Willkommen!

Im aktuellen fachwissenschaftlichen Diskurs ist das Thema »(e)Portfolio« von zentraler Bedeutung. Dabei sind Möglichkeiten und Grenzen der Methode sowohl erziehungswissenschaftlich als auch technologisch keineswegs geklärt: Funktionen und Formen von (e)Portfolios sind so divers wie die möglichen Kontexte ihrer Anwendung – eine verbindliche Definition fehlt ebenso wie eine konkrete didaktische Methodik. Es gibt konkreten Gesprächs- und Entwicklungsbedarf.

Sie sind herzlich dazu eingeladen!

Das ePortfolio in OLAT

Die Lernplattform OLAT, welche seit dem Sommersemester 2009 an der Universität Hamburg eingesetzt wird und das kommerzielle Produkt Blackboard abgelöst hat, verfügt seit diesem Wintersemester über eine ePortfolio-Erweiterung.
Das ePortfolio in OLAT wurde von der Universität Hamburg in Auftrag gegeben und zusammen mit der Fachhochschule Nordwestschweiz, der höheren Fachschule Gesundheit und Soziales Aarau, sowie dem Zentrum für Ausbildung im Gesundheitswesen Kanton Zürich finanziert. Die Ausführung geschah durch die Firma Frentix GmbH, die als Spin-Off aus dem OpenSource Projekt OLAT entstanden ist und durch Ihre Nähe zur OLAT Entwicklergemeinde auch einen großen Beitrag dazu geleistet hat, dass die ePortfolio-Erweiterung in den Quellcode des Public Release integriert werden konnte, somit also allen Hochschulen zur Verfügung steht, die OLAT einsetzen.
Die Beweggründe, eine Erweiterung für OLAT in Auftrag zu geben, waren vielfältig und hängen mit der Beschaffenheit von ePortfolios zusammen. Um mit einem ePortfolio verschiedene Szenarien abdecken zu können, die im universitären Alltag entstehen, müssen höchste datenschutzrechtliche Sicherheitsanforderungen gewährleistet werden. Dies ist insbesondere für persönliche Daten Studierender und für Prüfungsleistungen erforderlich. Der Einsatz einer zusätzlichen Plattform und deren Absicherung wäre mit technischem und finanziellem Aufwand verbunden, der nicht zu rechtfertigen ist. (Weitere Informationen zur Entwicklung des OLAT-ePortfolio finden sich in diesem Video)
Des Weiteren bietet die große Verbreitung von OLAT als Lernplattform an der Universität Hamburg zusätzliche Synergieeffekte. Sämtliche Inhalte, die in Kursen oder Arbeits- und Lerngruppen auf der Plattform erstellt wurden, wie etwa Wiki-Artikel, Blogbeiträge, Dateiuploads und Forenbeiträge, können durch Ihre Urheber per Mausklick als Artefakt in das eigene ePortfolio exportiert werden. Des Weiteren können in Kursen ePortfolioaufgaben gestellt werden, die durch Studierende entsprechend der Aufgabenstellung mit Artefakten zu füllen sind. Für Studierende ergibt sich der weitere Vorteil, dass die zusätzliche Registrierung für eine weitere Plattform entfällt, diese können sich auf OLAT mit ihrer STiNE Kennung einloggen und haben dann direkt Zugriff auf ihre persönliche ePortfolio-Umgebung im eigenen Home-Bereich.
Als erstes Pilotprojekt wird eine veranstaltungsbegleitende OLAT-ePortfolio-Nutzung bereits seit dem Sommersemester 2011 durch den Interdisziplinären Grundkurs am Fachbereich Sozialökonomie bei Herrn Holger Schlegel über die Plattform des virtuellen Campus Rheinland Pfalz durchgeführt. Den TeilnehmerInnen des Kurses, der eine Pflichtveranstaltung im ersten Studienjahr darstellt und in Gruppen von etwa 20-25 Personen durchgeführt wird, wurde dabei die Nutzung des ePortfolio freigestellt. Obwohl die Teilnahme am Projekt freiwillig ist und nicht in die Benotung einfließt, entschlossen sich ca. 50% der TeilnehmerInnen des Kurses zur Teilnahme am Projekt. Ein erster Zwischenbericht über das Projekt findet sich auf der lecture2go Plattform.
Ein erstes, breit angelegtes Projekt zur studienbegleitenden ePortfolionutzung wird im Rahmen der Förderinitiative „Seminare ans Netz“ seit einigen Monaten vorbereitet und befindet sich aktuell in der Durchführungsphase. (Die Projektbeschreibung ist hier nachzulesen). Maßgeblich beteiligte an dem Projekt sind Dr. Angela Peetz, Stefan Schneider und Michael Karbacher vom Zentralen eLearning-Büro der Universität Hamburg sowie Ivo van den Berk vom Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung. StudienanfängerInnen des Wintersemesters 2011/2012 werden über einen OLAT Begleitkurs über den Zeitraum von einem Jahr monatliche Anreize zur ePortfolionutzung angeboten. Die Inhalte reichen von Zeitmanagement über Auseinandersetzung mit den persönlichen (Studien-)Zielen bis hin zu dem Erlernen effektiver Lern- und Arbeitstechniken. Dabei findet unter anderem ein Austausch mit dem CampusCenter statt. Ziel des Projektes ist, den Studierenden einen gelungenen Start ins Studium zu ermöglichen und typische Fallstricke wie Selbstüberforderung, soziale Isolation oder falsche Erwartungen zu umgehen bzw. zu bewältigen.
Eine ausfĂĽhrliche Darstellung des Projektes sowie eine EinfĂĽhrung in die Nutzung des OLAT-ePortfolios liefert dabei folgendes Video, welches sich insbesondere an potenzielle TeilnehmerInnen des Projektes richtet:

