Lehrerfeedback

In der zweiten Doppelstunde der Einheit „Entwicklung von Dubai“ guckte mir eine Lehrerin zu, die nicht in der Klasse MUG unterrichtet. Die Lehrerin, die mit mir die Stunde geplant hatte, war schon im Urlaub. Jedoch bekam ich von der Lehrerin ein sehr gutes und hilfreiches Feedback.

Sehr positiv fand die Lehrerin den gemeinsamen Beginn und die Zusammenfassung der letzten Stunde. Zudem gefiel ihr die inhaltliche Herleitung zur Gruppenarbeit. Hier gab es einige Verbesserungsvorschläge. Vor allem in Richtung Gruppenbildung gab sie mir den Tipp hier vorher zu überlegen, wie die Gruppen aussehen können. Ihr fiel auch auf, dass ich nicht alle Schüler mit dem Namen kannte. Dies lag vor allem daran, dass nie alle Schüler in meinen Hospitationen anwesend waren. Auch war so keine Zeit die Problemschüler herauszufinden. Zudem gab sie mir den Tipp die Aufgabenstellung an die Tafel zu schreiben und die Kurztexte vorlesen zu lassen.

Positiv fand die Lehrerin dann wieder, dass ich in der Gruppenarbeit von Gruppe zu Gruppe gegangen bin und den Schülern geholfen habe. Dabei bemerkte sie auch meine ruhige, geduldige und freundliche Art. Auch mein Zeitmanagement lobte sie sehr.

Bei den Präsentationen lobte sie, dass ich die Aufmerksamkeit der Schüler immer wieder sehr gut auf die Gruppen gelenkt habe. Auch meine gezielten Rückfragen kamen sehr positiv an.

Klasse fand die Lehrerin auch mein Feedbackbild an der Tafel. Zudem nahm die Lehrerin ein Schülerfeedback auf. Hier lobten beide, dass ich die Schüler mehr reden lasse, als dass ich selber rede. Dies kam bei den Schülern, wie auch bei der Lehrerin gut an.

Dieses Feedback hat mir sehr geholfen und wird mich denke ich sehr viel weiterbringen. Ich war sehr froh, dass die Lehrerin dabei war.

Unterricht (Datenschutz im Internet)

Der Tag für meinen ersten Unterricht erwies sich als äußerst problematisch. Die MUG-Stunden in der Klasse 9a waren am Montag in der 1. Und 2. Stunde. Ich hatte mir am Vortag im Knöchel die Bänder angerissen und musste mit Krücken zur Schule humpeln. Ich brauchte für den Schulweg über eine Stunde anstatt 20 Minuten. Trotzdem kam ich noch rechtzeitig, aber vollkommen verschwitzt an der Schule an. Ich führte den Unterricht wie geplant durch.

Ich begann damit den Zettel austeilen zu lassen und bat die Schüler den Zettel auszufüllen und dann vor sich liegen zu lassen. Schon zu Beginn gab es, wie zu erwarten Proteste der Schüler. Einige sagten sofort, das fülle ich nicht aus oder was soll das? Es ging mir dabei gar nicht darum, welche Schüler den Zettel ausgefüllt haben oder nicht. Es ging mir vielmehr darum, über das Warum zu sprechen. Die Schüler waren insgesamt sehr sensibel und wussten, was der Zettel zu bedeuten hat. Sie konnten dies sehr gut reflektieren. Ich bat die Schüler diesen Zettel zu vernichten und löste die Situation auf.

Nun gab ich den Schülern Zeit, ihre eigenen Erfahrungen mit dem Umgang im Internet zu schildern. Dabei gab es verschiedene Interessen. Eine Schülerin hatte sogar eine eigene Webseite und erzählte darüber. Die Schüler tauschten sich über alles Mögliche aus. Ich ließ die Schüler hier frei erzählen, da ich das Gefühl hatte hier gibt es viel zu erzählen und viel zu erfahren, auch über den Kenntnisstand der Schüler. Im Anschluss ging es darum Definitionen von Begriffen zu klären, die teilweise auch schon öfters in den Erzählungen der Schüler auftauchten. Die Definition ließ  ich die Schüler selber herleiten, hatte mir aber vorher für mich wichtige Stichpunkte notiert, die für eine Definition wichtig sind. Es wurden folgende Begriffe wie folgt definiert:

Datenschutz = ist das Recht, selbst zu entscheiden, an wen man seine persönlichen Daten weitergibt.

Personenbezogene Daten = Adresse, Name, Telefonnummer, Foto, e-Mailadresse mit eigenem Namen.

Privatsphäre = Die Privatsphäre ist ein Menschenrecht mit dem Recht der freien Entfaltung im nicht-öffentlichen Bereich.

