Zusammenfassung des Seminares

In dem Seminar haben wir wichtige grundlegende Begriffe der Erziehungswissenschaft behandelt und diskutiert.

Diese Vorbereitung auf der wöchentlichen Seminarstunden warimmer gleich. Wir haben vorgegebene Texte gelesen, und haben diese in eigenen Worten zusammengefasst. Diese Arbeitsergebnisse haben wir in unsere Blog veröfentlicht, diese Arbeitsweise war mir neu. Ich empfand es aber als eine gute Idee die Blogs so zu nutzen wie wir es während des Seminars taten.

 

Ich denke, dass ich aus diesem Seminar wesentlich mehr f√ľr den sp√§teren Beruf des Lehrers mitnehmen kann als aus anderen Seminaren welche ich bereits besuchte. Es wurde stetigdarauf geachtet, dass wir den Bezug der Themen auf den Alltag¬† des Lehrers oder auf das Schulsystem beziehen.

Außerdem empfand ich die Stimmung sehr angenehm, was bei Gruppenarbeiten förderlich war.

Lernen

Als Lernen bezeichnet man den Erwerb von Fähigkeiten. Lernen ist nach Marotzki nicht nur ein Teil der Schulausbildung. Lernen findet auch außerhalb der Schule statt. Hierbei unterscheidet Marotzki zwischen formellem Lernen und  informellem Lernen.

1. Das formelle Lernen,  dass das Durchlaufen von gewissen Lehrinstitutionen beinhaltet.

2. Das informelle Lernen, dass au√üerhalb dieser Institutionen von statten geht und sich somit √ľber das gesamte Leben erstreckt.

 

Lernen wird als ein Prozess dargestellt, welcher durch ein Individuum selbst gesteuert wird. Nur wenn eine Reflektion auf der Meta-Ebene stattfindet, ist  Lernen möglich.

 

Marotzki spricht von einer Selbststeuerung, Reflexivität und Flexibilität des Lernens.

Erziehung nach Marotzki

 

Der Text ‚ÄěErziehung‚Äú von Marotzki besch√§ftigt sich mit den Aspekten der Erziehung und zeigt, dass Erziehung einer der wichtigsten Grundbegriffe der P√§dagogik ist.

Zun√§chst wird Erziehung zwischen ‚Äúspezieller Form direkter Einwirkung‚ÄĚ und ‚ÄúSich-Entwickeln‚ÄĚ unterschieden.

Die ‚ÄúSpezielle Form direkter Einwirkung‚ÄĚ basiert auf autorit√§rer Erziehung. Sprich der zu Erziehende folgt dem ihm gegebenen Anweisungen. So wird er durch Einwirkung geformt. Dies ben√∂tigt Befehl und Gehorsam.

Die Form des ‚ÄúSich-Entwickelns‚ÄĚ ben√∂tigt hingegen keine Einwirkungen und ist somit anti-autorit√§ren. Jeder macht so seine eigenen Erfahrungen und kann sich so Entwickeln.

Nach Aussage von Marotzki ist es wichtig, dass Kinder erst Eigenverantwortung erlernen, da sie ansonsten nicht ohne erzieherische Maßnahmen bestehen können.

Die Vermittlung von Gemeinschaftswerten von älteren Generationen  ist erfolgreich, wenn die Person eigenständig leben kann.

 

Mediensozialisation nach Aufenanger

In dem Text¬† ‚ÄěMediensozialisation‚Äú von Aufenanger geht es um die verschiedenen Arten der Mediensozialisation und deren Einflussarten. Es wird davon ausgegangen, dass Medien schon immer vorhanden gewesen sind. Fraglich ist jedoch ob diese Medien immer frei zug√§nglich waren.

 

Eine etwas ältere Ansicht unterteilt die Mediensozialisation in 3 Punkte:

 

  1. Wirken auf den Menschen ein.

Hauptmedien dabei sind PC, TV und das Internet.

Hauptthemen sind meist Gewalt und Werbung.

 

  1. Menschen selektieren selber das Medienangebot (bewusste Abgrenzung)

Mensch ist ein aktiver Nutzer.  Genres wie z.B. Krimis, Horrorfilme und

Ego-Shooter erlangen keine Aufmerksamkeit bei dieser Konzeption.

