. Ich bin aktuell in der Stufe III, also in der 7-9. Klasse. Meine Stammgruppe ist die IIIc. Zusammen mit den Gruppen IIIa und IIIb bildet die Klasse einen Flur. Einen zweiten Flur bilden die Gruppen IIId, IIIe und IIIf. Nun finden die Fächer Deutsch, Englisch, MUG (Mensch, Umwelt, Gesellschaft), Religion, Berufskunde und Sport in diesen Stammgruppen statt. Die Fächer Mathematik, Spanisch, Biologie, Chemie und Physik dagegen finden wieder jahrgangsgleich statt, also gibt es z.B. Mathematik für die 7. Klassenstufe, Mathematik für die 8. Klassenstufe und Mathematik für die 9. Klassenstufe. Des Weiteren gibt es Wahlpflichtkurse und AGs, die wiederum komplett gemischt stattfinden. Also Schüler in einer Gruppe aus allen Stammgruppen eines Flures, sowie aus allen Klassenstufen (7-9).

Beobachtungsschwerpunkte

Für mein Praktikum an der Bugenhagenschule in Alsterdorf möchte ich in erster Linie darauf achten, wie gut oder schlecht der jahrgangsübergreifende Unterricht funktioniert. Die Schule hat dafür ein besonderes Konzept entwickelt, welches ich später noch erläutern werde. Darauf wird mein Hauptaugenmerk liegen.

Zudem möchte ich beobachten, wie gut die Integration der sogenannten „i-Kinder“ funktioniert. In der Klasse ist ein Junge mit Trisomie 21 und ein Junge im Rollstuhl. Da ich Lehramt an Sonderschulen studiere, ist dies ein wichtiges Thema.

Besonders das Unterrichtsfach IT (neue Medien) interessiert mich, da dieses nicht an jeder Schule angeboten wird.

Unterrichtsplanung

Zunächst sollte man als Lehrer den Rahmenplan zu dem Fach kennen, in dem man unterrichten möchte. Jeder sollte die Vorgaben kennen, um dann auch in der Themenauswahl und Methodenauswahl die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Das ausgewählte Thema sollte anschließend auf Grundlage des Lehrplans ausreichend begründet werden. Dazu sollte man parallel sich den Stoff aneignen, um selber genug Kenntnis über das Thema zu gewinnen. Dabei ist es von großem Vorteil auch selber Interesse für das Thema zu entwickeln, denn nur so kann man später auch mit Freude und Begeisterung unterrichten. Darauf aufbauend sollten inhaltliche Schwerpunkte festgelegt werden, um dann die Lernziele formulieren zu können. Dabei sollte auch der Kenntnisstand der Schüler berücksichtigt werden. Zudem sollte man versuchen einzuschätzen, was die Schüler interessieren könnte. Anschließend geht es darum die Unterrichtsstunden konkret zu planen. Die Leitfrage wird formuliert und danach in Aufgabenstellungen umgesetzt. Dazu sollte man dann Methoden und Medien sinnvoll einbringen. Danach können gegebenenfalls Arbeitsblätter für die Stunde erstellt und die Materialien rausgesucht werden, wobei hier auch schon eine Zeitplanung von Vorteil sein kann.

Wichtig für mich ist zudem ein sich einen geeigneten und interessanten Einstieg in die Stunde zu überlegen. Zudem sollte man gute Methoden zur Ergebnissicherung und eine Möglichkeit des Feedbacks vorbereiten.

Wikis

Merkmale für ein Wiki:

Software: Für ein Wiki benötigt man eine spezielle Wiki-Software, die jedoch meisten ehr kompliziert sind. Es gibt jedoch Anleitungen im Internet und Quellen, um diese einfach einzubauen

Kollaboratives Arbeiten: Viele verschieden Personen haben Zugriff auf den Inhalt des Wikis. Eine lückenlose Kontrolle ist bei größeren Wikis (z.B. Wikipedia) nicht gewährleistet. Somit kann es sein, dass falsche Informationen wiedergegeben werden.

Aktualität: Durch die vielen verschiedenen Verfasser gibt es eine sehr hohe Aktualität der Inhalte.

Versionierung: Auch ältere Versionen können bei missbrauch wiederhergestellt werden, denn es gibt nach jeder Veränderung ein Backup. So kann man jede Veränderung nachvollziehen.

(http://www.medienkindheit.de/elearning-und-edutainment/wikis-in-schule-und-unterricht-einsetzen/)

 

Google Docs

Vorteile

  • Gleichzeitiges Arbeiten von mehreren Personen an einem Dokument
  • Dokument ist von überall (auch von zu Hause) abrufbar

Nachteile

  • Abhängigkeit vom Internet
  • Geringer Schutz vor Manipulation (Einer kann alles löschen)

Somit braucht es klare Regeln, wer was an dem Dokument verändern darf. Jeder Schüler muss bewusst sein, was er darf und was nicht und jeder muss auch die nötigen Kenntnisse im Umgang mit dem Internet und Textverarbeitungsprogrammen haben. Zudem sollte man als Lehrperson immer eine Alternative für den Unterricht parat haben, um einen möglichen Internetausfall kompensieren zu können.

(http://damianduchamps.wordpress.com/2010/05/01/google-docs-ein-meilenstein-fur-schule/)

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