AGBs = Allgemeine Geschäftsbedingungen, ein einseitig gestellter Vertrag

Anschließend haben wir uns die AGBs und Nutzungsbedingungen von Facebook angesehen. Dazu habe ich auf dem Smartboard wichtige Passagen vergrößert. Diese haben wir dann im Plenum vorgelesen und diskutiert. Auch hier gab es wieder eine rege Diskussion zwischen den Schülern, die dann vom Ende der Stunde unterbrochen wurde.

Die nächste Woche haben wir das Thema wieder aufgenommen, die bereits behandelten Passagen noch einmal wiederholt und die neuen wieder diskutiert.

Anschließend habe ich das Video „Think before you post“ gezeigt, um die Schüler zu sensibilisieren. Auch hier wurde sich im Anschluss ausgetauscht.

Im Anschluss sollte das Arbeitsblatt CoolVZ behandelt werden, dazu wurden die Gesetzestexte durchgesprochen und Fragen geklärt. Dies dauerte sehr lange, da vieles den Schülern und, wie ich feststellen  musste auch mir, nicht ganz klar war.  Als dies abgeschlossen war konnten die Schüler die Aufgabe bearbeiten und wir hatten anschließend nur noch sehr wenig Zeit, um die Ergebnisse zu sprechen. So konnten wir nur die Lösungen vergleichen, diese aber nicht mehr diskutieren.

Dann gab es noch die Feedbackrunde.

Unterrichtsplanung (Entwicklung von Dubai)

Für die zweite Unterrichtseinheit war ich vollkommen frei in der Themenwahl. Es musste jedoch das Thema Globalisierung sein und mit dem Buch „Die Weltreise einer Fleeceweste“ von Wolfgang Korn etwas zu tun haben. Dieses Buch war gerade Thema in der der Klasse IIId. Um ein Thema finden zu können musste ich also zunächst das Buch lesen. Ich fand dabei sofort ein Thema, was mich interessierte. Im zweiten Kapitel ging es um die Vereinigten Arabischen Emirate und speziell das Emirat Dubai. Hier war das Thema Erdöl und Reichtum sehr präsent. Da ich selber nach dem Praktikum nach Dubai fliegen würde, entschied ich mich etwas über Dubai zu machen.

Die Schüler bekamen in der Woche vor der Einheit die Aufgabe die ersten beiden Kapitel zu lesen. Dabei sollten sie sich notieren, was sie besonders finden. Zudem sollten sie sich Fragen zu Passagen notieren, die ihnen nicht ganz klar sind.

Ich plante also für die erste Viertelstunde des Unterrichts eine Fragerunde zum Buch ein. Die Schüler sollten ihre Fragen im Plenum stellen und wenn möglich von Schülern beantworten lassen. Zudem durften sie Bemerkenswertes äußern.

Danach hatte ich ein Arbeitsblatt (siehe Anhang) vorbereitet. Hier sollten die Schüler den Text zusammen lesen und dann in Partnerarbeit die Aufgabe 1 bearbeiten. Die Zeitleiste sollte dann für alle an die Tafel geschrieben und verglichen werden. Damit sollte die erste Stunde dieser Einheit beendet sein.

Am nächsten Tag sollte dann mit der 2. Aufgabe gestartet werden, um eine Einführung in die Gruppenarbeit zu geben. Die Gruppen sollten in einem Rollenspiel für Dubai als Touristenziel werben. Dafür konnten sie das Buch „Die Weltreise einer Fleeceweste“, ein Arbeitsblatt mit Informationen über Dubai, den Dierke Weltatlas und ihr eigenes Wissen als Quelle benutzen. Am Ende der Stunde sollte jede Gruppe ihr Ergebnis vorstellen und die anderen Schüler ein Feedback geben.

Danach sollte es nur noch ein Feedback für mich geben. Dafür habe ich ein Tafelbild (siehe Anhang) gemalt in dem die Schüler an beliebiger Stelle ein Kreuz machen durften. Dies sollte einen Anhaltspunkt für ihr mündliches Feedback geben. Sie sollten sich überlegen, warum sie das Kreuz dort gesetzt haben.

Der tabellarische Unterrichtsverlauf sah wie folgt aus:

 

1. Stunde

Entwicklung von Dubai

27.02.2013

Inhalt

Schüler / Lehrer

Anmerkungen

Zeit

Fragen zum Buch „Die Weltreise einer Fleeceweste“

 

Bemerkenswertes

 

Entwicklung von Dubai

 

Schüler sollten sich beim lesen Fragen notieren

 

 

 

 

Schüler sollten Bemerkenswertes notieren.

 

Text vorlesen „Dubai: Vom Fischerdorf zur Weltmetropole“ Schüler sollen einen Zeitstrahl entwickeln

Über die Bilder sprechen

 

Was sind die VAE? Wo liegt Dubai?