Michael Karbacher erklärt das ePortfolio für StudienanfängerInnen-Projekt

Das Zentrale eLearning-Büro bietet für Lehrende, die sich mit dem OLAT-ePortfolio befassen und über didaktische Szenarien zur Integration in Veranstaltungen informiert werden möchten, Workshops an. Termine und Informationen zur Anmeldung finden Sie hier.
FĂĽr Fragen steht Ihnen das OLAT-ePortfolio Team gerne zur VerfĂĽgung
Email-Kontakt: ePortfolio@uni-hamburg.de

Michael Karbacher

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Das (e)Portfolio an der Fakultät EPB

Der vom eLearning-BĂĽro der Fakultät EPB organisierte Gesprächskreis entstand 2008 aus der ePUSH-MaĂźnahme „eModulprĂĽfung“ (ab 2009 „eModulprĂĽfung / ePortfolio“). Er folgt der Idee, unterschiedliche Ansätze des Portfoliokonzepts gegenĂĽber zu stellen, deren Möglichkeiten, Stärken und Schwächen in Lehre und Studienorganisation zu prĂĽfen und ggf. Empfehlungen an die entsprechenden Fakultäten auszusprechen, was Einsatz und Weiterentwicklung bestehender Portfolio-Anwendungen angeht.
Das eingeklammerte (e) des GK weist darĂĽber hinaus darauf hin, dass das Portfolio-Konzept nicht auf die Wahl der ‚richtigen‘ digitalen Applikation beschränkt werden darf, sondern grundsätzlich auch eine lehrdidaktische und bildungspolitische Entscheidung beinhaltet.
Die Teilnehmer des GK stammen fakultäts- und universitätsübergreifend u.a. aus der Erziehungswissenschaft, der Psychologie, dem LI, dem ZHW, der Fakultät WiSo, dem ZeB und der TUHH. Die Diversität der in der Entwicklung, Erprobung bzw. im Einsatz befindlichen Werkzeuge zeigt, dass eine einzige Portfolio-Lösung fakultäts- und fächerübergreifend den unterschiedlichen Anforderungen und Sichtweisen nur schwer gerecht würde: Studienorganisation, Kompetenzrasterung, Bewerbungsfunktionalität aber auch Reflektionsunterstützung, Kollaboration und Austausch, Ästhetik und Usability sowie technische Nachhaltigkeit sind Aspekte, die schwer in einer einzigen Applikation zusammen zu fassen sind. Vorgestellt wurden bisher:

