Projektbeschreibung

Reading Components und niedrigere Kompetenzniveaus – ein besseres Verständnis von Personen mit niedriger Kompetenz


Projektteam an der Universität Hamburg:

Leitung: Prof. Dr. Anke Grotlüschen
Mitarbeiterin: Dr. Barbara Nienkemper

Projektteam beim Gesis – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften:
Leitung: Prof. Dr. Beatrice Rammstedt
Mitarbeiterin: Dr. Anja Perry, Britta Gauly

Laufzeit
September 2014 bis August 2017

Fragestellung
Anhand der Daten aus der PIAAC-Studie (2012) ergibt sich die Möglichkeit, geringe Lesekompetenzbereiche (Print vocabulary, Sentence processing, Passage comprehension) näher zu analysieren und im internationalen Vergleich zu betrachten. Teilnehmende mit niedrigeren Kompetenzniveaus erhielten zusätzliche Testaufgaben, die einzelne Teilaspekte der Lesekompetenz behandeln (Reading Components). Im Projekt soll ermittelt werden, welche Lebensumstände bei niedriger Lesekompetenz charakteristisch oder häufig anzutreffen sind und wie eine bessere Erreichbarkeit sich ergebender Zielgruppen möglich wäre.
Vorgehensweise
Das Forschungsvorhaben verwendet den deutschen (SUF) und den internationalen (PUF) PIAAC Datensatz. Die Reading Components werden in einer deskriptiven Analyse im Verhältnis zu folgenden Variablen betrachtet:
♣ Leistungsparametern
♣ Informal learning
♣ Non formal learning
♣ Formal learning
♣ Gelegenheitsstrukturen im Betrieb und in der Familie
♣ Lernbereitschaft und Lernstrategien
♣ Computernutzung
♣ Kompetenznutzung und Kompetenzlücken
Auch die Datensätze von PIAAC-CILL (Competencies in later life), welche die Altersgruppen von 66-80 Jahren abbildet und der PIAAC-Feldtest sollen mit einbezogen werden.
Außerdem soll eine latente Klassenanalyse (Latent Class Analysis, LCA) erfolgen, die erstmals den umfangreichen PIAAC Hintergrundfragebogen nutzt, um Subgruppen von Personen mit niedriger Lesekompetenz zu ermitteln. Es könnten solche Gruppen gefunden werden, die sich z.B. anhand von Problemlösefähigkeit, anregendem Arbeits- und Lebensumfeld oder freiwilligem Engagement unterscheiden.
Die Ergebnisse werden mit den Erkenntnissen anderer nationaler und internationaler Studien kontrastiert.

Publikationen
Zur Veröffentlichung sind Tagungsvorträge und Tagungen und Artikel in Fachzeitschriften geplant. Für Praxisinstitutionen und politische Entscheidungsträger werden gezielte Workshops angeboten, in denen der Ertrag der Datenanalyse präsentiert und zur Diskussion gestellt wird.

Kontakt

Dr. Barbara Nienkemper
Universität Hamburg
Fachbereich 3: Erziehungswissenschaft
Arbeitsbereich Lebenslanges Lernen
Binderstr. 34, 20146 Hamburg

Tel.: 040/42838-6770
E-Mail: barbara.nienkemper@uni-hamburg.de

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