 

  1. Interaktion von Mensch und Medien. Der Medieneinfluss z.B. Identitätsaufbau kann durchaus positiv sein.

 

Medien können durchaus auf die Bildung zu einer handlungsfähigen Person abzielen und kann somit als Entwicklungshelfer angesehen werden. Außerdem wird angenommen, dass durch Medien eine Bildung zu einer sozial handlungsfähigen Persönlichkeit vollzogen werden kann.

 

Eine Debatte wurde erst durch elektronische Medien hervorgerufen.

Wechselspiel: Medien mit Menschen  РMenschen mit Medien

Rollentheorie der Sozialisation

Eine Rolle ist mit ¬†gesellschaftlich festgelegten Erwartungen und Regeln verkn√ľpft und institutionell stabilisiert. Das hei√üt, dass jede Rolle an Normen der Gesellschaft gekn√ľpft ist¬† welche es zu erf√ľllen gilt. Eine vollst√§ndige Erf√ľllung der Rollen ist eine konservative Ansicht, dies gilt in der heutigen Zeit¬† als √ľberholt. Das sogenannte ‚ÄěI‚Äú weicht von Normen der Rollen ab, weil sich ggf. Rollen √ľberschneiden. Es herrscht eine st√§ndige Differenz zwischen den Handlungen des Menschen der die Rolle einnimmt und den Erwartungen die durch die Gesellschaft an die Rolle gestellt werden. Wenn ein Mensch Rollenkonform handelt, dann f√ľhrt dies nicht unbedingt zu einer Bed√ľrfnisbefriedigung.

Die Interpretierung der von der Gesellschaft definierten Rolle ist Aufgabe des einzelnen Individuums und¬† unterscheidet sich daher von¬† Mensch zu Mensch. Auch die Verkn√ľpfung von Rollen kann sich daher unterscheiden, diese Rolleninterpretation wird ‚ÄěAmbiguit√§tstoleranz“ genannt.

Die nicht Erf√ľllung der Erwartungen der Gesellschaft an die Rolle nennt sich ‚ÄěRollendistanz“ und ist notwendig um sich von sozialen Strukturen und Situationen abgrenzen zu k√∂nnen uns somit seine eigene Identit√§t zu wahren.

Arbeitsergebniss der Gruppenarbeit zur Zusammenfassung des Essays

Als vierer Gruppe analysierten wir unsere Essays zum Thema „Warum ist ein wissenschaftliches Studium sinnvoll f√ľr p√§dagogische Praxis?„.

Folgende Punkte stellten sich f√ľr die Gruppe als besonders wichtig f√ľr ein erziehungswissenschaftliches Studium heraus:

1. Grundwissen in der Theorie der Erziehungswissenschaft, jedoch sprachen sich auch alle in der Gruppe f√ľr mehr Praxis aus, um die Theorie als realer zu empfinden.

2. Die Theorien sind teilweise nicht mehr aktuell und m√ľssen auf eine ver√§nderte/modernere Gesellschaft √ľbertragen werden. Als Grundlage sind die Theorien hilfreich, jedoch muss jeder Studierende selber die Erfahrungen machen, diese auf den Schulalltag zu √ľbertragen.

3. Als positiv empfand die Gruppe, dass das Studium an sich Freiräume bietet, welche in einer Ausbildung nicht gegeben sind. So haben die Studierenden die Möglichkeit, den von der Universität gesteckten Plan selber mit Kurswahlen zu beeinflussen und nach ihren Interessen zu gestallten.

4. Eher negativ viel der Gruppe auf, dass das erlernen der Theorie erst sehr sp√§t auf die Praxis √ľbertragen wird, w√ľnschenswert w√§re beispielsweise ein Tag pro Woche in einer Schule zu verbringen, an dem die Studierenden Praxiserfahrungen sammeln und am n√§chsten Tag, in einem Seminar diese Erfahrungen auf erziehungswissenschaftliche Theorien beziehen.¬† Somit w√§re eine Reflektion der Erfahrungen auf die Theorie gegeben und die oftmals als realit√§tsfern empfunden Theorie w√ľrde mit Erfahrungen verkn√ľpft werden.

Die Gruppenarbeit zeigte uns, dass alle vier Studenten die Wichtigkeit der Theorie erkannt haben, sich jedoch einen gr√∂√üeren Praxisanteil w√ľnschen w√ľrden, um grade diese erlernte Theorie im (besser) Alltag anwenden zu k√∂nnen.

Warum ist ein wissenschaftliches Studium sinnvoll f√ľr p√§dagogische Praxis?