  • Blogs (EPB; Ralf Appelt)
  • CommSy Portfolio-Erweiterung (LI, EPB; Matthias Finck, Iver Jackewitz)
  • Mahara (ZHW/MohE; Ivo van den Berk)
  • OLAT Portfolio-Erweiterung (ZeB; Angela Peetz)
  • StudIPort 2.0 (TUHH; Detlev Bieler, Thomas Czerwionka, Corinna Peters)
  • study.log (EPB; Stephan MĂĽnte-Goussar)

Insbesondere die Lehrerausbildung an der Fakultät EPB stellt dabei fachspezifische Anforderungen an Portfoliokonzepte, die über eine technische oder studienorganisatorische Betrachtung des Themas hinaus reichen:

  • Kritische Reflektion der dem Portfolio zugrunde liegenden Konzepte von Wissen, Kompetenz und Bildung
  • Eignung fĂĽr eine fächerĂĽbergreifende Nutzung unter BerĂĽcksichtigung von fachkulturellen Besonderheiten
  • Aufnahme fachspezifischer Artefakte (z.B. Videografien fĂĽr E, P & B-Studierende)
  • BerĂĽcksichtigung der verschiedenen Phasen von Studium und Referendariat
  • Vorbereitung fĂĽr die eigene methodische Verwendung von Portfolios als späterer Lehrer
  • Nutzung als fortdauernde Reflektionsmöglichkeit der eigenen Lern- und Lehrtätigkeit im Sinne des Lebenslangen Lernens.

Nicht zu vergesssen ist auch der volitionale Aspekt der Nutzung von ePortfolios: Jenseits technischer, organisationeller, rechtlicher und didaktischer Fragestellungen wird die Motivation, Einstellung und Überzeugung der späteren Nutzer für die Akzeptanz und damit den nachhaltigen Erfolg des Portfolio-Konzepts eine wichtige, wenn nicht die entscheidende Rolle spielen.

Empirische Studien zur (e)Portfolio-Nutzung aus Lernersicht gesucht

Als nächster thematischer Schwerpunkt des Gesprächskreises ist eine Auseinandersetzung mit (e)Portfolio-Erfahrungen aus der Sicht der Nutzer angedacht worden. Eine Befragung soll helfen, den Eindrücken der Portfolioführenden auf die Spur zu kommen.

Neben dem Vergleich möglicher Software-Tools zur Portfolio-Arbeit (bisher: EduCommSy, Mahara, OLAT, studIPort2.0, study.log sowie WordPress-Blogs) und der Erörterung von Chancen und Risiken der Implementierung gibt es mittlerweile nicht nur an der Universität Hamburg Erfahrungen von (e)Portfolionutzern – Studierenden, Referendaren, Schülern, Lernenden jeglicher couleur – deren Evaluation für ein differenziertes Verständnis der Portfolio-Methode von hohem Wert ist. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen und die Überlegungen des (e)Portfolio-Gesprächskreises an konkrete Praxen und deren Erleben rückzubinden, soll ein Fragebogen entwickelt werden, der im besten Fall auch den Vergleich verschiedener (e)Portfolio-Konzepte erlaubt. Weil dabei das Rad nicht neu erfunden werden muss, bitten wir um Mithilfe beim Sammeln bereits bekannter Studien zur Evaluation der Arbeit mit ePortfolios – aus Sicht der Nutzer.

Über Vorschläge und/oder Links freuen wir uns sehr. Nutzen Sie dazu einfach die Kommentarfunktion dieses Blogs.


Bildquelle: „Piles of Paper“ (Ausschnitt) von Florian Boyd, cc-Lizenz.

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Kontrolle und Selbstkontrolle. Zur Ambivalenz von E-Portfolios in Bildungsprozessen

Meyer, Torsten; Mayrberger, Kerstin; MĂĽnte-Goussar, Stephan; Schwalbe, Christina (Hg.): Kontrolle und Selbstkontrolle. Zur Ambivalenz von E-Portfolios in Bildungsprozessen, VS Verlag fĂĽr Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2011.