 

 

 

 

 

Zeitstrahl an die Tafel

 

 

 

 

 

15min

 

 

 

30min

 

 

 

2./3. Stunde

Fortsetzung von Stunde 1/ Tourismus in Dubai

28.02.2013

Inhalt

Schüler / Lehrer

Anmerkungen

Zeit

Entwicklung von Dubai

 

Überleitung

 

 

Tourismus in Dubai

 

 

 

 

Feedback

 

Zeitstrahl und Bilder besprechen. Jahrgang 8 fasst für Jahrgang 7 zusammen.

 

Aufgabe 2: Dubai: Vom Fischerdorf zur Weltmetropole

 

Erstelle eine Werbeanzeige in der du für Dubai als Touristenziel wirbst.

 

Vorstellung

 

 

Feedbacktafelbild

 

Besonderer Augenmerk auf die Zeit nach 1960 und Überleitung zum Tourismus.

 

 

 

Kurztexte, Buch, Atlas, eigenes Wissen

 

Gruppen stellen in der Klasse vor

 

Erklären warum

 

20min

 

 

10min

 

 

30min

 

 

20min

 

 

10min

 

 

JÜL (meine Einschätzung)

Ich empfand das jahrgangsübergreifende Lernen als sehr chaotisch. Oftmals war es so, dass am Anfang der Stunde erst einmal geklärt werden musste, welcher Schüler jetzt wo sein muss. Dies kam vor allem daher, dass teilweise die 9. Klassenstufe zum Beispiel in MUG ein anderes Thema bei der zweiten Lehrperson der Klasse in einem Nebenraum behandelte. So hatten die Siebt- und Achtklässler in der IIId das Thema Globalisierung und die Neuntklässler im Nebenraum das Thema Drittes Reich und Holocaust. Dies resultiert daraus, dass das Thema der 9. Klasse für die jüngeren in dem Umfang nicht angemessen war, es für die älteren aber wichtig für die Hauptschulprüfungen und die allgemeine Bildung war.

Ehe diese Dinge geklärt waren gingen mindestens fünf Minuten Unterrichtszeit verloren. In einem Fall ging es sogar soweit, dass gar kein Unterricht möglich war, denn die Ältesten waren im anderen Raum und haben ihren Unterricht gemacht, die Achtklässler waren bei den Vergleichstests KERMIT und von den übrigen Siebtklässler waren vier Schüler krank. Somit blieben bei meinem ersten Kontakt mit dieser Klasse drei Schüler, die ich kennen lernen konnte. Ein Unterricht wurde nicht veranstaltet. Man hat die Zeit mit Beschäftigungen jeglicher Art überbrückt. Dies war auch die Klasse, in der ich später Unterrichtet habe.

Erste Schritte in der Schule

Die erste Woche des Praktikums stand unter dem Motto Schule kennenlernen, orientieren und Stundenplan zusammenstellen. Zunächst war ich in der Klasse IIIc eingeteilt, welches auch meine Stammklasse wurde. Von hier aus bin ich dann in einzelnen Fächern, die für mich relevant sind, in andere Klassen gewechselt. Hier bot sich besonders das Unterrichtsfach MUG (Mensch, Umwelt, Gesellschaft) an, da ich das Unterrichtsfach Geographie studiere und als Lernbereich bereits Sachunterricht abgeschlossen habe. Ich suchte mir Klassen aus, die auch gerade ein Thema behandelten, das für mich interessant und relevant ist. So stellte sich heraus, dass ich neben der IIIc auch viel in der IIId, 9a und 8a bin.  Die Klasse 8a sollte in den letzten beiden Doppelstunden vor den Märzferien das Thema Datenschutz im Internet behandeln, was sehr gut in das Thema zum Begleitseminar des ISP passt. In den Klassen IIId und 9a war das Thema Globalisierung anhand des Buches „Die Weltreise einer Fleeceweste“. Somit stand mein Stundenplan schon Mitte der Woche fest. Geplant war dafür die erste Woche gewesen. Dies konnte so schnell von statten gehen, da mir von meinem Mentor sehr viele Lehrpersonen in den Pausen vorgestellt wurden. Insgesamt kam ich in jeder Pause mit neuen Lehrern ins Gespräch und jeder hat mir seine Hilfe angeboten. Am Ende der Woche musste ich sogar von einigen Lehrern die Hilfe ablehnen, da ich schon komplett verplant war.

Auch die ersten Vorstellungen in den Klassen liefen ganz gut. Da ich mich in insgesamt vier Klassen vorgestellt habe bekam ich immer mehr Routine und wusste, was ich sagen soll und möchte. Ich stellte nicht zunächst immer mit meinem Namen vor, den ich ab dem zweiten Mal auch an die Tafel schrieb. Anschließend erzählte ich, was ich an der Schule mache und speziell in der Klasse, um dann zu erzählen, was ich an der Uni mache. Danach ließ ich noch Zeit für Fragen, die auch zahlreich auftauchten. Die Fragen reichten von meinem Alter über meine Hobbys bis hin zu ‚Warum wollen sie denn ausgerechnet Lehrer werden?‘.

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