Ein wissenschaftliches Studium, hat die Vermittlung von Theorien und Grundlagen als Schwerpunkt.¬† Diese Art ist hilfreich um die Theorie zu erlernen, welche meiner Meinung nach aber sehr schwer auf den Lehreralltag zu √ľbertragen sind. ¬†Ich¬† m√∂chte als Lehrkraft in der Prima- und Sekundarstufe arbeiten und hoffe hier durch Erfahrungen schnell auf Situationen eingehen zu k√∂nnen und diese dann sp√§ter auf¬† erlernte Theorien zu reflektieren Jedoch darf¬† man die Arbeit mit Menschen nicht auf¬† Theorien begrenzen, grade das zwischenmenschliche ist in meinen Augen das was einen Lehrer bei seiner Klasse ankommen l√§sst.

 

Nat√ľrlich ist es unverzichtbar sich mit Theorien und Begriffen¬† der Erziehungswissenschaft¬† auszukennen, doch finde ich es wichtiger sich auf die Klasse einzulassen¬† und nach dem eigenen Gef√ľhl zu handeln als sich¬† steif an¬† Theorien der¬† Erziehungswissenschaft zu klammern.

Im Berufsbild des Lehrers ist es,  speziell in der heutigen Zeit,  wichtig  mit viel Vorerfahrungen in den Beruf zu starten. Nichts ist schlimmer als hilflos, mit einer Unmenge an Theorien im Kopf, vor einer Klasse zu stehen  und  sich nicht durchsetzen zu können, denn dann kann auch keine im Studium erlernte Theorie durchgesetzt werden.

Es bestehen Welten zwischen dem Alltag im Klassenraum und dem wissenschaftlichen Studium, ¬†daher w√ľrde ich mehr praxisnahe¬† Arbeit ¬†w√§hrend des Studiums, welche von der Universit√§t aus geleitet wird, f√ľr das Lehramtsstudium¬† hilfreich finden.¬† Den Auftrag des Lehrers sehe ich heute, besonders in den unteren Klassenjahrg√§ngen, als¬† anleitende und gleichzeitig erziehende Person.¬† Besonders der Erziehungsaspekt¬† steht hierbei im Vordergrund,¬† vielen Sch√ľler die ich in verschiedenen Arbeitsstellen kennengelernt haben fehlt es an Disziplin und Motivation.¬† Sie halten es nicht f√ľr n√∂tig sich grammatikalisch Korrekt auszudr√ľcken und beenden ihre S√§tze nicht, wenn man denn ihre Aussagen als S√§tze bezeichnen kann/will. Einigen Sch√ľlern kann leider¬† zuhause kein vern√ľnftiger Input gegeben werden sodass die Lehrkraft immer wieder mehr zur erziehenden¬† Person wird., welche¬† gleichzeitig¬† aber dem Lehrplan¬† flogt.¬† Die Herangehensweise der Vermittlung von Unterrichtsinhalten ist hierbei sehr wichtig und kann in meinen Augen durchaus¬† lehrend und erziehend gleichzeitig sein.

 

Der Unterschied eines wissenschaftlichen Studiums zu einer nicht wissenschaftlichen Ausbildung ist meiner Meinung nach¬† die Freiheit, die wir z.B. in unserer Kursbelegung haben. So hatten wir die Wahl welches der Praxisseminare wir uns Aussuchen¬† und in was f√ľr Feldern wir hierbei Einblicke erhalten. Diese M√∂glichkeit wird es in einer Ausbildung nicht geben, da der Ausbildungsablauf festgeschrieben ist. Die dabei vermittelten Ausbildungsinhalte, sind mit Sicherheit nicht schlecht,¬† jedoch durch¬† die Einschr√§nkungen des Ausbildungsplans¬† nicht den Interessen des Auszubildenden entsprechend. Als Vorteil kann man auf einen recht hohen Praxisanteil in einer Ausbildung hinweisen.

 

Ein Mix aus mehr Praxis¬† und begleitenden Seminaren zur Vermittlung der Theorien,¬† w√ľrde dem Lehramtsstudium in meinen Augen gut tun. Das in der Praxis erfahrene in einem Seminar auf die Theorien reflektieren zu k√∂nnen w√ľrde vielen Studenten, da schlie√üe ich mich nicht aus, helfen¬† die Theorien besser¬† verstehen zu k√∂nnen.


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