Bei der Beschäftigung mit Fragen der Kontrolle und Selbstkontrolle in Bildungsprozessen stoßen interessierte Leserinnen und Leser auf unübersichtliches Terrain. Die Beiträge des soeben in der Reihe »Medienbildung & Gesellschaft« erschienenen Sammelbandes sollen aus verschiedenen Perspektiven und unterschiedlichen pädagogischen Praxen Licht ins Dunkel bringen: Am Beispiel der Arbeit mit der E-Portfolio-Methode skizzieren die Autorinnen und Autoren das diffizile Zusammenspiel aktueller Medientechnologien und Kulturtechniken, dessen unterschiedliche Formen und Varianten in einem Spannungsfeld verortet werden müssen. Die genauen Koordinaten für tiefreichende Kontroversen ergeben sich aus der Unterscheidung von Fremd- und Selbststeuerung und möglichen Folgen für Bildungstheorie und –praxis.
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ePortfolios mit WordPress

Es gibt eine Vielzahl von Softwarelösungen mit denen man ein ePortfolio betreiben kann. WordPress ist eine von diesen Möglichkeiten die meines Erachtens einen Platz in der Reihe möglicher ePortfolio Werkzeuge verdient hat. Deshalb habe ich am 25.11.2010 im Rahmen der ePortfolio AG einen kleinen Vortrag (Slideshare) gehalten warum ich WordPress für ein geeignetes Portfolio Werkzeug halte.
Wichtig war mir bei diesem Vortrag
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Portfolio-Konzepte an der Fakultät EPB

Am 08. September präsentierten Wey-Han Tan und Sebastian Plönges vom eLearning Büro der Fakultät EPB Portfolio-Konzepte. Die Folien zur Präsentation stehen nun online bei Slideshare:

By rob

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ePUSH auf der Campus Innovation 2009

Die Campus Innovation 2009 in Hamburg stand unter dem Thema „Change 2.0 – Bildungsreformen im Wandel?!“ und befasste sich übergeordnet mit der Frage, wie Informations- und Kommunikationstechnologien die Umgestaltung der Institution Universität bereits beeinflusst haben und zukünftig mitgestalten werden.
Unser Projekt ePUSH war auf der Campus Innovation mit einem Stand vertreten, um uns vorzustellen, aktuelle Gedanken zum Themenkomplex „neue Medien – neue Studienmöglichkeiten“ aufzugreifen und so an der Ausbildung einer neuen Lehr- und Lernkultur an Universitäten mitzuwirken. Außerdem gestalteten wir den Track „eLearning“ maßgeblich mit.
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Ringvorlesung "Medien und Bildung"

In diesem Semester findet, nun bereits zum vierten Mal, die vom *mms organisierte Ringvorlesung zum Thema „Medien und Bildung“ statt. Diese beschäftigt sich mit dem Thema „Kontrolle und Selbstkontrolle in Bildungszusammenhängen“.

Die Ringvorlesung möchte interdisziplinäre Perspektiven auf technische und konzeptuelle, auf individuelle und soziale Mechanismen von Kontrolle und Selbstkontrolle eröffnen, die gerade deswegen so schwer zu entdecken sind, weil sie allgegenwärtig und öffentlich sind. Diskutiert werden sollen Ausformungen, Auswirkungen und Ausgänge dieser Entwicklung im Hinblick auf ein zukünftiges Verständnis von Bildung und Selbstbildung.
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Vortrag von Prof. Dr. Häcker

Im Rahmen des aus dem Projekt entstandenen Portfolio Gesprächskreises wurde Prof. Dr. Thomas Häcker von der Universität Rostock zu einem (e)Portfolio-Tag hier nach Hamburg eingeladen. Nach einem Workshop am Nachmittag und Gesprächen mit Experten hielt er am Abend einen Vortrag zum Thema „Entwicklungsportfolios – Bedrohung oder Mehrwert fĂĽr angehende LehrerInnen.“ Hier können Sie sich die Videoaufzeichnung des Vortrags ansehen.

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