Unterricht (Datenschutz im Internet)

Der Tag für meinen ersten Unterricht erwies sich als äußerst problematisch. Die MUG-Stunden in der Klasse 9a waren am Montag in der 1. Und 2. Stunde. Ich hatte mir am Vortag im Knöchel die Bänder angerissen und musste mit Krücken zur Schule humpeln. Ich brauchte für den Schulweg über eine Stunde anstatt 20 Minuten. Trotzdem kam ich noch rechtzeitig, aber vollkommen verschwitzt an der Schule an. Ich führte den Unterricht wie geplant durch.

Ich begann damit den Zettel austeilen zu lassen und bat die Schüler den Zettel auszufüllen und dann vor sich liegen zu lassen. Schon zu Beginn gab es, wie zu erwarten Proteste der Schüler. Einige sagten sofort, das fülle ich nicht aus oder was soll das? Es ging mir dabei gar nicht darum, welche Schüler den Zettel ausgefüllt haben oder nicht. Es ging mir vielmehr darum, über das Warum zu sprechen. Die Schüler waren insgesamt sehr sensibel und wussten, was der Zettel zu bedeuten hat. Sie konnten dies sehr gut reflektieren. Ich bat die Schüler diesen Zettel zu vernichten und löste die Situation auf.

Nun gab ich den Schülern Zeit, ihre eigenen Erfahrungen mit dem Umgang im Internet zu schildern. Dabei gab es verschiedene Interessen. Eine Schülerin hatte sogar eine eigene Webseite und erzählte darüber. Die Schüler tauschten sich über alles Mögliche aus. Ich ließ die Schüler hier frei erzählen, da ich das Gefühl hatte hier gibt es viel zu erzählen und viel zu erfahren, auch über den Kenntnisstand der Schüler. Im Anschluss ging es darum Definitionen von Begriffen zu klären, die teilweise auch schon öfters in den Erzählungen der Schüler auftauchten. Die Definition ließ  ich die Schüler selber herleiten, hatte mir aber vorher für mich wichtige Stichpunkte notiert, die für eine Definition wichtig sind. Es wurden folgende Begriffe wie folgt definiert:

Datenschutz = ist das Recht, selbst zu entscheiden, an wen man seine persönlichen Daten weitergibt.

Personenbezogene Daten = Adresse, Name, Telefonnummer, Foto, e-Mailadresse mit eigenem Namen.

Privatsphäre = Die Privatsphäre ist ein Menschenrecht mit dem Recht der freien Entfaltung im nicht-öffentlichen Bereich.

AGBs = Allgemeine Geschäftsbedingungen, ein einseitig gestellter Vertrag

Anschließend haben wir uns die AGBs und Nutzungsbedingungen von Facebook angesehen. Dazu habe ich auf dem Smartboard wichtige Passagen vergrößert. Diese haben wir dann im Plenum vorgelesen und diskutiert. Auch hier gab es wieder eine rege Diskussion zwischen den Schülern, die dann vom Ende der Stunde unterbrochen wurde.

Die nächste Woche haben wir das Thema wieder aufgenommen, die bereits behandelten Passagen noch einmal wiederholt und die neuen wieder diskutiert.

Anschließend habe ich das Video „Think before you post“ gezeigt, um die Schüler zu sensibilisieren. Auch hier wurde sich im Anschluss ausgetauscht.

Im Anschluss sollte das Arbeitsblatt CoolVZ behandelt werden, dazu wurden die Gesetzestexte durchgesprochen und Fragen geklärt. Dies dauerte sehr lange, da vieles den Schülern und, wie ich feststellen  musste auch mir, nicht ganz klar war.  Als dies abgeschlossen war konnten die Schüler die Aufgabe bearbeiten und wir hatten anschließend nur noch sehr wenig Zeit, um die Ergebnisse zu sprechen. So konnten wir nur die Lösungen vergleichen, diese aber nicht mehr diskutieren.

Dann gab es noch die Feedbackrunde.

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